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Wann, wenn nicht jetzt: Lehrer, arbeitet mehr!

25.02.2009 | 18:24 |  ERICH WITZMANN (Die Presse)

Zwei Stunden länger in der Klasse: Ministerin Claudia Schmied will dies in einem Kraftakt durchsetzen.

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Claudia Schmied traut sich etwas. Österreichs Lehrer sollen künftig statt 20 ganze 22 Stunden pro Woche in der Klasse stehen. Wann, wenn nicht jetzt, lautet die Devise der SPÖ-Ministerin. Wann, wenn nicht in einer Wirtschafts- und Budgetkrise kann man von fix angestellten Staatsdienern ein größeres Engagement verlangen? Das neue „Lehrerpaket“ soll mit dem Budgetgesetz 2009/10 daherkommen.

Frühere Unterrichtsminister haben sich bei anvisierten Sparversuchen eine blutige Nase geholt. So musste auch der seinerzeitige Ressortchef Erhard Busek, der wohl sicherlich kein Leichtgewicht war, die geplante Kürzung der Schulstunden von 50 auf 45 Minuten zurückziehen, obwohl dies schon mit SPÖ-Finanzminister Lacina akkordiert war. Seine Nachfolgerin Elisabeth Gehrer, wie Busek von der ÖVP, hat schon bei kleineren Änderungen massive Demons-trationen und Lehrerstreiks provoziert. Und ist zur Buhfrau der Nation geworden.

Zwei Stunden mehr Unterricht pro Woche heißt drei oder vier Stunden mehr Arbeit pro Woche. Denn auf eine Unterrichtsstunde kommt nach bisheriger Rechnung eine Vorbereitungsstunde. Eine 44-Stunden-Woche ist nicht gut möglich, trotz der fast vier Monate Ferien. Also sollen, sagt Claudia Schmied, die zusätzlichen Unterrichtsstunden in der bestehenden 40-Stunden-Woche untergebracht werden. Wie dies möglich ist? Hier hat die Unterrichtsministerin noch einigen Erklärungsbedarf.


Die Ministerin ist freilich gewieft genug, nicht allein mit ihrer Sparmaßnahme vorzupreschen. Diese Maßnahme sei mit dem Bundeskanzler und dem Vizekanzler abgestimmt, also mit den Parteichefs von SPÖ und ÖVP. Sagt sie. Allerdings: Im Finanzministerium von Vizekanzler Pröll wusste man am Mittwoch noch nichts davon, in Prölls Namen wird dessen Zusage sogar dementiert. Vermutlich dürfte Pröll die zusätzlichen Stunden nicht befürwortet, aber auch nicht ausdrücklich abgelehnt haben.

Claudia Schmied dürfte extrem hoch pokern, auch um von ihrer Schulpolitik keine Abstriche machen zu müssen. Ihr Credo: keine Kürzung des Schulangebots, keine größeren Schulklassen, keine größeren Teilungsziffern beim Fremdsprachenunterricht, kein Stopp beim Schulbau und vor allem keine Einschränkung bei dem (von der ÖVP ungeliebten) Schulversuch Neue Mittelschule. Den Schwarzen Peter will Schmied der ÖVP zuspielen. Denn erstens ist es deren Parteichef, der als Finanzminister auf Einsparungen drängt. Er könnte ja genauso gut ausreichende Budgetmittel für den Schulbereich zur Verfügung stellen. Zweitens ist die Lehrerschaft zu einem guten Teil ÖVP-Klientel. Also wird auch hier Josef Pröll in die Defensive geraten.


Die parteipolitische Sache ist die eine, die pädagogische Perspektive eine andere Seite. Für die Schüler und in der Unterrichtszeit soll sich nichts ändern. Außer, dass die Lehrervertreter auf eine gewisse Überforderung hinweisen werden. Man wird sich für die einzelne Stunde nicht mehr genauso gewissenhaft vorbereiten können, es wird zwangsläufig zu Defiziten bei der Unterrichtsqualität kommen, wird wohl eines ihrer Argumente lauten. Ein anderes zielt auf die Durchmischung des Berufsstandes ab: Man wird einige tausend Dienstposten abbauen müssen und pensionsbedingte Abgänge nicht mehr ersetzen. Man wird wohl auch auf jene Junglehrer, die derzeit mittels Einjahresverträgen angestellt sind, verzichten. Das bedeutet stellenlose Junglehrer und gleichzeitig eine Überalterung des Lehrkörpers.

Und die Zumutbarkeit? Dass eine Personengruppe mit einem derartigen Urlaubsausmaß (Hauptferien, Weihnachts-, Semester- und Osterferien, Direktorstage) während der Unterrichtswochen ruhig etwas mehr werken darf, wird in der Bevölkerung wohl auf keine Kritik stoßen. Da ist eher das Gegenteil der Fall. Zudem ist es ja statistisch erwiesen, dass die Pädagogen in Österreich im internationalen Vergleich eher etwas kurz im Klassenzimmer stehen.

Sicher ist, dass junge Lehrer und Lehrerinnen ihre Vorbereitungsstunden auch tatsächlich brauchen, ebenso sicher ist, dass dies bei routinierten Pädagogen nicht der Fall ist. Sicher ist, dass viele Lehrkräfte aus eigenem Engagement mehr für die Schule und die Schüler tun und auch ihre Freizeit dafür opfern. Für diese ist eine außerordentliche Honorierung ihrer Mehrdienstleistung schon lange überfällig. Durch zusätzliches Büropersonal an den Schulen könnten die Lehrer weitgehend entlastet werden. Es ist also mehr gefordert als nur ein einmaliger Paukenschlag.

 


erich.witzmann@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.02.2009)

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102 Kommentare
 
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eurospy
02.03.2009 09:22
0 0

Ich erwarte mir kompetente Antworten mit einer Analyse der PISA Studie - Fortsetzung

Z.B. ergibt die PISA Studie für Österreich zum Thema Mathematik.
Mathematikleistungen im internationalen Vergleich: "Über dem Durchschnitt!".
Aber bei der Frage "Besetzung der Risikogruppe in Mathematik (Schülerinnen und Schüler unter und auf Kompetenzstufe I, in %)" hat Österreich einen sehr hohen Anteil."
Aktion -> Man müsste die Mathematik Kompetenz in Berufsschulen extra fördern. Dazu gibt es EU Initiativen, die über Lernstrategien, die von solchen Gruppen als Cool gesehen werden (Mobile Learning) Mathematik extra vermittelt wird. Haben Sie davon schon einmal etwas gehört, sicher nicht.
Ich bin Leiter einer europäischen Innovationsinitiative EuroSPI seit 1994 (Think Tank Europa in IT), Vice President der European Certification and Qualification Association, Leiter seit ca. 18 Jahren in ca. 20 strategischen EU Projekten, Gründungsmitglied einer Vereinigung zur Qualität in Systementwicklung, wo die größten Arbeitsgeber Deutschlands und Österreichs dahinter stehen www.intacs.info

eurospy
02.03.2009 09:12
0 0

Ich erwarte mir kompetente Antworten mit einer Analyse der PISA Studie

Haben Sie die PISA Studie gelesen ? Ich schon. haben Sie sich angesehen, wie Österreichg abgeschnitten hat und welche konkreten Vorschläge die OECD im Einzelnen brachte. Ich denke nicht. typisch - viele reden und keiner kennt sich wirklich aus. Hier nun die Antwort von einem der die Studie zumindest einmal angesehen hat und kein Lehrer ist.
Z.B. ergibt die Studie Folgendes für Österreich.
Lesen in Österreich: "Ueber dem Durchschnitt". Aber bei der Frage: "Prozentualer Anteil von Schülerinnen und Schülern, die angeben, sie würden nicht zum Vergnügen lesen" ist der Anteil sehr hoch.
Aktion: Man müsste Freiräume und gemeinsame Aufbereitungen ion der Schule im Deutschunterricht einführen, um die Freude am Lesen zu fördern.
Ich vermisse vom Ministerium und Ihnen konkrete sachliche Themen und eine reine Mehrzeit von Lehrern ohne Fokus auf Verbnesserungsvorschläge ist unprofessionell.
Wenn Sie weiter so Nonsens ohne sachlichen Hintergrund berichten, werde ich die Zeitung kündigen.

Antworten gberghofer
02.03.2009 09:49
0 0

Re: Ich erwarte mir kompetente Antworten mit einer Analyse der PISA Studie

Mehrzeit ist es nicht. Mehr Unterricht WENIGER Vorbereitung. Wobei die Mehrheit der Lehrer nie und nimmer sich so lang vorbereitet.

Antworten Antworten eurospy
02.03.2009 10:42
0 0

Re: Re: Ich erwarte mir kompetente Antworten mit einer Analyse der PISA Studie

Ich bin jemand, der seit 18 Jahren in EU Strategien mitarbeitet und eher sachlich als persoenlich motiviert agiert. Daher muss ich anmerken, dass das Ministerium seit mehr als 10 Jahren nicht sachlich Verbesserungen aus den Studien der EU abgeleitet hat.

Hier das Beispiel 1: Fr. Minister argumentiert, dass die Mehrzeit sich aus einem Statistik Vergleich der Länder Deutschland, Spanien und Niederlande ergibt, wo mehr gearbeitet wird. Die letzte PISA Studie zeigte aber, dass gerade diese 3 Länder schlechter als Österreich abgeschnitten haben. Die Erwartung an Österreich ist, dass man sich hier nicht systematisch nach UNTEN qualifiziert, sondern hoffentlich nach oben hin orientiert!

Hier das Beispiel 2: Je höher das Rating in den Studien war, desto mehr war ein Lehrerumfeld gegeben, so sich Lehrer laufend weiter gebildet haben und neue Lehrmethoden anwendeten. Freiräume sind dazu unerlässlich.

Ich freue mich schon auf die nächste Europa Studie.

myzypresse
27.02.2009 10:00
0 0

Weniger Überstunden und Junglehrer unterrichten lassen, das ist Solidarbeitrag

Das die SPÖ überhaupt nichts mehr von Soldarität versteht ist shcon zum Kotzen. Ob ihr jetzt die Krone zu Hilfe kommt ist möglich. Wann man nur an Staberl seinerzeit denkt oder die Maria klinger, alle vom rechten Eck. In Betrieben wo 90 Prozent rote sind, in Oberösterreich schaut die Gewerkschaft zu, wie Leasingpersonal die 6 Tagewoche aufbrumt bekommt mit jeden Tag anderen Diensten - Sehr Sozial die ausgefressenen und versoffen Gewerkschafter. Das beste war, dass mir ein roter Spitzengewerkschafter in Oberösterreich ins Gesicht gesagt hat, er und ich werden es nicht mehr erleben, dass sich nicht alles ums Geld dreht. Der böse Neoliberalismus ist Schuld. Diese Aussage kommt einer Kapitulation vor eienr einer falschen gesellschaftlichen Entwicklung gleich, aber er räumt natürlich nicht seine hochdotierten sichern Posten und läßt es andere vielleicht versucht. Ja seine Hand gab die Unterschrift für dubiose Betriebsvereinbarungen zugunsten der Firma. Normalerweise ist das Betrug.

Antworten gberghofer
27.02.2009 14:48
0 0

Re: Weniger Überstunden und Junglehrer unterrichten lassen, das ist Solidarbeitrag

Es wäre ja tödlich die Privilegienritter zu unterstützen. Die meisten Lehrer haben durchaus Sympathien für den Neoliberalismus. Bei der Wirtschaftspartei ÖVP sind sie sicher gut aufgehoben.

Gast: ökono-mist
27.02.2009 02:54
0 0

Schulthemen scheinen auf breites Interesse zu stoßen!

Das sieht man an den vielen Kommentaren.

So gesehen dürfte sich das mediale Lancieren in letzter (Vorwahl-)Minute durch die Ministerin wohl auszahlen - und vielleicht sogar in Wählerstimmen niederschlagen. Immerhin hat es auch zwei ganzseitige "Krone"-Titelschlagzeilen und eine halbstündige Frau Thurnher eingebracht.

Und Botschaften á la "die Lehrer sollen mehr arbeiten" sollen ja obendrein urbeliebt sein bei den Schlagzeilenfressern aller Couleurs...

porter
26.02.2009 22:08
0 0

Die Freizeitorientierten Durchschnittspädagogen fürchten sich vom PRIVILEGIENABBAU

Fakten!!!!!!!!!!

607 Stunden in der Klasse
607 Stunden Vor und Nachbereitung ? wer es glaubt
1214 Stunden im Jahr

2400 Stunden arbeitet ein Angestellter im Jahr.

2 Stunden mehr wo ist das Problem?

Antworten areopagit
26.02.2009 22:42
0 0

FAKTEN-LÜGEN

2400:52=46,1538
Sehe Sie da liegt das Problem!!
Sachliche Auseinandersetzung ist nicht mehr gefragt, nur Neid Lüge, manchmal auch Dummheit.
Sie selbst wissen, dass der Angestellte nicht ohne Urlaub jede Woche 46 Stunden arbeitet. Lehrer und Angestellte feiern Weihnchten, Ostern, ...
Angestellte bekommen Abfertigung
Angestellte kaufen eher selten Material für ihre Arbeit

Es wäre interessant, wennn das Finanzamt einmal anonymisiert veröffentlicht, wie viel Lehrer aus der Privattasche für die Schüler ausgeben (anerkannte WEerbungskosten) und das Finanzamt ist sehr restriktiv mit dieser Anerkennung.

Darüberhinaus merkt jeder Lehrer die Wwirtschaftliche Verschlechterung an den Problemen die Kinder haben.

Zerstörte Familien, Lernen in die Hoffnungslosigkeit (wofür lerne ich, wenn es keine Artbeit gibt, ..)

Antworten Antworten porter
26.02.2009 23:49
0 0

Rechnung zum nachrechnen

47 Wochen Arbeit

= 47 x 51 = ca 2400 Arbeitsstunden

Eine 40 Stunde ist für nicht Beamte und Postler unrealistisch.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast
27.02.2009 14:08
0 0

Re: Rechnung zum nachrechnen

Noch einmal (es steht ja schon witer unten, weil Sie das gleiche unsinnige Posting 2x anbringen mussten):
Vielleicht arbeiten Sie ja wirklich auch an Feiertagen und im Schnitt 10 Stunden pro Tag (d.h. mehr als 25% zusätzlcih) - und zwar gratis.

Dann sollten Sie rasch zur Gewerkschaft gehen, oder gleich zum Arbeitsgericht.

Geldfux
26.02.2009 20:24
0 0

Wer nicht so wie die Lehrer pragmatisiert ist,

mit vielen gewerkschaftlich erstrittenen Privilegien, drei Monate Ferien usw. muss Frau Minister Schmied unterstützen.

Typisch für ihre Gegner sind der Herr Neugebauer, derzeit 2.Nationalratspräsident, ein typischer Herz Jesu ÖAABler, der mit Beginn seiner gut bezahlten politischen Tätigkeit nur eine Minimalzahl von Stunden unterrichtete, da er ja nicht mit einem Abgeordneten Gehalt genug zum Leben hatte, sowie die Landeshauptfrau Gabi Burgstaller. 5 Jahre hat man aus Salzburg nur ihr Lächeln bemerkt. Jetzt ist sie böse, wie kann diese unverantwortliche Sozialistin Dr.Schmied ihren Salzburger Wahlsieg so gefährden, wo ihr einziger Leistungsnachweis das von Faymann abgeschaute "Lächeln" ist. Bitte keine Stimme für Frau Burgstaller,es sei denn man ist ein Lehrer-Gewerkschafter!!

Geldfux
26.02.2009 20:11
0 0

Wer nichtwie Lehrer pragmatisiert ist,

muss die Ministerin Schmied unterstützen.

Antworten Gast: Junglehrer
26.02.2009 23:30
0 0

Re: Wer nichtwie Lehrer pragmatisiert ist,

seit Jahren schon wird niemand mehr pragmatisiert
und:
beim ORF-ZIB Sprecher rechnet man auch mehr zur Arbeitszeit als die paar Minuten mehrmals täglich...
und:
wenn alle hier so "neidig" auf die Lehrerarbeitszeit sind (ist im Übrigen mit dem einen Vorteil behaftet, dass sie flexibel ist - was in der Regel zu mehr zeitl. Ausbeutung führt) , so kann man ihnen ja nur antworten: wären sie es auch geworden - aber so ist es eben nicht. In Wahrheit haben x-Lehrerarbeitszeitstudien in Ö genau das Gegenteil von den nivellierenden Aussagen der Fr. Min. schon nachgewiesen. Aber wie wir in PolBildung ja lehren: Vorurteile und Populismus...
UND: schon die unseelige Fr. Gehrer demotivierte ihr Personal - will also die jetzige Ministerin das noch toppen ? Man möchte glauben sie hat mal in ihrer Managementausbildung etwas Personalpsychologie gelernt...wohl aber nur Konten verschoben - da hatte sie solches nie nötig

Antworten Antworten Gast: Andi
27.02.2009 12:28
0 0

Re: Re: Wer nichtwie Lehrer pragmatisiert ist,

Nix wärst es worden. Wollte damals auch Lehrer werden wie tausende andere auch. Weil 20 Stunden die Woche, 3 Monate Urlaub gegen 40 Stunden die Woche und 5 Wochen Urlaub klingt schon anders. Keinen Druck vom Arbeitgeber etc...
Nur waren da jahrelange Wartezeiten und Aufnahmestopps. Wenn man kann will natürlich jeder ein super bezahlter Tachinierer werden. Und Vor- und Nachbereitungszeit ... geh Bitte. Das erste Mal wenn die Klassen durchlaufen ja. Aber die restlichen Jahre bis zur Pension halten sich dann sehr in Grenzen. Grad mal wenn eine Änderung kommt. Und die Tests, dass weiß ich aus meiner Schulzeit noch, waren in der Regel in den Jahren die gleichen oder sehr ähnlich. Also auch nicht die wirkliche Hacken. Aber klar, wer Privilegien hat gibt sie nicht gerne her

0 0

Sorgfältiger recherchieren!

Die aus Steuergeldern bezahlten Inserate der Unterrichtsministerin haben Sie offensichtlich zu diesem Kommentar motiviert, leider nicht zu einer gewissenhaften Recherche, sonst würden Sie das österreichische Schulwesen besser kennen!

Der Unterschied zwischen Werteinheiten, nach denen die Bundeslehrer tatsächlich bezahlt werden, und Unterrichtsstunden sollte Ihnen bekannt sein. Ebenso die Arbeitszeitstudie, die beweist, dass Lehrer über das ganze Jahr gerechnet bereits jetzt die gesetzliche Arbeitszeit überschreiten; Ferien, Feiertage und Wochenenden sind nicht automatisch arbeitsfreie Zeiten (Korrekturen, Vorbereitung); auch erfahrene Lehrer müssen sich fortbilden- aufgrund des geringen Angebots an qualifizierter institutioneller Fortbildung zeitaufwendiger; ein beachtlicher Teil der Lehrer ist mit Einjahresverträgen beschäftigt, ein großer Teil nicht pragmatisiert - Sie sprechen zynisch von „fix angestellten

Antworten heduda
26.02.2009 20:16
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Re: Sorgfältiger recherchieren!

da kriegt man einen wutanfall.zigmal fiel das fach mathe. bei meinen sohn wegen krankheit.kongress etc,in der AHS aus,wo die vertetung dann ,"macht doch was ihr wollt"als motto ausgab.ich verachte diejenigen,nicht alle,denen die schüler scheissegal sind,und die nur auf ihr eigenes wohlbefinden schauen.da fallen turnstunden aus.die lehrerschaft behindert das fortkommen ihrer schüler um ihre eigenen ,meist esoterischen vorlieben,zu frönen.von den bemühten lehren,ich hoffe es ist die mehrheit,ziehe ich den hut.

Antworten Antworten Gast: Leser
26.02.2009 23:32
0 0

Re: Re: Sorgfältiger recherchieren!

und dann schreibt einer so...wohl auch bei ihm sind schon früher Stunden unwiederbringlich ausgefallen...mit eben diesen Folgen...arm

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Re: Re: Sorgfältiger recherchieren!

das ist richtig, solche vorfälle gibt es auch, aber sehen sie nicht was hier läuft?
die politik ist nicht bemüht mit den lehrern reformen auszuarbeiten um den bildungsgrad unserer kinder zu erhöhen und zu fördern, sie will lediglich diktatorisch vorgehen und das denke ich sollte sich niemand bieten lassen.
bedenken sie, dass die politik es seit jahrzehnten versäumt hat, den bildungssektor zu heben, nun gesellt sich die wirtschaftskrise zu vielen anderen ungelösten problemen dazu und außer am falschen platz zu sparen, wird die politik nichts zustande bringen.
vielleicht sollten sie sich auch die neg. seiten des lehrerberufes ansehen. (ich bin kein lehrer)

Gast: ichmachmirgedanken
26.02.2009 16:24
0 0

endlich im letzten Absatz eine intelligente und weitsichtigere Auseinandersetzung mit dem Thema, bravo!


Max Balan
26.02.2009 14:48
0 0

den Krankenkassen fehlt auch Geld

naja erhöhen wird halt die Arbeitszeit der Krankenschwestern und der Ärzte im Spital

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Re: den Krankenkassen fehlt auch Geld

solidarabgaben von ärzten gibt es bereits, v.a. am med.sektor, es werden jedoch beständig neue forderungen von seiten der politik gestellt.

warum erhöhten sich die parteien die klubförderung, bei politikern und managern ist keine rede von solidarität mit dem volk, im gegenteil, man schiebt ihnen das geld in den rachen, bzw. sie nehmen es sich einfach!

sparen darf nur das unterdrückte volk!

auf die barrikaden!


porter
26.02.2009 14:07
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Lehrer arbeiten um 1200 Stunden weniger

607 Stunden in der Klasse
607 Stunden Vor und Nachbereitung ? wer es glaubt
1214 Stunden im Jahr

2400 Stunden arbeitet ein Angestellter im Jahr.

Wo ist das Problem wenn 2 Stunden mehr verlangt werden?

Antworten Gast: Gast
26.02.2009 16:37
0 0

Re: Lehrer arbeiten um 1200 Stunden weniger

2400 Stunde? Haben Sie als Angestellter 60 Wochen im Jahr? Und zusätzlich 5 Wochen Urlaub? - Leben Sie auf dem Mars?

Richtig gerechnet - und wir gehen nicht von unbezahlten Überstunden aus, die ja auch in der Privatwirtschaft illegal sind:

52 Wochen abzgl. 5 Wochen Urlaub sind 47 Arbeitswochen. Das Jahr hat 12 gesetzliche Feiertage von denen dann im Schnitt 2 ins Wochenende fallen. Macht noch einmal 10 Tage Abzug, bleiben netto 45 Arbeitswochen. Das x 40 sind genau 1800 Arbeitsstunden.

Was aber gegen die Lehrer spricht: Sie konnten Ihnen offensichtlich nicht das Rechnen beibringen.

Gast: ap
26.02.2009 13:26
0 0

Richtiger Schritt, bravo!

Es ist doch immer das gleiche. Jeder Bildungsminister holt sich während seiner Amtszeit einmal eine blutige Nase mit solchen Plänen. Gegen wirklich ordentliche Sparpläne wird auf Seiten der Lehrer immer gleich kräftigst die Nase gerümpft.

Behauptungen basierend auf meiner eigenen (AHS-)Schulzeit, die noch nicht allzu lange her ist:
Von 20 Lehrern gibt es MAXIMAL 2 Stück, die die kalkulierte Vorbereitungszeit auch tatsächlich benötigen. Ich behaupte, im Durchschnitt sind meine Lehrer mit 5 Stunden pro Woche ausgekommen. Und eine Fußnote gleich dazu: Ich setze wenig Vorbereitung nicht mit schlechtem Unterricht gleich!
Diese 5h-Vorbereiter arbeiten im Moment also 25 Stunden durchschnittlich, haben dazu etwa drei Monate Urlaub pro Jahr, verdienen aber wie jeder normale Vollzeit-Arbeitnehmer.

Es soll mir bitte ein ausreichend großes Sample an Lehrern kommen, die ernsthaft und ohne schlechtes Gewissen behaupten kann, dass sie tatsächlich 20 Stunden die Woche vor- bzw. nachbereitet.

Antworten Gast: XXX
26.02.2009 21:18
0 0

Re: Richtiger Schritt, bravo!

Ich korrigiere etwa 1400-1500 Aufsätze bzw. Schularbeiten pro Schuljahr und benötige für einen bzw. eine davon zwischen 10 und 45 Minuten. Man kann sich den Rest selbst ausrechnen. Vorbereitungszeit nicht inkludiert!

 
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