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Econobama

Stefan Riecher kommentiert aktuelle US-Themen. Live aus New York.

Dienstag, 03.November 2009

Extreme Polarisierung

Vor einem Jahr wurde Barack Obama zum 44. Präsidenten der USA gewählt. Was hat sich seitdem getan?

Die Welt liebt den Wunderwuzzi nach wie vor und das möglicherweise sogar zurecht. Außenpolitisch hat sich Obama keine groben Schnitzer geleistet, die wichtigste Entscheidung - jene über eine Truppenaufstockung in Afghanistan - steht noch bevor. Auch wenn Obama nicht viel bewirkt hat: Der Ton macht die Musik und in diesem Punkt konnte es im Vergleich zu George W. Bush nur besser werden.

Interessanter sieht die Lage innenpolitisch aus. In den USA spielt sich eine Polarisierung ab, die es weder unter Bush noch unter Clinton gegeben hat. Entweder die Leute lieben Obama oder sie hassen ihn. Ein dazwischen gibt es praktisch nicht.

Das ist gefährlich. Darüber sind sich alle Medien einig. Worüber kein Konsens herrscht, ist der Grund. Linke Medien machen ein Übermaß an Aggressivität unter radikalen Republikanern verantwortlich. Rechte Medien sehen in Obama den Schuldigen und bezeichnen ihn als Sozialisten oder, noch schlimmer, Marxisten, der das oberste Gut der USA, die individuelle Freiheit, einschränkt.

Einen Fehler macht Obama jedenfalls. Er ignoriert seine Kritiker. Er versucht, die Schreie aus den konservativen Reihen als radikal abzustempeln. Das sind sie aber nicht immer. Das zeigt sich am Beispiel Fox News. Weil ihm die Kritik des etablierten Mediums zu nahe geht, entschied der Präsident, Fox keine Interviews mehr zu geben und den Sender zu ignorieren. Das ist nicht nur demokratiepolitisch bedenklich, sondern auch ausgesprochen dumm.

Die Folge: Die verbalen Prügel werden extremer, Fox gewinnt Tag für Tag tausende Zuseher, weil bereits das ganze Land darüber spricht, und die Polarisierung nimmt weiter zu. Wenn Obama dagegen nichts unternimmt, wird seine Präsidentschaft scheitern. Auch wenn ihn die Welt noch so sehr lieb hat.

Kommentare:

Puppets, Puppet Masters and ScapeGoats

New York Times, 15.August 2009
Emanuel wields Power freely, and faces the Risks

Page 1: …..Sixteen years ago, it was Mrs. Clinton, then first lady, who helped have Mr. Emanuel demoted as a senior official in Bill Clinton’s White House…
....Now all these years later, it is Mr. Emanuel telling Mrs. Clinton what she cannot do as a member of the cabinet.
Page 2: …..Mr. Emanuel’s hand could be seen in many fights Mr. Obama has won, including the economic stimulus package, the bank bailout and the budget bill, which passed the House by a wider majority than any in 10 years.
http://bit.ly/4CzVsH
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New York Times, 3.Dez.2008
In Banking, Emanuel made Money and Connections

http://bit.ly/13h1xJ
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Huffington Post, 27.Okt.2008
Rahm Emanuel: Obama s Chief of Staff

…Rahm spent several years in the private sector, where he worked on large and complicated financial transactions.

…Rahm understands how to get things done in Washington..

http://bit.ly/2bwRmm
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MaggyMillyMolly, Mittwoch, 04. November 2009 #

USA Today, 13.Juli 2008
Why the crisis of confidence at FreddieMac and FannieMae ?

Now, in the clearest sign yet of the nation's deep financial troubles, investors fear that Fannie Mae and Freddie Mac — ….. — are sinking into the same credit crisis …. of Countrywide Financial, Bear Stearns and dozens of other institutions.
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BBC, 8.Juni 2008
Clinton backs Obama and bows out

Hillary Clinton has told her supporters to unite behind Barack Obama as she suspended her campaign

http://bit.ly/4b1Zf5
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TimesOnline, 7.Mai 2008
George McGovern urges Hillary Clinton to give up presidential bid

http://bit.ly/2vvMLv
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USA Today, 19.März 2008
Red flags in Bear Stearns collapse

If the U.S. economy were a car, all of its warning lights would be flashing red.
The breathtaking collapse of investment bank Bear Stearns over the weekend is the latest — and perhaps the most alarming — indicator
http://bit.ly/3ZB01f

MaggyMillyMolly, Mittwoch, 04. November 2009 #

Stimulus Packet, Rekord Verschuldung, Uebernahme von Firmen durch den Staat, versuchte Uebernahme von Teilen der Gesundheitsversorgung, versuchte Eingriffe in die Entlohnung von Managern, etc...... und das alles im Rekordtempo. Tausende Seiten von Gesetzen und Verordnungen die durch den Congress gepeitscht werden - deren Inhalt jedoch nur wenige kennen und verstehen.
Ich kann mich noch gut an zwei Wahlversprechen erinnern die den Amerikanern naheliegen: ending the pork barrel spending and gapping the by-partisanship - wir sehen hier doch eher das Gegenteil. Anscheinend versteht Obama nicht, das er President fuer ALLE Amerikaner ist. Das bedeutet auch den Teil der Bevoelkerung ernst zu nehmen und zu respektieren die nicht fuer Obama gestimmt haben. Im Gegensatz dazu wird zunehemend polarisiert und zwar vom Weissen Haus

Gast: auf wiedersehen, Mittwoch, 04. November 2009 #

Geh bitte, Obama versucht doch eh, alle mit an Bord zu holen. Wenn sich die Republikaner gegen alles stellen, muss er halt ein wenig auf stur machen, um wichtige Reformen wie jene des Gesundheitssystems durchzubringen.

Gast: Beobachter, Donnerstag, 05. November 2009 #

Geh bitte,
"for the people by the people" zu deutsch: duch die Mehrheit der Bevoelkerung fuer die Mehrheit der Bevoelkerung. Das includiert wohl nicht zwangslaeufig die booze and smoke before health insurance Minderheit. Oder die get my fingernails done twice a week but my kids run around in dirty diapers minority. You feel responsible for that? - feel free to pay for it - i won't

Gast: Auf Wiedersehen, Donnerstag, 05. November 2009 #

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