Acht Beine für DiePresse.com

Die DiePresse.com-Staffel trainiert für den Vienna City Marathon.

Montag, 20.April 2009

Das Rätsel der verlorenen 25 Sekunden

Eine halbe Stunde vor meinem Einsatz war ich doch ziemlich nervös. Die brodelnde Hektik bei der Übergabe-Zone beim Stadion (Kilometer 30,9) trug nicht gerade zu meiner Beruhigung bei. Schließlich sah ich meinen Vorläufer Günter erschöpft und "Huaba"-schreiend auf mich zukommen. Ein schnelles Abklatschen und schon war ich auf der Strecke.


 
Der Beginn verlief vielversprechend. Ich versuchte meinen eigenen Rhythmus zu finden, doch es gelang mir nicht so recht, mich auf die Atmung zu konzentrieren. Der Trubel auf der Hauptallee war einfach zu groß: Fast die ganze Hauptallee-Strecke war mit Musik beschallt. Nach rund einem Kilometer hatte ich dann mein Tempo gefunden und ich genoß die ersten vier Kilometer auf der Hauptallee. Kurz nachdem ich in die Stadionallee einbog, bekam ich noch einmal eine ordentliche Motivationsspritze. Meine Frau Marion begleitete mich mit Sohn Benjamin, der mir aus dem Buggy entgegenstrahlte, ein paar hundert Meter. Dabei kam ich ein wenig aus dem Rhythmus.
 
Die Schüttelstraße entlang gab es dann auch keinen Schatten mehr. Und irgendwann kam ich auf die irre Idee, die Kilometer falsch zu zählen. Ich glaubte, bei 41,295 Kilometer sei Schluss. Als ich draufkam, dass ich mich um läppische 1.000 Meter verrechnet hatte, gab mir das nochmal einen Dämpfer. War ich kurz zuvor euphorisch und wollte noch mal ordentlich zulegen, hieß nun mein Motto: Nur Durchkommen.
 
Nach der Franzensbrücke trank ich dann ein isotonisches Getränk und hoffte auf die zweite Lunge. Stattdessen geriet ich erneut aus dem Rhythmus und nun beschäftigte mich auch mein Magen. Erneut verschob ich meinen Angriff auf später. Erst als ich kurz vor dem Stadtpark einen Läufer gehen sah, der mir zu Beginn einfach davongezogen war, schöpfte ich wieder Hoffnung. Doch für viel mehr als einen ambitionierten Schluss-Sprint ab Kilometer-Marke 42 (die paar hundert Meter davor war die Gasse für die Läufer so eng wie bei einer Tour de France-Bergetappe) reichte es nicht mehr.
 
Das Fazit: Der Lauf war okay, aber es war mehr drin: Vor allem die 25 Sekunden, die unserem Team dazu fehlten, unter 4 Stunden zu laufen. Hätte ich doch keine Trinkpause einlegen, am Anfang schneller laufen oder mehr den Weg im Schatten wählen sollen? Egal: Jetzt haben wir ein Ziel für das nächste Jahr: Unter vier Stunden bleiben und vielleicht ist bei besserer Vorbereitung ja eine Zeit um 3:30 Stunden drin...

Peter Huber
 

Kommentare:

hi
Equally unimpressed by the prospect of a Google-Twitter deal was Richard Laermer, CEO of RLM and author of Punk Marketing. Still, the fact that Twitter has not registered a steady cash flow yet was not at the root of his concerns.
http://www.netlog.gen.tr

GAST:netlog, Mittwoch, 06. Mai 2009 #

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