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Eurozone: Das Feindbild Merkel

07.08.2012 | 18:08 |  von Karl Gaulhofer (Die Presse)

Nach Griechenland übt sich auch Italien im Merkel-Bashing. Auch angelsächsische Medien beschimpfen ihr deutsches Feindbild immer aggressiver. Die Deutschen und der Rest der Welt reden aneinander vorbei.

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Berlin. Die Geschichte unserer Epoche muss neu geschrieben werden. Zumindest, wenn es nach dem Berlusconi-Blatt „Il Giornale“ geht. Für seinen Leitartikler gehört Italien „nicht mehr zu Europa, sondern zum Vierten Reich“. Es ist das Reich der Deutschen, denen zwei Weltkriege „offenbar nicht genug sind“. Alle müssen sich „dieser Angela Merkel“ ergeben, „die auch in unserem Haus das Kommando übernehmen will“. Als Folge des Kniefalls wird mit den Worten Churchills Düsteres prophezeit: Wer die Schande wählt, werde Krieg ernten.

Eine Domina im Völkerkerker, die preußische Finanzdisziplin aufzwingt und damit den Frieden aufs Spiel setzt: Nach Griechenland hat der Merkel-Hass auch Italien erreicht. Mario Monti zeigt sich „sehr beunruhigt“, wenn er ihr über wachsende Ressentiments berichtet. Der italienische Premier will die Macht der Parlamente beschneiden, um Eurohilfen rascher durchzuboxen. Dass er dafür in Deutschland kritisiert wird, heizt die Stimmung noch weiter an. „Die Nazi-Deutschen wollen uns Lektionen in Demokratie erteilen“, höhnt die Zeitung „Libero“.

Die Kanzlerin bietet sich dabei als Feindbild neuer Art an. Viele hassen sie für ebenjene Eigenschaften, die sie früher – etwa bei ihrem Klimaengagement – an ihr schätzten: die ruhige, emotionslose Beharrlichkeit, mit der sie ihre Ziele verfolgt und die Erfüllung von Versprechen einfordert. Das wirkt anderswo typisch deutsch. Was aber wirft man den Germanen vor? In der schärfsten Form Folgendes: Sie hätten sich die Wiedervereinigung von Europa finanzieren lassen und dann den Euro genutzt, um die Partner mit ihrer Exportkraft an die Wand zu drücken. Nun flüchtet das Kapital in ihren sicheren Hafen und beschert dort niedrigste Zinsen. Als Profiteure der Krise treiben sie die Olivenländer mit Spardiktaten und Hilfsverweigerung in die Rezession.

Pragmatisch statt paranoid sehen die Angelsachsen die Situation: Da sie der Währungsunion beigetreten sind, müssen die Deutschen jetzt ihre Geldtaschen öffnen und Schulden vergemeinschaften. Die USA helfen ja auch ihren Bundesstaaten, die in finanzielle Probleme geraten. So wurde der Dollar zur Leitwährung, die auch hohe Schulden nicht erschüttern kann. Nur so sei der Euro zu retten, sonst werde die Weltwirtschaft zum sinkenden Schiff, wie jüngst auf dem „Economist“-Cover mit dem Titel: „Frau Merkel, können wir jetzt die Motoren starten?“ Aber die Ungeduld steigert sich auch bei den Briten zum bösen Bashing: Das Magazin „New Statesman“ bezeichnete Merkel als „Europas gefährlichstes Staatsoberhaupt seit Hitler“.

Auch die Deutschen selbst setzten bei ihrer Sicht der Dinge bei der Wiedervereinigung an: bei der schmerzlichen Erfahrung, dass geschenktes Geld allein nicht auf die Beine hilft. Durch Arbeitsmarktreformen und moderate Lohnabschlüsse gewann die deutsche Wirtschaft ihre Wettbewerbsfähigkeit zurück und bewährt sich heute auf dem Weltmarkt. Das Rezept wird nun den neuen „kranken Männern“ Europas verschrieben. Da sie an deren Chancen glauben, sind die Deutschen bereits mit hunderten Milliarden ins Risiko gegangen. Zu diesem Zweck wird das Hilfsverbot, das am Anfang der Währungsunion und ihrer Zentralbank stand, gebeugt oder gar gebrochen. Und den Vergleich mit den USA halten die Deutschen einfach für falsch: Ein Staatenbund ist kein Bundesstaat, Haftung und Verantwortung dürfen nicht auseinanderfallen. An deutschen Spesen kann die Welt nicht genesen.

Gesundeter verschreibt Rezepte

Dass diese recht einfache Botschaft im Ausland nicht ankommt, spricht nicht für deutsche Krisen-PR: Man redet konsequent aneinander vorbei. Freilich hat die Regierung genug damit zu tun, Abgeordnete und Verfassungsrichter zu überzeugen. Nicht nur liberale Wutprofessoren sehen Merkel längst wieder als Umfallerin. Immerhin: Zwei Drittel der deutschen Bürger stehen voll hinter ihr – ein Traumwert. Und zumindest ein internationales Leitmedium, das „Time Magazine“, verteidigte jüngst die Kanzlerin mit dem Cover: „Warum alle es lieben, Angela Merkel zu hassen – und warum sie alle falschliegen“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.08.2012)

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288 Kommentare
 
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Nix heikel

der Lissabon-Vertrag ermöglicht klar den Austritt aus der EU. Nägel mit Köpfen!

Die Deutschen haben immer noch nicht kapiert,

... dass es nicht darum geht, ob sie Nazis sind, sondern darum, dass sie den Mund halten und zahlen.

Gast: Onkel Sam
08.08.2012 15:30
3 0

nur weil es hinkt, ist es noch kein Vergleich!

Die Finanzgebarung der USA mit Europa zu vergleichen ist schon etwas eigenartig!

Die FED wird von Privaten Banken dominiert und bestimmt die "Produktion" von Geldnoten.
In Europa wird die EZB politisch gesteuert, auch wenns keiner zugibt!

Die Finanzwirtschaft pokert lieber gegen den Euro (mit Erfolg) als gegen den Dollar. In Europa ist die Kapitalmacht kleiner Strukturiert und daher auch nicht so wirkungsvoll!

16 3

ich schäme mich für

Faymann !

Antworten Gast: Valery
08.08.2012 17:55
2 0

Re: ich schäme mich für

Ich auch!

Bei der ganzen Aufregung wird doch eines total Vergessen

10% werden gestärkt aus der Krise hervorgehen. Lediglich der kleine Rest der Bevölkerung wird große, finanzielle Verluste erleiden. Zum Glück zählen die Veranwortlichen für dieser Misere zu den bereits erwähnten 10% und somit ist doch alles in bester Ordnung. mfg

Gast: Analyst 829
08.08.2012 15:16
0 1

Firmensitz der EZB ist Frankfurt (Deutschland!)

Schön langsam begreifen, die Südstaaten, dass das mit dem Schuldenmachen auf Teufel komm raus, nicht so einfach ist, wenn die Bank, die alles abwickelt den Firmensitz in Deutschland hat, wo eben Sicherheiten bei Krediten eine Selbstverständlichkeit sind.

Die EZB ist im Grunde deutschem Recht unterworfen, allein über den Firmensitz und daher kann Deutschland bestimmen, was zu tun ist.

Deutschland könnte sagen, dass die EZB spanische Anleihen kaufen soll, da diese viel zu hoch verzinst sind, so den Zinssatz drücken und die EZB (Barwert ausrechen) etwa 50 % an Kursgewinn abräumen lassen, indem man die spanischen Zinsen, auf 2 % drückt und die kann Spanien locker zahlen.

Bei Italien, Frankreich u. s. w. geht das nicht, da deren Zinssatz gemessen an der Verschuldung relativ gering ist und es bei Italien unsicher ist, ob Italien selbst bei 2 % seine Schulden tilgen kann und bei Frankreich ist der Zinssatz ohnedies zu nieder gemessen an den Problemen durch Sozialismus und die hohe schon bestehende Staatsschuld plus altlasten von Atomkraftwerken, die ja auch dutzende Milliarden Euro in den nächsten Jahren fessen werden, ohne einen direkten Wohlstandsgewinn wie billigen Strom zu bringen. Im Gegenteil der Strom in Frankreich wird über Jahrtausende sich verteuern wegen der Altlasten aus AKWs und damit den Wirtschaftsstandort Frankreich unattrktiver machen.

Daher ja zum Ankauf von spanischen Anleihen, nein zum kauf französischer und italienischer Staatschuld, das würde den € bedrohen

Der EURO gehört auf den Misthaufen der Geschichte

Darum Nein zum Euro und zur EU!

Antworten Antworten Gast: Analyst 829
08.08.2012 15:35
1 3

Re: Der EURO gehört auf den Misthaufen der Geschichte

Sehr geehrter Herr Admiral Tegetthoff!

Ihr Motto ist doch: "Klotzen und nicht kleckern!"

Die Eurozone darf folglich nicht kleiner werden, sondern sie muss größer werden. Insbesondere muss man endlich die EU, die Europa spaltet, zurückpfeifen in ihrer Feindschaft gegenüber Russland und dann zum wirklich beiderseitigen Vorteil von Russland und der restlichen Eurozone in Russland den Euro einführen.

Damit ist die Schlacht gegen den US-Dollar gewonnen und selbst Indien wird auf Euro umstellen und damit werden dann 80 % der weltweiten Reserven in Euro gehalten, was einen jährlichen Gewinn aus Reservehaltung von mindestens 200 Mrd. Euro zusätzlich pro Jahr für die EZB bringen wird.

Russland hat dann ungestört den Weltmarkt für Rohstoffe in der Hand. Deutschland den Währungsmarkt und damit ist ganz Europa einfach stark und kann auf reich machen.

Denn billigen Kredit wird es dann für Großprojekte nur mehr im Euro geben und damit wird alles wertvolle dieser Welt sofort zum Hälftewert an die EZB verpfändet. Immer wenn ein Großkreditnehmer z. B. bei einem Wasserkraftwerk in Schwierigkeiten kommt, sackt die EZB den Bau zum Hälftewert ein und schon rechnet sich natürlich das Projekt und die Europäer machen den Profit!

Die EINZIGE Möglichkeit die Europa hat, ist die Taktik auf reich zu machen, da dies die USA auf Grund der überhandnehmenden Zahl von Nichtskönnern einfach nicht mehr können und die Europäer sich daher den Marktanteil am Reservemarkt nehmen können den jetzt die FED hat!

Der Euro in Indien?

Sie dürften wirklich aus einem Paralleluniversum stammen. Vorsicht, wenn sich die Raumzeitspalte wieder schließt, bevor sie hindurchschlüpfen konnten, sind sie hier in der Realität gefangen.

Re: Re: Der EURO gehört auf den Misthaufen der Geschichte

vorher gibt es Krieg! USA/Israel werden dabei nicht einfach zusehen.

Gast: Faktenchecker
08.08.2012 14:59
3 1

Mythos preußische Fiskaldisziplin

Fakt ist: Die „berühmte preußische Finanzdisziplin“ ist ein reiner Mythos. Deutschland hatte während der letzten 10 Jahre genauso hohe Staatsquoten und Budgetdefizite wie der Rest der Eurozone. Und der einzige Grund warum sie in der Krise nicht ganz so viel neue Schulden gemacht haben ist, dass sie keine monströsen Bankenzusammenbrüche hatten wie z.B. die Iren und Spanier.

Und genau wie Herr Gaulhofer scheint auch deutsche Regierung eine simple Tatsache nicht zu verstehen: Nicht jeder kann gleichzeitig Exportweltmeister sein und nicht jeder kann gleichzeitig seine relativen Lohnkosten senken.

Und übrigens haben die Deutschen ihre „Wettbewerbsfähigkeit“ ja auch nicht durch Lohnkürzungen erreicht, sondern durch ein höheres Lohnwachstum in der Peripherie.

Wenn der Euro vor die Hunde geht, dann auch deshalb weil Europas Wirtschaftsjournalisten ständig alte Mythen und Vorurteile verbreiten anstatt ihre Fakten zu checken.

Gast: London Court
08.08.2012 14:52
11 2

Liebe Frau Merkel

Bleiben Sie auf Ihren Kurs und bitte entdchuldigen Sie auch Herrn Faymann Bundeskanzler für Österreich

11 1

Eine Domina im Völkerkerker, die preußische Finanzdisziplin aufzwingt und damit den Frieden aufs Spiel setzt: Nach Griechenland hat der Merkel-Hass auch Italien erreicht.

kommt es nur mir vor als drohe man erneut, um den stets vorgeschobene Friedensgrund (diese Union gründen zu müssen) arglistigierweise missbraucht, um weiterhin Nettozahlländer wie Weihnachtsgänse ausnehmen zu wollen ???

In D. und auch Ö. herrscht bereits heute Armut, und sollte allein zum Zwecke der Erhaltung schuldiger Länder weiter um sich greifen ?!

Vincimärkte und 1 €-Jobs reichen wohl noch lange nicht, während im Süden weiterhin wenig gearbeitet, dafür aber weiterhin jeder 3. Beamter, Invalide, Blinder .... sein darf ???

Unfassbar !

Re: Eine Domina im Völkerkerker, die preußische Finanzdisziplin aufzwingt und damit den Frieden aufs Spiel setzt: Nach Griechenland hat der Merkel-Hass auch Italien erreicht.

zur durchsetzung des internationalen sozialismus!

wir brauchen daher eine vergemeinsamung der schulden, damit wir solidarisch und gemeinsam untergehen....

1 0

Re: Re: Eine Domina im Völkerkerker, die preußische Finanzdisziplin aufzwingt und damit den Frieden aufs Spiel setzt: Nach Griechenland hat der Merkel-Hass auch Italien erreicht.

Berlusconi & internationaler Sozialismus....da tübrt wohl die Ideologie ein klein wenig den Blick auf die Realität...

7 0

Nach Griechenland übt sich auch Italien im Merkel-Bashing. Auch angelsächsische Medien beschimpfen ihr deutsches Feindbild immer aggressiver.

gerade auch deshalb, sollte D. wie auch Ö. sich geordnet aus der wirren Zone zurückziehen, statt weiterhin und wohl für alle Zeiten den Dukatenesel spielen zu müssen !

Mal sehen wie zahm dann erst so manch Strolche werden !

Irgendwie erkennt man aber ohnehin bereits den Zerfall, auch wenn man dies nicht zugeben will oder darf.

2 4

Re: Nach Griechenland übt sich auch Italien im Merkel-Bashing. Auch angelsächsische Medien beschimpfen ihr deutsches Feindbild immer aggressiver.

Und dann?

Was ist mit den exportorientierten Unternehmen in Österreich?

Wie schützt sich Österreich dann vor Spekulanten?

Entkoppelt sich Österreich dann von der globalen Wirtschaft und wird eine Mondkolonie, in der Milch und Honig fließen?

Das ewige "Raus aus der EU Gekreische" ohne auch nur im geringsten eine Ahnung zu haben wie es dann weiter gehen könnte, ist noch immer einfach armselig.

1 0

Re: Re: Nach Griechenland übt sich auch Italien im Merkel-Bashing. Auch angelsächsische Medien beschimpfen ihr deutsches Feindbild immer aggressiver.

ich sage ja, wie sitzen dann auf 300.000.000 Staatsschulden und sind zu vereinfacht gesagt zu 50% von D, 10% von Italy und 20% von Osteuropa abhängig.

1 0

Austritt Österreichs aus €uro

ja und noch was, die 300.000.000 € Staatsschulden wären dann 3x so hoch, weil bei einem Austritt würden uns die US Ratingagenturen einen Ramschstatus zuweisen, ich schätze C+.bis B-

Re: Re: Nach Griechenland übt sich auch Italien im Merkel-Bashing. Auch angelsächsische Medien beschimpfen ihr deutsches Feindbild immer aggressiver.

Anubis oder Auzubi - glaubt der Auzubi dass es ohne dem Euro nicht geht ?
Es gin frueher besser - und vor allem billiger. Ein neuer Anfang der Oesterreich heisst und nicht Bruessel.
Sollen alle gleich Ihre Sparbuecher quittieren. Denn nur durch die Kontostaende wissen die Banken wieviel sie von den koennen. Ihr glaubt doch nicht im Ernst dass die Regierung keinen Einblick in die Konten hat. Wirklich nicht ?

0 0

Re: Anubis oder Auzubi - glaubt der Auzubi dass es ohne dem Euro nicht geht ?

bei denen ists wie in der Werbung; stete Widerholung reicht leider, um aus Plödsinn angebliche Wahrheiten schaffen zu wollen.

Vor dem Euro ging es nicht nur uns weit besser, die Wirtschaft war nicht schlechter ... allerdings kostete uns nicht ein aufgeblähter zusätzlicher Beamtenapparat (Brüssel/Strassburg) unzählige Mio welche in dunkle Kanäle fliessen, und dem eigenen Volk samt der kleinen und mittleren Wirtschaft blieben !!

Die Beiden scheinen ja zu jung zu sein um noch bspw einen Greissler ums Eck gekannt zu haben, der nicht nur seine eigene Familie versorgen konnte ...... !


1 0

Re: Re: Re: Nach Griechenland übt sich auch Italien im Merkel-Bashing. Auch angelsächsische Medien beschimpfen ihr deutsches Feindbild immer aggressiver.

Die Idee ist ja der obergeile Hammer, damit könnte sogar Österreich den Mikadostein anstossen, der den Kapitalismus in Europa, der eigentlich eine Kapitalmonarchie mit sowjetischem Pkanwirtschaftscharakter ist, den Rest geben. Bürgerinnen aller Welt vereinigt Euch, alles was ihr verlieren könnt sind die nicht gedeckten virtuellrn Sparguthaben auf den maroden Banken. Bitte nicht! Sowas ist derzeit Blödsinn.

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Re: damit könnte sogar Österreich den Mikadostein anstossen, der den Kapitalismus in Europa, der eigentlich eine Kapitalmonarchie mit sowjetischem Pkanwirtschaftscharakter ist, den Rest geben.

jaja, und die Welt ist eine Scheibe, würde man heute sogar noch behaupten, gäbe es da nicht Medien welche DIESE Verplödung nicht zulassen ;-)

Wer sich dafür interessiert weiss aber, dass besonders durch und wegen der EU kleine und mittlere Firmen wie lokale (Fischer, Greissler, Fleischer....) immer weniger werden und Konzerne dafür weil aus Fördermittel zusätzlich gesponserrt, immer grösser und mächtiger !

Eines Tages wird man auch hier zulande genmaipulierte Lebensmittel essen müssen, da es dann leider fast keine anderen Alternativen mehr gibt, und die wenigen dann nur der Elite vorbehalten sein wird.

Wacht auf Leute !!!!

Re: Re: Nach Griechenland übt sich auch Italien im Merkel-Bashing. Auch angelsächsische Medien beschimpfen ihr deutsches Feindbild immer aggressiver.

Ich sehe das ähnlich, ich bin auch gegen Totalopposition aber sehr wohl für harte Fragen und klare Standpunkte.

Re: Nach Griechenland übt sich auch Italien im Merkel-Bashing. Auch angelsächsische Medien beschimpfen ihr deutsches Feindbild immer aggressiver.

Der Zerfall ist deutlich zu sehen und auch zu spüren. Für den Rückzug von D und Ö gibt es neben dem "geordnet" noch ein zweites Zauberwort: Schnell!

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Re: Re: Nach Griechenland übt sich auch Italien im Merkel-Bashing. Auch angelsächsische Medien beschimpfen ihr deutsches Feindbild immer aggressiver.

Wie entkoppelt sich Österreich dann von der globalen Wirtschaft, wie überleben Österreichs exportorientierte Unternehmen, oder werden die Produktionen absiedeln?

Gibt es dafür von Ihnen Antworten, oder reicht Nein schreien bei Ihnen schon?

Re: Re: Re: Nach Griechenland übt sich auch Italien im Merkel-Bashing. Auch angelsächsische Medien beschimpfen ihr deutsches Feindbild immer aggressiver.


Seltsam,
fand ich doch schon vor 1995 in Neuseeland Produkte "made in Austria".

Gast: Analyst 829
08.08.2012 14:27
0 0

Schön langsam kapierten es die PIIGS, Deutschland kann jederzeit den Sack zumachen!

Der Euro brachte allen Staaten bis auf Deutschland sofort große zusätzliche Erträge über den Reservewährungsmarkt, wo der Franc, die Drachme, die Lira u. s. w. keine Rolle spielte.

Detuschland schenkte in den ersten Jahren des Euro etwa 10 Mrd. Reservewährungsgewinn (auf 1000 Mrd. fallen bei 2 % Inflation eben 20 Mrd. Gewinn an, für die man sich im Grunde nicht anstrengen muss, sondern sich nur mal angestrengt haben muss vorher) den andern Teilnehmern im Euroraum auf Kosten der Deutschen, die vorher allein die Reservewährungsgewinne aus der DM einstecken konnten.

Doch der Euro ist in Wahrheit so erfolgreich auf Grund seiner größeren Breite und seines großen Marktes mit vielen Einwohnern, die relativ im Durchschnitt viel Geld haben. Dadurch nahm der Euro dem US-Dollar etwa 20 % Weltmarktanteil am so profitablen Reservewährungsmarkt ab und hält derzeit bei etwa 30 % und damit verdient selbst Deutschland mehr als es je mit der relativ marktengen DM möglich gewesen wäre!

Nicht auszudenken, wie der Marktanteil am Rerservewährungsmarkt hochschnellen würde, wenn Russland der Eurozone beitreten würde oder gar später noch Indien.

Dadurch aber, dass die EZB für jeden Euro der raus geht den doppelten Wert in Pfandform (meist Immobilien) bekommt, ist jder Euro im Grunde mindestens doppelt soviel wert wie draufsteht! Können die Südländer ihre Schulden nicht bedienen, können die Deutschen den Sack auch zu machen und alles mit den eingesammelten Schuldscheinen zum Hälftewert kaufen!

zinsen

so lange zinsen nicht verboten sind, werden "geldbesitzer" lieber ihr geld arbeiten lassen als selber zu arbeiten. ohne zinsen kein spekulantentum, sondern direkten invest in unternehmen, in ideen und dadurch wirtschaftswachstum. probleme haben damit nur die börsen und die banken aber die haben uns in die jetzige situation gebracht.

halte durch, frau merkel!


Gast: Halbwissen
08.08.2012 14:04
2 2

Ein Austritt kostet Deutschland ca. 1000 Milliarden !

Wenn noch berücksichtigt wird das das BIP dadurch noch ordentlich sinkt, dann steigen die Staatsschulden auf über 150 Prozent vom BIP.
Dann ist Deutschland ungefähr so Pleite wie Japan.
Mit jedem Tag der aber noch gewartet wird steigt der Betrag erheblich.

Re: Ein Austritt kostet Deutschland ca. 1000 Milliarden !

Deutschland würde der Austritt sehr teuer zu stehen kommen, doch Ihre 1000 Milliarden sind übertrieben. Ich weiß nicht, woher Sie die Zahl nehmen. Ich kann mich nur dunkel daran erinnern, dass eine ähnlich übertriebene Zahl innerhalb der EU-Abgeordneten kursierte. Und die übertreiben gerne, steht doch ihr, auch durch uns finanziertes Luxusleben auf dem Spiel. Also machen sie Terror, damit die Leute, die nicht informiert sind, es mit der Angst bekommen. Doch wie schon gesagt, der Austritt würde natürlich sehr viel Geld kosten, aber soll der Zirkus noch lange so weitergehen?

4 0

Re: Und die übertreiben gerne, steht doch ihr, auch durch uns finanziertes Luxusleben auf dem Spiel. Also machen sie Terror, damit die Leute, die nicht informiert sind, es mit der Angst bekommen. Doch wie schon gesagt, der Austritt würde natürlich sehr viel Geld kosten, aber soll der Zirkus noch lange so weitergehen?

absolut richtig !

Denn nur mit Panikmache (da es sonst gar keine wirklichen Gründe gibt) versuchen sich sämtliche Schm. weiterhin mit aller Kraft, weiterhin gut bezahlt, am fürstlichen Leben erhalten zu lassen !

Alle Ländern, welche sich nicht in die Eurozone drängen liessen, kann man nur beglückwünschen, da sie den (kommen müssen und werdenden) Crash weit einfacher und vor allem billiger überstehen werden.

0 5

Re: Re: Und die übertreiben gerne, steht doch ihr, auch durch uns finanziertes Luxusleben auf dem Spiel. Also machen sie Terror, damit die Leute, die nicht informiert sind, es mit der Angst bekommen. Doch wie schon gesagt, der Austritt würde natürlich sehr viel Geld kosten, aber soll der Zirkus noch lange so weitergehen?

Leider sind Sie noch immer nicht im 20.JH angekommen. Ein Weg zurück unter die Käseglocke ist unmöglich. Die Weltwirtschaft und vor allem das Finanzwesen funktioniert in der Zwischenzeit global.

Was hat Österreich international agierenden Spekulanten entgegen zu setzen...eine "Mir san mir" Mentalität wird wohl nicht ganz ausreichen...

Wie werden die exportorientierten Unternehmen reagieren wenn Sie keinen freien Zugang mehr zum europäischen Binnenmarkt haben, oder werden sie ihre Produktionen absiedeln?

So lange diese Fragen nicht geklärt sind sit das ganze Austrittsgerede einfach nur sinnloses weil völlig unrealistisches Geschwafel...

Antworten Gast: Analyst 829
08.08.2012 14:34
2 3

Re: Ein Austritt kostet Deutschland ca. 1000 Milliarden !

Der Euro brachte Europa zusätzliche Einnahmen über den Reservewährungsmarkt von etwa 400 Mrd. Euro!

Genau diese 400 Mrd. Euro fehlen der FED in ihren Bilanzen, denn der US-Dollar wurde vom Euro immer mehr verdrängt und je 1000 verdrängter Milliarden verdient die EZB bei 2 % Inflation jährlich zusätzlich 20 Mrd. für Europa ohne eigentlich etwas zu exportieren! Allerdings geht das natürlich auf Kosten der FED, die z. B. schon den Auftrag gab (kling nach Verschwörung, ist aber in Wahrheit so) Saddam Hussein nach einem richterlichen Zauberspruch ermorden zu lassen, denn Saddam hatte es gewagt, einen Erlass anzukündigen, wonach iraktisches Erdöl fortan in Euro zu fakturieren sei.

Das hätte den Euro plötzlich auch noch zur Rohstoffwährung gemacht und niemand hätte mehr windige US-Dollar für die Ölrechnung zurückbehalten, wenn man auch in Euro zahlen kann, wo man weniger jährlich verliert als im US-Dollar!

Der US-Dollar kann nur mehr gegen Hehlerware, die die USA irgendwie nach Überfällen auf Ölstaaten erbeuten gegen wertvolles Erdöl eingetauscht werden, aber Ware aus den USA gibt es im Grunde keine mehr. Die USA sind nahezu komplett deindustriealisiert und daran ist nicht zuletzt der US-Dollar schuld, denn gegen Druckmaschinen, die ungedeckte US-Dollar hervorbringen wie jene der FED, ist jede noch so effiziente Produktionsstätte, die echte Waren und nicht betrügerische ungedeckte Geldscheine produziert, absolut machtlos.

Die Eurozone muss erweitert werden nicht schrumpfen!

Re: Re: Ein Austritt kostet Deutschland ca. 1000 Milliarden !

Sie nehmen offensichtlich die falschen Medikamente! Eurozone erweitern, das darf doch nicht wahr sein! Suchen sie sich Hilfe!

0 6

Re: Re: Re: Ein Austritt kostet Deutschland ca. 1000 Milliarden !

Haben Sie in der Sache inhaltlich auch etwas dagegen zu sagen?

Antworten Antworten Antworten Gast: Analyst 829
08.08.2012 15:43
1 1

Re: Re: Re: Ein Austritt kostet Deutschland ca. 1000 Milliarden !

Ich zitiere sie selbst Herr Admiral: "Kotzen und nicht kleckern!" So gewinnt man!

Nichts fürchtet der Feind mehr als, dass sich Europa einig ist! Gemeinsam sind wir Europäer verdammt stark! Eben stärker als die ganze restliche Welt zusammen - eben ein unschlagbarer Gegner.

Nichts fürchtet die betrügerische FED, die nur noch ungedeckte US-Dollar in aller Welt verteilt, als dass die Eurozone bis nach Asien erweitert wird. Mit dem Beitritt Russlands in die Eurozone ist es mit dem US-Dollar endgültig vorbei.

Wer hält noch windige US-Dollar, für die Ölrechnung, wenn Rohstoffe in Euro über Russland abgerechnet werden.

Die Russen wollen die Weltherrschaft im Rohstoffbereich, die Deutschen am Geldmarkt.

Wir Europäer können alles haben. Und das auf Kosten der betrügerischen USA!

Die Italiener haben es gerade nötig,

die Nazikeule zu schwingen. Und von Krieg faseln sie auch noch? Das schlägt ja wohl dem Fass den Boden aus! Spätestens jetzt MUSS doch auch der letzte Träumer erkennen, dass Europa und der Euro gescheitert sind. Und Punkt! Da gibt es nichts zu beschönigen und nichts mehr zu retten - aus Maus! Man kann in das Fass ohne Boden jede Menge Wasser schütten, es wird nie voll werden und das Wasser ist verloren. Frau Merkel, lassen sie sich das nicht gefallen! Retten sie Deutschland (und die anderen Nettozahler). Es ist an der Zeit für ein deutliches "Geht's alle sch..." aus Berlin! Und Schluss mit der EU. Es reicht endgültig!

Antworten Gast: DI
08.08.2012 14:13
9 0

Re: Die Italiener haben es gerade nötig,

Stimmt ein weiterer Aspekt, EU und Euro als Friedensprojekte und daneben solche Äußerungen, Vorwürfe zeigen, was man davon halten kann.

Macht endlich Schluss mit diesem Euro!

Eine gemeinsame Währung setzt eine gemeinsame Mentalität voraus und die gibt es in Europa nicht.

Der Euro kann daher nicht funktionieren.

1 0

"Die EZB hat die Situation verschlimmert"

Euro-Problemstaaten verschulden sich durch EZB-Ankündigung immer kürzer. Dadurch türmt sich ein gefährlicher Refinanzierungsberg auf.

http://bit.ly/OQd7N8

Jetzt wird's langsam Zeit.....

...... das Deutschland aus dem EURO-Raum ausscheidet. Dann können die "Südstaaten" bestimmen wie es weitergehen sollte/kann und nicht mehr nur Forderungen stellen. Dann können sie versuchen, ihren Staatshaushalt in Ordnung zu bringen.

Nur immer wieder Geld geben nutzt nichts.

Man kann einen Kadaver nicht immer und ewig an die Herz-Lungenmaschine hängen.

Wo liegt das Problem wenn Griechenland aus dem Euro-Raum ausscheidet. Von 27 EU-Ländern sind 10 nicht im EURO-Raum vertreten. Und denen geht es ja gar nicht so schlecht -siehe z.B. Schweden oder Dänemark.

Schlecht gehts nur den EURO-Südländern.

Ist das nicht bezeichnend ?


Re: Jetzt wird's langsam Zeit.....

In Großbritannien kriselt es aber genauso, ohne Euro.

Esst mehr Oliven

und alles wird gut! mfg

Gast: heino ist gut
08.08.2012 12:58
5 0

Immer wieder, immer wieder...

Wer sagt das- die Bevoelkerung oder Politiker und Medien, die sich etwas politisches Kleingeld rausholen wollen? Ich kenne einige Italiener, Briten und Amerikaner die Merkl's Politik sehr schaetzen. Auch die sind sich bewusst, dass sich Schulden mit neuen Schulden nicht (mehr) gut bekaempfen lassen. Nur eben die Politiker schieben die Schuld auf andere Laender um von ihrem eigenen Versagen abzulenken. Macht man ja in Oesterreich genauso: Laut unseren Konservativen und Co sind es ja die faulen Suedlaender die uns in den Abgrund ziehen und wir die ach so fleissigen....und die Medien machen eifrig mit (weil sich solche Stories halt immer gut verkaufen).

Lasst euch bloss nicht aufhetzen (aber wenn ich mir die Forenkommentare so ansehe, sind schon viele bereits aufgehetzt)....

Petition für eine Europäische Verfassung der Bürger

Bitte jetzt für eine Europäische Verfassung der Bürger und Bürgerinnen unterzeichnen:

http://www.avaaz.org/de/petition/For_a_European_Constitution_for_and_of_the_European_Citizens_Fur_eine_Europaische_Verfassung_der_Burger/

Antworten Gast: maxx
08.08.2012 14:17
2 0

Re: Petition für eine Europäische Verfassung der Bürger

eine Petition für noch mehr EU ? Meinen Sie das wirklich ernst ?

Da können Sie ja gleich für eine Petition zur kompletten Abschaffung der Demokratie + Errichtung einer europäischen Zentralregierung Werbung machen.

Sonst geht es ihnen gut?

Ich unterzeichne jederzeit für einen Austritt aus der EU! Schluss mit diesem Wahnsinn!

Geschichte willkürlich zurecht gebogen...

Sicher kann man die Sache so sehen wie jetzt die Griechen und Italiener, um nicht über eigene Fehler in der Vergangenheit nachdenken zu müssen! Nur stimmt´s halt leider vorne und hinten nicht...

Keineswegs haben sich die Deutschen ihre Wiedervereinigung von Europa "finanzieren" lassen. Wer außer sie selbst hätte diese Riesensummen für den "Aufbau Ost" bereit stellen können? Der Euro sollte, lt. Helmut Kohl, erst dann eingeführt werden, wenn die EU-Mitglieder ein weitgehend harmonisiertes Steuersystem zustande gebracht haben. Es war Francois Mitterand, der sein "Ja" zur deutschen Wiedervereinigung mit der Einführung der gemeinsamen Währung bereits zu diesem Zeitpunkt verband. Auf diese Weise sollte verhindert werden, daß die BRD mit ihrer starken D-Mark die anderen EU-Staaten dominiert.

Auf keinen Fall kann man die EU heute noch vollmundig als "Friedensprojekt" bezeichnen. Da genügt oft schon der kleinste Anlaß und schnell gräbt man in der historischen Mottenkiste vordergründigste Vorurteile aus. Besonders die Briten legten sich diesbezüglich noch nie besondere Zurückhaltung auf. Wen also heute ein britischen Blatt Angelika Merkel als "gefährlichstes Staatsoberhaupt seit Hitler" bezeichnet, dann kann man sich vorstellen, in welchen wüsten Kategorien heute Politiker und publizistische "Meinungsmacher" denken.

Wie man die eigenen Fehler, die zur aktuellen desaströsen Situation führten, baldigst beheben könnte, darüber wird wohl wesentlich weniger geistiger Aufwand betrieben!

 
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