20.05.2013 02:25 Merkliste 0

Uni-Zugang: Einigung bis Oktober "nicht unrealistisch"

05.09.2012 | 11:20 |   (DiePresse.com)

Ab Herbst 2013 könnte der Zugang in Massenfächern beschränkt werden, so Minister Töchterle. Die Verhandlungen mit SPÖ-Wissenschaftssprecherin Kuntzl seien in der Endphase.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode (2013 bis 2015) geht sich die Einführung der von den Rektoren seit Jahren geforderten Studienplatzfinanzierung nicht mehr aus. Zumindest "in einigen der stark nachgefragten Fächern" sollen allerdings schon ab 2013 "Tests" für eine Studienplatzfinanzierung - inklusive Platzbeschränkung - starten, kündigte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) am Dienstagabend bei einem Hintergrundgespräch an. Beispiele für mögliche Fächer wollte er mit Hinweis auf laufende Verhandlungen mit der SPÖ nicht nennen. Nur so viel: "Wir sind in der Endphase einer Verhandlung."

Ziel sei es, verschiedene Rechen- und Finanzierungsformen, Steuerungseffekte und die Frage, wie man die Studienplatzfinanzierung mit den Unis verhandeln kann, auszutesten. Der Qualitätsrahmen der Studienplatzfinanzierung sei dabei das Verhältnis Studenten zu Lehrende: "Je besser ich die Betreuungsrelation mache, umso teurer wird's." In den betreffenden Fächern soll es entsprechend der Forderung von SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl, mit der Töchterle derzeit über die Studienplatzfinanzierung verhandelt, nicht weniger Studienplätze für Anfänger geben als bisher. "Wir haben unsere Konzessionen gemacht", betonte der Wissenschaftsminister.

Beschränkung in überlaufenen Studien

Das an den Fachhochschulen bereits umgesetzte Modell der Studienplatzfinanzierung sieht vor, dass eine festgelegte Zahl an Studienplätzen ausfinanziert wird. Voraussetzung dafür ist laut Wissenschaftsministerium und Rektoren, dass die Unis in überlaufenen Studien den Zugang beschränken können. Nachdem sich die Regierungspartner nicht rechtzeitig darauf einigen konnten, wird es in der mit 1. Jänner startenden neuen Leistungsvereinbarungsperiode (LV-Periode) keine komplette Studienplatzfinanzierung, sondern nur eine Art Parallelrechnung geben. Diese soll aufzeigen, wie alles mit einer Studienplatzfinanzierung aussähe.

Die Verhandlungen mit Kuntzl könnten sich laut Töchterle dennoch schon in dieser LV-Periode auswirken: Sollte innerhalb der kommenden drei Wochen eine Einigung auf Zugangsbeschränkungen in Massenfächern gelingen, könne man diese bei den Verhandlungen mit den Unis berücksichtigen und etwa ab dem Wintersemester 2013 schlagend werden, so Töchterle. Eine Einigung in den seit Anfang des Jahres laufenden Verhandlungen sei "nicht unrealistisch. Wir haben uns schon ziemlich weit genähert". Deadline ist Anfang Oktober. Dann gehen die LV-Verhandlungen mit den Universitäten in die heiße Phase und die Voraussetzungen für die Universitäten müssen feststehen.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

34 Kommentare
 
12
Gast: mut zur bildung
07.09.2012 12:53
0 0

warum nicht schulgebuehren?

bestrafen wir alle die sich (weiter-)bilden. als land der bauern werden wir schon mit der globalisierung schritt halten. die intelligenz lagern wir wie sonst alles nach china aus.

Gast: jajajaja
07.09.2012 12:51
0 0

das auto muss gratis vor der tuere stehen, aber bildung muss kosten

soviel zur wiener oevp und der zukunft oesterreichs.

0 0

Noch ein paar wichtige Fragen...


...brauchen wir 770 Abgeordnete?
...brauchen wir die Zwangsmitgliedschaft bei den Kammern?
...brauchen wir 9 Landesgestzgebungen?

Das wären Themen die unsere werten Politiker kontinuierlich vernachlässigen.

Gast: Bergbauer
06.09.2012 22:30
0 0

Politiker sollten 98% Ihres Einkommens als Steuer abliefern

Dazu sollte das Volk befragt werden.

0 0

Unverbindliche Volksbefragungen für ALLE!!!

Die ÖVP ist schon voll auf Wahlkampfkurs.

Gast: Gast01
06.09.2012 20:48
0 0

ÖVP

UNWÄHLBAR!

(Und bitte nicht polemisieren! Ich rede hier von der ÖVP, nicht von anderen Parteien.)

Gast: b745
06.09.2012 20:25
1 1

wozu eigentlich hochbezahlte politiker

wenn jetzt eh immer das volk entscheiden muss

Antworten Gast: Lukas
06.09.2012 23:29
0 0

Re: wozu eigentlich hochbezahlte politiker

vielleicht weil unsere hochbezahlten Politiker geistig unterbelichtet und in ihrem Job völlig überfordert sind...?

Antworten Gast: jcfjm
06.09.2012 21:48
0 0

Re: wozu eigentlich hochbezahlte politiker

Sie sehnen sich wohl nach einer Monarchie ?!? o.O

Solange uns nicht so horrende Studiengebühren wie in den USA und GBR auf den Kopf fallen, die fast den gesamten Mittelstand in Schulden treiben,...

...kann man noch froh sein. Obwohl die bürgerlichen bzw. kapitalistischen Parteien auch in Europa mit ganzer Kraft daran arbeiten, ähnlich hohe Studiengebühren zu bekommen.

Dabei gäbe es eine ganz einfache Formel, halbwegs gerechte Studiengebühren festzulegen:

Familieneinkommen MINUS der notwendigen Ausgaben für den Lebensunterhalt der Familie. Und dann die Höhe der Studiengebühren DIREKT PROPORTIONAL zum übrig bleibenden Geld einheben!!!

Was übrigens so genannte Experten machen könnten. Leider sind aber die so genannten Experten meisten völlig ahnungslos und hilflos. Siehe deren Vorausschau auf Krisen und Zahlungsunfähigkeiten anderer Ländern, deren Schwierigkeiten aber andererseits sogar Ottakringer Hausmeister schon vor Jahrzehnten besser voraussagen konnten.


Aber eine Festlegung der Studiengebühren direkt proportional zum übrig bleibenden Familieneinkommen ginge sicher nur über die Leiche der christlichen bzw. bürgerlichen Parteien und deren Anhänger in anderen Parteien. Z.B. Gabi Burgstaller und gleich Gesinnte! Es wäre nämlich einfach total unchristlich, Studiengebühren nach den Möglichkeiten der Familien festzulegen.

Da würden ja die Absahner und Großverdiener, aber auch etliche gut verdienende Politiker wesentlich mehr zum Wohle der Unis(!!!) zahlen müssen, als ihnen derzeit mit ihrem ziemlich verkümmerten Gerechtigkeitssinn vorschwebt.

Übrigens: Wer lesen kann, wird feststellen, dass Voves keineswegs auf Linie der ÖVP und Gleichgesinnter liegt

Antworten Gast: Gast yxyx
07.09.2012 12:26
0 0

Re: Solange uns nicht so horrende Studiengebühren wie in den USA und GBR auf den Kopf fallen, die fast den gesamten Mittelstand in Schulden treiben,...

Und Sie sind in der Lage, die "notwendigen Ausgaben für den Lebensunterhalt der Familie" zu berechnen?
Ich wehre mich auch dagegen, dass es schon wieder mit dem Schröpfen der "Besserverdiener" anfangen soll. Damit straft man nicht nur die Abzocker und Absahner, sondern auch die, die mehr gelernt habe, fließiger arbeiten und ihr Einkommen nicht an der Steuer vorbeschleusen.

Gast: plebs potus
06.09.2012 05:18
1 0

wie hoch ist eigentlich die miete

die die BIG für die Unis verlangt?

Re: wie hoch ist eigentlich die miete

zwischen 8€ und 14€ pro m2

Wenn man sich anschaut, welche Gestalten auf den Unis

herumlaufen - Stichwort "Cafe Rosa" oder "Audimax Besetzung", dann kann man eine Beschränkung nur herzlichst begrüßen!

Gast: bobo
05.09.2012 13:43
3 0

warum studiert man eigentlich?...

mir scheint, viele studieren ein fach aus persönlichem wissensinteresse und sind auf der uni des wissenszugangs und nicht des titels & der jobgarantie wegen.

stellt für diese leute einen großteil des wissens anhand von vorlesungen gratis ins netz und ihr seid sie auf der uni vielleicht los...

es könnte natürlich aber auch sein, dass plötzlich mehr interesse geweckt wird, aber das weiß man erst NACH dem versuch, nicht davor...

Antworten Gast: 66v
05.09.2012 22:00
2 10

Re: warum studiert man eigentlich?...

mMn sollte wes verboten und aufs drakonischste bestraft werden, wenn leute bloß aus interesse (!) studieren. ist doch lächerlich, wir brauchen ARBEITSKRÄFTE, die titel & jobgaranntie auch umzusetzen wissen und kein bildungsproletariat aus faulen, linkslinken obdachlosen mit doktortitel! persönliches interesse sollte daher gar keine rolle spielen bei der studienwahl, eher die frage: was braucht die wirtschaft, wieviel verdient man da?

0 0

Re: Re: warum studiert man eigentlich?...

Oho! Ein Befürworter der Planwirtschaft!

Antworten Antworten Gast: Balta
06.09.2012 11:01
0 0

Re: Re: warum studiert man eigentlich?...

Ich denke, Ihr Kommentar ist zynisch? Weil wenn nicht, dann klingt Ihr Kommentar eher nach Neid und Missgunst bzw. Wunschdenken. Kennen Sie viele dieser "armen" Doktoren, die sich mit dem Begriff "Bildungsproletarier" belegen (bezeichnet ohnehin etwas Anderes).

Aus meiner Sicht haben heute viele diesen Titel, die es sich leisten können - aus welchen Gründen auch immer. Stichwort: Berufstätigkeit, Stipendium, Erben, wohlhabende Eltern...

Antworten Antworten Gast: Gast yxyx
06.09.2012 06:32
1 1

Re: Re: warum studiert man eigentlich?...

Sie sind von der Möglichkeit einer akademischen Ausbildung jedenfalls meilenweit entfernt.

2 0

wenn studium voll zu bezahlen ist

gibt es diese debatte nicht. dann kann jeder studieren was er will und warum er will. einschraenkung gibt es dann nur ueber akademische leistung (abgesehen von diversen foerder-und alumniprogrammen der lerninstitute).

Re: Re: warum studiert man eigentlich?...

Du hast nicht mal im Ansatz verstanden, wozu man überhaupt studiert.

Antworten Antworten Gast: Gast01
06.09.2012 00:01
0 0

Re: Re: warum studiert man eigentlich?...

Primitivling! Tiefer gehts nicht mehr.

Antworten Antworten Gast: punktausendefertig
05.09.2012 23:32
0 0

Re: Re: warum studiert man eigentlich?...

Ja, richtig: wir brauchen Arbeitskräfte - aber sicher keine unmotivierten, die es nur machen, weil Mama (oder Papa, oder beide) es wollen. "Solche werden gebraucht" ist nur dann ein Argument, wenn man sich in diesem Bereich wohlfühlt und die Aufgaben immer schaffbar sind. Anders hat es keinen Sinn.

Antworten Antworten Gast: blossso
05.09.2012 23:29
0 0

Re: Re: warum studiert man eigentlich?...

Was heißt "bloß aus Interesse"? Wer nicht an dem Fachgebiet interessiert ist, ist unmotiviert und damit eine Platzverschwendung für die anderen Studierenden und eine Energieverschwendung für den Lehrenden!

Antworten Gast: Rufumleitung heute
05.09.2012 16:03
2 0

Re: warum studiert man eigentlich?...

Bei vielen Studien gibt es schon Lernplattformen (z.B.WU). Was nützt es aber, wenn man mit dem Bachelor u Master eine Verschulung der Unis betreibt und verpflichtende Lehrveranstaltungen mit anwesenheitspflicht, Mitarbeit u Zwischentests (prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen) einführt?
Welche Studien bitte eine Jobgarantie??

Antworten Antworten Gast: bobo
06.09.2012 14:04
0 0

mit jobgarantie

meinte ich nur, dass einige studierende (z.b. zweitstudien, human/sozialwissenschaften) nicht unmittelbares interesse daran haben das gelernte auch in der arbeitswelt anwenden zu können.

es gibt auch studien in denen einem ausdrücklich zu beginn gesagt wird, dass was gelernt wird für die arbeitswelt sehr wahrscheinlich keine rolle spielen wird und man davon ausgehen kann, nach dem studium arbeitslos zu sein, sofern man nicht zudem noch "was gscheits" studiert ;)

jobgarantie gibts natürlich nie... aber sehr wohl titel die "status" haben

 
12

Assad: Keine Chancen für Friedensinitiative in Syrien

Der Präsident lehnt "Dialog mit Terroristen" ab. Die Opposition sei für die amerikanisch-russischen Vermittlungsversuche zu zersplittert.



SuperMarkt: Verdienen Sie, was Sie verdienen?

Die SPÖ hat plötzlich erkannt, dass Arbeitnehmer von ihren Löhnen kaum noch leben können. Als hätte die Partei damit überhaupt nichts zu tun.



Song Contest 2013: Dänische Freudentränen in Malmö

Ticker-NachleseDie junge Dänin Emmelie de Forest gewann den europäischen Liederwettbewerb. Platz zwei ging an Aserbaidschan, Dritter wurde die Ukraine.



Papst feiert Pfingstmesse vor zehntausenden Gläubigen

Der Petersplatz war gut gefüllt als Papst Franziskus die Messe zelebrierte. Schon am Vorabend gab es ein Fest mit 200.000 Menschen.



Papa, ich will ein Smartphone!

Blackberry und Nokia rittern um Wachstumsmärkte in Asien und Südamerika. Die günstigen Smartphones sind auch hierzulande eine Alternative.



Walaa Hussein: Kickende Grenzgängerin

Die arabische Israelin Walaa Hussein spielt in der palästinensischen Nationalmannschaft und in der israelischen Liga.



„Heimat aktiv gestalten“

Interkultureller Austausch. Zwei junge Österreicher organisieren eine Karriere- und Bildungsmesse für den arabischen Raum und Europa.