21.05.2013 12:49 Merkliste 0

Erdbeben bei Real: Ronaldo droht mit Wechsel

04.09.2012 | 13:49 |   (DiePresse.com)

Der Real-Superstar Cristiano Ronaldo will in Madrid als unumstrittene Führungsfigur anerkannt werden. Grabenkämpfe sind unausweichlich.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Cristiano Ronaldo hat bei Real Madrid ein wahres Erdbeben ausgelöst. Gerade als der spanische Fußball-Rekordmeister den ersten Meisterschaftssieg eingefahren und nach seinem verpatzten Saisonstart die Gefahr einer Krise gebannt hat, begehrt der wichtigste Spieler im Kader auf. "Ich bin nicht glücklich", sagte der Portugiese vieldeutig. Der Superstar soll dem Real-Präsidenten Florentino Perez gar mit einem Vereinswechsel gedroht haben.

Diese Drohung dürfte der teuerste Fußballer der Welt aber kaum wirklich ernst gemeint haben. Denn dann hätte der 27-Jährige sie nicht unmittelbar nach dem Abschluss der Transfer-Periode vorgebracht, sondern schon vor dem 31. August. Es deutet vielmehr alles darauf hin, dass Ronaldo mit seiner "Traurigkeit" eine bestimmte Taktik verfolgt.

Mourinho lässt grüßen

Das Verhalten des Torjägers erinnert in Madrid an die Taktik des Real-Trainers Jose Mourinho. Der Portugiese hatte die Vereinsführung ebenfalls über die Presse unter Druck gesetzt und mit einer Rückkehr nach England geliebäugelt. Auf diese Weise erreichte Mourinho, dass Real seinen Gegenspieler Jorge Valdano als Generaldirektor entließ und ihm als Manager eine Machtfülle zugestand, wie sie bei Real noch nie ein Trainer besessen hatte.

"Ronaldo verfolgt nun dieselbe Taktik wie sein Landsmann", schreibt die Zeitung "El Pais". "Er will erreichen, dass die Mannschaft ihn als die unumstrittene Führerfigur anerkennt und sich dafür einsetzt, dass er zum Weltfußballer des Jahres gekrönt wird." Ronaldo scheint dabei ein wenig neidisch auf die Position seines Rivalen Lionel Messi beim FC Barcelona zu schielen. Bei Barca wird die Autorität des Argentiniers von niemandem bezweifelt, das gesamte Team stellt sich in den Dienst des Superstars.

Spanier gegen Portugiesen

Bei Real dagegen sind einige Schlüsselspieler wie die Welt- und Europameister Iker Casillas oder Sergio Ramos anscheinend nicht gewillt, Ronaldo eine uneingeschränkte Führungsposition einzuräumen und den Club zu einem "FC Cristiano" zu machen, wie "El Pais" schreibt. In der Vergangenheit war schon häufiger von angeblichen Grabenkämpfen im Real-Kader zwischen Spaniern und Portugiesen die Rede gewesen. Erst kürzlich hatte die Presse enthüllt, dass Mourinho im Training mit Casillas und Ramos aneinandergeraten sei.

Das Aufbegehren Ronaldos könnte aber auch mit Geld zu tun haben. Bei Manchester United hatte der Portugiese in sechs Jahren fünf Gehaltsaufbesserungen erhalten, bei Real noch keine. Nach Informationen der Zeitung "El Mundo" geht Ronaldos "Traurigkeit" jedoch nicht auf aktuelle Gehaltsforderungen zurück, sondern auf ein steuerliches Problem bei einer Verlängerung des 2015 auslaufenden Vertrags.

Derzeit zahle Real für das Gehalt des Portugiesen nach der sogenannten "Beckham-Regelung" einen ermäßigten Steuersatz von 24 Prozent, schreibt das Blatt. Von 2015 an werde der Spitzensteuersatz von 52 Prozent fällig. "Das macht einen Unterschied von fünf Millionen Euro aus und ist der Auslöser von Ronaldos Traurigkeit."

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

16 Kommentare
Gast: LaLiga
04.09.2012 21:02
1 1

Blödsinn

Ronaldos Kommenta: "That I am feeling sad and have expressed this sadness has created a huge stir. I am accused of wanting more money, but one day it will be shown that this is not the case. At this point, I just want to guarantee to the Real Madrid fans that my motivation, dedication, commitment and desire to win all competitions will not be affected. I have too much respect for myself and for Real Madrid to ever give less to the club than all I am capable of. Abrazos to all madridistas"

Traurig, dass auch die Presse auf diese Gerüchte anspringt! Er ist ein Vollblut Profi und einer der professionellsten Spieler überhaupt.

Antworten Gast: 5742
05.09.2012 10:53
0 0

Re: Blödsinn

Sie werden doch nicht wirklich erwarten, dass sich die lächerliche Presse Sportabteilung die Mühe macht in dieser Sache wirklich zu recherchieren.

Ein paar unüberprüfte Meldungen und auf den Zug der "dieser eitle und gierige Gockel" Basher auzuspringen ist ja viel einfacher.

Was gibt es einfacheres und schöneres als mit dem Boulevard ein gemeinsames Lied zu singen.
Zu Ihrem letzten Satz kann ich Ihnen nur Recht geben und zu 100% zustimmen.
Leider hatte Ronaldo in den letzten Jahren, im Gegensatz zu Messi, keinen Xavi und Iniesta hinter und neben ihm.
Hat sich jetzt eh schon geändert dank Transfers wie di Maria, Özil, Modric.

Was Messi ohne die beiden genialen Spanier bewegen kann sieht man immer wieder in der Argentinischen Nationalmannschaft.
Dort ist er dann "die Hälfte wert", was noch immer ein enormes Potential, Können und Zaubern bedeutet, jedoch nicht Barcelona Stil.

"Ronaldo droht mit Wechsel"

Hoffentlich ist der gedeckt!

Gast: Brummer
04.09.2012 17:27
2 1

Diagnose:

Anfall von Größenwahn.
Gegenmittel:
5 Spiele auf der Reservebank sitzen lassen!

Antworten Gast: Leutz
05.09.2012 10:41
0 0

Re: Diagnose:

Ronaldo fühlte sich nach dem Spiel traurig, da sich der Todestag seines Vaters zum 7en Mal jährt und er eigentlich nicht spielen wollte.

Wenn man in so jungen Jahren den wichtigsten Menschen seines Lebens verliert, dann kann man sich schon traurig fühlen, oder?....

steuern

das ist wohl die oberfrechheit.. ich zahl mehr % an steuern als er (und sicher viele andre fussballer genießen den selben steuervorteil)

ich bin traurig, weil mir nach abzug meiner fixkosten (miete, kleines auto, inet, handy, strom, heizung) bei einem 40h job als akademiker noch ca 400€ zum leben bleiben.

ihr lieben fussballer aufgepasst - eure brot

Antworten Gast: austria wien
05.09.2012 11:04
0 0

Re: steuern

hättens was anderes gelernt, herr akademiker - haben sie neidkomplexe ?

Häst...

...wos gleant!

Gast: hansibua
04.09.2012 17:08
0 1

das liebe geld

dem gehts doch nur ums geld - der kanns nicht ertragen, dass ein ausgemusteter altstar wie etoo in russland das doppelte an "schmerzensgeld" kriegt wie er in spanien ;-)

Gast: SinusP
04.09.2012 16:19
4 9

CR7

Cristiano Ronaldo ist der beste Fußballer der Welt.


Re: CR7

ja aber nach Messi

Antworten Antworten Gast: SinusP
05.09.2012 10:39
0 0

Re: Re: CR7

"der beste Fußballer der Welt" ist ein Maximum.. das heißt es gibt keine Steigerung ;)

Antworten Antworten Antworten Gast: bcntriomf
05.09.2012 13:21
0 0

Re: Re: Re: CR7

Doch: Messi. Barcelona triomfant!

Lächerlich

Diese Witzfigur ist menschlich das Lächerlichste, was so über den Fernseher läuft. Inklusive aller IT-Girls und Lugners.
Wie er sich (vor allem nach dem ersten Tor) extra beherrscht hat, um demonstrativ nicht zu jubeln, um nachher ja danach gefragt zu werden.
Wie er nichts Konkretes sagt, um ja nur noch mehr Aufmerksamkeit zu erhalten.
Wie er von Ehrgeiz, Neid und Missgunst zerfressen nicht akzeptieren kann, dass er ein großartiger Fußballer ist, aber in einer Zeit lebt, wo es noch Größere gibt, die ihre Größere weniger aus der Athletik beziehen, sondern aus ihrem Wert für das Team, für das sie spielen.

Ein großartiger Fußballer ist nicht nur ein guter Techniker und Athlet, sondern vor allem kein selbstverliebter Selbstdarsteller. Ein Teamplayer halt.

Das Video mit der Reaktion und dem Gesichtsausdruck von Ronaldo sagt alles: http://youtu.be/QE60Oifc7Dw

Antworten Gast: ganau
05.09.2012 13:22
0 0

Re: Lächerlich

Genau: ein TEAMPLAYER.

2 1

schluchz

der arme Bube. na hoffentlich gibt's keine Depressionen.als Komiker wäre der Heini sicher auch recht gut.


Neuer Schuldenstand in Kärnten: Vier Milliarden

Die neue Koalition ist immer noch mit der Aufarbeitung der FPK-Vergangenheit beschäftigt. Etliche FPK-Vorzeigeprojekte sind bereits gestrichen.



Job-Offensive: SAP stellt bis 2020 hunderte Autisten ein

Der Konzern will die besonderen IT-Fähigkeiten von Autisten nutzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und sucht Menschen, "die anders denken".



Cannes: Erfolg für Dokumentation über „König der Juden“

Claude Lanzmanns österreichisch mitproduzierte, große Dokumentation „Der Letzte der Ungerechten“ wird in Cannes bejubelt.



300 km/h: 90 Tote bei Tornado in Oklahoma befürchtet

Der Sturm hat eine drei Kilometer breite Schneise geschlagen. Mehr als 20 Opfer sind Kinder.



Neue Xbox: Microsoft stellt heute nächste Generation vor

Xbox Infinity oder Xbox 720? Die Gerüchteküche brodelt seit Monaten rund um die neue Spielkonsole.



Catherine Zeta-Jones verlässt wieder Nervenklinik

Die Schauspielerin hatte sich wegen manischer Depressionen einweisen lassen. Bereits 2011 war die Frau von Michael Douglas in Behandlung.



Keine „Super Angels“ in Österreich

Diese Woche fand in Wien der European-Business-Angels-Networks-(EBAN)-Kongress statt. In den USA ist man schon ein paar Schritte weiter.