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Mohammed-Film: Neue Anti-USA-Proteste erwartet

13.09.2012 | 21:04 |  Von unserem Korrespondenten THOMAS VIEREGGE (Die Presse)

In Washington herrscht Sorge wegen Racheakten gegen US-Truppen in Afghanistan. Vor den Freitagsgebeten verstärken die USA den Schutz ihrer Botschaften. Deutschland schließt seine Vertretungen in islamischen Ländern.

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Washington. Hillary Clinton traf mit ihren Fragen einen Nerv: „Wie viele Amerikaner frage ich mich: Wie konnte das in einem Land geschehen, dem wir zur Befreiung verhalfen? In einer Stadt, die wir vor der Zerstörung bewahrten?“

Nicht nur die Außenministerin und Präsident Barack Obama sind über den Tod von US-Botschafter Christopher Stevens und dreier Mitarbeiter im US-Konsulat in Bengasi geschockt. Die Nation ist konsterniert über die antiamerikanischen Proteste, die sich wie ein Lauffeuer in der arabischen Welt verbreiteten – von Kairo bis Sanaa, der Hauptstadt des Jemen, wo ein Mob die US-Botschaft stürmte. Auslöser war ein auf YouTube verbreitetes Video, in dem Mohammed verunglimpft wird; die Identität des Urhebers ist weiter nicht völlig klar, er dürfte aber in den USA leben. Dort steht er ab sofort unter Polizeischutz. (--> Wer steckt hinter dem Video?).

Die traditionellen Freitagsgebete stehen heute unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen, die USA verstärkten die Bewachung ihrer Vertretungen. In Telefonaten mit arabischen Führern erinnerte Obama sie an ihre Schutzpflicht gegenüber diplomatischen Einrichtungen. Die USA beorderten zwei Zerstörer und mindestens 50 Marines nach Libyen und zogen das Gros ihres diplomatischen Personals aus Tripolis ab. In der einstigen Rebellenbastion Bengasi hielten Sympathisanten indes eine kleine pro-US-Kundgebung ab.

Deutschland reagierte am Freitag mit der Schließung seiner Botschaften in mehreren islamischen Ländern. "Wir beobachten die Entwicklung der Sicherheitslage mit größter Aufmerksamkeit und haben unsere Sicherheitsvorkehrungen an einigen Auslandsvertretungen verschärft", sagte ein Sprecher gegenüber "Spiegel Online".

Spekulationen um al-Qaida

In Washington sprießen unterdessen die Spekulationen über die Hintergründe des Angriffs in Bengasi, der offenbar genau geplant war. Sicherheitsexperten vermuten, dass al-Qaida-nahe Gruppen am Jahrestag des 9/11-Terrors einen gezielten Coup ausgeführt hätten – womöglich als Rache für den Tod der Nummer zwei des Terrornetzwerks, des im Juni bei einer US-Drohnenattacke in Pakistan umgekommenen, aus Libyen stammenden Abu Yahya al-Libi.

Dafür spricht, dass sich erst Stunden nach Beginn der zunächst friedlichen Proteste vor dem Konsulat 30 bis 40 mit Granatwerfern und Panzerfäusten gerüstete Männer unter die Demonstranten gemischt und sofort geschossen hatten. Drohnen sollen bei der Aufspürung der Täter helfen. Präsident Obama schwor: „Wir werden der Gerechtigkeit Genüge tun.“

''USA werden untergehen'': Gewaltspirale dreht sich weiter

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US-Generalstabschef Martin Dempsey war derweil um Kalmierung an der Heimatfront bemüht. Er versuchte, den umstrittenen Pastor Terry Jones telefonisch davon abzubringen, den Film „Innocence of Muslims“ – den Stein des Anstoßes – in seiner kleinen Kirchengemeinde in Florida aufzuführen. Dempsey ist von der Sorge um Leib und Leben seiner Soldaten geleitet. Religiös motivierte Terroranschläge könnten die mehr als 70.000 US-Soldaten in Afghanistan in zusätzliche Gefahr bringen. Aus Gründen der Meinungsfreiheit weigerte sich der Google-Konzern indes vorerst, den Film von seinem Videoportal YouTube zu verbannen – außer in Libyen und Ägypten.

Dem größten arabischen Land der Region gilt das Hauptaugenmerk der USA. In einem Interview ließ Obama seine Bedenken angesichts des Arabischen Frühlings durchblicken: Er sehe Ägypten „weder als Alliierten noch als Feind“. Bei seiner hochgelobten Rede in Kairo im Juni 2009, die ihm den Friedensnobelpreis eintrug, hatte er Wandel und Demokratie in der arabischen Welt postuliert. Das malte er sich aber ganz anders aus.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.09.2012)

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346 Kommentare
 
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Ja ja, der Glauben, in der heutigen Zeit.

Glauben, heisst nichts wissen und nichts wissen heisst dumm sein. Das solche Ereignisse in der heutigen Zeit noch moeglich sind, zeigt von der Unwissenheit ueber die Evolution.
Es sollte nur ein Gebot geben, das folgende: Was du nicht willst das man dir tut, dass fueg auch keinen anderen zu.
Schon im dreissigjaehrigen Krieg gab es die Gewalt in den Religionen und Gewalt herrscht bis in unsere Tage. Du solst nicht toeten und sie halten sich nicht danach.
Ich werde einmal mit einem ruhigen Gewissen sterben, ich habe immer nach meinem Gebot gelebt.

Diese ganze Anbiederungen....


....die Jubelmeldungen "Arabischer Frühling"

....die finanzielle und so. Hilfe....

naja, das Ergebnis sehen wir ja dieser Tage.

Der westen

sollte vielleicht auch mal die ganze entwicklungshilfe stoppen. sollen mal schauen wie die ohne unsere hilfe zurechtkommen. wir brauchen das geld sowieso für wichtigeres.

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Türen auf Europa

Die europäische Politik zeichnet sich durch "open doors" gegenüber den Zuwanderern und Asylanten islamischer Religionszugehörigkeit aus. Die Frage lautet wie lange wird es dauern, dass in Europa unter Gewaltanwendung demonstriert wird und niemand etwas dabei finden wird, weil es nach der "Religion" erlaubt sei!
Dies ist bereits an den bisher abgegebenen Postings von Beschwichtigung bis als gerechtfertigtem Verhalten erkennbar.

Re: Türen auf Europa

Bin absolut der gleichen Meinung. Dieses Appeasement, dem sich va verantwortliche Politiker verschrieben haben, wird uns noch auf den Kopf fallen....

3 0

Unterschied zum Christentum

Der Unterschied zum Christentum ist, dass wenn es in besagten Film um Jesus ging, wären höchstens kritische Worte des Papstes zu hören und ein paar Augenverdreher über die Filmmacher wahrzunehmen.

Gast: gustav3
14.09.2012 14:43
2 0

Die deutsche Botschaft im Sudan steht gerade in Flammen!

Wurde dass beim Freitagsgebet beschlossen?

Gast: Schützt unsere Kinder vor dem Islam!
14.09.2012 13:52
10 0

Gewalt ist die letzte Zuflucht des primitiven und unfähigen!

Und mit solchen Fachkräften ist natürlich die Islamische Welt noch reichlich bestückt.
Da sind sind sie sogar Weltmeister.

Natürlich gibt es sie auch noch in der restlichen Welt.
Aber gegenüber Islamischen Ländern verblassen sie.


Gast: Uschi nix-Mohamad
14.09.2012 13:33
2 0

Igitt

Oh, wie mich diese Quasi-Humanoide anwidern.

Gast: Little Nemo
14.09.2012 13:31
2 1

Da heute Freitag ist ,und die Moslems gerade beim Freitagsgebet sind

ist es nicht auszuschließen dass in den nächsten Stunden und Tagen wieder viele Christen in Ägypten oder Nigeria getötet werden.


Gast: charly66
14.09.2012 12:56
18 2

Wie da wieder die Wogen hochgehen!

In den letzten Monaten wurden in Nigeria und Ägypten Hunderte Christen getötet,Bibeln wurden verbrannt,und alle sind still geblieben.

Nächsten oder spätestens übernächsten Tag ist es wieder aus den Schlagzeilen verschwunden.

Habe auch keine Politischen Stimmen wahrgenommen,die dass ganze verurteilt hätten.

Doch geht es um den Islam, kriechen die Politiker wieder aus ihren Löchern hervor und verurteilen gleich das böse Stümperhafte Filmchen.


Gast: Wonderboy
14.09.2012 12:43
4 0

Islam reagiert wie...

...ein trotziges, hyperaggressives Kleinkind auf jede Provokation (sorry wegen der Verallgemeinerung - sicher nicht ALLE Islamisten) - warum? Mangelndes Vetrauen in die eigene Religion? Anerzogener Radikalismus? Genetik?

Nachvollziehbar ist das für mich nicht im geringsten (bin allerdings auch Discordianer).

Antworten Gast: Einfacher
14.09.2012 13:28
1 0

Abwälzung von Schuld

Ansonsten müsste man sich selbst in Frage stellen.

Islam kennt keine Schuld.

Funktioniert seit 1400 Jahren.

Leider fällt man immer wieder auf diesen Unsinn herein.

Keiner ist verantwortlich für deren Taten. Das machen sie schon alleine.


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Re: Islam reagiert wie...

Informieren Sie sich über das Leben des Propheten. Lesen Sie den Koran und Sie werden diese Menschen verstehen...

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Re: Re: Islam reagiert wie...

die Gewalt ist sicher nicht zu verstehen, zumal sie die falschen trifft. Meinen Sie die US Regierung hatte Einfluss auf den Film?

Der Produzent des Mohammed-Filmes hatte ganz offensichtlich ein Ziel

Die Moslems und Christen bzw. die arabische und die westliche Welt gegeneinander aufzuhetzen. Wie man an den Handlungen des Mobs in arabischen Ländern aber auch an manchen postings hier erkennen kann ist ihm das gelungen. Radikale christliche Wirrköpfe wie US Pastor Jones und Rechtspopulistische Parteien wie Pro Deutschland machen bei dieser Aufwiegelung natürlich gerne mit.

0 0

Re: Der Produzent des Mohammed-Filmes hatte ganz offensichtlich ein Ziel

Es spricht für sich, dass dieses Video prima vista gegen den Islam gerichtet erscheint.
Normale Leute schauen sich so einen Pornoschund gar nicht an und lassen sich auch nicht aufhetzen!
Die historische Frage bleibt offen ob Mohammed ein Gewalttäter, Massenmörder, Geisteskranker und Kinderschänder war.

Volkommen richtig!

Die negativen Bewertungen zu Ihrem posting zeigen, dass die Wirrköpfe die Wahrheit nicht gerne lesen und da sie keine Gegenargumente haben gebens halt rote Stricherl.

Re: Der Produzent des Mohammed-Filmes hatte ganz offensichtlich ein Ziel

Warum zwar die Bezeichnung "Christliche Fundamentalisten" ständig erwähnt wird, aber nie dazu gesagt wird, wie Kopten in Ägypten von Moslems behandelt werden, ist mir schleierhaft.
Die Pussy Riot girls werden bei uns als Helden gefeiert. Hätten sie das selbe, was sie in der Erlöserkatetrale gesungen haben, in einer Moschee gesungen, dann wären sie für unsere Medien wahrscheinlich auch "christliche Fundamentalisten" gewesen.

Gast: Marsmensch
14.09.2012 11:42
1 0

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Also ich glaube an keinen Gott, aber deswegen würde ich nie mit Methoden der Beleidigung meine Position verteidigen. Es sind immer nur die Menschen, denen man ihre ganz persönlichen Verfehlungen vorwerfen kann. Einfach primitiv, ebenso die dänischen Karikaturen damals. Für mich zählt nur Sachlichkeit. Warum schützt Gott nicht vor Krankheit, Unfall, Feuer, Erdbeben usw. Wenn gläubige Menschen ein Unglück erleiden, sind diese besonders erschüttert und verstehen ihren Gott nicht, dass er sie leiden lässt. Für mich sind es die fast unberechenbaren Naturereignisse denen jeder ausgesetzt ist.
Zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort.

Warum muss man sich immer so gewählt ausdrücken, so vorsichtig formulieren, so charmant an der Sache vorbei lügen wenn es um diese Herrschaften geht?


Antworten Gast: 5742
14.09.2012 11:29
13 1

Re: Warum muss man sich immer so gewählt ausdrücken, so vorsichtig formulieren, so charmant an der Sache vorbei lügen wenn es um diese Herrschaften geht?

Ganz einfach weil wir bösen bösen Ungläubigen immer die "dann halten wir auch noch die andere Wange hin" Regel beachten müssen.

Re: Re: Warum muss man sich immer so gewählt ausdrücken, so vorsichtig formulieren, so charmant an der Sache vorbei lügen wenn es um diese Herrschaften geht?

Auf Kruzifixe dürfen österr. Staatskünstler filmgefördert %§%=)§=/ und eine aufgeklärte, westliche Welt dreht sich weiter....

Hier herrscht Meinungsfreiheit


2 0

Re: Hier herrscht Meinungsfreiheit

und Sarkasmus :)

Gast: Novaris
14.09.2012 10:54
1 1

Eine Warnung ?

Zeitung :«Wenn er seine Identität preisgibt, wird er sicher ermordet», sagte Klein.

Nicht unbedingt. Vielleicht will man den USA zeigen, welche Auswirkungen ein Angriff auf den iranischen "Gottesstaat" haben wird.


 
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