| Meine Presse

Politikerbeschimpfung

Der Blog von "Presse"-Chefredakteur Michael Fleischhacker.

Freitag, 16. Januar 2009

Ein lieber Spießbürger

Mittwochnacht hatte ich das Privileg, mit Armin Thurnher und Heide Schmidt zu diskutieren. In der "Roten Bar" des Volkstheaters, über die Frage "Wie rechts ist Österreich?" Wie immer freute ich mich, Thurnher zu sehen, ihm zuzuhören und mit ihm zu sprechen. Er ist so lieb.

Als ich erst Tags darauf im Falter las, dass Thurnher meine Texte schon vor unserer Diskussion als "Spitze des spießbürgerlichen Denkens" bezeichnet hatte, war ich darüber überhaupt nicht böse. Der Turnher, dachte ich, ist trotzdem lieb.

Ich mag einfach den Gesinnungskitsch von Marxisten, die Klavier spielen können und in Schlössern leben viel lieber als den Gesinnungskitsch von schlagende Burschenschaftern. Auch wenn die beiden sich in der Mechanik ihres Denkens nicht wirklich unterscheiden. Ist einfach eine Frage der politischen Ästhetik.

Als ich mir das alles durch den Kopf gehen ließ, fiel mir plötzlich eine Bildungslücke auf: Ich hatte keine präzise Definition des Spießbürgers parat. Also Wikipedia:

"Als Spießbürger oder Spießer bezeichnet man abwertend eine Person, die sich durch geistige Unbeweglichkeit, ausgeprägte Konformität mit gesellschaftlichen Normen, Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung und ein starkes Bedürfnis nach sozialer Sicherheit auszeichnet."

Da wusste ich, dass Armin Turnher wirklich ein ganz ein lieber ist: Er hatte geschrieben, dass ich die Spitze des Thurnher'schen Denkes darstelle. Kreisky hätte gesagt: Machen Sie sich nicht so klein, Thurnher, so groß sind Sie nicht.

Kommentare:

Knapp eine Stunde ist vergangen und niemand schreibt ein Kommentar.Liegt das am Freitags Verkehr oder am Inhalt des Kommentars?

Prosit und Alles gute weiterhin

GAST:JD, Freitag, 16. Januar 2009 #

Wayne interessiert's?

GAST:John, Freitag, 16. Januar 2009 #

mhm..Lustiger als mein Eintrag.

GAST:JD, Freitag, 16. Januar 2009 #

Na gut, diese billige Art des Nachwasserns läßt mich dran zweifeln, ob Sie die, na sagen wir, ästhetische Antenne haben um zwischen Burschenschaftern und klavierspielenden Schloßbesitzern zu unterscheiden. Sie verschweigen, sicher unabsichtlich, worauf sich Thurnherrs Punzierung bezog: Auf Ihre explizit geäußerte Ansicht, dass am Erfolg der Krypto-, Keller-, Neonazis schuld ist, wer über Krypto-, Keller- und Neonazis schreibt und/oder redet! Mir wäre dafür nicht "spießbürgerlich" eingefallen. Nur, jede wahrhaftige und treffende Bezeichnung Ihres "Arguments" wäre strafbar! Um auf Ihr Argumentations-Niveau ("Nie-Wo" schreibt Arno Schmidt), wie es sich in Ihrer Wikipedia-Nummer äußert, einzugehen: nachdem die neue Frau Justizminister öffentlich(!) angekündigt hat, die Strafen für Kinderpornographie zu verschärfen, werden wir ja einen förmlichen Kinderporno-Tsunami erleben! Laut dem Fleischhacker-Law!

GAST:dr. döblinger, Freitag, 16. Januar 2009 #

Sg Herr Fleischhacker,
Ich war dort, und habe leicht grippig am Absatz kehrt gemacht, es war von der ersten sec an abturnend. Haben sie sich dem Trommelfeuer des Antifaschismus-Karnevals-Zentralkommitees erfolgreich ausgesetzt? Wo sich die Roten Sozialisten über ihr Spiegelbild, die Braunen Sozialisten mokieren und "empören", also jene Form der Artikulation pflegen, die dem Idioten Würde verleiht?
Und über allem thront in aller Ruhe der Sovietstern, das Hakenkreuz des Roten Sozialismus. Haben sie das für mich erwähnt?
Ps01: WIE SOZIALISTISCH IST AUT? Braune und Rote sind gleichermaßen gemeint. Das ist die viel plausiblere Frage.
Ps02: Beim heruntergehen im Stiegenhaus auf einem Plakat: die 3 Hauptsponsoren des Volxtheaters unter dem 68er Schmuddelkind Schottenberg: ÖGB, BAWAG und Wiener Städtische! SP"Ö"! Heil Marx! DieRoten Fahnen hoch!

GAST:Logos, Freitag, 16. Januar 2009 #

aus dem"Stern":
Wärmestube für Stalinisten
Auf dem Rosa-Luxemburg-Kongress in Berlin zum Beispiel, einer Wärmestube für Stalinisten und Linksextreme. Stasi-Rentner, die Schlipse zu schwarzen Lederjacken tragen, umarmen den Genossen Egon Krenz. Der ehemalige SED-Bonze trägt Bauch und eine Joppe drüber, die er bei Takko gekauft haben mag. Palästinenserfeudelträger sind da, kurzhaarige Toskana- Frauen mit 200-Euro-Schals, ein paar Punker-Würstchen mit schlecht gefärbten Haaren sowie der zerfurchte Schauspieler Rolf Becker, der im Plenum mit angenehmer Stimme Freiheit für Christian Klar und den amerikanischen Polizistenmörder Mumia Abu-Jamal fordert. Es gibt neue Darlings im Kasperletheater der Ultralinken, wie Venezuelas Populisten Chávez, und alte Idole wie die Schlächter Saddam und Milosevic.

GAST:Franziska Malatesta, Freitag, 16. Januar 2009 #

"Fleischhacker gegen Thurnher - das ist Brutalitaet" ;)

TU Student, Freitag, 16. Januar 2009 #

S.g. Herr Dr. Fleischhacker,
haben Sie das Posting vom GAST: Logos gelesen. Das ist Ihr genuines Publikum! Gratuliere! Wie der Herr, so's Gscher, pardon, Gschmier...

GAST:, Freitag, 16. Januar 2009 #

Da fällt mir was ein: vielleicht könnte man den "Falter" einmal im Monat der" Presse" als Folder beilegen, sozusagen als "Falter-Folder", damit könnte sich Fleischhacker bei Turnherr für seien "Lieblichkeit" bedanken und gleichzeitig beweisen, wie liberal die "Presse" wirklich ist! Der gute Marxist Turnherr würde natürlich auf jegliche Abgeltung dafür verzichten , denn was bedeutet Geld einem Marxisten schon...Freue mich schon auf den ersten "Falter-Folder "

GAST:Spectator, Freitag, 16. Januar 2009 #

Dumm, dümmer, Fleischhacker: der Kommentar soll offenbar die Retourkutsche dafür sein, daß Turnher ihn schon v o r der Diskussion (horribile scriptu!) für seine T e x t e als Spießbürger bezeichnet hat. Dafür wird Turnher als Marxist bezeichnet - wow Fleischi, da ist Dir wirklich was eingefallen, ganz super Michi!

GAST:Kurt Bayer, Freitag, 16. Januar 2009 #

@Spectator
Sowas wird der Herr Fleischhacker deswegen nicht tun, weil ihm der offensichtliche journalistische Qualitätsunterschied zu peinlich wäre. Ich bin ja nach wie vor dafür, dass Postings, so wie anständige Leserbriefe, nur bei korrektem Absender veröffentlicht werden, man müßte dann nicht den läppischen Schmarren von Leuten lesen, die zum ersten Mal in einem Theater gewesen sind und/oder Qualitätsunterschiede bei Zeitungen nicht wahrnehmen können.

GAST:dr. döblinger, Freitag, 16. Januar 2009 #

Laut Fleischhacker-Law wird ja der Journalist Thurnherr, bzw. sein Zeitung einen ungeahnten Aufschwung erleben. Umgekehrt, was weiß das Publikum Fleischhackers (idealtypisch "GAST: Logos") schon vom Lesen...

GAST:Dr. Ochs, Freitag, 16. Januar 2009 #

Lieber Herr Doktor: Suum Cuique . Ihnen der "Falter", mir die
"Presse". Das mit dem "Falter-Folder" war nur scherzhaft gemeint,über Qualitätsunterschiede kann man allerdings streiten, da haben Sie kein Meinungsmonopol...

GAST:@ Dr. Döblinger, Freitag, 16. Januar 2009 #

Bevor ich diesen Thread verlasse:
WICHTIG: Ich erkläre hiermit öffentlich, dass ich den von mir erfundenen Begriff "Fleischacker-Law" in modifizierter Form: "Fleischhacker-Gesetz" - für den internationalen Gebrauch: "Butcher's law" - für den allgemeinen Gebrauch freigebe! Definition:
Dieses Gesetz bedeutet: Man darf grundsätzlich nichts kritisieren, weil immer sofort das Gegenteil eintritt (zur Norm wird)!
Der kindische Einwand, dass das Gesetz nur etwas über den Bekanntenkreis des Herrn Dr. Fleischhacker aussagt, wird nicht zur Kenntnis genommen. Weil nämlich genau das Gegenteil wahr ist. (= Butcher's law)

GAST:dr. döblinger, Freitag, 16. Januar 2009 #

Eine Debatte über dieses Thema mit diesen Leuten ist irgendwie, naja gaga.
War das als Gag gedacht Herr Fleischhacker?

dagegen, Freitag, 16. Januar 2009 #

Was soll das da? Diskutieren hier Fleischhacker und Thurnher selbst mit irgendwelchen Pseudonymen darüber, wer gescheiter ist? Der Fleischhacker soll nicht immer gleich so angerührt sein und seine dauernde Rechtfertigung, dass ihm die grauslichen Rechtsextremen gar nicht sympathisch sind, sind schon sonderbar. Wahrscheinlich setzen ihm die Links-Lieben-Liberalen-Demokraten, mit denen er es sich keineswegs verscherzen will, schon recht zu. Wenn er gut wäre, hätte er eine solche Anbiederung nicht nötig - weder da, noch dort.

Was er für einen Schiss hat davor, dass man ihn vielleicht auch der rechten Szene zuordnen könnte. Ja, das ist schon unangenehm, kaum sprichst irgendwo die Wahrheit aus, schon jagen sie dich als Nazi. So mancher hat sich auch unter den Nazis angepasst aus lauter Angst. Das ist ja menschlich.

GAST:Der Hirnwixer, Freitag, 16. Januar 2009 #

Hirnwixer: Abweichler werden eben nicht geduldet.

GAST:Hinz, Freitag, 16. Januar 2009 #

Kann denn hier niemand den Namen Thurnher richtig schreiben?

jorgejosefstadt, Freitag, 16. Januar 2009 #

Supplement zu meinem letzten Posting:
Grammatisch darf in der deutschen Version nur der Nominativ verwendet werden, also: "Fleischhacker-Gesetz" nicht "Fleischhackers Gesetz"! In der internationalen Version ist der Genetiv zulässig. Dort kennt ja niemand den Fleischhacker.
Außerdem mache ich das Publikum hier mit einer Novellierung bekannt:
"Fleischhacker-Gesetz/ Kärntner Fassung"
Sie lautet:
"Jede Kritik an rassistischen, xonophoben und nazistischen Rülpsern generiert sofort Rassisten, Fremdenhasser und Neonazis!"
Empirische Daten können in der Chefredaktion "Der Presse" nachgefragt werden.

GAST:dr. döblinger, Freitag, 16. Januar 2009 #

Korrektur:
lies: Genitiv (letztes Posting)
lies: Thurnher (passim)

GAST:, Freitag, 16. Januar 2009 #

Herr Döblinger! Die Leut' haben wirklich andere Sorgen, glauben Sie mir das.

GAST:Kunz, Freitag, 16. Januar 2009 #

So ist es Herr Kunz, die Leute haben tatsächlich andere Sorgen.
Warum z.B gibt es im "Schaufenster", solche Probleme in der Horoskop Abteilung?

"Jeden Freitag neu" steht da geschrieben und schon die letzten Freitage traf diese Ankündigung einfach nicht zu.
Ich frage mich jetzt; wieso ist das so? bzw. muss das so sein? schlicht: warum werden hier Unwahrheiten verbreitet?

GAST:JD, Freitag, 16. Januar 2009 #

Vielleicht sollten Sie einfach Ihren Rausch ausschlafen.

GAST:Kunz, Freitag, 16. Januar 2009 #

Bei der Anzahl an Unterstellungen in diesem Forum kommts auf die eine mehr oder weniger auch nicht mehr an. Prinzipiell möchte ich mich Ihrer Meinung aber wieder anschließen.

GAST:JD, Freitag, 16. Januar 2009 #

@Kunz
Sie aber nicht, sonst würden Sie sich ja nicht in diesem Blog rumtreiben...

GAST:Dr. Ochs, Freitag, 16. Januar 2009 #

@jorgejosefstadt
Ich habe Thurnher richtig geschrieben.

GAST:Hirnwixer, Freitag, 16. Januar 2009 #

@Dr. Döblinger
Vielleicht fällt Ihnen gar nicht auf, dass die Anwürfe gegen Dr.Fleischhacker hier völlig unzensuriert veröffentlicht werden.
Dieser Liberalismus ist es, den ich an der "Presse" so schätze , und der im täglichen Leben leider so selten geworden ist.
Aus meinen Postings zeigt sich übrigens, dass ich durchaus nicht immer der Meinung des einen oder anderen Redakteurs bin, es liegt aber im Wesen des Liberalismus, dass man die Meinung der anderen respektiert, auch wenn man sie nicht teilt!

GAST:Spectator, Freitag, 16. Januar 2009 #

Lieber Herr Fle!
Seins nicht bös, das mit dem Klavierspielen wird nichts mehr (dafür sind sie, äh, zu alt), vielleicht wirds noch was mit dem Schloss - also weiter fest hackeln und nicht verzagen!
Und Übrigens: weil Sie immer so gegen die bösen "linken" (was immer Sie darunter verstehen mögen) wettern: es wäre interessanter, einmal zu überlegen, was "links" heute bedeuten könnte, statt ständig alte Klischees aufzuwärmen (der böse "Marxist" etc.), gegen die Sie dann zwecks eigener Identitätskonsolidierung heftig anrennen und polemisieren können. MfG.

GAST:Karl-Heinz, Freitag, 16. Januar 2009 #

Bevor der letzte Leser dieses threads entnervt ob der sophistizierten Kapriolen aufgibt, die hier einige schlagen:

Man kann schon mit bekennenden Marxisten wie dem Schreiber T. diskutieren, darf aber weder Fairness noch Verständnis erwarten. Der CR hätte das wissen müssen.

Um das Volxxtheater sollte jeder einen großen Bogen machen, der mit staatlich subventionierten krypto-kommunistischen Stücken und einem offensichtlich wirren Direktor nichts anfangen kann.

GAST:citoyen, Freitag, 16. Januar 2009 #

Lieber Herr Chef!
Ich möchte mich gerne bei Ihnen als Zensor bewerben. Ich kann ganz gut lesen und bin parteiunabhängig. Auch habe ich beim AMS einen Computerführerschein gemacht. Dass ich hergefunden habe, war allerdings Zufall. Bin sehr gerecht und würde niemanden löschen, weil ich ganz anderer Meinung bin. Würde auch selber nie mitdiskutieren, weil mir fad ist und dann die blöden Antworten auf mich wegputzen. Solche Niederungen sind mir fremd.

Ist noch eine Stelle frei?
Wo kann ich mich bewerben?
LG, Alfred G.

GAST:Alfred, Freitag, 16. Januar 2009 #

Phu, das ist ein wenig mühsam heute, hm? Also:
1) Ich finde Thurnher wirklich gut.
2) Seine Behauptung und die vieler anderer Empörter, ich hätte geschrieben, dass es die Alt- und Neunazis nur aufgrund des Antifaschismus gebe, ist blanker Unsinn.
3) Meine These lautet: Der Aufstieg des "dritten Lagers" unter Haider hat entscheidend damit zu tun, dass man seine (berechtigte) Kritik an der politisch-instituionellen Architektur der II. Republik (Sozialpartnerschaft etc.) mit der Nazikeule erschlagen wollte. Damit wurden die Missstände perpetuiert, und mit der fortgesetzten Kritik daran hat Haider weiterhin Wählerstimmen generiert. Die tapfer weiterhin mit latentem Nazitum erklärt wurden. Also haben von diesem Billigsdorfer-Antifaschismus auch die tatsächlichen Rechtsextremen des Dritten Lagers gratis mitprofitiert (in Form von Mandaten).
4) Ok?

Michael Fleischhacker, Freitag, 16. Januar 2009 #

Und noch etwas:
Das dümmliche Gesumse davon, ich hätte Angst, als Rechter indentifiziert zu werden und würde deshalb immer so ein bissi rumlavieren, damit die Linken nicht zu bös sind, geht mir irgendwie auf die Socken.
Wie wär's, wenn wir uns, bei aller Lust auf Polemik, Übertreibung, Eitelkeit und persönliche Attacken (all das gehört natürlich dazu) darauf einigen, im Kern auch Argumente auszutauschen? Wäre also nicht unfroh, wenn so lichtvolle Geister wie Dr. Döblinger die Güte hätten, Argumente gegen die vorgestellte These zu präsentieren, statt Mutmaßungen darüber anzustellen, vor wem ich grad wieder mal Schiss hab.

Michael Fleischhacker, Freitag, 16. Januar 2009 #

Herzlichen Dank für diesen Blog Hr. Fleischhacker, endlich gibt es in Österreich eine lesenswerte Alternative zu den zeitgeistigen Spinnereien der links-liberalen Medien (Standard, Profil, Falter, Format, News etc.)

GAST:Dr. Kreiskovsky, Freitag, 16. Januar 2009 #

Ihre These ist richtig. Aber warum haben Sie das nicht gleich gesagt?

Besonders der ORF mit dem damaligen Innenpolitik Chefredakteur Broukal hat zu Haiders Aufstieg beigetragen. Haider war bestimmt kein Nazi. Ich würde sagen, auch die meisten anderen im dritten Lager sind nicht das, was die vereinigten Antifaschisten und Steven Spielberg in Indianer Jones unter Nazis verstehen. Aber so weit sind Sie noch nicht, Herr F.

Kontraproduktiv ist die moderne Inquisition allzu oft. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass sie tatsächlich da und dort Nazis aus Menschen macht, die zuvor nicht im Traum daran gedacht hätten. Wobei natürlich jene, die die ersten Steinchen geworfen haben, nicht so naiv waren, an das absolut Böse zu glauben. Da ging es nur um die Ausschaltung der Konkurrenz, s. z.B. Waldheim.

GAST:Ferdinand der Gütige, Freitag, 16. Januar 2009 #

Ja, aber das wissen die Betroffenen eh schon lange.

GAST:Gütinand der Fertige, Freitag, 16. Januar 2009 #

@Ferdinand der Gütige
1) Mit Verlaub und auf die Gefahr hin, dass das wieder nach gekränkter Eitelkeit klingt: Ich hab's gleich gesagt, um genau zu sein, ich sag's schon seit Jahren.
2) Dass der Billigsdorfer-Antifaschismus tatsächlich aus Menschen Nazis macht, die vorher nicht im Traum daran gedacht haben, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Viele haben wohl trotz dieses Vorwurfs FPÖ/BZÖ gewählt. Aber wer sagt, er sei erst durch die überzogene Kritik zum Nazi geworden, war wohl eher vorher schon einer.

Michael Fleischhacker, Freitag, 16. Januar 2009 #

herrlicher Eintrag. Schön auch, wenn Leute die sich allen Ernstes für "Linke" halten (einst macht- und herrschaftskritisch, heute in so gut wie allen Fragen unnachgiebig staatsgläubig) gegen "verzopfte Konservative" wettern. Was konservativeres, spießigeres als nach eigenem Verständnis Links"liberale" ist in sklerotischen status quo Sozialstaaten kaum denkbar. Verzeihung, doch, nämlich nach eigenem Verständnis "Konservative", die darunter eine um 5% abgespeckte, dafür aber mit "Wirtschaftskompetenz"-Habitus versehene Sozialdemokratie verstehen.

Als "progressiv" gilt heute folgerichtig auch die besonders beflissene, brave Konformität mit den Stehsätzen, Evangelien und Verbotsgesetzen der politischen Korrektheit. "Mit Nazi-Methoden gegen Nazis!", so könnte der Schlachtruf der Antifafas lauten. Die Diederich Heßlings unserer Tage sind in Armin Thurnher & Co. inkarniert.

GAST:Luke, Freitag, 16. Januar 2009 #

In Österreich gibt es eigentlich nur linke Parteien.

SPÖ: sowieso
Grüne: so links dass sie den Verfassungsbogen touchieren
ÖVP unter Pröll: Mitte-links
FPÖ und BZÖ: abgesehen vom Ausländerhass durchwegs linke Themen und Vorschläge, mehr Staat weniger Privat usw.

Wie erschreckend links österreichs Politik steht war im letzten Wahlkampf offensichtlich.

Daraus folgt richtigerweise dass die gesellschaftlichen Normen links sind und deren Konformitäten richtigerweise als Spießbürger zu bezeichnen sind.

Ergo ist Herr F. ein Nicht-Konformist, ein Unangepasster, und neben Unterberger der wohl einzige der im rosaroten Faynachts-Österreich regelmäßig die linken Auswüchse aufzeigt.

CanisLumpus, Freitag, 16. Januar 2009 #

OK, dazu müsste man erklären, was ein Nazi ist. Ich sage jetzt einmal total provokant, dass die Allerwenigsten im 3. Reich Nazis waren, unabhängig von der Definition, die ich gerne Ihnen überlasse.

GAST:Ferdinand der Gütige, Samstag, 17. Januar 2009 #

Neonazis sind aus meiner Sicht dumme Buben, die gleichsam wie andere Räuber und Gendarm Nazis spielen. Das ist der Reiz des Verbotenen. In dem Alter bilden sich Gangs. Den Nationalsozialismus gab es in der ersten Hälfte des 20. Jhdts. fast überall in Europa. Er war ja kein rein deutsches Phänomen, sondern die Anfangsphase der Demokratie nach Zerfall der Monarchien. Unser deutscher Nationalsozialismus wurden durch den Krieg so schrecklich - die "Ideologie" wurde mit den Gräueln des Krieges gleichgesetzt bzw. damit vermengt. Wäre der Holocaust nicht passiert, könnte man sicher unverkrampfter über diese Zeit reden - wie die Franzosen über Napoleon. Der Holocaust gehört insofern ideologisch zum Nazi, als der Antisemitismus Antikapitalismus war. Stichworte: Feindbild, Zusammenhalt von Gruppen, Wirtschaftskrise, Ausnahmezustand Krieg.

Ich weiß es nicht...

GAST:Ferdinand der Gütige, Samstag, 17. Januar 2009 #

Naja, also ich würde sagen, dass der Stein des Anstoßes, also der Aufstieg Haiders oder des dritten Lagers, bestimmt mit der Wahlrechtsreform von Kreisky 1970 begonnen hat. Man darf nicht vergessen, dass die FPÖ (man denke an Friedrich Peters SS Vergangenhei, Konflikt Kreisky-Wiesenthal etc.) hierdurch 'salon- und regierungsfähig' gemacht wurde.Dieser Punkt wird natürlich von linker Seite geflissentlich ignoriert, wobei Haiders Aufstieg sicher als eine der Spätfolgen der Kreiskyschen Wahlrechtsreform zu bezeichnen ist.
Es waren Kreisky und die SPÖ, welche ab 1970 inklusive der Periode 1983-86 die Grundlage zum Erfolg der Freiheitlichen gelegt haben. Haider war schließlich talentiert genug, um hieraus genügend politisches Potential zu schlagen (inklusive seiner Nazisager und Provokationen, welche von linker Seite mit der Nazikeule bekämpft wurden)

GAST:Ndugu, Samstag, 17. Januar 2009 #

s.g. herr fleischhacker,
Sie werden rechtslastig eingestuft???
das ist zum lachen, die meisten alt-presseleser stufen sie als leicht linkslastig ein.

modestus, Samstag, 17. Januar 2009 #

Wissen Sie, Herr Dr. Fleischhacker, dafür, dass Sie in Ihren Leitartikeln null Argumente bringen, ist es ganz schön frech sie von Mitbloggern zu verlangen!
Warum, Herr Dr. Fleischhacker, war Haiders Kritik an der an der politisch-instituionellen Architektur der II. Republik (Sozialpartnerschaft etc.) berechtigt?
Herr Haider war ein Polit-Desparado und als solcher kann er nur ganzheitlich beurteilt werden. Seine Meinungen zu einzelnen politischen Angelegenheiten sind daher uninteressant. (Außer für Möchtegern-Desparados!)
Sie, Herr Dr. Fleischhacker sind ein politischer Leisetreter, der Mut hauptsächlich gegen politische Leichen aufbringt ("den toten Hektor schleifen"): "Gusenbauer ist ein schlampiger Österreicher ohne Genie" zum Beispiel, ach, wie mutig, ach, wie souverän...Der Mut, zu verlangen, dass diejenigen, die sich Nazidreck an eine OSTMARK-Adresse schicken lassen, mit nassen Fetzen aus dem österreichischen Parlament gejagt gehören, der fehlt Ihnen..

GAST:dr. döblinger, Samstag, 17. Januar 2009 #

Mich wundert Hr. CR, dass diese Diskussion nicht mehr Platz in der gestrigen Ausgaben Ihrer Zeitung bekommen hat.
Nur Ihr Einwand, dass die FPÖ in manchen Punkten einen durchaus links-populistischen Wahlkampf geführt hat, war aus meiner Sicht, sofern dieses Argument ernst gemeint war, ein Eigentor.
Denn wie Sie in diesem Blog erwähnen ist es zwischen Links und Rechts oft nur der Unterschied der politischen Ästhetik, sieht man sich die Geschichte ein wenig genauer an. Obwohl, so brav waren die Kommunisten auch wieder nicht.

Aber über das ließe sich wieder Stunden diskutieren.

Im übrigen würde mich interessieren ob man diese Diskussion im Internet ein wenig nachlesen kann.

Diese Frage ist nicht unrelevant,vor allem wenn man diese vondem jeweiligen Standpunkt betrachtet.

In diesem Sinne

MFG vom Elch

I

scandinavian, Samstag, 17. Januar 2009 #

@CanisLumpus: Begehen Sie nicht den selben Fehler wie der Chefredakteur! Es stimmt dass der Wahlerfolg von FPÖ/BZÖ nur durch deren linken Sozialpopulismus (ähnlich der der SPÖ) ermöglicht wurde. Die klassische Unterscheidung in links und rechts ist jedoch längst nicht mehr zeitgemäß. Wenn man heutzutage zwischen links und rechts unterscheidet, dann bezieht sich das nicht auf Kapitalismus gegen Kommunismus sondern hauptsächlich auf die Einwanderungs- und Asylpolitik. Hier stehen FPÖ/BZÖ ganz rechts außen, die ÖVP rechts und SPÖ/Grüne links. Österreich ist also eher rechts!

GAST:...der Redaktion bekannt, Samstag, 17. Januar 2009 #

@Dr. Kreiskovsky: Bei Boulevardzeitungen wie News oder der Kronenzeitung macht es wenig Sinn in rechts oder links zu unterscheiden. Hier gilt: "Schreibts wos die Leut hörn wolln!" Bei den sogenannten Qualitätszeitungen ist der Standard links-liberal, die Wiener Zeitung bürgerlich-konservativ (und dank Unterberger überhaupt nicht liberal), die Salzburger Nachrichten liberal und die Presse ist zwar kein reines ÖVP-Blatt mehr wie früher, allerdings auch nicht so unabhängig und liberal wie das FH gerne hätte!

GAST:...der Redaktion bekannt, Samstag, 17. Januar 2009 #

Schön zu erfahren, daß unsere heuchelnden Linksfaschisten noch andere Meinungen lesen als es ihre linke Propagandaführer ("Standard", "Falter", ...) vorgeben. Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung ...

Recke, Samstag, 17. Januar 2009 #

Unterberger ist ein konsequent liberaler Mensch, so weit das menschenmöglich ist. Nehmen Sie das also zurück, oder es trifft Sie ein Blitz ...
Die Presse ist mittlerweile ärger als der Standard, denn der ist wenigstens um Objektivität bemüht. Besonders in Wahlkampfzeiten zeigt sie ihre wahre einseitige Fratze, da gereicht sie schon an den ORF oder die selige AZ heran.

GAST:... der Redaktion nicht bekannt, Samstag, 17. Januar 2009 #

"Wenn ich groß bin, möchte ich auch mal Spießer werden." Aber das gehört eigentlich zum armen Werbeknecht...

Paige, Samstag, 17. Januar 2009 #

Wer ist bitte der Fleischhacker ?? Und die Thurnherr von der ZIB war auch da ? Jetzt kenn ich mich nimma aus.

GAST:Presse Leser aus Überzeigung, Samstag, 17. Januar 2009 #

Die meisten selbsternannten Wächter für Demokratie und Gutmenschlichkeit zeigen beängstigende, radikale Tendenzen in eine faschistoide Richtung.
Das fängt beim Verächtlichmachen des Andersdenkenden an: rechts = dumm und ungebildet, so die selbstgefällige Meinung der "denkenden Elite".
Sollte man sich dann doch wider Erwarten mit Sachargumenten auseinandersetzen müssen, bleibt als Rettungsanker die altbewährte Nazikeule. Damit lässt sich trefflich niederprügeln, was nicht sein darf.
Beim Beschneiden von Grundrechten erweisen sich die selbstdefinierten "Liberalen" als die wahren Antidemokraten. Meinungsfreiheit? Versammlungsfreiheit? Nicht für "Rechte".

Immer mehr Leute realisieren halt, dass sie nicht mehr länger zum Narren gehalten werden wollen. Es ist unerträglich, permanent von einer Minderheit (=linke Medien, gescheiterte Politiker ala Heide Schmidt, Öllinger, Küberl und Landau,...) vorgeschrieben zu bekommen, was man denken darf und was nicht.

roger, Samstag, 17. Januar 2009 #

@ ...der redaktion bekannt

Lesen Sie denn ihre eigenen Posts nicht ?
Da schreiben Sie (richtigerweise):
"blablabla nicht mehr zeitgemäß blablabla zwischen links und rechts zu unterscheiden blabla"
So weit so gut. Aber dann reduzieren Sie das auf den lipo Boulevard und beginnen Zeitungen in ideologische Schubladen zu stecken!

"Liberal und konservativ" sind doch nur Teile der Definitionsmengen von "Links und rechts".
Diese Einteilung ist genauso unzeitgemäß wie fles Art mit Kränkungen umzugehen. (siehe oben)

GAST:cogito_ergo_sum, Samstag, 17. Januar 2009 #

Lieber roger:
das Sammelsurium an pauschalen Unterstellungen und Klischees, das Sie bieten, erlaubt leider keine - in aller Kürze gebotene - Replik, daher greife ich einen Punkt heraus: wie kommen Sie darauf, dass es keine Meinungsfreiheit für Rechte gebe? Wurde schon mal einer eingesperrt für die Äußerung von rechten Blödheiten? - meines Wissens nicht (Wiederbetätigung ausgenommen); aber kritisieren wird man wohl noch dürfen: Kritik bedeutet nicht die Beschneidung von Meinungsfreiheit, sondern das genaue Gegenteil. Kapischi?
Im Übrigen: was haben Leute wie Küberl und Landau damit zu tun? Diese setzen sich für arme und notleidende Menschen ein. Was haben Sie daran auszusetzen?

GAST:Karl-Heinz, Samstag, 17. Januar 2009 #

"Lieber" uninformierter Karl-Heinz:
Falls es Ihnen entgangen ist, gab es vor einigen Wochen im "Gesinnungsprozess" in Wels für fünf "rechte" Angeklagte Freisprüche; drei von ihnen saßen ein halbes Jahr in Untersuchungshaft. Kapischi?

Im Fall Mannichl wurde ein "rechtes" Ehepaar eine Woche in Untersuchungshaft genommen, obwohl es, wie sich heute herausstellt (focus.de) vom Verfassungsschutz überwacht wurde und daher ein wasserdichtes Alibi hatte. Kapischi?

Der Fall Zogaj ist ein Paradebeispiel dafür, wie schnell die Stimmung im Land kippen kann. Wieso, glauben Sie, herrscht im ORF das berühmte Schweigen im Walde? Da ich keine Asylanwälte finanzieren will, die jahrelange Verfahren provozieren, kriegt die Caritas von mir kein Spendengeld mehr. Kapischi?

roger, Samstag, 17. Januar 2009 #

@ roger

Würde mit den Meinungen von so manchen "Rechten" richtig umgegangen werden, wäre ihr Eintrag schon der Zensur zum Opfer gefallen. Kapischi?

cogito_ergo_sum, Samstag, 17. Januar 2009 #

@coito_ergo_sum

Aus ihrem Statement spricht genau jene Präpotenz, mit der Sie meinen, die Wahrheit gepachtet zu haben. Wenn die Argumente ausgehen, ruft man entweder nach der Zensur oder packt die Nazikeule aus. Freundschaft!

roger, Samstag, 17. Januar 2009 #

Ich weiß nicht was ich sagen soll. Hr. Fleischhacker, "er ist so lieb", was soll das?
Und um derartige Ergüsse ins Netz zu stellen betreiben Sie sich einen eigenen Blog?
Es kommt ja jetzt das Jahr der Krise und man muss schauen, dass man versucht zu sparen. Sie können den Blog hier einsparen, es wird keinem auffallen, dass er fehlt.

GAST:Leser, Samstag, 17. Januar 2009 #

@Leser
Mag sein, dass sein Fehlen nicht auffallen würde, aber außer meiner Zeit und den paar Nerven, die ich brauche, um Sie auszuhalten, kostet der Blog ja nix...

Michael Fleischhacker, Samstag, 17. Januar 2009 #

Was ist mit UNSERER Zeit?

cogito_ergo_sum, Samstag, 17. Januar 2009 #

@Cogito_ergo_sum
So weit ich unsere Geschäftsbedingungen kenne, besteht kein Lesezwang...

Michael Fleischhacker, Samstag, 17. Januar 2009 #

@ roger

Wo sind ihre "Argumente"?

Ja, natürlich, die armen, rechten Angeklagten!
...saßen zu Unrecht in U-Haft.
Ich frag mich warum das nur "Rechten" passiert.
Und was das mit diesem Thema zu tun hat.

Und sparen Sie sich bitte die "Nazikeule".
Wir alle wissen ja, wie schrecklich dieses böse, böse Werkzeug ist. Das mein ich ernst.
Aber es ist ja wenigstens nicht vollkommen unnütz.
Schließlich trifft man damit manchmal auch "echte" Nazis...

cogito_ergo_sum, Samstag, 17. Januar 2009 #

@ fle

Durch die großen Werbeschaltungen mit ihrem Bild neben anderen Artiklen wird einem dieser Blog ja praktisch aufgezwungen. (und wenn man dann hier diesen ganzen sich von selbst verbreitenden Unsinn liest muss man einfach darauf eingehen...)

cogito_ergo_sum, Samstag, 17. Januar 2009 #

@ coito
Ich wüsste nicht, dass Sie welche eingefordert hätten.

Warum das nur "Rechten" passiert? Weil es in Österreich ein auf der ganzen Welt einzigartiges Gesetz gibt - das Verbotsgesetz. Angeklagt waren die "armen Rechten" unter anderem nach VG §3g:

Wer sich auf andere als die in den §§ 3a bis 3f bezeichnete Weise im nationalsozialistischen Sinne betätigt, wird .... mit Freiheitsstrafe von einem bis zehn Jahren, bei besonderer Gefährlichkeit .... bis zu 20 Jahren bestraft.

Das Eigenartige ist, dass nirgends der Begriff "im nationalsozialistischen Sinne" definiert ist, wodurch der Interpretation Tür und Tor geöffnet wird. Je nachdem, wie geschickt der Staatsanwalt argumentiert, fallen darunter auch "Überfremdung" etc.; Dinge, die man auch unter "Meinungsfreiheit" einordnen könnte. Genau darum ging's im Prozess - und genau darum gab's auch 5 Freisprüche.

roger, Samstag, 17. Januar 2009 #

Thurner hat doch recht:
Die von ihnen notorisch betriebene Nivellierung der Unterschiede zwischen links und rechts und hier im speziellen von linkem (d.h. naiv-gut gemeintem) und rechtem (nicht einmal gut gemeintem und unverhohlen antizivilisatorischem) Gesinnungskitsch ist Ausdruck eines spießbürgerlichen Verständnisses von Kritik und Subversion. Spießbürgerlich deshalb, weil es tendenziell vom Inhalt der Kritik absieht und nur mehr ihre Form: das Dagegensein und den Rebellengestus, übrig lässt - ebenso wie wenn ein Spießer, der sich für musikalisch hält, mehr für den Sound der neuen Stereoanlage als für das, was sie transportieren, sich begeistert...

GAST:Dave DelMondo, Samstag, 17. Januar 2009 #

Lieber roger:
Ihr Beispiel mit dem vermeintlichen "Gesinnungsprozess" beweist gar nichts; Tatsache ist: hierzulande darf jeder seine Meinung frei äußern, ohne mit Repressalien rechnen zu müssen - solange keine straf- oder sonstwie rechtlich relevante Entgleisung (z.B. persönliche Beleidiung etc.) vorliegt. Also hören Sie auf, solchen Schmarren zu verzapfen!

GAST:Karl-Heinz, Samstag, 17. Januar 2009 #

Lieber Karl-Heinz,

wenn Sie meinen, dass es ein Schmarrn ist, ein halbes Jahr lang unschuldig in Untersuchungshaft zu sitzen, dann .... wünsch ich ihnen und der Demokratie eine gute Nacht.

roger, Samstag, 17. Januar 2009 #

@ roger

Ich forderte auch keine Argumente, (weil ich keine erwartet hab) aber dafür Sie umso mehr.

Und offenbar haben Sie den Gesetzestext missinterpretiert. Natürlich wird "im nationalsozialistischen Sinne" definiert, und zwar in den von Ihnen angesprochenen Paragraphen 3a bis 3f.
Und zu Anklagen wegen Wiederbetätigung kommt es sicher nicht wegen "Überfremdung" allein, da muss in diesem Land schon wesentlich mehr passieren.

PS: Das mit dem "weltweit einzigartig" entspringt wohl einer Bildungslücke...

cogito_ergo_sum, Samstag, 17. Januar 2009 #

Lieber roger:
aha, allmählich wirds konkreter, es geht also ums Verbotsgesetz, nun ist mir alles klar: das Verbot der Wiederbetätigung ist für Sie eine Beschneidung der Meinungsfreiheit, gratuliere!

GAST:Karl-Heinz, Samstag, 17. Januar 2009 #

@ coito

Nein, SIE haben den Gesetzestext nicht verstanden. In den §§3a - 3f geht es um konkrete Wiederbetätigung.
In §3g heißt es:

Wer sich auf eine ANDERE als die in den §§ 3a bis 3f bezeichnete WEISE im nationalsozialistischen Sinne betätigt...

Gar nichts ist definiert, darum ist das ja auch ein Gummiparagraph!

roger, Samstag, 17. Januar 2009 #

Tja, aber eine gewisse Standarddefinition von "nationalsozialistisch" hat wohl jeder im Kopf.
Und die lässt sich schwer bis auf "Überfremdung" ausbeulen.

cogito_ergo_sum, Samstag, 17. Januar 2009 #

Schauen Sie, lieber Karl-Heinz.
Sie wollen mich nicht verstehen, macht nix. Ich gratuliere Ihnen zu ihrem glänzenden Durchblick und messerscharfer Analyse, genau diese Geisteshaltung treibt den "rechten Parteien" immer mehr Wähler zu.

roger, Samstag, 17. Januar 2009 #

@ coito

Sehen Sie, damit haben Sie das Problem genau angesprochen! Jeder hat eben nur eine "gewisse Standarddefinition" im Kopf... ist das nicht eine sehr dünne Begründung für angedrohte 20 Jahre Haft? Und zur "Überfremdung": Sie hätten beim Prozess dabeisein sollen...

roger, Samstag, 17. Januar 2009 #

Lieber roger:
oh ja, ich habe Sie sehr gut verstanden! Seeehr gut! Dass ich bzw. meinesgleichen aber schuld an rechtem Zulauf sein soll ist schon grotesk; die Leute sollen die Verantwortung für Ihr Tun selbst übernehmen und nicht billig auf andere abschieben, oder? Tschüss.

GAST:Karl-Heinz, Samstag, 17. Januar 2009 #

@ roer

Das Problem erübrigt sich, da in den allermeisten Fällen in denen Anklage wegen "Wiederbetätigung" erhoben wird auch Beweise für strafbares Verhalten gemäß §§ 3a-3f vorliegen und so man nicht auf eine Definition von "nationalsozialistisch" in § 3g angewiesen ist.

PS: Ich muss annehmen, dass Sie absichtlich meinen Namen zum dritten Mal falsch geschrieben haben lasse daher in diesem Posting bei ihrem Namen das "g" weg.

PPS: Mir ist aufgefallen, dass das geradezu lächerlich infantil wär und hab deswegen das "g" wieder eingefügt!

cogito_ergo_sum, Samstag, 17. Januar 2009 #

Tschüss, lieber Karl-Heinz.
Quod erat demonstrandum.

roger, Samstag, 17. Januar 2009 #

@ cogito
Bitte entschuldigen Sie das fehlende "g". Jetzt wo Sie es sagen... mein Gott, ich alter Lateiner, das hieße ja "ich koitiere".

Und das stört Sie nicht, dass es im Österreichischen Recht einen Paragraphen gibt, auf Grund dessen Sie zu 20 Jahren verknackt werden können, ohne dass Sie genau wissen, was Sie eigentlich verbrochen haben? Also, mich schon.

roger, Samstag, 17. Januar 2009 #

Glauben Sie mir, die die zu 20 Jahren verurteilt werden wissen schon, was sie verbrochen haben.

cogito_ergo_sum, Samstag, 17. Januar 2009 #

Gut, dann danke ich für die angeregte Diskussion. Gute Nacht.

roger, Samstag, 17. Januar 2009 #

@Dave DelMondo
Guter Punkt. Möglicherweise machen Sie aber auch gerade das, was Sie mir vorwerfen: Es ist, wie sich zeigt, keine große Kunst, das Einnehmen eines eigenen, gängige Schubladisierungen ignorierenden Standpunktes als spießbürgerliches Dagegensein im Rebellengestus zu denunzieren. Ihren Vergleich mit der Stereoanlage kann ich zudem nicht gut nachvollziehen. Nicht nur, weil mir persönlich eher egal ist, ob ich Purcells Dido und Aeneas auf meiner 20 Jahre alten (aber tatsächlich guten) Stereoanlage höre oder auf meinem I-pod. Sondern vor allem deshalb, weil Sie Ihre konkludente Behauptung, es ginge mir nur um den Gestus, nicht um den Inhalt, nicht wirklich belegen (wollen? können?).

Michael Fleischhacker, Samstag, 17. Januar 2009 #

Was solls?

Dann ist fle eben ein Rebelle, ein wilder unangepasster Kritiker, der uns allen aufzeigt was für ein unvorstellbar "lieber", vor "Konformität mit den gesellschaftlichen Normen" strotzender Spießbürger Thurner ist!
Aber niemand sollte sich dafür rechtfertigen müssen, sich nicht wie fle der politischen Ultra-Mitte zugehörig zu fühlen und nicht laufend die geheimen "Nicht-Rebellen" a la Thurner zu outen um so eine wichtigen Beitrag zur von diesen bösen Spießbürgern nicht verunglimpften Gesellschaft zu leisten.
Wenn fle unbedingt ein Rebell sein will, dann lasst ihn doch, zerstört ihm nicht seine Luftschlösser!

Er ist dann eben der Robin Hood derer, die von den "Angepassten" betrogen wurden...

cogito_ergo_sum, Samstag, 17. Januar 2009 #

Haiders Aufstieg war sicher nicht in erster Linie dem ungeschickten Agieren der sogenannten Antifaschisten zu tun.
Haider hatte angeblich 1999 ein höheres Werbeetat zur Verfügung wie die damaligen Großparteien, ein bekannter Konzernchef soll allein 50 MillionenSchilling dafür locker gemacht haben. Und dass Haider in jener Zeit Dichands Lieblingspolitiker war und die unentgeltliche Dauerwerbung damals in der "Krone" von unschätzbaren Wert war, ist wohl auch bekannt. Als er die von diesen Mächtigen in ihm gesetzte Hoffnungen nicht erfüllen konnte-oder wollte- war es mit seinem Höhenflug ohnehin vorbei!

GAST:Zweiter Versuch..., Samstag, 17. Januar 2009 #

@Michael Fleischhacker:
Vielleicht muss ich mich präzisieren: Das Abstrahieren vom politischen Inhalt, das ich in vielen Ihrer Argumentationen beobachte, betrifft nicht nur den Akt der Kritik, sondern auch ihren Gegenstand: Wenn Sie gleichermaßen gegen links und rechts austeilen, dann müssen Sie, um den Vergleich aufrecht zu erhalten und rechtfertigen zu können, notwendig von inhaltlichen, programmatischen Unterschieden absehen - wodurch sie dann etwa in Ihrem Kommentar hier zur Behauptung gelangen, Marxisten und Burschenschaftler unterscheiden sich nicht wirklich in der "Mechanik ihres Denkens" - eine sehr abstrakte, und eigentlich gar nicht mehr politische Kategorie, in der der Unterschied zwischen Braun- und Rotkitsch, zwischen NS-Nostalgie und linkem Sozial- und Fürsorge-Gedusel nicht mehr auf- bzw durchscheint.

GAST:Dave DelMondo, Samstag, 17. Januar 2009 #

Fortsetzung @Michael Fleischhacker:
Beim Vergleich mit der Stereoanlage ging es nur darum, meine These, dass ein wesentliches Merkmal dessen, was man als "Spießigkeit" bezeichnen könnte, die Abstraktion vom Inhalt, der Substanz einer Sache ist, was etwa auch in Technikfixiertheit und der Neigung, Kultur zum Ornament zu machen, zum Ausdruck kommt, zu illustrieren. Keineswegs wollte ich von Ihrer politischen Argumentation auf ihr Verhalten in anderen Lebensbereiche schließen - also: darauf, dass Sie woanders genauso "spießig" sein müssen.

GAST:Dave DelMondo, Samstag, 17. Januar 2009 #

@Dave DelMondo
Wenn wir das Stück Provokation einrechnen, das, wie unschwer festzustellen, in der Grundanlage dieses Blogs enthalten ist, würde ich dem entgegenhalten: Der Unterschied zwischen Rotkitsch und Braunkitsch scheint deshalb nicht immer durch, weil er nicht immer vorhanden ist. Beispiel: Thurnher betont immer, man dürfe FPÖ und BZÖ nicht als "Linkspopulisten" bezeichnen, weil die "Eklusivität" ihrer sozialen Angebote für die "Volksgemeinschaft" sie zu unwiderruflich zu Rechtextremen mache. Die Frage, warum Strache beispielsweise mit Serben und serbischen Zuwanderern so pfleglich umgeht, wird bewusst ausgeklammert, weil sie seiner These widerspricht. Er agiert damit nicht viel anderes als Strache, der wider besseres Wissen jeden Moslem zum Islamisten macht. Oder?

Michael Fleischhacker, Samstag, 17. Januar 2009 #

@fle: der "Unterschied" zwischen "Links"extremen und "Rechts"extremen ist laut Thurnher der zwischen inklusivem und exklusivem Sozialismus? Dann wäre er ja weiter als ich dachte. Glaub ich nicht.

GAST:Luke, Sonntag, 18. Januar 2009 #

@Fleischhacker
Thunrher hat natürlich recht mit dem Wunsch nach "Definitions-Reinheit" in der Sache "Linkspopulismus". Der "pflegliche Umgang" mit Serben und serbischen Zuwanderern begründet ja kein "Multikulti" oder einen - horribile dictu - "melting pot" sondern schafft die Parallel-Exklusivität einer anderen Volksgemeinschaft und die ist, um in der Sprache der Rechtsextremen zu bleiben, völkisch akzeptabel. Es geht ja auch, auf längere Sicht, um die Exklusivität der europäischen Volksgemeinschaft(en). So blöd, dass er nicht weiß, dass es ohne einer oder mehrerer Minderheiten nix wird mit dem Wiener Bürgermeister, ist der Strache auch nicht. Nur mit den Germanen kann er nicht einmal Bezirksvorsteher werden. Der ethnisch blinde Islam ist dann natürlich der Hauptgegner.

GAST:dr. döblinger, Sonntag, 18. Januar 2009 #

Worum gehts hier eigentlich?

GAST:Onkel Doktor, Sonntag, 18. Januar 2009 #

Weiß auch nicht. Ich glaub, Fleischhacker hat mit Thurnher irgendeinen Wickel und das schreibt er sich hier von der Seele. Scheint therapeutischen Zwecken zu dienen.

GAST:Der Patient, Sonntag, 18. Januar 2009 #

Vielleicht liebt Fle den Thur?

GAST:Seelsorger, Sonntag, 18. Januar 2009 #

Wie schaut denn der überhaupt aus, der Thurnher? Ist das der Mann von der Ingrid?

GAST:Schäfchen, Sonntag, 18. Januar 2009 #

Mögts ein Pulverl?

GAST:Onkel Doktor, Sonntag, 18. Januar 2009 #

@ dr. döblinger, cogito und rest....

Wie schön ist doch aufeinmal die Welt, wenn Fleischhacker einen Blog startet und sich ein wenig in seinen Äußerungen vergreift. Da kann man sich selber wieder so richtig schön auslassen. Ja mehr noch: Man trauert einem Chefredakteur nach der vor schon fast 5 Jahren diesen Posten an fle abgegeben hat. Seit 5 Jahren ist die Presse nicht lesbar? Wirklich? So schlimm? Ich kann es mit Anfang 20 vielleicht noch nicht so beurteilen, aber: Dieses Blatt ist schon in Ordnung wie sie ist. Oder würden Sie alle hier im Forum auch nur einen Gedanken daran verschwenden nach Alternativen zu suchen, würden die Redakteure Ihre Gedanken lesen um diese dann auf Papier zu bringen?

Wünsche allen noch einen schönen Sonntag und wie Herr CR bereits gesagt hat: Es besteht kein Lesezwang egal wie sehr etwas einem ins Auge sticht. Auch wär eine gewisse Sachlichkeit in der Kritik, von allen Seiten aus betrachtet, wünschenswert.

In diesem Sinne

MFG vom Elch

scandinavian, Sonntag, 18. Januar 2009 #

hab den Presse- Bericht von jener Diskussion gelesen, selbst da kommt Thurnher wesentlich besser weg, da er wesentlich besser und schlüssiger argumentiert. Wie soll man auch argumentieren, dass die Nazi-keule mehr zum Aufstieg der rechten beigetragen habe, als deren Verharmlosung, deren Einbinden in die Regierung, oder die stetige Verunmenschlichung des Fremdenrechts durch alle Regierungsparteien?
Die rechten als links zu bezeichnen, weil sie sozialstaatliche Maßnahmen fordern ist auch eine beliebte Methode - man übersieht dabei gern, dass bei solchen Forderungen Ausländer immer ausgeschlossen sind.
Thurnher beschreibt im Falter auch die "Gutmensch" - Phrase, mit welcher der linke Diskurs verunglimpft wird; und siehe da, Fleischhacker gibt ihm recht; er verwendet sie selbst, und und schiebt Thurnhers Argumente mit der "eh lieb" - Phrase weg. Lustig, wenn in der Beschimpfungs - Kolumne der Beschimpfte bestätigt wird :-)

GAST:leo, Sonntag, 18. Januar 2009 #

@ scandinavian

Warum ist der Eintrag an u.a. mich adressiert?

Ich hab Unterberger nie nachgetrauert. (oder dergleichen)

Bitte besser lesen!

cogito_ergo_sum, Sonntag, 18. Januar 2009 #

@cogito ;)
Ganz einfach: Das Prinzip des "Klassenclowns" hat zugeschlagen.
Ich hab mir ein zwei User herausgesucht, die in diesem Blog die meiste "Kritik" üben und zum Rundumschlag ausgeholt.
Bei sovielen Kommentaren geht der eine oder andere unter.

Auch ist das Argument "Unterberger" nur ein Teil meines Postings.

In diesem Sinne....
THX für's Lesen

MFG vom Elch

scandinavian, Sonntag, 18. Januar 2009 #

@ leo...
Ja diesen Fehler begeht man leider Gottes viel zu leicht. Die FPÖ mit teils linkspopulistischen Wahlkampf in ein und dem selben Satz zu verwenden. Man vergisst durchaus gerne an die Geschichte zu denken. Die FPÖ mit den Nazis in gewisser Weise zu vergleichen ist nicht ganz so falsch. Für Österreich sollte nicht nur die zeit von 38-45 interessant sein.

Desweiteren muss man zu diesem Thema noch anführen, dass die FPÖ die einzige Wahl für all jene gewesen ist, die ihre politischen Ideale über den Haufen werfen konnten, jedoch etwas bewirken wollten. Gut Haider hat das BZÖ noch ein wenig auf Vordermann gebracht, aber die Grünen auf der "linken" Seite sind und bleiben mir ihrer, ich nenne es, provokanter Anti-Österreich Politik nicht wählbar.
Davon abgesehen fürchtet sich bei SOÖVP niemand vor Glawischnig & Co. Bei der FPÖ ist es jedoch anders....

In diesem Sinne

MFG vom Elch

scandinavian, Sonntag, 18. Januar 2009 #

Ich hätte zu gerne gewusst, was nun ein Nazi ist. Bitte um Definition. Wenns leicht geht, bitte auch um Erklärung, was ein Faschist ist.

GAST:Ferdinand der Gütige, Sonntag, 18. Januar 2009 #

Nazis? Das ist leicht. Jeder, der glaubt, dass es Rassen gibt und "Jedem das Seine" sagt. Faschisten sind im allgemeinen Trachtenträger. Ganz wichtig bei der Beurteilung ist, dass dies nur für Deutsche und Deutschösterreicher gilt. Die Trachtenburka fällt da beispielsweise nicht darunter.

GAST:Onkel Doktor, Sonntag, 18. Januar 2009 #

@Fle: Es wiederspricht seiner These nicht!!! Der Umstand, dass sich Strache bei großteils gut integrierten Serben der zweiten und dritten Generation einschleimt, zeigt nur wie subtil die Methode dieses Rattenfängers ist. Er unterscheidet in "gute" und "schlechte" Ausländer. Hat ein "Ausländer" das Glück ein "guter" zu sein, braucht er sich nicht mehr mit "schlechteren" Ausländern vergleichen und er dankt es seinem Gönner mit einem Kreuzerl bei der nächsten Wahl (die meisten Serben besitzen die österreichsiche Staatsbürgerschaft und dürfen wählen gehen). Der Grund warum sich Strache den Serben verschrieben hat, ist sicherlich aufgrund der ungemein stark ausgeprägten ultra-rechten Szene in Serbien (erklärbar durch die Isolierung Serbiens im jugoslawischen Krieg) zurückzuführen. Um möglichst viele Stimmen zu lukrieren, lächelt er auch gerne mit "bojanica" Armband vom Plakat und wettert gegen die Annerkennung Kosovos als eigenen Staat!

GAST:...der Redaktion bekannt, Sonntag, 18. Januar 2009 #

@Fleischhacker

Find ich aber echt nett, dass Sie sich die Zeit nehmen hier auch zu Antworten. Manche Kommentare sind ja echt unter der Gürtellinie und böse, aber die werden nicht zensuriert und Sie antworten auch noch ... Respekt.

GAST:Leser, Sonntag, 18. Januar 2009 #

@Leser: Warum sollte er sich die Zeit nicht nehmen?? Dieser Blog ist ja sozusagen sein Baby. Hier kann er sich seinen Frust von der Seele schreiben, private Scharmützel mit Michael Jeannee, Armin Thurnher, Hans Rauscher und Konsorten austragen und jede Menge Poster belehren! Warum sollte er sich diesen Spaß entgehen lassen?! ;)

GAST:...der Redaktion bekannt, Sonntag, 18. Januar 2009 #

@... der Redaktion bekannt:
1) Genau so ist es, man gönnt sich ja sonst nix...
2) Zu vorhin: Mir ist schon klar, aus welchen taktischen Motiven Strache die Serben umgarnt. Es widerspricht nur der Behauptung, es gehe um die "deutsche Volksgemeinschaft".

Michael Fleischhacker, Sonntag, 18. Januar 2009 #

Ich glaube dass Straches Hauptmotiv, zwischen "guten und schlechten Ausländern" zu unterscheiden, keineswegs die Stimmen der paar Kriegsflüchtlinge sind. Die Tatsache, dass er sich nämlich mit einigen Zuwanderern gut stellt, macht ihn nämlich (zumindest aus Sicht der FPÖ-Kameraden und derer, die es noch werden können) über jeden Zweifel an der Nichtexistenz einer gewissen "generellen Ausländerfeindlichkeit" die so manche "böse" Zungen in rechten Kreisen orten erhaben.
Und das bringt (leider) in Ö schon ein wenig mehr Stimmen als die paar "guten" Serben je aufbringen könnten...

cogito_ergo_sum, Sonntag, 18. Januar 2009 #

@cogito: interessanter Ansatz, klingt plausibel! Strache wird immer Dinge tun, bei denen er sich Stimmenzuwachs erhofft.
z.B: Straches Vorschlag unser öffentliches Gesundheitssystem auf zwei Krankenkassen, jeweils für Staatsbürger und Nicht-Staatsbürger umzustellen. Der Vorschlag kommt bei einigen Österreichern gut an, die sich von der Regierung übervorteilt fühlen und eventuell nicht alle Medikamente umsonst in der Apotheke bekommen. Bei Nicht-Staatsbürgern macht er sich dadurch nicht beliebt; egal die dürfen eh nicht wählen! Wer weiß! Vielleicht gibt es ja in einigen Jahren eine neue populistische Partei ala FPÖ/BZÖ die verschiedene Bevölkerungsgruppen-/schichten gegeneinander ausspielt. Wenn aufgrund der demographischen Entwicklung PensionistenInnen die Mehrheit der Bevölkerung stellen, gründet vielleicht jemand eine eigene Pensionistenpartei, die nur deren Interessen vertritt!

GAST:...der Redaktion bekannt, Sonntag, 18. Januar 2009 #

Armin Thurnher ist Anfang 2000 an vorderster Front bei den Demos mitmarschiert.
Nach der nächsten Wahl in der JOURNAL PANORAMA - Runde vertrat er die Ansicht " am besten schwarz/blau bei diesem Wahlergebnis "
Ich vestand das nicht; ist er nicht zwei Jahre vorher
gegen die FPÖ marschiert ? Wer oder was hatte sich geädert? Sicher nicht die Regeln der Demokratie !

GAST:, Montag, 19. Januar 2009 #

"Politikerbeschimpfung" ist meiner Meinung nach ein absoluter Fehlgriff.

Nicht das Blog, sondern der Titel.

"Fleischhackerbeschimpfung" würde besser passen - so wies hier immer zugeht ;-)

Ich finds lustig hier.

GAST:Retlif Maps, Montag, 19. Januar 2009 #

Wunder ist es aber keins.

GAST:Der Patient, Montag, 19. Januar 2009 #

@ Gast:

Sehr wohl aber die Regeln in der österr. Demokratie. (die bei uns eben nicht ganz so klar ausgelegt sind wie in anderen Ländern und daher alle paar Jahre, wenns wieder "reicht", neu geschrieben werden!)

Allerdings weiß ich auch (mangels Interesse an Thurner und Genossen) nicht wie (Thurn)er anno 2000 gedacht hat und dass er eine Variante als "die beste bei diesem Wahlergebnis" bezeichnet hat muss auch nicht heißen dass er sie befürwortet. (was ehrlich gesagt auch nicht so klingt)

Außerdem weiß ich auch nicht warum Sie dass Verhalten Thurners so verwunderlich finden, da sich die Meinung bezüglich Schwarz-Blau ja in diesen 2 Jahren gewaltig verändert hat (nicht nur bei Thurner) und die Situation während der beiden angeg. Zeitpunkte ja gänzlich anders war. ( Märsche 2000: Schwarz-Blau ziemlich wahrscheinlich bis sicher; direkt nach der Wahl 2002: eher Schwarz- Grün)

cogito_ergo_sum, Montag, 19. Januar 2009 #

hab den Artikel von A.T. gelesen und muss sagen: wenn Sie, Herr Fle, anderer Meinung als A.T. sind, warum "duellieren" Sie sich nicht auf gleicher Ebene, was Niveau, Stil etc. betrifft? So wie Sie das hier tun ist keine seriöse Auseinandersetzung möglich; bildlich gesprochen: Sie packen gegen A.T., der mit dem Florett "kämpft", den Vorschlaghammer aus und ziehen ihm eins über die Rübe: ist das seriös? Ist das Qualitätsjournalismus (auch wenn es sich hier nur um einen Blog handelt - immerhin erscheint der auf der Presse-Website an prominenter Stelle und immerhin sind Sie CR und nicht irgendjemand)?

GAST:Millionär, Montag, 19. Januar 2009 #

@Millionär: Wo kann man den Artikel von A. T. lesen??

GAST:Heidi, Montag, 19. Januar 2009 #

Also über wen wird Fleischhacker als nächstes herziehen? Wie wärs mal mit einem Kollegen aus der Presseredaktion. Eine hohe Posting-Rate ist garantiert. Besonders dann, wenn Fle wieder höchstpersönlich mitchattet. Auf 200 Postings könnte er es bringen, wenn der Kollege auch postet ...

GAST:Doc, Dienstag, 20. Januar 2009 #

@ fleischhacker
obwohl ich alt-vpler bin......
aber wo er recht hat...

strache behauptet nirgends, dass alle muslime islamisten sind. er streitet gegen die massive kulturelle unterwanderung...was immer das auch sein soll....
und gegen paralellsatruckturen von migrantengruppen. er tut es auf ziemlich abscheuliche art und weise.
aber "alle muslime wären islamisten" kommt nicht aus seiner feder.
al-rawi, baghajati und shakfeh, haben allerdings gezeigt wieviel radikales potential in ihnen steckt.
der gaza konflikt liess sie ihre vorsicht vergessen.
sie sind zumindest..grenzislamistisch.

modestus, Dienstag, 20. Januar 2009 #

@ modestus
Ist doch sonnenklar, dass die "grenzislamistisch" sind (was immer das auch sein soll). Al-Rawi z.B. hat ja bekanntlich gefordert, die Gipfelkreuze durch Halbmonde zu ersetzen... Als "Alt-VPler" hat man's in dieser Welt nun wirklich nicht leicht, aber die drei genannten Vertreter der muslimischen Gemeinde den radikalen Kreisen des Islamismus zuzuordnen, ist, mit Verlaub, schlichtweg "grenzschwachsinnig". Außerdem hat die Struktur für Sie angerufen: Sie will kein c mehr vor dem k stehen haben.

jorgejosefstadt, Dienstag, 20. Januar 2009 #

herr kohl-rawi himself hat zugegeben, dass auf grund des gazakonfliktes eine radikalisierung stattgefundet hat...allerdings nur politisch, nicht religiös!?!?!die aussqagen waren schon hart an der GRENZE zu islamistischer gesinnung.
es gibt keine trennung von politik und religion im islam.

modestus, Dienstag, 20. Januar 2009 #

Al-Rawi z.B. hat ja bekanntlich gefordert, die Gipfelkreuze durch Halbmonde zu ersetzen... Als "Alt-VPler" hat

war das nicht ein fake den man dem westenthaler untergejubelt hat damit er sich blamiert??

GAST:hustinetten7kräuter, Dienstag, 20. Januar 2009 #

exact....im Wahl-TV...konfrontation mit v.d.wau wau

modestus, Dienstag, 20. Januar 2009 #

@ modestus

Die Wahrheit ist eine unberechenbare Sache...

GAST:cogito_ergo_sum, Dienstag, 20. Januar 2009 #

Von welcher Radikalisierung reden Sie denn da? Im kürzlich erschienenen Presse-Interview mit Al-Rawi ist davon zumindest keine Rede. Oder haben Sie etwa Solidarisierung mit Radikalisierung verwechselt?

jorgejosefstadt, Dienstag, 20. Januar 2009 #

endlich kommt die debatten-kultur in schwung, die thurnher seit jahrzehnten so schmerzlich vermisst.

weiter so!

GAST:kajetan von s., Dienstag, 20. Januar 2009 #

@ jorgejosefstadt

Schon möglich dass es da 'ne Verwechslung gegeben hat, aber "Solidarisierung" mit einer Terrorgruppe ist wohl auch eine "Radikalisierung".

cogito_ergo_sum, Dienstag, 20. Januar 2009 #

Klavierspielende, ultra-linke Schloϐbewohner hat man ja vor 68 Salonkommunisten genannt.Dieser Blog ist wirklich erfrischend weil er ein bisschen Bewegung in die politisch korrekt erstarrte Medienlandschaft bringt und dies sollte letztendlich auch den linken Gutmenschen guttun.

GAST:, Dienstag, 20. Januar 2009 #

@jörgejosefstadt
al-rawi hat selbst die radikalisierung zugegeben und deeskalierung vorgeschlagen.....es war ein presseartikel...nicht das interview

modestus, Dienstag, 20. Januar 2009 #

@ Michael Fle
Gratulation.Funktoniert perfekt.Stein ins Wasser -und die Wellen schlagen und schlagen und schlagen...............
Perfekt.Chapeau.
mfg Saddam

GAST:saddam, Mittwoch, 21. Januar 2009 #

hier gibt es eindeutig zu viel dummher

modestus, Donnerstag, 22. Januar 2009 #

als dass Fleischhacker seinen Minderwertigkeitskomplex ausbreitet?

GAST:gibts nichts wichtigeres, Donnerstag, 29. Januar 2009 #

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