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Bawag-Prozess: Verfahren gegen Elsner ausgeschieden

04.09.2012 | 10:19 |   (DiePresse.com)

Das Verfahren gegen den Ex-Bawag-Chef Elsner wird aus dem Hauptverfahren des zweiten Bawag-Strafprozesses ausgeschieden.

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Beim zweiten Bawag-Strafprozess ist der angeklagte Ex-Bawag-Chef Helmut Elsner wie erwartet trotz Ladung am Landesgericht Wien am heutigen Dienstag nicht erschienen. Ein verärgerter Richter Christian Böhm hat das Verfahren gegen den herzkranken Elsner vom Hauptverfahren vorerst ausgeschieden, um das Verfahren gegen die anderen fünf Angeklagten, darunter der Spekulant Wolfgang Flöttl, fortzusetzen.

Die Verteidiger von Elsner haben in der heutigen Verhandlung erklärt, dass sich der Ex-Bawag-Chef noch im deutschen Bad Reichenhall befindet und noch am Dienstag zur Abklärung eines Angina-Pectoris-Vorfalls stationär aufgenommen werden solle. Auf Nachfragen von Böhm über eine Bestätigung über die stationäre Aufnahme konnten die Anwälte Elsners aber eine solche nicht vorlegen; die Aufnahme solle erst um 10 Uhr erfolgen. Böhm trug ihnen eine befristete telefonische Rufbereitschaft für heute auf. Die Anwälte seien auch für morgen, Mittwoch 9 Uhr, geladen, um den weiteren Verlauf zu besprechen.

Richter verärgert

Elsners Anwalt Jürgen Stephan Mertens beantragte, dass sich der Herz-Sachverständige des Gerichts die neuen Befunde aus Bad Reichenhall besorgen soll, um die Verhandlungsfähigkeit Elsners zu prüfen, was Richter Böhm verärgerte. Elsner sei so schwer krank und laut ihren Aussagen seit Monaten in Behandlung, deshalb könne er es nicht verstehen, warum die Unterlagen nicht da seien. Die Anwälte widersprachen Richter Böhm, sie hätten immer wieder Befunde zur Verfügung gestellt. Es gehe nicht "um die Quantität, sondern um die Qualität der Unterlagen".

Elsner war im ersten Prozess rechtskräftig wegen Untreue zur Höchststrafe von zehn Jahren verurteilt worden, wovon er viereinhalb Jahre abgesessen hat, bis er im Sommer 2011 aus gesundheitlichen Gründen für haftunfähig erklärt worden war und entlassen wurde. Im zweiten Bawag-Strafprozess ist Elsner nur wegen einer Subsidiarklage der Bawagmitangeklagt - die Staatsanwaltschaft hatte auf eine neuerliche Anklage verzichtet. Auf die Einvernahme Elsners wird vonseiten der Anklage nicht verzichtet. Richter Böhm will in dem Verfahren die umfangreichen Einvernahmen Elsners aus dem ersten Verfahren vorlesen. Die Bank will auf Elsners Pensionsabfindung zugreifen und erhofft sich durch die Klage bessere Chancen im Zivilverfahren.

(APA)

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6 Kommentare

so ist es

in österreich zählt nur die zugehörigkeit zum roten klüngel und man ist somit vor belästigungen der rot unterwanderten justiz geschützt. ja herr nationalratspräsistellvertreter selber schuld dass sie blau statt dem schönen rot als ihre parteifarbe gewählt haben

Gast: b745
04.09.2012 12:16
0 0

man muss sich der justiz nur entziehen und man wird in ruhe gelassen

das ist einem rechtsstaat warum wird der nicht international zur verfolgung ausgeschrieben der lebt im wellneshotel und pflanzt alle mit hilfe gekaufter ärzte

Österreichs Zwei-Klassen-Justiz....


....am Beispiel Elsner.

Jeder weitere Kommentar erübrigt sich.

Gast: Wimmerl
04.09.2012 11:17
1 0

Wieso kann und darf er Österreich verlassen?

Gabs da keine Auflagen?
Komisch, das Ganze.

Und wie wärs mal mit der RUTH?
Kann man die nicht in Beugehaft oder so nehmen?
Spielt sich immer auf und fordert, dann kann man doch mal die ins Spielchen miteinbeziehen.

3 0

Bad Reichenhall... außerhalb des Hoheitsgebietes dieser Bananen-Republik!


Re: Bad Reichenhall... außerhalb des Hoheitsgebietes dieser Bananen-Republik!

@Glosar:

Und nun, "Glosar", sollten Sie sich endlich entscheiden! Sonntags sahen Sie "ihn" nobelfrühstückend im Wiener "Imperial", heute leiern Sie den Sager: "Er" ist in Bad Reichenhall. Also, WO ist "er" jetzt?


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