Wien entscheidet
Wien wählt anders. Wer wie warum den Wahlausgang beeinflusst.
Es ist schon ein klassisches Ritual: Am Abend des Wahlsonntags stellt sich der Wahlverlierer hin und behauptet, das alles gar nicht so schlimm gewesen sei. Und in Wahrheit sei das Minus ein Plus.
Zwei schöne Beispiele aus der ÖVP und zwar der Kategorie Landes-Zwerge, bei denen es kaum mehr etwas zu verlieren gab: Frau Außenministerin Ursula Plassnik, Spitzenkandidatin der Kärntner VP, ist stolz, dass sie in dieser Wahl viel Zuspruch erfahren habe. Und dass die Verluste "unter den denen der ÖVP im Bundesdurchschnitt" geblieben sei. Also nur einstellig. Ähnlich die Wiener ÖVP: Landesgeschäftsführer philosophiert über den schwachen Trost, dass die ÖVP weniger verloren habe als im Bundesdurchschnitt. Nur zur Erinnerung: In Wien lag die ÖVP am Wahlabend hinter den Grünen auf Platz vier.
Ein Wunder, dass Willi Molterer mit solch tapferen Mitstreitern die Wahl verloren hat.
von Rainer Nowak zum Thema Allgemein | 1 Kommentare
für diese ergebnis gibt es ganz klare verantwortliche, die die konsequenzen schon noch zu spüren kriegen werden: die wähler! diese undankbare pack hat sich dem willi molterer unpatriotisch verweigert, dafür werden sie büßen müssen! am besten mit schwarz-blau-orange und willi molterer als bundeskanzler!
Tom93, Montag, 29. September 2008 #