Acht Beine für DiePresse.com
Die DiePresse.com-Staffel trainiert für den Vienna City Marathon.
Zum ersten Mal mit dem Thema Laufen in Berührung gekommen bin ich über ein Buch. Besser gesagt mit der Lust am Laufen. Denn wenn Laufen in der Turnstunde stand, bin ich eher nur locker getrabt (die ersten zehn Minuten) und gegangen (die restliche Turnstunde, da ging nur das Mundwerk schnell). Sport ist Mord, war meine Devise, zumindest wenn es darum ging, selbst aktiv Sport zu betreiben. Als Teenager habe ich dann aber Cynthia Voights Jugendroman "Samuel Tillermna, der Läufer" gelesen. Samuel Tillerman ist Geländeläufer, gewinnt Preise, läuft aber nicht, um zu gewinnen. Er läuft um des Laufens willen. Das fand ich faszinierend.
Selbst laufen kam erst später. Während eines Erasmus-Semesters mit kiloweise Schokolade und täglichem "Billig&Deftig"-Menü in der Mensa kam der Drang, mich zu bewegen. Zuerst lief ich zu schnell, mir ging nach ein paar hundert Meter die Puste aus und bekam einen hochroten Kopf. Dann begann ich langsam zu laufen, gaaaanz langsam, eilende Fußgägner überholten mich mit einem mitleidigen Lächeln. Langsam ging's besser, auch ein wenig schneller. Vor allem mit iPod. Rilo Kiley, fand ich heraus, lieferte mir den optimalen Rhythmus. Langsam bin ich zwar noch immer, aber es geht vorwärts. Trotz Winterpause. Und inzwischen habe ich Rilo Kiley gegen Billy Talent getauscht.
Heide Rampetzreiter
Von Heide Rampetzreiter | 0 Kommentare