Acht Beine für DiePresse.com
Die DiePresse.com-Staffel trainiert für den Vienna City Marathon.
Der Marathon ist gelaufen, unsere Zeit steht fest. In der Rückschau bin ich etwas gespalten: Auf der einen Seite finde ich es gut, dass ich meine 9,1-Kilometer-Distanz so locker hinbekommen habe - und auch fast ohne Muskelkater am nächsten Tag - auf der anderen Seite bin ich doch enttäuscht über mein Laufergebnis.
Drei Ziele hatte ich mir für den Marathon gesetzt:
Erstens wollte ich eine Zeit von unter 50 Minuten für meine 9,1-Kilometer-Strecke erreichen. Ziel denkbar knapp verfehlt - es waren dann doch 50 Minuten und 19 Sekunden.
Zweitens wollte ich in unserer Staffel die beste Durchschnittszeit pro Kilometer laufen. Auch das habe ich knapp verfehlt - Sara ist zwar um sieben Kilometer länger gelaufen, war aber um 10 Sekunden pro Kilometer schneller als ich.
Drittens war mein Ziel im direkten Duell mit unserem Arbeitskollegen Benedikt, der für eine "feindliche" Staffel genau auf meiner Distanz startete, schneller als er zu sein. Auch das habe ich nicht erreicht, Benedikt hat mir immerhin gut eine Minute abgenommen.

Insgesamt wär es auch noch sehr schön gewesen, wenn wir mit unserer Gesamtzeit unter vier Stunden geblieben wären. Aber das ist sich leider auch knapp nicht ausgegangen.
Und noch etwas ärgert mich: Bei der Staffelübergabe von Heide an mich vor der Wiener Hauptuni hab ich unnötig Zeit liegen lassen, weil ich "blindes Hendl" sie einfach übersehen hab. Erst auf Zuruf von meiner Freundin auf der anderen Straßenseite hab ich Heide erblickt und mich für den Lauf abgeklatscht. Wichtige Sekunden sind so verloren gegangen.
Der Lauf selbst: Zu Beginn war ich relativ schnell unterwegs und habe in der Liechtensteinstraße auch ziemlich viele Läufer überholt. Plötzlich ist mein direkter Konkurrent Benedikt neben mir gelaufen. Mir kam vor, ich wär dann an ihm vorbeigezogen, dem war aber nicht so. Irgendwo hat er mich unbermerkt überholt, siehe Punkt drei oben.
Nach relativ flottem Start bin ich leider auf der langen Strecke am Donaukanal etwas eingegangen. Die Sonne war furchtbar heiß und ich konnte nicht mehr zulegen. Erst als ich die Zeit zwischen zwei Kilometer-Anzeigen stoppte, wurde mir etwas flau im Magen - ich brauchte über sechs Minuten. Das spornte an, schneller zu laufen.
Das gelang auch nach dem Einbiegen in den Prater, wo die Bäume wohltuenden Schatten spendeten. Doch bis ins Ziel war es noch weit und die Schleife vor dem Happel-Stadion war noch anstrengend. Obwohl: Mit dem Zielsprint bin ich ganz zufrieden. Und mein lautes "Huaba"-Geschrei hat meinen Folgeläufer Peter auch sofort erreicht, keine Pannen bei dieser Staffelübergabe.
Mit ein Grund für die für mich enttäuschende Zeit: Ich bin zweimal zu "Wasser-Tankstellen" gelaufen, um zwei Schlucke zu trinken und mir den Rest des Bechers über den Kopf zu leeren. Das hat Zeit gekostet und wäre nicht unbedingt notwendig gewesen.
Fazit: Die mentale Einstellung hat nicht ganz geklappt. Beim nächsten Antreten hab ich vor, alle Ziele zu erreichen. Koste es was es wolle.
Günter Felbermayer
Von Günter Felbermayer | 11 Kommentare
Ihr seid peinlich. Soviel blabla weil ihr zu viert einen Marathon gelaufen seid... echt peinlich. Die, die einen Marathon allein laufen (also nicht 9!!! Kilometer sondern 42), machen nicht einmal annähernd soviel Theater wie ihr. Wie die Girlies. Schämt Euch. Schreibtischsitzer.
GAST:Gerald A., Montag, 20. April 2009 #
"Beim nächsten Antreten hab ich vor, alle Ziele zu erreichen. Koste es was es wolle."
Viel Glück dabei. ansonsten schließe ich mit Gerald A. an.
GAST:run dmc, Dienstag, 21. April 2009 #
Ich bin zweimal zu "Wasser-Tankstellen" gelaufen, um zwei Schlucke zu trinken und mir den Rest des Bechers über den Kopf zu leeren.
super. ein toller beitrag.
neulich bei der wassertankstelle: ich bin hingelaufen - habe zwei schluck getrunken und mir den Rest über den Kopf geleert.
Nachdem ich mir den Rest über den Kopf geleert hatte, dachte ich daran - noch einen 3. Schluck zu nehmen. Das hat Zeit gekostet.
GAST:t-jockey, Dienstag, 21. April 2009 #
Erst auf Zuruf von meiner Freundin auf der anderen Straßenseite hab ich Heide erblickt und mich für den Lauf abgeklatscht. Wichtige Sekunden sind so verloren gegangen.
ganz besonders schöne passage:
als ich Heide schließlich erblickte - auf Zuruf meiner Freundin von der anderen Straßenseite (Ist das eine Metapher?) - sind schon wieder wichtige Sekunden verloren gegangen.
und noch eine:
Mir kam vor, ich wär dann an ihm vorbeigezogen, dem war aber nicht so. Irgendwo hat er mich unbermerkt überholt, siehe Punkt drei oben.
- da war wohl der wunsch vater des gedanken.
Als mir vorkam, ich wär an ihm vorbeigezogen, hat er mich irgendwo unbemerkt überholt. Da hab ich mir einen Becher Wasser über den Kopf geleert. Schon wieder sind wichtige Sekunden verloren gegangen...
GAST:t-jockey, Dienstag, 21. April 2009 #
aber jetzt Spass bei Seite:
zu viert über vier Stunden - !! wart ihr da vielleicht zwischendurch im Schweizerhaus und habt euch bier "über den Kopf" geleert ;)
GAST:t-jockey, Dienstag, 21. April 2009 #
foglich muss es konsequent heissen:
vor und zwischen unseren einsätzen hatten wir uns auch mächtig bier "über den kopf" geleert.
das hat dann beim abklatschen wertvolle zeit gekostet. auch erblickte ich heide nur nach längerem Suchen - und auf Zuruf von meiner Freundin von der anderen Seite, die sich kein Bier über den Kopf geleert hatte - weil sie ja auch nur zuschauerin gewesen ist.
Mein lautes "Huaba, gibts no Bier" Geschrei ennervierte die anderen Läufer, die mich mit wütenden Blicken straften.
GAST:, Dienstag, 21. April 2009 #
bei km 3,54 meiner km 9,1 Distanz ging mir das linke schuhband auf. Ich bückte mich laufend und versuchte eine masche zu machen, was sich aber als technisch äußerst schwierig erwies.
--- besonders weil ich mir zuvor etwas bier über den kopf geleert hatte. Wertvolle Sekunden sind so verloren gegangen ..
GAST:das vergessene detail, Dienstag, 21. April 2009 #
Ohh mein Gott! ich dachte bislang, peinliche Runtermach-Kommentare gibts nur beim Standard...
GAST:Andi L., Mittwoch, 22. April 2009 #
hi
Equally unimpressed by the prospect of a Google-Twitter deal was Richard Laermer, CEO of RLM and author of Punk Marketing. Still, the fact that Twitter has not registered a steady cash flow yet was not at the root of his concerns.
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GAST:mynet, Mittwoch, 06. Mai 2009 #
Alle die hier schreiben sind wahrscheinlich noch nie einen Marathon gelaufen, unter 4h die 42 km ist ein ansprechendes Ziel - Auch die Zeit von 50 min für 9,1 km ist OK, wir haben uns ähnliches vorgenommen für den Linz-marathon, ich hoffe es klappt
GAST:Schemieschenie, Sonntag, 10. Mai 2009 #
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ByncBinoQuoro, Freitag, 16. Oktober 2009 #