Die US-Immobilienfamilie Malkin hatte bereits den Verkauf des Empire State Building in Manhattan geplant, doch ist sie nun mit einem unerwarteten Gegner konfrontiert worden. Wie die deutsche Ausgabe des „Wall Street Journal“ in seiner Donnerstagausgabe berichtete, hat der 57-jährige Pensionist Richie Edelman von seinen Großeltern einen kleinen Anteil an dem berühmten Wolkenkratzer geerbt. Nun führe er eine Gruppe von zwei Dutzend Investoren an, die sich bei dem geplanten Börsengang quer stellen.
Edelman und andere Kritiker kritisieren die Vorgehensweise der Malkins, die auf Kosten anderer Teilbesitzer profitieren würden. Der Familie stünden 642 Millionen Dollar zu. Edelmans Anteil wäre laut Vereinbarung etwa 3,3 Millionen Dollar wert. Zigtausende von Quadratmetern an Büroimmobilien in New York werden von den Malkins kontrolliert. Peter, das Familienoberhaupt und Vorsitzender von Malkin Holdings, war der Schwiegersohn von Lawrence Wien, dessen Partner der Immobilienmogul Harry Helmsley war. Sein Sohn Anthony leitet derzeit das Familienunternehmen und veranlasste vor kurzem eine 550 Millionen Dollar teure Renovierung des Empire State Buildings, die finanzstärkere Mieter anziehen solle.
Edelmans Organisation argumentiert, dass die kleinen Investoren besser wegkommen könnten und bezieht sich dabei auf die Preise von Büroimmobilien in Manhattan. Eine Alternative zu dem Börsengang wäre etwa der Verkauf an einen privaten Investor. Bis zur endgültigen Abstimmung ist noch einige Monate hin, doch die Malkins brauchen die Zustimmung von 2800 Anteilseignern, die 80 Prozent der Anteile am Gebäude halten. (Ag./red.)
















