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Töchterles große Chance

05.09.2012 | 18:16 |  CHRISTOPH SCHWARZ (Die Presse)

Die Zeit des Uni-Stückwerks muss endlich vorbei sein.

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Es ist eine fast schon historische Chance, vor der Karlheinz Töchterle steht. Gelingt es ihm, sich mit der SPÖ auf neue Zugangsbeschränkungen zu einigen, könnte er als jener (heißt: einziger) Uni-Minister in die jüngere innenpolitische Geschichte eingehen, dem tatsächlich strukturelle Verbesserungen des Studienbetriebs gelangen. Dass die Latte – nach Beatrix Karl – eher tief lag, soll vorerst nichts zur Sache tun.

SPÖ und ÖVP müssen jetzt umfassende, ernsthafte Lösungen vorlegen, die für Unis und Studierende gute Bedingungen schaffen. Die Zeit der Notfallparagrafen und des Stückwerks muss vorbei sein. Denn eines muss klar sein: Eine Halblösung ohne substanzielle Verbesserungen wäre jetzt verheerender denn je. Dass ÖVP und SPÖ in näherer Zukunft nochmals Mut für einen Anlauf zur Reform finden, glauben nicht einmal die Handelnden selbst. Alle Probleme wären also einzementiert. Töchterle wird daran zu messen sein, ob es ihm gelingt, die Platzbeschränkungen auf den Boden zu bringen. Zu wünschen ist das nicht nur ihm, sondern vor allem den Unis und Studenten.

 

christoph.schwarz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.09.2012)

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3 Kommentare

Töchterle hat seine Chance bereits vertan

Anstatt die Finanzierung der Universitäten für die nächsten Jahre abzusichern, werden nun Zugangsbeschränkungen als die große "strukturelle Verbesserung des Studienbetriebs" in den Himmel gelobt. Zum Kopfschütteln.

Gast: Kilian Stark
06.09.2012 11:09
1 0

und damit eine *erst* 40 jahre alte errungenschaft zunichte machen

- "zugangsbeschränkungen" heißt nicht "Verbesserungen des Studienbetriebs"

- selbst der bericht der bmwf-uniko-arbeitsgruppe "Kapazitätsorientierte Universitätsfinanzierung" zeigt, dass es v.a. eine substantiell bessere finanzierung braucht

- in österreich wird reform zu oft mit dem besuch in nachbars garten verwechselt und sich damit zufrieden gegeben der beste kopist zu sein. ich will, dass österreich selbstbewusst den besten weg für sich findet!

Platzbeschränkungen haben auch Vorteile...

...wie man aus der Zusammenlegung Wirtschaftsblatt und Presse sieht. Endlich weniger Platz für Journalist_Innen, Chefredakteure etc.

Ich bin ja nur gespannt, ob die Platzbeschränkungen auch bei den Pensionist_Innen kommen werden.
In den Altersheimen sollte es ja überhaupt viel mehr Platzbeschränkungen geben.


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