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Rezession: Fette Beute für den Pleitegeier

04.09.2012 | 16:15 |   (Die Presse)

Der Weltmarktführer bei Kreditversicherungen, Euler Hermes, geht in Österreich erstmals nach zwei Jahren von einem Plus bei Insolvenzen aus. In den PIGS-Staaten dürfte es den größten Zuwachs an Insolvenzen geben.

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Wien/Eid. Wenn es der Wirtschaft schlecht geht, haben die Konkursrichter Hochsaison: Die steigende Zahl an Insolvenzen in fast allen Ländern Europas spiegelte schon im Vorjahr die von der Euroschuldenkrise deutlich gebremste Wirtschaftslage wider. Angesichts des Nullwachstums in der gesamten Eurozone im ersten Quartal 2012 geht der Weltmarktführer bei Kreditversicherungen, Euler Hermes, heuer noch von einer deutlichen Verschärfung an der Pleitefront aus.

In den PIGS-Staaten (Portugal, Italien, Griechenland, Spanien) dürfte es den größten Zuwachs an Unternehmensinsolvenzen geben, heißt es bei Euler Hermes und deren österreichischer Tochter Prisma. Auch Österreich kann sich diesem Sog nicht entziehen. Erstmals nach 2010 und 2011, wo die Zahl der Pleiten um 7,6 bzw. acht Prozent zurückging, dürfte es laut Euler Hermes heuer einen Zuwachs geben, und zwar um 3,8 Prozent.



Hans-Georg Kantner, Insolvenzexperte des Kreditschutzverbandes von 1870 (KSV), sieht die Lage etwas positiver. „Ich gehe von einer Stagnation der Insolvenzen auf Vorjahresniveau aus.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.09.2012)

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