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Wien: Das riskante Geschäft der Postpartner

04.09.2012 | 17:27 |  Von Köksal Baltaci (Die Presse)

Am Montag eröffnete in einem Sonnenstudio in der Burggasse im siebenten Bezirk der 25. Postpartner – dabei ist das Geschäft mit Briefen und Paketen alles andere als ein Selbstläufer, wie auch die Post einräumt.

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Wien. 25 Postpartner gibt es mittlerweile in Wien. Nach Apotheken, Office-Shops, Tabaktrafiken, einem Friseursalon und sogar einer Werbeagentur ist es diesmal ein Sonnenstudio in der Burggasse im siebenten Bezirk, in dem Kunden seit Montag Briefe und Pakete aufgeben sowie kleinere Bankgeschäfte wie Überweisungen und Einzahlungen tätigen können.

Allerdings handelt es sich bei „McSun“ um keinen direkten Ersatz für die Filiale in der Mondscheingasse, die mit der Bawag-PSK-Filiale in der Mariahilfer Straße 22 zusammengelegt wurde, sondern um einen zusätzlichen Postpartner. Geschäftsführerin Simone Wilhelm erhofft sich dadurch eine Steigerung der Kundenfrequenz ihres Sonnenstudios und somit mehr Umsatz.

Ein riskantes Unterfangen, denn bei Weitem nicht jeder Postpartner kann auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken. Aktuellstes Beispiel: Der Friseursalon „Art on Hair“ in der Neuwaldegger Straße in Wien Hernals, der Anfang April die von der Schließung betroffene Postfiliale am selben Standort übernahm. Nach fünf Monaten Betrieb ist bei Eigentümerin Eva Becker die anfängliche Euphorie verflogen. „Es kommen zu wenige Kunden, bis jetzt ist es ein Verlustgeschäft“, klagt die Friseurmeisterin. Dabei hatte sie einst große Pläne – Salon und Filiale sollten im Juni zu einem „Day-Spa-Zentrum“ umgebaut werden. Aber daraus wurde nichts, die strengen Bauvorschriften kamen ihr dazwischen. Übrig geblieben ist eine Filiale an einem Standort, an dem sie schon vorher nicht rentabel war. Ans Aufgeben denkt Becker dennoch nicht und will noch im Oktober einen Geschenkshop in der Filiale eröffnen, um Schwung in das schleppende Geschäft zu bringen.

Nicht ganz so dramatisch fällt die Bilanz in Mariana Passls Apotheke nahe der Therme Oberlaa im zehnten Bezirk aus, dem ersten Postpartner Wiens. Von einem Erfolgsmodell kann aber auch hier keine Rede sein. „Als wir damit begonnen haben, wollten wir mit einer schwarzen Null aussteigen, und bis heute ist uns das gerade so gelungen“, resümiert Passl. „Das Postgeschäft ist mittlerweile zu einem fixen Bestandteil der Apotheke geworden, der uns viel Energie abverlangt.“ Und stören die neuen Aufgaben nicht manchmal den täglichen Betrieb? Nein, meint Passl: „Das ist wie bei einem jungen Paar, das ein Kind bekommt. Zuerst sind alle aus dem Häuschen, aber bald stellt sich Routine ein.“

Routine will Susanne Dolak in ihre Tabaktrafik im 21. Bezirk niemals einkehren lassen. Ihre 45 m2 große Trafik ist seit Dezember 2011 ein Postpartner und kann auf neun sehr erfolgreiche Monate zurückblicken. „Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass wir der Postpartner Wiens sind“, jubelt Dolak. „Was im Postgeschäft zählt, ist Vertrauen und Kundenservice. Uns gibt es seit zwölf Jahren, wir sind ein Familienbetrieb und jeden Tag mit Herzblut bei der Sache. Die Kunden spüren das und kommen deshalb immer wieder.“

Rund zehn Prozent des gesamten Umsatzes mache sie mittlerweile mit dem Postbetrieb, Tendenz steigend. Dolak: „Was in einer Trafik im Vergleich zu einer Apotheke oder einem Friseursalon natürlich auch ein großer Vorteil ist: Die Kunden können in aller Ruhe in Magazinen schmökern, während sie an der Kassa warten.“

„Geschäftsaufkommen absehbar“

Auch Postsprecher Stephan Fuchs räumt ein, dass Postpartner je nach Standort und Branche eine unterschiedliche Ausgangslage haben. „Die Verträge sind für alle dieselben. Was wir tun können ist, eine ziemlich genaue Prognose über das Postaufkommen in einer Filiale bzw. Gegend abzugeben, ansonsten liegt die Verantwortung bei den Postpartnern“, so Fuchs. „Die Umwegrentabilität ist bei einer Tabaktrafik natürlich höher als etwa in einem Friseursalon. Wenn man einen Brief aufgeben will, legt man das eher mit einem Besuch in der Trafik zusammen als mit einem Gang zum Friseur.“

Das Risiko sei allen Postpartnern bewusst gewesen, das Postgeschäft könne man schließlich nicht neu erfinden. Fuchs: „Wenn die Filialen rentabel gewesen wären, hätten wir sie nicht geschlossen bzw. schließen dürfen.“ Wer also eine Filiale an demselben Standort übernimmt, kenne das dortige Geschäftsaufkommen und die damit verbundene finanzielle Situation.

Noch bis vor eineinhalb Jahren hatte Wien im Übrigen nichts mit Postamtsschließungen aus Kostengründen zu tun – bisher war nur die Landbevölkerung davon betroffen. 1294 Postpartner wurden in den letzten Jahren in ganz Österreich eingerichtet, im Schnitt bekommen sie dafür 15.000 bis 18.000 Euro pro Jahr. Seit dem Frühjahr 2011 stehen auch in Wien Schließungen an. Rund 50 Filialen sollen bis Ende 2012 durch Bawag-PSK-Filialen oder Postpartner ersetzt werden.

Derzeit gibt es in Wien 110 Postfilialen und 25 Postpartner. Bis Ende 2012 soll es, inklusive der Bawag-PSK-Filialen, zwischen 100 und 110 Poststandorte und 25 bis 30 Postpartner geben.

Auf einen Blick
Postpartner: Derzeit gibt es in Wien 110 Postfilialen und 25 Postpartner. Bis Ende 2012 soll es, inklusive der Bawag-PSK-Filialen, zwischen 100 und 110 Poststandorte und zusätzlich 25 bis 30 Postpartner geben. Das Briefgeschäft schrumpft jährlich um drei bis fünf Prozent, während das Paketgeschäft um zehn Prozent wächst. Aber: Einer Milliarde Briefen stehen 60 Millionen Pakete gegenüber.

Postkästen: Die Zahl der Briefkästen geht leicht zurück. In Wien gibt es derzeit 1185 Briefkästen, 2010 waren es 1197, im Jahr zuvor 1211.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.09.2012)

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30 Kommentare
 
12
Gast: fehler
05.09.2012 16:21
0 0

rudi

so wie post läüft ales.

Gast: Alleswirdgutoder
05.09.2012 13:59
0 0

Die beste Idee, die es je gab!

Postamt am Kinzerplatz, 1210 Wien hat zugesperrt (Gott sei dank - war häufig überfüllt und die Mitarbeiter mehr als unfreundlich) - jetzt gibt es einen Postpartner in der Schlosshofer Strasse (hat ohne Mittagspause offen; sehr freundlich und obwohl weniger Personal geht's auf einmal viel schneller...).
Wenn das der einzige Weg ist, den die Gewerkschaften verstehen, soll's mir recht sein...

Post, Postpartner und Paketdienste

Post: Bei mir im 15 Bezirk macht sich unser Paketzusteller der Post, nicht mal mehr die Mühe die Pakete zuzustellen. Es werden automatisch die gelben Verständigungszettel ins Postfach gelegt. Habe mich daraufhin im zuständigen Postamt beschwert. Antwort:"Schaun`s die meisten san eh ned zaus. Und I kan die Postler ned zwingen, anzuläuten."

Postpartner: Bei meinem Vater in Niederösterreich ist der Wirt Postpartner. Wenn man das Glück hat Ihn unter 3 Promille anzutreffen, hat man die Chance das Paket auch abzuholen. Sind ja nur 4 km mit dem Auto. Andererseits hat der Wirt auch bis 22 Uhr offen.

Paketdienste: Neulich wurde mir ein Paket von einem privaten Anbieter "zugestellt". Zugestellt bedeutet, dass es in einem Geschäft ums Eck deponiert wurde. Verständigung klebte am Freitag an der Gegensprechanlage. Bin am Montag hin um es abzuholen. Großes Schild an der Eingangstür Urlaub bis 16.9.2012.

Re: Post, Postpartner und Paketdienste

Unsere Zusteller (Pakete, Briefe) waren auf Urlaub - waren!!! Gott sei Dank!!
Unsere "Stammpostler" sind tüchtig, gewissenhaft und freundlich - einfach suuuper, vielen Dank und größtes Lob.
Aktuelles Gesprächsthema in unserer Siedlung: der Briefträger ist endlich aus dem Urlaub zurück, es gibt wieder Post.

Antworten Gast: Karin_10
05.09.2012 16:58
0 0

Re: Post, Postpartner und Paketdienste

Das Problem mit dem "nicht anläuten" des Paketzustellers der Post hab ich seit einem halben Jahr. Hab auch schon die Hotline angerufen, da ich 1 Std mit den Öffis zum Postamt fahren müsste und die meinten nur, dass sie es notieren werden.

Geändert hat sich nichts, das Service der Post hat sich in den letzten Jahren so verschlechtert, die Postfiliale die bei mir 5 Minuten entfernt war habens ja geschlossen und ich hab ja soooo viel Zeit dass ich zu dem Postamt fahr das eine Fahrtstunde (mit den Öffis) entfernt ist.


Antworten Gast: Großstadtbewohner
05.09.2012 15:00
0 0

Re: Post, Postpartner und Paketdienste

Ich lasse mir meine Pakete ins Büro zustellen. Größere Sendungen werden ohnehin per Spedition geliefert, und die rufen vorher an, damit man auch zu Hause ist.

Elegante Verzögerung der Postamtsschließungen

Wenn der Greißler in Pension geht, ist Schluss mit lustig.

"Ramschladen als Postpartner"...die neue Strategie der Post

Auf diese Idee muss man schon mal kommen,
dass Friseurläden, Sonnenstudios, Apotheken etc. zu Postpartnern erkoren werden.
Eine Tabak-Trafik als Postpartner lasse ich mir eher schon eingehen. Doch warum wurden nicht die Gemeindeämter als lokale Postpartner auserkoren, so wie mancherorts praktiziert.
Die Gemeindeämter hätten die fachkundigen Postbeamten übernehmen können und das Amtsgeheimnis wäre obendrein gewahrt geblieben. Vor allem das Service der Postfächer für eine nicht geringe Anzahl von Postkunden wäre erhalten geblieben.
Was geschieht denn mit den Postfächern der bereits aufgelassenen Postämtern??? Dieses Kundenservice ist offenbar der Post AG unter ihrem CEO Pölzl komplett gleichgültig.
Hier ist die Deutsche Post doch ein Stückchen kundenfreundlicher - denn in ihren Postämtern gibt es nach wie vor grosszügige Postfachanlagen.
Aber Hauptsache, die Post AG schüttet grosszügige Dividenden p.A. aus - auf Kosten der Postkunden und des Postpersonals. Danke liebe "liberalisierte Post".

"Ramschladen als Postpartner"...die neue Strategie der Post

Auf diese Idee muss man schon mal kommen,
dass Friseurläden, Sonnenstudios, Apotheken etc. zu Postpartnern erkoren werden.
Eine Tabak-Trafik als Postpartner lasse ich mir eher schon eingehen. Doch warum wurden nicht die Gemeindeämter als lokale Postpartner auserkoren, so wie mancherorts praktiziert.
Die Gemeindeämter hätten die fachkundigen Postbeamten übernehmen können und das Amtsgeheimnis wäre obendrein gewahrt geblieben. Vor allem das Service der Postfächer für eine nicht geringe Anzahl von Postkunden wäre erhalten geblieben.
Was geschieht denn mit den Postfächern der bereits aufgelassenen Postämtern??? Dieses Kundenservice ist offenbar der Post AG unter ihrem CEO Pölzl komplett gleichgültig.
Hier ist die Deutsche Post doch ein Stückchen kundenfreundlicher - denn in ihren Postämtern gibt es nach wie vor grosszügige Postfachanlagen.
Aber Hauptsache, die Post AG schüttet grosszügige Dividenden p.A. aus - auf Kosten der Postkunden und des Postpersonals. Danke liebe "liberalisierte Post".

NONA

die Post wird das Geschäft auslagern wenn es gewinnbringend gewesen wäre....

Gast: Opa
05.09.2012 09:25
4 0

pro Post

Also ich bin durchaus für das Verbleiben der Post eingestellt. Auf meinen Postboten kann ich mich verlassen. Bei privaten Zustelldiensten ist es mir schon einigemal passiert, daß obwohl zuhause, ein Verständigungszettel im Postkasten lag. Abholort ca´ 1/2 Stunde mit Öffi von meinem Wohnort entfernt. Auf meine Reklamation wurde mir erklärt, daß erstens der Zusteller bei mir geläutet hätte und 2. es ihm überlassen sei wo er das Paket hinterlege.

Antworten Gast: Gastnamenname
05.09.2012 12:28
1 1

Re: pro Post

Ich habe auch regelmäßig Verständigungszettel im Briefkasten, obwohl ich meist daheim bin - von der POST. Von den Privaten erhalte ich meine Pakete immer zugestellt, wenn ich zu Hause bin.

Auf meine Beschwerde wurde mir von der Post erklärt, dass die Postboten die Sendungen nicht mit sich herumtragen und deshalb nur Verständigungen in den Postkasten legen.

Antworten Gast: international_
05.09.2012 12:02
0 1

Re: pro Post

verständigungszettel obwohl jemand zuhause ist, ist leider kein privileg der privaten.
passiert bei der post mindestens genauso oft!

2 2

Im Kabarett Simpl

war am Montag ein netter Sketch zu sehen mit dem Inhalt, dass es in Österreich nur mehr ein einziges - das letzte - Postamt gäbe.

Ich denke in längstens 20 Jahren werden wir tatsächlich dort angelangt sein. Das System Post hat sich einfach überlebt und ist ein Auslaufmodell. Irgendwann muss man einfach erkennen, dass es im21. Jahrhundert andere, bessere Kommunikationsstrategien gibt als jene, welche die Post verfolgt.

2 0

Post NEU

So geht das nicht weiter, unbezahlbarer Paketversand, elendig langsame Zustellung und jetzt darf ma si no beim Postpartner im Sonnenstudio unfreundlich bedienen lassen.

Das System gehört abgelöst.

Die Post hat nichts zu verschenken ...

... oder glaubt der potenzielle Postpartner noch an das Christkind?

Flächendeckend Postdienstleistungen anbieten ist ein Auftrag, den die Post zu erfüllen hat. Und da die Politik um jede kleinste Filiale kämpft, auch wenn dort nur ganz vereinzelt Kunden hinfinden, ist dies ein Weg, der alle Beteiligten einigermaßen beruhigt ...

Dass hier (fast) jeder als Postpartner genommen wird war vorhersehbar. Aber man fragt sich wirklich ob Sonnenstudios oder ein Frisörsalon geeignete Orte für die Bedienung von Laufkundschaft ist.

Also ich hätte keine Freude, wenn meine Frisörin laufend beim Haarschnitt unterbricht um Briefe oder Pakete anzunehmen oder auszufolgen ;-)

Gast: Hirnmechaniker
05.09.2012 06:59
0 1

hier ist der Postpartner 2 km entfernt

ob der Geschäft macht, das weiss ich nicht. Aber es reicht für den Kunden aus. Es ist ein Zubrot, denke ich. Wahrscheinlich hätte ich dort früher niemals eingekauft, mittlerweile tue ich das ab und zu. Ein Hit wird das Postgeschäft wohl nicht sein, aber eine Synergie ist schon da. Private Läden, die ohnehin gut laufen, die werden sich in ihrer Kernkompetenz nicht noch mit einem Postgeschäft belasten. Das tut nur der, der ohnehin ungenützte Arbeitszeit hat. Und für den Kunden ist es egal, wo er Brief und Paket abgibt, oder sein einschreiben holt.

im 9. Bezirk wurde ein gut ausgelastetes Postamt geschlossen

und ein "Postpartner" gefunden - eine Buchhandlung. Mehrere Wochen lang wurde die Buchhändlerin eingeschult, nach 9 Monaten hat sie aufgegeben. Der Postgeneral Pötzl hat anscheinend keine Ahnung von Wirtschaft. Das Postamt in der Ayrenhoffgasse wurde erst renoviert, dann trotz großer Frequenz geschlossen. Einen neuen "Postpartner" in der Umgebung gibt es nicht. Der Gang von der Nußdorferstraße zum Postamt Althanstraße ist alten und gebrechlichen Personen nicht zumutbar. Bleibt das "Postamt" in der BAWAG-Filiale in der Nußdorferstraße.
Herr Pötzl muss in seinem Wahn Postämter zu schließen gestoppt werden.

Re: im 9. Bezirk wurde ein gut ausgelastetes Postamt geschlossen

"nach 9 Monaten hat sie aufgegeben".

Heißt das im Klartext, dass die Buchhändlerin noch "schlechter war" als es die Beamten waren, oder lag es an der Frequenz der Kunden und dass es sich daher nicht lohnte?

In beiden Fällen hätte der Postgeneral seine Bestätigung.

"Die Postler" insgesamt haben sich tot gesessen auf ihren pragmatisierten Stühlen, derweilen "die Geschäfte" (Dienstleistungen) an ihnen vorbei eilten!


Re: Re: im 9. Bezirk wurde ein gut ausgelastetes Postamt geschlossen

Weder die PostbeamtInnen in der Ayrenhoffgasse noch die Buchhändlerin waren "schlecht". Der Postgeneral ist schlecht, weil er glaubt durch Postamtschließungen Geld zu sparen. Er verärgert nur die KundInnen, die aber leider nicht massiv protestieren.
Für AnwätInnen, Notare und Firmen bedeuten Postamtsschließungen, dass sie eine Person für mindestens eine Stunde Arbeitszeit zum "zu Post gehen" abstellen müssen, das geht auf die Dauer sehr ins Geld. Was sich der Postgeneral vermeintlich erspart, fällt als Kosten bei den Leuten an, die eingeschriebene Briefe versenden müssen, auf lange Sicht werden sie diese Kosten ihren KundInnen verrechnen müssen. Ihr Hass auf "pragmatisierte" Postler ist einfach lächerlich.

Antworten Antworten Antworten Gast: Dr.jus
05.09.2012 15:12
0 0

Anwälte stellen per ERV oder per Boten(dienst) zu.

Auf die Post ist kein Verlass.

Re: Re: Re: im 9. Bezirk wurde ein gut ausgelastetes Postamt geschlossen

"Ihr Hass auf ... "

Ich hasse nicht, hab' mich nur Jahrzehntelang geärgert über die ineffizente Arbeit, die dort so "geleistet" wurde.

Das Dorfpostamt leistete "von wegen Leistung" den Amtsleiter, damit er monatlich Statistiken abliefert, welche zur Feststellung der Mehrleistungs-Zulagen notwendig waren.

Vor lauter Statisktik kamen ihnen die Kunden abhanden, weil sie die Zeit nicht hatten, sich "anzustellen"!

Nur halb soviel Arroganz und ein bisschen mehr Kompetenz - kein Postamt wäre unrentabel!

Gast: In einem Dorf - Das Prostgeheimnis
04.09.2012 21:24
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Beim Kreisler am Postschalter...

Du Resi weist eh schon des neueste unser wirt hat ein RSA Brief bekommen, Liesel, des sag ich gleich mein Mann zu einem Schwerverbrecher braucht er sein sauer verdientes Geld net tragen, dafür sorge ich, Resi, da hast recht, werd auch meine Mann an den Ohren ziehen, ein Schwerkriminaler in unserem Dorf, das hat die Welt noch nicht gesehen, und dem Pfarrer werd ich's auch erzählen...

Am Sonntag in der Messe, die Predigt des Pfarrers, das Verbrechen macht sich auch in diesem Ort breit, besonders die Wirte sind aufgefordert Einkehr zu nehmen...

Wochen später, du Resi, weist eh, der Wirt hat zugesperrt und verkauf, und was das schlimmste ist ein Bordellbetreiber, Lisesl um Gottes willen, jetzt kommt die Sünd in's Dorf...

Wochen später, du Resi hast gelesen, unser Wirt ist nach Wien gangen, ja dort wo alle Verbrecher zu Hause sind, dort gehört er hin, na Resi stimmt net, er hat sich ein 5 Stern Lokal gekauft, und ein Lotto Gewinn gemacht mehr als 7 Millionen Euro, um Himmels willen, der RSA Brief...

"Beim Kreisler am Postschalter..."

Georg Kreisler betrieb ein Postamt?

Antworten Antworten Gast: Omiszienz
05.09.2012 17:40
0 0

Re: "Beim Kreisler am Postschalter..."

Nein, das war der Fritz Kreisler (Violin-und Komponist).

Re: Re: "Beim Kreisler am Postschalter..."

Ach so, danke!

 
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