25.05.2013 22:31 Merkliste 0

Jeremy Rifkin: "Der Ölpreis wird nie wieder sinken"

02.09.2012 | 18:23 |  von Jeannine Hierländer (Die Presse)

Der US-Ökonom Jeremy Rifkin träumt von einem Europa als Hort der Lebensqualität und von einer Welt ohne fossile Brennstoffe.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Presse: Sie gelten seit Ihrem Bestseller „Der europäische Traum“ als einer der größten Fans Europas. Ist das immer noch so?

Jeremy Rifkin: Ja, absolut. Alle Fragen mich, was aus dem europäischen Traum wurde. Er ist immer noch da! Ein Traum ist eine Vision, es ist das, was die Menschen sein wollen.

 

Was ist für Sie das Spezielle an der „europäischen Vision“, die Sie sehen?

Der amerikanische Traum ist die Betonung der Möglichkeiten des Einzelnen, harte Arbeit, eine gute Ausbildung, persönlicher Erfolg, in der Regel gemessen am Materiellen. Der europäische Traum ist Lebensqualität. Meiner Meinung nach basiert der amerikanische Traum auf einem falschen Verständnis, dem reinen Modell des Marktes. Der europäische Traum basiert auf der sozialen Marktwirtschaft. In der europäischen Auffassung ist der Markt essenziell, aber allein nicht ausreichend. Er ist ein Instrument, um Lebensqualität zu ermöglichen.

Das haben sich viele gedacht, aber jetzt steckt Europa in der Krise. Wie kann man Ihre Vision retten?

Ich habe mich in den letzten Monaten oft mit Staats- und Regierungschefs und mit Vertretern der EU-Kommission getroffen. Wir haben uns gefragt, wie es jetzt weitergehen soll. Es ist klar, dass Sparen allein nicht genug ist, um den europäischen Traum voranzutreiben. Es muss mit Prinzipien verbunden sein. Die soziale Marktwirtschaft darf nicht unterminiert werden.

Klingt alles gut. Aber die europäischen Staaten können sich das nicht mehr leisten, weil sie in ihren Schulden ertrinken. Die Lebensqualität wurde offenbar teilweise auf Pump gekauft.

Das ist Unsinn. Das Weltwirtschaftsforum erstellt regelmäßig ein Ranking der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt. Unter den Spitzenreitern finden sich jedes Jahr die skandinavischen Länder. Sie haben die höchsten Steuerquoten und die meisten öffentlichen Leistungen. Wir brauchen jetzt ein neues Paradigma, eine neue Infrastruktur, damit neue Jobs entstehen können, die die Leistungen finanzieren. Das muss für die Industrieländer genauso wie für die Schwellen- und Entwicklungsländer gelten.

Was müssen wir konkret tun?

Wir müssen vom Kohlenstoff wegkommen. Die Preise für Treibstoffe, die die Zivilisation am Laufen halten, steigen. Der Klimawandel als Folge von CO2-Emissionen wirkt sich auf die Landwirtschaft und die Infrastruktur aus. Wir müssen einen Fahrplan entwerfen, wie wir den Wohlstand in Europa erhalten können. Die zweite industrielle Revolution stirbt gerade. Und zwar überall auf der Welt: in China, den USA, Europa. Wir erleben die dritte industrielle Revolution, wir müssen ganz auf erneuerbare Energien umstellen.

Noch sind erneuerbare Energien aber zu teuer, um sie in der Breite zu nützen.

Das ist nicht wahr. Die dritte industrielle Revolution basiert darauf, erneuerbare Energien und das Internet zu verschmelzen. Zwei Milliarden Menschen schicken ihre Videos und Textnachrichten um die Welt. In Zukunft muss jedes einzelne Haus ein Kraftwerk werden, in dem die Menschen erneuerbare Energie erzeugen und dann verteilen können. Die EU hat sich verpflichtet, den Anteil erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen. Deutschland hat dieses Ziel bereits im Vorjahr erreicht und das Ziel auf 45 Prozent erhöht. Die Preise für fossile Brennstoffe werden nie wieder sinken.

 

Der Preis für Erdöl ist heute niedriger als auf seinem Hoch 2008.

Der einzige Grund, warum der Ölpreis gesunken ist, ist, dass die Wirtschaft 2009 stehen geblieben ist. 2008 lag er bei 147 Dollar pro Barrel. Als die Wirtschaft wieder anzog, stieg auch der Ölpreis. Die Unternehmen gaben das an die Konsumenten weiter, die Konsumenten hörten auf zu kaufen. Zuletzt lag der Ölpreis bei 116 Dollar, und Obama hat angekündigt, die strategischen Reserven anzuzapfen. Fossile Brennstoffe werden nur noch teurer. Erneuerbare Energien werden günstiger. Sie folgen derselben Kostenkurve wie Computer oder auch Handys. Bereits jetzt produzieren Millionen Menschen ihre eigene Energie, in 25 Jahren werden es hunderte Millionen sein.

Sie haben vorhin die skandinavischen Länder als positive Beispiele erwähnt. In Europa gibt es aber auch Länder wie Griechenland, Portugal, Spanien, wo die Situation immer schlimmer wird.

Spanien hatte einen Plan, der die dritte industrielle Revolution als Basis hatte. Er ist an der Immobilienblase gescheitert. Griechenland ist ein Ausreißer. Ich habe Papandreou beraten (ehemaliger griechischer Ministerpräsident, Anm.). Sein Problem war, dass er bei seinem Amtsantritt ein absolutes Chaos geerbt hat. Die Menschen zahlten keine Steuern, es gab viel zu viele Beamte. Trotzdem: Alle diese Länder sind vom Öl abhängig, das ist es, was die Zivilisation am Laufen hält. Alles hat mit Energie zu tun. Für die ganze EU und auch für Osteuropa gilt das Gleiche: Wenn man sich an einem alten, industriellen Modell orientiert, kann man nicht wachsen. Die Mission für die EU ist, das Flaggschiff für dieses Paradigma zu sein.

Zur Person

Jeremy Rifkin (67) ist ein US-amerikanischer Ökonom und Gründer sowie Leiter der „Foundation on Economic Trends“ in Washington. Er berät zahlreiche Regierungen und die EU-Kommission, seine Bücher sind regelmäßig Bestseller. Wie zum Beispiel „Der europäische Traum“, in dem er Europa 2004 als „Vorbild für die Welt“ beschrieb. 1995 verhieß er „Das Ende der Arbeit“, in seinem jüngsten Buch erklärt er „Die dritte industrielle Revolution“. Das „Time Magazine“ kürte ihn 1989 zum „meistgehassten Mann der Wissenschaft“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.09.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

92 Kommentare
 
12 3
Gast: biersauer
04.09.2012 03:58
0 0

Entgegen der quakenden Rotstrichler,..

geht es in aller Welt auch anders:

http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1073089
http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1073057
denn Elektroschiffe fahren um die Welt, schon seit über 100Jahren fahrten die seetüchtigen -Boote elektrisch und das XXII - Uboot konnte elektrisch unterwasser 16Knoten langzeitig erreichen.
Heute fährt die "Solarwave" völlig mittels Solarstrom um den Globus.
In Salzburg beginnt der Lokalbusbetrieb mittels Lithiumbatterien auf den Gaisberg.

Den schwachen Euro und die Inflation spüren wir ...


...zuerst an der Tankstelle.

Gast: Sekundant
03.09.2012 17:01
2 1

"Der Ölpreis wird nie wieder unter 140$ sinken...

hieß es vor 4 Jahren. Inzwischen war er mal bis auf 70$ gesunken. Einfach nicht hinhören auf dieses akademische Gesülze. Die ganzen Zahlen über die Welt-Ölvorräte sind erstunken und erlogen, nur um den Ölpreis raufzutreiben. Nichtsdestotrotz wäre mir lieber, wir hätten billigere Energiequellen als die fossilen damit wir endlich unabhängig wären von diesem erpresserischen Pack.

Wieviele Tonnen

kann ein Solarflugzeug,

ein Elektro-Motorboot

oder ein Elektro-Auto transportieren,Mister Rifkin?


Re: Wieviele Tonnen

Meine Antwort drauf:

http://www.heise.de/tr/artikel/Fahrstuhl-fuer-die-Strasse-1545950.html

http://www.heise.de/tr/artikel/Literweise-Strom-1418589.html

http://www.heise.de/tr/artikel/Smarter-aufladen-1385864.html

http://www.heise.de/tr/artikel/Fliegen-mit-Teamgeist-1648119.html

Das sind nur ein paar Artikel, zum gustieren, was auf uns zukommt.

jetzt kommt meine Antwort:

Das Flugsystem kann unendlich viele Tonnen unendlich weit transportieren, die elektomobile unendlich weit mit hoher Geschwindigkeit unfallfrei fahren.

Und glauben sie nicht, dass das alles Zukunfsmusik ist. Die Voraussetzungen sind da, die CarSharing-Angebote deuten darauf hin, dass die Kunden bereit dafür sind und in 2 Jahren wird Google das erste Serienmäßige selbstfahrende Auto vorstellen.

Warum sollte das nicht durch Induktion geladen werden?

Nur weil irgendwelche Hersteller ihnen noch nie ein Prospekt gezeigt hat, heißt das nicht, dass selbstfahrende Stapler in der Molkerei ums Eck elektrisch Fahren und bei Bedarf zur Ladestation kommen.
Die Brauchen keine Menschen mehr und kein Öl. Öl wäre viel zu aufwendig und würde in einer Halle nicht funktionieren.

Nur weil sie noch keine neuen Mobilitätskonzepte sehen, heißt das nicht, dass andere Länder die bereits umsetzen, zb Dänemark


0 0

Re: Re: Wieviele Tonnen

Ohne (Schmier)öl fährt auch der E-Stapler keinen Meter weit.

Re: Re: Re: Wieviele Tonnen

Keramik-Lager brauchen keine Schmierung mehr.

Außerdem kann das Öl auch pflanzlich sein. Bei Holzarbeiten im Wald ist das sogar schon vorgeschrieben.

Viele Teile werden derzeit noch mit Reibungsverlusten und Schmiernotwendigkeit gebaut, weils so üblich ist.

Schon langsam kommt auch die Zeit, wo Mangelschmierung ein Thema wird. Warum? Weil die Wartungszeit so teuer ist. Also eher das Teil, das keine Wartung braucht.

Noch eine Frage:
Wie oft mußte man einen Stapler früher schmieren,1x,2x am Tag. Wie oft jetzt? 1x die Woche ein zwei Teile, der Rest passiert bei der jährlichen Wartung.

Und warten sies ab, die Entwicklung geht noch viel weiter:
Reibungslose Lager, Keramiken, teilweise Supraleiter, oder manchmal vollständiger Ersatz durch Elektonik (zB driveByWire)

Re: Wieviele Tonnen

Rot STRICHELN ist kein Argument,grüne Komiker!

Bitte um Antwort!

Gast: Schuldbeobachter
03.09.2012 14:35
1 1

Ganzlinker Halboekonom

UNd nur mit Staats und Regierungschefs beinander. Besonders dem Papandreo.... So ein toller!

Gast: porto5
03.09.2012 14:26
4 2

Was müssen wir konkret tun?

Na zuerst einmal alles, um die Zahl der Menschen auf dieser Erde nicht weiter eponentiell ansteigen zu lassen. Von dem eigentlich notwendigen drastischen Bevölkerungsrückgang wagt ja niemand mehr auch nur zu träumen.

Re: Was müssen wir konkret tun? Genau das!

Danke, daß ich mich nicht schon wieder wiederholen muß!

2 0

"Sie haben die höchsten Steuerquoten und die meisten öffentlichen Leistungen."

...das ist es: die steuern müssen bezahlt werden - sonst funktioniert es nicht ;-)

Gast: Halbwissen
03.09.2012 11:40
3 0

Angebot umd Nachfrage bestimmen den Preis !

Mir war nicht klar das sich da was geändert hat.


11 1

Als Wirtschaftsprofessor hat er recht, aber beim technischen Problem "Energieversorgung" liefert auch er nur irreale Träume!

Es hat sich eingebürgert, Techniker von der Diskussion der zukünftigen Energieversorgung strikt fernzuhalten. Die sagen ja immer etwas anderes als die veröffentlichte Meinung, weshalb sie von den Grünen auch als "Fachidioten", auf die man nicht hören darf, beschimpft werden.

Trotzdem ist die Wahrheit, dass Strom, von dem man nicht weiß, wann wieviel davon kommt, für den Netzbetrieb völlig wertlos ist. Wegen Wind- und Sonnenenergie kann man keinen Dampfkessel zurückfahren und schon gar kein Wärmekraftwerk einsparen. Kein Energieversorger würde Strom aus Wind und Sonne kaufen, wenn er nicht gesetzlich dazu gezwungen wäre. Es gibt auch keinerlei Berichte, dass die vielen Windräder, die inzwischen die Landschaft verschandeln, irgendwo zur Ersparnis von fossilem Brennstoff geführt hätten. Diese Anlagen werden ja nur unter Ausschaltung der Vernunft aus ideologischen Gründen gebaut!

Ständig wird auch verschwiegen, dass der größte Energiebedarf nicht in Form von Strom, sondern als Wärme besteht, was Wind und Sonne niemals abdecken können. Schon deshalb ist die "Energiewende" und Rifkins "dritte industrielle Revolution" nichts anderes als eine realitätsferne Fata Morgana!

Re: Als Wirtschaftsprofessor hat er recht, aber beim technischen Problem "Energieversorgung" liefert auch er nur irreale Träume!

Zu ihrer Meinung über Dampfkessel.
Bei den Dampfkesseln kann man nur bedingt steuern, wann er zur Verfügung steht. Daher haben Kohle und Atomkraftwerke genau das gleiche Problem wie Wind und Solar.
Die einzigen technische Lösungen sind: Gaskraftwerke und Pumpspeichersysteme. Wobei zweitere viel leichter zu bauen und billiger wären.

Zu den Energieversorger die keinen Strom kaufen:
Es gibt Energieversorger die nur mehr mit Stolar, Wind und Wasser auskommen. Außerdem sind sie um einiges billiger: Ihr Trick, sie haben eine moderne Netzwerkstruktur, die Ausgleichsschwankungen leicht fangen kann.
Zur Info: Die großen Versorger in D fürchten sich vor Deserttec, weil die neue Struktur schon alleine durch die geringeren Netzwerkverluste die Gesamtkosten der Netzstruktur finanzieren wird. Siemens spielt dann innerhalb von wenigen Jahren die alteingesessenen Konzerne wie RWE ohne Förderung! einfach an die Wand.

Und das mit der Wärme ist falsch: Auf Wikipedia wird darauf hingewiesen, dass die Sonnen-Einstrahlung den 10000-fachen unseres Verbrauchs beträgt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenenergie#Potenzial_der_Sonnenenergie
Eine eher unterdurchschnittliche Solaranlage hat einen Wirkungsgrad von 16%. Das geht sich dann locker aus!

PS:
Und offensichtlich haben sie nach ihrem fehlerhaften Post, noch immer nicht ihre Meinung reflektiert:
http://diepresse.com/home/panorama/klimawandel/1270428/EControlChef-Boltz-fuer-Stopp-der-Energiewende?parentid=2769507#kommentar2769507

Re: Re: Als Wirtschaftsprofessor hat er recht, aber beim technischen Problem "Energieversorgung" liefert auch er nur irreale Träume!

@jordi.laforge:
Große Dampfkessel brauchen Stunden um ihre Temperatur zu ändern. Um beim Ausfall von Windstrom einsatzbereit zu sein, müssen sie ständig auf Betriebstemperatur gehalten, d.h. beheizt werden.
Wind und Solar haben keineswegs das gleiche Problem wie thermische Kraftwerke. Da sich der Energieinhalt des Windes mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit ändert, gibt es dort enorme Schwankungen. Deshalb müssen Dampfkessel jederzeit bereit sein, die Energielieferung zu übernehmen. Vollast liefern Windräder nur an wenigen Tagen im Monat, aber wochenlang sind die Stromlieferungen
nur unbedeutend. Ihr Problem ist daher, dass sie die meiste Zeit unnütz sind, während Wärmekraftwerke das Problem haben, dass sie jederzeit fähig sein müssen, Vollast zu liefern.

Gasturbinen können natürlich schnell anlaufen. Da ihre Abgase aber immer noch ca. 1000 °C heiß sind, gibt es für den Netzbetrieb nur GuD-Kraftwerke, die diese Abwärme zur Dampferzeugung nutzen. Auch dort gibt es also träge Dampfkessel.

Alle österreichischen Pumpspeicherwerke zusammen können etwa 3 % des Durchschnittsstromverbrauchs liefern. Das ist viel weniger als man brauchen würde. Die TIWAG hat heuer im März angekündigt, ein neues Pumpspeicherwerk bauen zu wollen. Die Proteste waren so wütend, dass das Vorhaben aufgegeben werden musste. Von dort ist also nichts zu erwarten.

Energieversorger nutzen die Möglichkeit, Subventionen zu kassieren und arbeiten daher auch mit nutzlosem Naturstrom.

Re: Re: Re: Als Wirtschaftsprofessor hat er recht, aber beim technischen Problem "Energieversorgung" liefert auch er nur irreale Träume!

@jordi.laforge, Fortsetzung:

Sonnenenergieanlagen liefern in unseren Breiten so viel Strom, als ob sie ein Zehntel der Zeit mit Volllast arbeiten würden. Das ist extrem ineffizient, weshalb sich davon eigentlich niemand einen besonderen Beitrag zur Energieversorgung vorstellen kann. Wirkungsgrad und die gesamte von der Sonne zu uns gesandte Energie sind hier nebensächlich.

Desertec ist eine interessante Versuchsanlage, von der zur Zeit noch niemand sagen kann, ob sich das rentiert. Ein Problem wird wohl sein, wie man die riesige Hohlspiegelanlage nach den häufigen Sandstürmen wieder sauber bekommen kann. Auch sind HGÜ-Leitungen nur für große Entfernungen sinnvoll, weil sowohl beim Einspeisen als auch beim Entnehmen mehrfache Energieumwandlungen nötig sind und die dabei auftretenden Verluste nur bei sehr langen Übertragungswegen durch kleinere Leitungsverluste kompensiert werden können. Strom, der von Desertec z. B. nach Deutschland kommt, würde ein Energieumwandlungswerk in Deutschland voraussetzen, von dem ausgehend ein Verteilernetz über das ganze Land errichtet werden müsste. Ob das leistbar und auch gegen den Widerstand der Bevölkerung durchsetzbar wäre, muss sich erst erweisen.


Re: Re: Re: Re: Als Wirtschaftsprofessor hat er recht, aber beim technischen Problem "Energieversorgung" liefert auch er nur irreale Träume!

Die wirtschaftlichkeit von Desertec ist gar kein Thema mehr.

Das einzige Problem, das noch besteht ist die Politik, die Landesbetreiber besitzt.

Außerdem, warum kommen sie immer mit den derzeitigen Zahlen für Speicherkraftwerke der EVN.

Ich habe ihnen schon vorgerechnet, dass der größte norwegische Speicher Deutschland 10 Jahre lang versorgen kann. Da darf in ganz D 10 Jahre lang nicht die Sonne scheinen und nie ein Lüftchen gehen.
2 Probleme: Statt 4 Turbinen müßten mehr als 20 laufen, und die regionalen Versorger müßten ihre ineffizienten Netze aufgeben.

Zur HGÜ:
Sie sollen hier keine unbelegbaren Falschmeldungen hinschreiben. Zuerst Lesen! http://www.heise.de/tr/artikel/Bitte-umschalten-1648130.html
Im erweiterten Artikel kommt auch vor, warum man eine HGÜ leichter bauen kann, als eine konventionelle Leitung.

Und noch zu den Gaskraftwerken:
Falsch! was sie da schreiben. Eine moderne Kraftwerksanlage ist von 0 (Frisches Kühlmittel wurde eingefüllt) auf 100 in 4 Stunden und kann eine Woche ohne Probleme im Standby bleiben um dann in 20 Minuten Vollast zu bringen.

2 Probleme: Die Energieversorger haben die Infrastrukur vernachlässigt und keine modernen Anlagen gebaut, und mit stehenden Gaskraftwerken, kann man kein Geld verdienen. Na und.

Ich meine auch, daß das Periskop besser geputzt werden muß!

Dem fehlt auch der visionäre Durch- und Weitblick!!

Daß man das Stromnetz auch durch intelligent gesteuerten Verbrauch viel besser nützen und stabilisieren könnte, kommt ihm überhaupt nicht in den Sinn!

Genauso geht immer noch viele "Abwärme" ungenützt verloren. Hier wäre ein intelligenter Wärmeverbund gefragt, der natürlich auch Solarwärme inkludiert. Uswusw....

Re: Ich meine auch, daß das Periskop besser geputzt werden muß!

@Dr. Gernot Stöckl:
Das ist die typische landläufige Stellungnahme, wie sie nur durch die Abwesenheit von technischen Kenntnissen zustande kommen kann!

Re: Re: Ich meine auch, daß das Periskop besser geputzt werden muß!

Hier antwortet seine Präpotenz, der Techniker, der natürlich alles bestens im Griff hat !!!

Re: Re: Als Wirtschaftsprofessor hat er recht, aber beim technischen Problem "Energieversorgung" liefert auch er nur irreale Träume!

Nehmens endlich Ihren grünen Visor ab

und versuchen s das Gehirn zu aktivieren!

Re: Als Wirtschaftsprofessor hat er recht, aber beim technischen Problem "Energieversorgung" liefert auch er nur irreale Träume!

Und kein LKW,Schiff oder Flugzeug kann ökonomisch mit Strom betrieben werden!

So ist das Leben eines Technikers.

Über die Energieversorgung Deutschlands entscheiden Theologen, über die Machbarkeit amerikanische Wirtchaftswissenschaftler, und der Techniker darf sich dann anhören, daß er "in den letzten 20 Jahren nichts weitergebracht" hätte.

Firmenintern ist es aber leider meist ähnlich: Marketing und Vertrieb entscheiden, was zu welchem Preis technisch möglich zu sein habe, und der Techniker darf die absurden Spezifikationen dann ausbügeln.

Re: So ist das Leben eines Technikers.

Aber aber, woher soll den schon so ein dummer Techniker wissen was so alles möglich ist! Und außerdem fehlt doch außerdem ausnahmslos allen Technikern jegliches Verständnis von Zusammenhängen und Wirtschaft.Das sieht man schon allein daran, dass die Techniker so blöd sind, und sich bei mindest gleich umfangreicher Ausbildung viel billiger abspeisen lassen, als jemand der eine fundierte kaufmännische Ausbildung genossen hat. Man braucht sich ja nur einmal ansehen, wohin uns diese Techniker gebracht haben. Alle Fortschritte der letzten paar Hundert Jahre wurden doch von Bankern erfunden! Ich plädiere dafür, endlich jegliche technische Ausbildung abzuschaffen. Ich werde jetzt meine technische Ausbildung einmal an den Nagel hängen und mir eine kaufmännisch-juristische Weiterbildung angedeihen lassen. Sollte ich vielleicht mein technisches Wissen für später ein wenig frisch halten - man weiß ja nie - vielleicht braucht man sie ja wieder einmal!

 
12 3

Politiker: So schlecht sind sie dann auch wieder nicht

Die Politik fühlte sich in den vergangenen Jahren von den Medien oft ungerecht behandelt. Eine Betrachtung über die Politik(er)verdrossenheit.

  • Leitartikel von RAINER NOWAK Werner Faymann hätte da einen Vorschlag

    Man muss die Forderungen feiern, wie sie fallen. Die SPÖ zieht mit der Bankensteuer in den Wahlkampf. Dabei zeigt sich die schwierige Unterscheidung zwischen parteipolitisch gut - und politisch gut.
    von Leitartikel von RAINER NOWAK

  • AWA
    1001 Nacht ohne Finalaba

    Da spielte erstmals seit Bestehen der Champions League mit David Alaba auch ein Österreicher im Finale mit (was manchen schon genügte, um die Zeile „Wir sind Finale“ zu schreiben) – und der ORF konnte das nicht zeigen.
    von AWA



Hypo-Schulden: Faymann bittet die Banken zur Kassa

Der Kanzler will die Bankenabgabe verlängern und mit den Einnahmen Haftungen in Milliardenhöhe tilgen. Die ÖVP ist irritiert.



"Dancing Stars"-Finale beschert ORF Rekord-Quoten

Nicht nur für Skirennläufer Rainer Schönfelder war "Dancing Star 2013" ein voller Erfolg. Der ORF freut sich über Rekord-Quoten.



45-jährige Kärntnerin Opfer versuchter Vergewaltigung

Die versuchte Vergewaltigung ereignete sich in der Gemeinde Arnoldstein. Die Polizei fahndet nach einem korpulenten etwa 1,75 Meter großen Mann.



Bunte Würfel helfen dem Gehirn

Wiener Schüler haben mit »Neurocubes 3D« eine Software entwickelt, die spielerisch das räumliche Vorstellungsvermögen verbessert.



Roberto Cavalli: Der Modemacher als Therapeut

Das Ehepaar Roberto und Eva Cavalli erklärt im Interview das Konzept der Mode-Positività und warnt vor der Mühsal harter Dschungelkämpfe.



Werde alt, werde glücklich

Wer zwischen 50 und 60 noch einmal durchstartet, hat gute Chancen, ein „zufriedener Alter“ zu werden. Das mag anstrengend sein. Aber es lohnt sich.