20.06.2013 09:57 Merkliste 0

SAP: Oracle legt im Datenklau-Streit Berufung ein

03.09.2012 | 20:31 |   (DiePresse.com)

Der fünf Jahre lange Streit zwischen den Software-Konzernen geht in eine nächste Runde. Oracle ist mit 306 Mio. Dollar Schadenersatz nicht zufrieden.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der fünf Jahre lange Datenklau-Streit zwischen SAP und Oracle geht in eine nächste Runde. Die Amerikaner hätten Berufung gegen die im August vereinbarte Schadenersatzzahlung von 306 Millionen US-Dollar (damals 251 Millionen Euro) eingelegt, sagte ein SAP-Sprecher am Montag in Walldorf und bestätigte damit einen Bericht des "Mannheimer Morgens". "Wir sind enttäuscht, dass Oracle diesen Rechtsstreit weiter hinauszieht", so der Sprecher. "Wir hatten uns auf eine vernünftige Regelung geeinigt, denn wir glauben, dass dieser Fall schon lange genug andauert." SAP wolle nach wie vor den Rechtsstreit abschließen. Das Verfahren kommt laut Zeitung nun vor ein Berufungsgericht in San Francisco.

Der deutsche Software-Konzern wollte seinem US-Rivalen den Schadenersatz zahlen, nachdem Mitarbeiter der 2005 übernommenen und mittlerweile geschlossenen SAP-Tochterfirma TomorrowNow im großem Stil unrechtmäßig Updates bei Oracle heruntergeladen hatten. Die Staatsanwaltschaft von San Francisco kam bei ihren Ermittlungen auf mindestens 6249 Fälle und brummte SAP eine Strafe von 20 Millionen Dollar auf, die die Deutschen auch klaglos zahlten. Parallel dazu lief seit 2007 die zivilrechtliche Klage von Oracle vor einem kalifornischen Gericht. Die Walldorfer hatten die Verfehlungen eingestanden und sich öffentlich entschuldigt.

 

(APA/dpa)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web


ÖVP: Ziel Kanzleramt mit Frühstart und Quereinsteigerin

Spindelegger mobilisiert für den „Kanzlerwechsel“: „Zuckerl“ für Bürger sind ausgepackt, Attacken auf Faymann abgefeuert.



Alpine-Pleite: Konkurswelle befürchtet

Alpine ist eine Insolvenz der Superlative: Die Überschuldung liegt bei 1,9 Milliarden Euro. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent geboten.



"Sopranos"-Star James Gandolfini gestorben

Der 51-Jährige hat während seines Urlaubs in Rom vermutlich einen Herzinfarkt erlitten. Seine Darstellung von Tony Soprano in der Serie "Die Sopranos" machte ihn weltbekannt.



Festnahme nach Mord auf offener Straße in Simmering

Auf der Simmeringer Hauptstraße in Wien stach ein Mann auf seine Noch-Ehefrau ein. Augenzeugen brachten das Kind des Paares in Sicherheit.



Xbox One: Microsoft schafft Online-Zwang wieder ab

Nach katastrophalem Feedback wird die neue Konsole nicht mehr alle 24 Stunden online gehen müssen.



Dolce und Gabbana zu Bewährungsstrafen verurteilt

Die Modemacher sollen durch Geschäfte über eine Tarnfirma Steuern in Höhe von rund einer Milliarde Euro hinterzogen haben.



MPS Personal Service insolvent: 800 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs

Die Personalleasingfirma mit Sitz in Hart bei Graz kann ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber den knapp 290 Gläubigern nicht erfüllen.