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Tacheles geräumt: Aus für Berliner Szene-Symbol

04.09.2012 | 11:01 |   (DiePresse.com)

Die rund 80 verbliebenen Künstler übergaben dem Gerichtsvollzieher freiwillig die Schlüssel für die fünfstöckige Ruine.

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Das Berliner Kunsthaus Tacheles ist am Dienstag nach jahrelangen Auseinandersetzungen friedlich geräumt worden. Die rund 80 verbliebenen Künstler übergaben dem Gerichtsvollzieher freiwillig die Schlüssel, die Räume wurden versiegelt. "Wir weichen der Gewalt", sagte Sprecherin Linda Cerna. "Berlin hat heute einen großen Verlust erlitten."

Mit dem endgültigen Aus für das Kunsthaus geht eine Ära zu Ende. Die heruntergekommene fünfstöckige Ruine in Berlin-Mitte war das letzte verbliebene Gebäude eines Kaufhauskomplexes, der Anfang des vergangenen Jahrhunderts entstanden war. Im Zweiten Weltkrieg wurde er schwer zerstört, in den 1980er-Jahren ließ die Ostberliner Stadtverwaltung große Teile abreißen. Nur der Kopfbau an der Oranienburger Straße blieb erhalten. Nach dem Fall der Mauer wurde er von ostdeutschen Künstlern besetzt und so vor dem Abriss gerettet.

Das Haus wurde zu einem Anziehungspunkt für Touristen. 1998 hatte die Fundus-Gruppe das Gelände, auf dem das Tacheles steht, vom Land Berlin für rund 2,7 Millionen Euro erworben und wollte dort Wohn-und Geschäftshäuser bauen. Aus den Bauplänen wurde nichts, und die Fundus-Tochtergesellschaft, die das Gelände besaß, ging in die Insolvenz. Das Haus stand deshalb unter Zwangsverwaltung. Nach langem juristischen Tauziehen war nun der letzte Räumungstermin angesetzt.

(APA/dpa/AFP)

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6 Kommentare

Es gibt noch genügend Plätze in Berlin

wo ein neues Tacheles entstehen könnte, wenn nicht die Gier der Investoren vor jedem künstlerischen Experimentierfeld stehen würde!

jetzt wird dieses versandelte Areal hoffentlich hochwertig saniert.

dann könnte die Räumung des ratzenstadls eine wirklich positive Meldung sein. schade dass das tolle Projekt der Fundus Gruppe nicht
umgesetzt wird!

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"Berlin hat heute einen großen Verlust erlitten."

Jaja jetzt muss sich dieses selbsternannte Künstler....... eine Wohnung suchen (und vor allem auch bezahlen!) - welch Drama für Belrin. Abreissen das widerliche Ding.

Sollen sich die Hausbesetzer doch über die Häuser hauen.

Antworten Gast: Johan Meltini
04.09.2012 13:08
1 0

Re: "Berlin hat heute einen großen Verlust erlitten."

Jenseits des Geschmackes, den ihren haben sie ja kundgetan, werden sie zugeben müssen, dass eine Touristenattraktion verschwunden ist und somit die Gegend unattraktiver wird. Denn was ist denn dort schon sonst? Eben. Ein kultureller und ein gemeindefinanzieller Verlust.

Antworten Gast: sonnenbär
04.09.2012 12:46
0 0

Re: "Berlin hat heute einen großen Verlust erlitten."

um im gleichen kapitalistischen Hamsterrad laufen zu müssen wie Sie?

Antworten Gast: daishi
04.09.2012 12:29
1 0

Re: "Berlin hat heute einen großen Verlust erlitten."

Und wer soll Künstler ernennen? Dieter Bohlen?


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