Acht Beine für DiePresse.com
Die DiePresse.com-Staffel trainiert für den Vienna City Marathon.
Ich habe genug vom Im-Kreis-Laufen
"Ich habe genug vom Im-Kreis-Fahren", sagte Niki Lauda 1979, als er überraschend seinen Rücktritt vom Formel-1-Sport bekannt gab. An diesen berühmt gewordenen Spruch von Lauda musste ich denken, als ich gestern mein Lauftraining im Augarten abspulte.
Vier Runden hatte ich mir vorgenommen, also rund 8,4 Kilometer. Doch bereits nach der ersten gelaufenen Runde dachte ich nur an eines: "Noch drei Runden". Auch eine Runde später konzentrierte ich mich nur auf einen Gedanken: "Noch zwei Runden". Und eine Runde vor Schluss reichte es mir. Ich wollte nur noch so schnell wie möglich ins Ziel. Ziemlich verausgabt habe ich dieses dann auch erreicht. Zufrieden war ich aber weder mit dem Lauf noch mit der Zeit: Über 50 Minuten.
Keine Ahnung, wie das diese Leichtathleten bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen machen, die 10.000 Meter in 25 Runden laufen. Auf Kurzdistanzen kann ich mir das noch vorstellen ¿ da mag das sogar motivierend sein. Aber auf Langstrecken? Einfach nur furchtbar. Das muss doch total zermürbend sein.
Ich laufe da lieber meine große Schleife durch den Prater und halte es wie Niki Lauda: Dieses Im-Kreis-Laufen ist eindeutig nichts für mich.
Von Peter Huber | 1 Kommentare
Aber jeden Tag die gleiche große Schleife zu laufen, wird auch bald fad. Wenn man sein Tempo halbwegs richtig einschätzen kann, darf es gelegentlich auch eine Strecke sein, die nicht so genau ausgemessen ist, weil man ohnehin weiß, wieviel man (ungefähr) gelaufen ist.Auch verschiedene Trainingsformen wie Laufspiele, Intervalltraining, (Für dieses braucht man eine genau ausgemessene Strecke) etc. machen das Laufen einerseits abwechslungsreicher andererseits auch effektiver.
GAST:ceterum censeo, Montag, 13. April 2009 #