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Parkpickerl: Wenn das Wiener Rathaus Briefe schreibt

03.09.2012 | 20:06 |  MARTIN STUHLPFARRER (Die Presse)

Die VP wurde per Brief verständigt, dass ihre Volksbefragung abgelehnt wird – Vassilakou schreibt dem Arbö, der daraufhin bei der Parkpickerl-Kommission wieder an Bord ist.

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Lange hat die Wiener VP warten müssen, am Montagabend war es dann soweit: „Wir haben von der MA 62 (Rechtsangelegenheiten, Anm.) offiziell den Bescheid bekommen, dass unserem Antrag auf Durchführung einer Volksbefragung zur Einführung weiterer Kurzparkzonen nicht Folge geleistet wird", erklärte ein enttäuschter VP-Chef Manfred Juraczka. Zwar hat die VP genügend Unterschriften für die Abhaltung einer Volksbefragung („Sollen in Wien weitere Kurzparkzonen eingeführt werden?") gesammelt, um die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf fünf Bezirke jenseits des Gürtels zu stoppen, doch der Magistrat ist der Meinung: Diese Fragestellung bezieht sich auf Gebühren bzw. behördliche Angelegenheiten. Diese dürfen laut Stadtverfassung nicht abgefragt werden. In anderen Worten: Der Magistrat lässt die VP-Volksbefragung wegen rechtlicher Bedenken nicht zu.

„Wir werden den Kampf für mehr Mitbestimmung in Wien weiter führen", kündigte Juraczka daraufhin an. Das bedeutet: Die VP wird den Bescheid innerhalb von zwei Wochen anfechten. Danach muss der Berufungssenat der Stadt Wien entscheiden, der dafür allerdings an keine Fristen gebunden ist.

Fällt die Entscheidung des Berufungssenats ebenfalls negativ für die VP aus (was derzeit anzunehmen ist), werde man vor Verwaltungs-, bzw. Verfassungsgerichtshof ziehen, kündigte Juraczka an.

Auch an einer zweiten Parkpickerl-Front gibt es Bewegung. Am Montag fand die erste Sitzung jenes Expertengremiums statt, welche ein völlig neues Konzept für die Parkraumbewirtschaftung in Wien entwickeln soll. Rund 30 Experten nahmen daran teil. Nach der Sitzung hieß es aus dem Verkehrsressort knapp: „Es war ein ergiebiger Tag mit spannenden Vorschlägen." Weitere Treffen sollen folgen, um die „Vielzahl von Vorschlägen und Ideen zusammenzuführen".

Bemerkenswert: Im Vorfeld hatte die rote Vorfeldorganisation Arbö erklärt: Nein, man werde nicht teilnehmen - Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou ignoriere die Arbö-Forderungen, und den Arbö überhaupt. Bei der Sitzung war dann plötzlich doch ein Arbö-Vertreter dabei. Allerdings erst, nachdem die SPÖ Schützenhilfe geleistet, und Vassilakou die Rute ins Fenster gestellt hatte: Ohne die Autofahrerklubs hätte die Entwicklung eines neuen Konzeptes keinen Sinn. Die Grünen mögen doch kompromissbereiter sein und die Autofahrerklubs ernst nehmen, lautete der rote Rüffel für die Grünen.
Das hat gewirkt. „Wir haben Vassilakou vor einem halben Jahr einen Brief zu der Arbeitsgruppe geschrieben, der ignoriert wurde. Dann haben wir einen zweiten geschrieben, der beantwortet wurde - deshalb nehmen wir an den Gesprächen teil", so Arbö-Landesgeschäftsführer Günther Schweizer zur „Presse".

Das eröffnet die Frage, wie viel Druck die SPÖ auf den Arbö ausgeübt hat, an den Gesprächen teilzunehmen. „Keinen", erklärt Schweizer: „Wir sind überparteilich." Falls bei den Gesprächen nichts weiter geht, steht aber wieder ein Arbö-Rückzug im Raum. Fix nicht dabei ist der ÖAMTC: „Wie sehen keinen Sinn in diesen Gesprächen", erklärt Chefjurist Martin Hoffer. Vassilakou habe alle ÖAMTC-Bedingungen für eine Teilnahme abgelehnt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.09.2012)

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80 Kommentare
 
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geschenk

was wohl die abzockfrau in grün als geschenk für ihre dreistigkeit und vor allem ihrem gehorsam von dem grooooßen mann in rot bekommen hat???

putzig das bild

mizzi macht männchen und zeigt dabei die krallen. brave mautzi, bekömmt dafür sicher ein leckerli vom katzenpfleger michi

Gast: mir reichts
05.09.2012 07:33
5 0

@grüner kaktus

zitat: wir grünen sind überall die mehrheit - zitat ende.

genau, 10 % sind eindeutig die mehrheit.

wundert sich jemand noch über das, was aus den schulen entlassen wird?

Packeleien soweit das Auge blicken kann ...

Wien: Rot und Grün darf ein wenig mitspielen ... wie sonst ist zu erklären, dass eine von Schwarz bzw. Blau initiierte Volksbefragung von der roten Rechtsabteilung als unzulässig erklärt wird, wie dass der (schwarze) ÖAMTC nicht, der (rote) ARBÖ nach roter Intervention sehr wohl mitspielen darf (muss), obwohl die Grünen lieber unter sich bleiben würden, um ihren griechischen Verkehrssalat fertigstellen zu können.

Kärnten: Blau will solange es geht alleine und möglichst unkontrolliert weiter regieren, nimmt bei erster Gelegenheit (Waldner!) den Schwarzen wichtige Ressorts weg. Weil die meisten anderen die Blauen nicht mögen fliegen hier viele Dinge auf, die möglicherweise auch woanders in Austria ihre Blüten treiben ...

NÖ: Schwarz hat hier sein Jagdrevier eingerichtet, in das andere nur dann hinein dürfen, wenn sie entsprechend untertänig dem Landeskaiser huldigen ...

Tirol: Schwarz mit dem Überdrüber-Gendarm, der allerdings mit weniger Format versucht dem NÖ-Landeskaiser nachzueifern ...

Und ich frage mich dann auch nicht mehr warum wir laufend mit Packeleien, Korruption, Intrigen, Dummheit, Selbstherrlichkeit und anderen Unschönheiten konfrontiert werden und warum für wichtigere Dinge als Parkpickerln kaum Zeit mehr bleibt.

Bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, Strategien für eine starke Position in der EU, zeitgemäßere Bildungsangebote, Förderung zukunftsweisender F&E-Schwerpunkte ...

DAS wären Themen, die man ganz "fad" ohne Packeleien verfolgen könnte!

Antworten Gast: Graf Kotzky
05.09.2012 12:56
0 0

Re: Packeleien soweit das Auge blicken kann ...

mein Neffe wohnt in Wien, überlegt aber, in das Haus seiner Großeltern nach Niederösterreich zu übersiedeln. Der arme Bub möchte Lehrer werden. Inoffizieller Kommentar in der Berufsberatung: 'Überlegen sie sich gut, in welchem Bundesland sie unterrichten möchten. Dem entsprechend sollten sie auch ihre politische Einstellung bereits jetzt zeigen.' Ende der Durchsage.

das Volk

Vielleicht wollen die abgehobenen Herrschaften der wiener Stadtregierung das Volk mal zu Gesicht bekommen.
Eine Gelegenheit dazu gäbe es am kommenden Freitag - in facebook wird so etwas organisiert:

http://www.facebook.com/keinparkpickerl.at

Hier der Text 1:1 von facebook (ich hoffe, das ist erlaubt :-)

"Setzen wir gemeinsam ein Zeichen!!
Am kommenden Freitag, 07.September findet deshalb beim Seiteneingang des Rathauses in der Lichtenfelsgasse, vor Beginn des Gemeinderats, um 08:30 Uhr, ein BürgerInnenprotest!! gegen die von der rot/grünen Stadtregierung willkürlich eingeführte Parkpickerlerweiterung statt!!

Setzen wir gemeinsam ein Zeichen!!"

Re: das Volk

mein zeichen setze ich bei der nächsten wahl.

sammlung für einen oneway- freiflug nach athen für die maria würde ich unterstützen.

mir schrieb das rathaus - der bürgermeister zum geburtstag



obwohl er mich nicht kennt sicher um mein steuergeld und ich muss den dreck auch noch entsorgen.

könnt er sich sparen!

für direkte demokraite sind wir halt nur solang, solang rauskommt, was wir wollen...


Antworten Gast: Baur4
04.09.2012 17:52
3 3

Re: für direkte demokraite sind wir halt nur solang, solang rauskommt, was wir wollen...

Vergleiche dazu Kärnten.

Wie würde es z.B. in Wien ablaufen würde die Opposition Neuwahlanträge einbringen?

Ich denke Häupl in Wien und Pröll in NÖ würden sofort zustimmen. -Oder doch nicht?

Re: Re: für direkte demokraite sind wir halt nur solang, solang rauskommt, was wir wollen...

na darauf wett ich doch a´n g´spritz´n...

Gast: Erhard Buseks letzter bunter Vogel
04.09.2012 17:27
2 0

Bei dem Foto

bin ich mir sicher, dass später keine kompromitierenden Fotos von ihr auftauchen werden!

Gast: Baur4
04.09.2012 16:57
8 1

Was würden SPÖ+Grüne wohl sagen?

Würde sich Dörfler in Kärnten so verhalten????

Jede Woche gäbe es dazu eine eigene Sondersitzung!

Antworten Gast: Grünsiedel
04.09.2012 17:29
3 0

Re: Was würden SPÖ+Grüne wohl sagen?

Schade, dass Spindelegger in den Sommergesprächen die Wiener Parkraummisswirtschaft nicht angesprochen hat. Wie heißt der Cocktail, der die halbtote Wiener VP wieder mit viel Lebensenergie versorgt hat? 'Grüner Zombiecocktail' :-)

Antworten Antworten Gast: Baur4
04.09.2012 17:50
2 0

Nach den nächsten Wahlen wir sich Spindelegger schon an Wien erinnern!

In Wien und sonst nirgends werden NR Wahlen gewonnen/verloren.


Gast: K. K. Rokossovskiy
04.09.2012 16:51
8 0

KEIN PARKPICKERL in Wien!!!

“Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott.
Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.”

Antworten Gast: Franz676
04.09.2012 16:59
6 0

Re: KEIN PARKPICKERL in Wien!!!

Häupl weiß wie man Wahlen gewinnt:

78% der Türken wählten in Wien die SPÖ,
16% der Türken die Grünen.

Der SPÖ sterben immer mehr ehemalige Kernwähler aus dem Gemeindebau weg. Daher müssen rasch neue "Proletarier" ins Land geholt werden.

Gast: Für mich denkt Stalin!
04.09.2012 16:50
11 0

KEIN kostenpflichtiges PARKPICKERL in Wien!!!

Ziviler Ungehorsam! JETZT!
Jagt die rote Rathausbande und ihre grünlichen ErfüllungsgehilfInnen zum Teufel!


Ziviler Ungehorsam!

z.B. keine Mühltrennung ab dem 1. Oktober, denn:

1, funktioniert wenn schon z.B. 20% der Bürger mitmachen

2, kosten für die Stadtregierung wären ziemlich hoch und würden die "Gewinnne" aus der "Parkraumbewirtschaftung" deutlich schmälern

3, ist nicht strafbar

4, wenn strafbar gemacht würde, ist schwer überprüfbar

Ergo, die rotgrünInnen könnten mit ihren Plänen baden gehen.

Gast: Karl der Kleine
04.09.2012 16:32
11 0

Die Volksbefragung zur City Maut

war wohl keine Gebührenfrage?

Antworten Gast: Baur4
04.09.2012 17:54
4 1

Re: Die Volksbefragung zur City Maut


Würde sich Dörfler in Kärnten auch so verhalten.

Da wäre die Hölle los!

Rot-Grün würden mehrmals in der Woche Sondersitzungen abhalten.

Gast: Baur4
04.09.2012 16:15
11 0

Frau Glawischnig meint:

Rot-Grün sind Vorbild für ganz Österreich.

Na dann gute Nacht Österreich.

Antworten Gast: Itüpfler
04.09.2012 16:35
4 0

Re: Frau Glawischnig meint:

bin mir nicht sicher, ob Frau Glawischnig nicht RotZ-Grün gemeint hat.

Wahlen ändern nichts ...

... sonst wären sie in Wien längst verboten!

Antworten Gast: Franz456
04.09.2012 16:14
4 0

Re: Wahlen ändern nichts ...

...... nicht nur Wien, auch im tiefschwarzen NÖ gehen die Uhren ähnlich.

In Rußland gibt es erst seit wenigen Jahren Putin und Medwedew, bei uns schon seit 1945 immer wieder SPÖ+ÖVP.

Antworten Gast: Kaspar Hauser
04.09.2012 16:07
2 0

Re: Wahlen ändern nichts ...

Vor allem: wen wollen Sie denn wählen?

Und es stimmt nicht, wenn die Medien schreiben, die Nichtwähler seien politikverdrossen - die sind politikerverdrossen! (Wen wundert's?)

 
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