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Doktor Pinks Poli-Klinik

Donnerstag, 29.Oktober 2009

Die Freak-Show an der Uni

Darf man die ketzerische Frage stellen, wie lange die Freak-Show im Audimax nun eigentlich noch andauern soll, wann die Verantwortlichen endlich einzuschreiten gedenken? Jeder anderen Berufsgruppe, die tagelang ihren Arbeitsplatz besetzt, würde man das nicht so ohne weiteres durchgehen lassen. Die Chefitäten der medialen Unterstützer-Fraktion von "News" bis "Heute" dürften selbst wahrscheinlich noch nie vor Ort gewesen sein, sonst hätten sie bemerkt, dass dort ziemliche Nerds, wie man heute sagen würde, unterwegs sind, die stundenlange Sinnlos-Diskussionen abhalten, während sie in den Audimax-Bänken den Gurkensalat aus der "Volksküche" essen. Neulich wurde sechs Stunden darüber debattiert, wie mit einem offensichtlichen Psychopathen umgegangen werden soll, der die Besetzer selbst mit einer Plastikgabel (!) bedroht hatte. Darf man da die Polizei holen? Oder doch nicht? Heute wollten dann ein paar Studenten von den liberalen Julis im Plenum das Wort ergreifen, sie durften aber nicht, sie waren "basisdemokratisch" nicht legitimiert. Dafür wollten die Audima(r)xisten ihre Revolte exportieren und das Juridicum besetzen, doch die vernünftigen Jus-Studenten wussten das zu verhindern. Der Verdacht liegt jedenfalls nahe, dass die schweigende Mehrheit der Studenten mit dem ganzen Audimax-Theater wenig bis gar nichts anfangen kann, dass ein Großteil dem Selbstdarstellerspektakel sogar eindeutig ablehndend gegenübersteht. Was auch wieder irgendwie beruhigend ist.

Kommentare:

1. "jeder anderen berufsgruppe, die tagelang ihren arbeitsplatz besetzt..." kennen sie ähnlich gelagerte fälle?

2. waren sie denn dort und können ergo beweisen, dass sich im audimax nur "ziemliche nerds" herumtreiben?

3. haben sie in den letzten jahren studiert oder versucht, noch ein studium anzufangen und kennen ergo den zustand, auf dem die uni momentan ist?

schlumpfine, Freitag, 30. Oktober 2009 #

zustand... in dem natürlich

schlumpfine, Freitag, 30. Oktober 2009 #

Demonstration und Streik sind ein Grundrecht. Nachdem die Organisatoren versuchen, die Sachbeschädigungen in Grenzen zu halten: so what? Dass da viel Sozialromantik (von "Volksküche" bis Weltverbesserung) mitspielt, keine Frage. Es ist ihnen aber zu danken, dass Sie auf Probleme aufmerksam machen. Setzt man sich aber mit den genuin bildungspolitischen Anliegen auseinander wird man erkennen, dass Sie so Unrecht nicht haben.

1. Die Studienbedingungen sind streckenweise eine Schande (jeder, der einmal ein SE mit 150! Personen gemacht, in eine hoffnungslos überfüllte VO hinein gewollt oder auf den UBs aktuellere Literatur gesucht hat, weiß wovon ich schreibe) die Unis hoffnungslos unterdotiert.

2. Die Implementierung von Bologna ist über weite Strecken nicht glücklich

3. Alles, was dem BM dazu einfiel war "Studiengebühren" zu rufen. Die aber, sind sicher nicht das Heilmittel der ganzen Misere (bestensfalls ein Element in einem Maßnahmenmix, aber selbst das nicht zwangsläufig).

Gast: Gast: Demian, Freitag, 30. Oktober 2009 #

Was unsere Regierungen seit gut 20 Jahren vorbereiten - getrieben (und geschmiert) von Lobbyisten - ist nichts anderes als die Privatisierung unseres Bildungswesens.
Sollte dies geschehen - bzw. so weitergehen - dann werden wir einen sehr negativen gesellschaftlichen Wandel erleben. Ein ungebildetes Volk mag zwar leichter zu lenken sein - es ist aber die Basis für einen rückständigen und verarmten Staat.
Der Umbau des europäischen Universitätswesens zu einem Berufsausbildungsplatz mit militärischen Rängen wird unserem Kontinent die einzige Stärke die wir je hatten nehmen - den freien Schöpfergeist.
Aus diesem Grund ist es wichtig, die marktradikalen Kräfte in Regierung und Spekulationsindustrie mit allen Mitteln zu bekämpfen - denn es sind genau diese Leute, die die Zukunft Europas gerade zu ihrem privaten Vorteil verzocken.
Unsere Staatsbudgets haben sie schon ruiniert, unsere Industrie haben sie bereits ausgehungert, jetzt verschachern sie auch noch die Zukunft unserer Kinder.

Koprolalist, Freitag, 30. Oktober 2009 #

@schlumpfine:

1) Nein, eben nicht. Außer in Frankreich gab es das nun.
2) Ich war gestern abend das mittlerweile dritte Mal dort.
3) Ich habe bis 2000 studiert und auch damals war es schon ziemlich heftig: zu wenige Praktikumsplätze, Aussiebeverfahren für einen Praktikumsplatz, ohne Praktikumsplatz warten auf das nächste Semester, große Prüfungen quasi als Knock-out-Veranstaltungen, um Studenten los zu werden.

Mein Eindruck ist allerdings, dass dies die Studenten im Audimax nur am Rande interessiert. Sie haben keine praktikablen Lösungsansätze außer einfach mehr Geld zu fordern und schlagen sich lieber mit Orchideenthemen wie dem Kampf gegen den Kapitalismus/Sexismus etc. herum.

Oliver Pink, Freitag, 30. Oktober 2009 #

über 13.000 fans der facebook gruppe "studieren statt blockieren" 20.000 in "audimaxbesetzung".... also von einer überwiegenden mehrheit der solidarisierenden studenten kann man nicht sprechen....

ich (als student) bin für eine räumung durch die exekutive.

Gast: student, Freitag, 30. Oktober 2009 #

"Der Umbau des europäischen Universitätswesens (...) wird unserem Kontinent die einzige Stärke die wir je hatten nehmen - den freien Schöpfergeist.
Aus diesem Grund ist es wichtig, die marktradikalen Kräfte (...) mit allen Mitteln zu bekämpfen"

Sie mögen die letzten Jahrzehnte verschlafen haben, aber diese "marktradikalen Kräfte" sind es, die den freien Schöpfergeist erst möglich gemacht haben. Vielfalt an Ideen, Wettstreit der Produkte und Angebote, die sich an der Nachfrage orientieren sind die Dinge, die Europa (und die USA) stark gemacht haben. Nichts fördert Innovationen, Forschung und "Schöpfergeist" so sehr wie ein belebter Wettbewerb.

Gast: Grummelbart, Freitag, 30. Oktober 2009 #

Übrigens: Wie "tolerant" die "Basisdemokraten" im AudiMax sind, könnten sie an eigenem Leibe feststellen, wenn sie mit einer einzigen pro-"kapitalistischen" Aussage kommen würden. Die Toleranz der "bösen" und "kapitalistischen" Gesellschaft wiederum lässt sich sehr leicht daran erkennen, dass diese Chaoten nach mehr als einer Woche immer noch herumfuhrwerken können - was in keinem einzigen gegenwärtigen oder vergangenem kommunistischen oder sozialistischen Staat möglich gewesen wäre (China, Kuba, UdSSR, DDR,...).

Gast: Grummelbart, Freitag, 30. Oktober 2009 #

sehr geehrter herr pink,

ihr unverständnis der situation gegenüber zeigt alleine schon die aussage, wonach die uni eine firma sei, und die studenten arbeitskräfte, die ihren arbeitsplatz besetzten. nun sind mir aber keine studenten bekannt, die dafür bezahlt werden, auf die uni zu gehen, im gegenteil.

klar, ich gebe ihnen recht, einige der audimax-besetzer sind linksradikale sozialromantiker, die noch immer an der weltrevolution arbeiten. meiner meinung nach sollten sich die proteste bzw. forderungen auch alleinig auf die situation der unis beziehen und gesellschaftspolitische utopien ausblenden.

wenn sie aber an der demonstration am mittwoch waren, haben sie erkennen müssen, dass dort auch viele "normale", durchschnittliche studenten ihren unmut kundtaten, die einfach nur in menschenwürdigen umständen studieren wollen.

wie die sache jetzt allerdings weitergeht, ist mir völlig unklar. es gibt einen wissenschaftsminister, dem alles egal ist.

übrigens, kleiner schmäh von stermann und grissemann: am mittwoch gab es demonstrationen gegen die studiengebühr in österreich. die größten kundgebungen fanden in münchen, berlin und hamburg statt ;)

root, Freitag, 30. Oktober 2009 #

doch es gibt studenten die fürs studieren bezahlt werden. allerdings für schnelles und erfolgreiches studieren. nennt sich leistungsstipendium.

ich hoffe ich kann meines behalten obwohl in dieser woche bereits 3 Lehrveranstaltungen ausgefallen sind weil diese chaoten den platz besetzen.

deren verschrobenes ideal weltbild sollens am karlsplatz diskutieren....

Gast: wieder student, Freitag, 30. Oktober 2009 #

doch es gibt studenten die fürs studieren bezahlt werden. allerdings für schnelles und erfolgreiches studieren. nennt sich leistungsstipendium.

ich hoffe ich kann meines behalten obwohl in dieser woche bereits 3 Lehrveranstaltungen ausgefallen sind weil diese chaoten den platz besetzen.

deren verschrobenes ideal weltbild sollens am karlsplatz diskutieren....

Gast: wieder student, Freitag, 30. Oktober 2009 #

auch wenn nicht alle demonstranten so geschniegelt und fesch geföhnt sind wie sie und ihr chefredakteur, ändert das nichts daran, dass die studienbedingungen unter jeder kritik sind.

Gast: mai, Freitag, 30. Oktober 2009 #

@Mai: Das leugnet keiner, der einmal auf der Uni war. Nur die AudiMa(r)xisten ((c) Oliver Pink) werden das mit ihren Uraltforderungen nach klassenloser Gesellschaft, Reichensteuer und Freier Liebe nicht lösen können.

Es ist doch illusorisch, auf der einen Seite einen freien Studienzugang zu fordern, und auf der anderen Seite zu erwarten, dass auch Studien wie Publizistik und PoWi, die nicht wirklich "staatstragend" sind, eine erstklassige Ausstattung haben. Fakt ist, dass diese Studien hoffnungslos überlaufen sind und an Absolventen dieser Richtungen kein großer Bedarf besteht.
Man muss sich entscheiden - Freier Studienzugang und dann eben mit problematischen Studienrichtungen, oder Zugangsbeschränkungen in was für einer Form auch immer, und dafür bessere Bedingungen in allen Richtungen.

Gast: Grummelbart, Freitag, 30. Oktober 2009 #

tja, ein sehr spitzer und pointierter blogeintrag ihrerseits herr pink, aber jedoch nur eine seite der medaille.

der großteil der studenten kann nämlich sehr wohl was mit den protesten anfangen, denn - und darüber glaub ich brauch ma nicht reden - manche bedingungen sind wirklich unterm hund.

da wären zum einen das verhältnis studierender/lehrender. bis zu 300 studenten auf einen professor oder assistenten? das geht so nicht! darunter leidet die qualität des studiums und somit in weiterer folge auch die gesellschaft.

weiters wird manchen exotisch wirkenden studienrichtungen die existenzberechtigung abgesprochen, weil sie "wirtschaftlich nicht verwertbar" sind. kann auch kein zustand sein, wie sonst soll sich humanistische bildung denn manifestieren, als in der vielfalt der studien.

Gast: POGO studiert auch, Freitag, 30. Oktober 2009 #

die krux an den protesten ist nur - und damit komm ich zum punkt warum soviele studenten fernbleiben oder zum protest gegen den protest aufrufen - dass ua auch begriffen wird, dass man bei solchen demonstrationen und besetzungen immer auch instrumentalisiert wird.

oder wie darf man dass verstehen, dass sich der herr faymann seine finger nicht schmutzig macht und ganz weltmännisch zum dialog auffordert? warum ist irgendeine AK-funktionärin vor ort um die studenten zu "besuchen".

die unterstützung dieser seite ist geheuchelt, dient sie doch nur zum stimmenfang oder der publicity im windschatten der demos.
weil also viele der studenten nicht mit AK oder attac in einen topf geworfen werden wollen bleiben sie fern - das ändert nichts am missmut über mitunter inakzeptable studienbedingungen.

Gast: POGO studiert auch, Freitag, 30. Oktober 2009 #

@ grummelbart: da geb ich ihnen schon recht, dass es für manche studienrichtungen (leider) eine beschränkung bräuchte, da das betreuungsverhältnis lehrende/studierende mitunter irrwitzig weit auseinanderklafft.
die "uraltforderungen" gehören natürlich zu einer art studentischer folklore, aber das gehört halt dazu.

Gast: mai, Freitag, 30. Oktober 2009 #

@Mai: Die "studentische Folklore" unterschreibe ich; aber in diesem Fall ist das insofern problematisch, weil durch das pushen eben dieser unrealistischen Forderungen große Gruppen der Studentenschaft dem Protest kritisch gegenüberstehen - was schade ist, denn irgendwas muss sich wirklich tun.

Anstatt einfach "Bessere Unis - für Lehrende und Studenten" skandiert man klassenlose Gesellschaft und vergrault damit halbwegs mit der Realität in Kontakt stehende Mitstudenten. Anstatt ordentlich zu verhandeln, ruft man die Basisdemokratische Volksrepublik Audimax aus. Zwei Tage Besetzung hätten gereicht, die Aufmerksamkeit wäre auf den Unis gewesen. Das jetzt ist nur noch ein Witz, und lässt die Studentenschaft als Ganzes in der Öffentlichkeit nicht gerade gut dastehen. Um einen Kollegen zu zitieren: "Ich bin froh, dass ich kein Student mehr bin - sonst hätte ich wieder diesen Erklärungsnotstand"

Gast: Grummelbart, Freitag, 30. Oktober 2009 #

@ wiener student: sie können vom leistungsstipendium leben? hut ab... das hab ich nie geschafft, obwohl ich es auch immer bekommen habe. ohne "zusatzfinanzierung" (durch mami und papi?) halte ich das für völlig ausgeschlossen.

@ o. pink: danke für die beantwortung der fragen.
zu 2.: komisch, ich hab nicht nur nerds getroffen. aber vermutlich wäre ich in ihren augen auch einer.
zu 3.: ich habe nach einem vor längerer zeit abgeschlossenen studium heuer wieder angefangen zu studieren - die zustände sind nicht vergleichbar mit "unseren" zeiten, weil die verschulung bei gleichzeitigem mangel an ressourcen ins chaos führt.

ich gebe ihnen nur in einem punkt recht: die themen der besetzer sind z. t. sehr ... naja... sozialromantisch?? und ich gehe mit vielem nicht einher. aber in der sache - damit, dass gegen die chaotischen zustände an den unis protestiert werden muss - haben sie definitiv recht.

schlumpfine, Freitag, 30. Oktober 2009 #

ach und bitte: hören sie auf mit vergleichen zwischen unis und firmen - das sind einfach zwei völlig unterschiedliche paar schuhe. davon abgesehen möchte ich sehen, was passiert, wenn ein konzern von seinen mitarbeitern besetzt wird und diese grundsätzlich legitime forderungen stellen, die in der öffentlichkeit durchaus verständnis finden. glauben sie, die firmen können es sich so lässig leisten, in der zib mal schnell bei der räumung gezeigt zu werden? ich bin nicht sicher ob da nicht die marketingabteilung was dagegen hätte.

schlumpfine, Freitag, 30. Oktober 2009 #

Bei einer Räumung würden die Besetzer den Audimax sicher nicht widerstandlos verlassen.

Und das würde Bilder geben, die dann wirklich um die Welt gehen: Polizisten die Achtzehnjährige aus dem Saal treten.

Im Endeffekt würde das zu einer völlige Eskalation führen. Daher richtig von den Verantwortlichen, lieber die Sache auszusitzen.

Gast: Litteratus, Freitag, 30. Oktober 2009 #

Wenn man das bisherige Interesse der österr. Politik und der österr. Bevölkerung an der (Qualität der) Ausbildung der Jugend zu grunde legt, dann ist nicht die Frage wie lange diese Besetzung dauern wird sondern, warum die Politik diesen Mißstand überhaupt bemerkt hat.

Viele Klassenzimmer sehen jeden Tag so verwahrlost aus, weil "kein Geld da ist". Viele Kinder sind stundenlang unbeaufsichtigt, weil "keine Lehrkräfte da sind".
Warum sollten die Unis in Österreich anders behandelt werden als alle anderen Ausbildungsstätten?

Gast: Arfein, Freitag, 30. Oktober 2009 #

Protest ohne Kontrolle. Horizont Audimax am "Runden Tisch"

http://www.social-innovation.org/?p=1296

Gast: Andreas Exner, Samstag, 31. Oktober 2009 #

ich finde, dass es aufgabe eines verantwortungsvollen journalisten wäre, zu recherchieren und aufzudecken, wo eigentlich das geld in österreichs bildungssystem hinfließt, anstatt zu polemisieren. immerhin gibt's mehrere studien, die belegen, dass unser schönes land eines der ineffizientesten bildungssysteme weltweit hat. wenn die klassen zu groß und zu schäbig, die junglehrer zu schlecht bezahlt, die bedingungen zum studieren untragbar sind... wo ist die ganze kohle?

schlumpfine, Samstag, 31. Oktober 2009 #

http://www.youtube.com/watch?v=EC_nc9YIC68&feature=player_embedded

Sagt mehr als 1000 Worte der Gegner des Audimax... der letzte, der andere politische Ausrichtungen in Österreich verbieten wollte hat 1945 "sein Amt niedergelegt".

Gast: Mezgad, Samstag, 31. Oktober 2009 #

lieber oliver!

deine polemische sprache verdient nur ein zeugnis: ein armutszeugnis. dein ton läßt auf ungenügende herzensbildung schließen und der inhalt deines textes ist nur verhetztend, sonst gar nichts.

mr. misik macht das eindeutig besser als doktor pink:

http://tv.derstandard.at/?catid=3&vidid=4202

lg

valerie

Gast: valerie, Samstag, 31. Oktober 2009 #

Liebe Valerie!

Robert Misik, den ich persönlich sehr schätze (war ja einmal ein "profil"-Kollege von mir), war, so viel ich weiß, ja selbst einmal Audimax-Besetzer, daher taugt ihm das jetzt natürlich. Mir weniger. Vom obigen Text kann ich leider nichts zurücknehmen, aber du hast schon recht, man hätte es netter formulieren können (ohne "Freaks" und "Nerds"). Aber ziemlich unreif und undemokratisch finde ich es schon, die Leute von den JuLis nicht reden zu lassen.

Lg

Oliver

Oliver Pink, Samstag, 31. Oktober 2009 #

lieber oliver!

du schweifst ab.
bleib sachlich und fair und spar dir deine miese polemik. es hat den anschein, als wolltest du dich auf kosten anderer als der größte hetzer der nation (der presse?) profilieren und das steht dir nicht (zu).
informiere und kommentiere, wenn du willst, aber bleibe fair und habe respekt vor menschen, die anderes denken und tun als du.

ich antworte mit deinen eigenen worten: reife und sei demokratisch!

valerie

Gast: Valerie, Samstag, 31. Oktober 2009 #

Liebe Valerie:

Ich bin überaus demokratisch. Ich bin dafür, dass jeder seine Meinung darf, auch dissidente Studenten wie die JuLis. Gleichgeschaltete Ostblockverhältnisse, wo jeder das gleiche zu denken hat, wollen wir ja nicht haben, oder? Und ich nehme die Studenten auch sehr ernst, deswegen beschäftige ich mich auch mit ihnen. Weiterführende Hinweise siehe nächster Blog "Die Studentenversteher".

Mfg

Oliver

Oliver Pink, Samstag, 31. Oktober 2009 #

lieber oliver!
du hast da was falsch verstanden:
ich habe über deinen hetzerischen, polemischen und untergriffigen ton gesprochen, nicht über deine haltung!
der respekt gegenüber andersdenkenden in der eigenen ausdrucksweise ist eine der grundvoraussetzungen für demokratie.
lg
Valerie

Gast: Valerie, Samstag, 31. Oktober 2009 #

Liebe Valerie!

Polemisch ist akzeptiert. Hetzerisch würde ich schwer übertrieben finden. Wer verbal austeilt, wie die Audimax-Besetzer, muss auch einstecken können. Das gilt natürlich auch für mich.

Oliver

Oliver Pink, Samstag, 31. Oktober 2009 #

Sehr geehrter Herr Pink,
wann wurde welcher Person von den JuLis verboten, sich im Audimax zu äußern? Habe diese Behauptung bislang nur von Ihnen gehört und konnte auch noch nichts Näheres in Erfahrung bringen.
Mit besten Grüßen

Gast: Prof. Fidel August von Hayek, Samstag, 31. Oktober 2009 #

@hayek:

Am Donnerstag war das. Es waren einige Leute vom JuLi-Bundesvorstand. Hannes Müllner, der Chef der JuLis, schreibt darüber auch in einem Posting zu meinem Kommentar "Der Audimaxismus".

Oliver Pink, Sonntag, 01. November 2009 #

Sehr geehrter Herr Pink,
vielen Dank für den Hinweis, hab das betreffende Posting bereits gelesen. Leider geht daraus auch nicht hervor, unter welchen Umständen das passiert ist und vor allem wie das von den Verantwortlichen argumentiert worden ist. Das wäre angesichts dessen, dass mir keine vernünftigen Gründe einfallen würden, so einen Schritt zu setzen, interessant gewesen.
Mit besten Grüßen

Gast: Prof. Fidel August von Hayek, Sonntag, 01. November 2009 #

@hayek:

Die JuLis hätten sprechen sollen, sie haben sich angemeldet, eine halbe Stunde gewartet, als sie dann dran gewesen wären, hat es geheißen, sie seien vom Plenum "basisdemokratisch" nicht legitimiert. Und so viel ich weiß, ist einem JuLi, der dann doch kurz das Wort ergriff, dieses gleich wieder entzogen worden mit der Begründung, er solle erst mal richtig "gendern".

Oliver Pink, Sonntag, 01. November 2009 #

1. die julis sind ja auch eine ziemlich wichtige und große gruppierung in österreich, deshalb ist es unglaublich wichtig, dass sie sich zum anwalt dieser machen.
2. und, warum hat er das gendern nicht geschafft - aus ideologischen gründen oder intellektuell? wäre ja nicht so schwierig, oder?

schlumpfine, Sonntag, 01. November 2009 #

@Schlumpfine: Ah ja, weil die JuLis also klein sind, kann man auf sie draufhauen? Wie war das? Minderheiten und so?

Und gendern ist schon im schriftlichen äußerst unästhetisch; gesprochen ists nicht zum Aushalten. Deswegen jemandem das Wort zu entziehen, ist unreif und kindisch.

Mir deucht, die Basisdemokratie zählt nur solange Leute zur Basis, solange deren Einstellung nicht mehr als einen Halbsatz von dem der momentanen Besatzer abweicht...

Gast: Grummelbart, Montag, 02. November 2009 #

@ grummelbart:
nein, selbstverständlich nicht. aber ich denke, es reicht, wenn ein journalist einmal auf diesen missstand hinweist und danach nach neuen argumenten sucht; ist schon ein bisschen langweilig, ständig dasselbe zu strapazieren. und glauben sie mir, meine einstellung weicht definitiv mehr als einen halbsatz von dem der besatzer ab, dennoch finde ich diese meinungsmache von pink platt.

übers gendern können wir diskutieren, es ist allerdings gesetzlich festgelegt, dass an unis gegendert wird und ich denke, dass wir mit einer solchen diskussion weit vom thema abkämen.

schlumpfine, Montag, 02. November 2009 #

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