Werbeknecht
Sie sehen täglich rund 60 Werbespots. Dieser Videoblog behandelt filmische Kleinode und geschmacklose Beleidigungen. Zum Schmökern, Lachen und Mitmachen.
15:39
Schockwerbung ist gut, wenn es um eine gute Sache geht. Das wurde hier im Blog schon oft behandelt. Daher darf auch dieser sehr gelungene Spot hier stehen. Er zeigt das Problem der besoffenen Autofahrer von einer sehr eindringlichen Seite: Nämlich den Alltagsalkoholismus. Die meisten Clips ähnlicher Kampagnen zeigen volltrunkene Raser oder so, dieser hier nimmt ein urösterreichisches Phänomen zum Thema - denn Feierschluck zu jeder Stunde. Den kleinen Bürosuff. Das regelmäßige Baustellenbier.
Auch wenn in Österreich das echte "Fahren wenn vollfett" langsam zurückgeht - der Alltagsalkoholismus bleibt. Das Vierterl vor dem Essen, dem ein Aperitif vorangeht und ein Fluchtachterl folgt; das Bier, ehe man den Sohn vom Sportklub abholt. Auch das ist Alkohol, obgleich er meist nicht ob seiner berauschenden Wirkung getrunken wird.
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16:06
Werbung muss differenzieren. Am besten das Produkt und die Firma zugleich. Ein guter Trick für ein neues Produkt ist es daher, einfach etwas geläufiges als Referenz zu nehmen. Weil aber ein positiver Vergleich eher Werbung für das Referenzprodukt wäre, sucht man einfach etwas, dass es eben nicht ist. Man denke an den Neuburger, zu dem "man nicht Leberkäse sagen darf". Sofort hat man lecker Leberkäse vor Augen und schon denkt man, dass dieser Neuburger sogar noch besser sein muss.
Dieses neue Produkt geht in der Werbung den selben Weg durch die Hintertür ins Gedächtnis. "Don't call it schnitzel" - und schon denkt man an lecker Schnitzel (noch dazu kann man sich aussuchen, ob man an Schwein/Pute/... denkt). Dazu noch der nett klassenkämpferische, jugendrevolutionäre Spot - aus werblicher Sicht perfekt.
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13:54
Und wieder ein netter Quiz-Clip, der sich nach dem ersten Mal abnutzt. Aber dieses eine Mal ist er gut. Vor allem, weil er produktionseffizient ist: Kein Drehbuch, kaum Kamera und ganz wenig Schnitt - so billig kann man einen Spot produzieren.
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14:24
Endlich wissen wir, wie Soundeffekte im Kino gemacht werden. Da soll noch einer sagen, dass Vegetarier eher pazifistisch orientiert sind!
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17:39
Woran denken Sie, wenn sie "FKK Fashion" hören? An kunstvolle Körperrasuren? An des Kaisers neue Kleider? An Bodypainting? Alles falsch. Hinter dem Namen verbirgt sich ein neues Designer-Label, zu finden online unter "www.fkk-fashion.com". Wenn es Absicht war, mit dem semantisch und logisch völlig widersinnigen Namen ein wenig Aufsehen zu erregen, so dürfte das gelungen sein. Sei ihnen vergönnt. Auch wenn es in diesem ersten Spot eher so aussieht, als würden sie in erster Linie weiße 08/15-Schlafwäsche entwerfen.
von zum Thema Zwiespältig | 2 Kommentare
17:21
Werbung mit Überraschungseffekt ist so eine Sache. Natürlich, einerseits ist die Chance höher, ins Gedächtnis des Konsumenten zu dringen. Andererseits aber nutzt sich so ein Clip schon mit dem ersten Ansehen ab, denn wenn man einmal das Ende kennt, ist der ganze Spot nicht mehr witzig.
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