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Ahmadinejad gewinnt die Wahl: Tag des Zorns in Teheran

13.06.2009 | 18:17 |  von KARIM EL-GAWHARY (TEHERAN) (Die Presse)

Das Regime erklärt Amtsinhaber Ahmadinejad zum fulminanten Sieger der Präsidentenwahlen im Iran. Die Opposition wittert Wahlbetrug und zieht auf die Straße.

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Auf dem Fatimi-Platz, im Zentrum Teherans, direkt neben dem Innenministerium stehen die mit den dunkelgrünen Uniformen. Das ist ungewöhnlich und ein schlechtes Zeichen. Denn die Uniformierten gehören einer Polizeispezialeinheit der berüchtigten Revolutionsgarden an. Und die fackeln nicht lange und stürmen mit ihren Schlagstöcken hinter dem kleinen Grüppchen von Studenten her, die sich auf dem Platz versammelt haben, um gegen das zu protestieren, was ein paar Meter weiter im Innenministerium stattfindet: die Verkündung des amtlichen Ergebnisses der iranischen Präsidentschaftswahlen.

Beschwerde beim Wächterrat

Offiziell kommt der gegenwärtige Präsident Mahmoud Ahmadinejad auf 63 Prozent der Stimmen, sein größter Herausforderer Mir-Hossein Moussavi auf nur 34 Prozent. Der Innenminister Sadeq Mahsouli erklärt, dass 85 Prozent von Irans 46 Millionen Wahlberechtigten am Freitag an der Abstimmung teilgenommen haben – ein neuer Rekord. Und doch ist der neue Präsident der alte, fast so, als hätten im Iran nie Wahlen stattgefunden.

Die Opposition spricht nach dem Erdrutschsieg Ahmadinejads von einer Art Putsch und zweifelt das Ergebnis an. Eine Kommission lokaler Wahlbeobachter, die während der Präsidentschaftswahlen von den Oppositionskandidaten ausgesandt worden war, um über Verletzungen des Wahlrechts zu berichten, hat angekündigt, beim Islamischen Wächterrat, einem der höchsten Gremien des Landes, Protest einzulegen und fordert eine Neuwahl.


Khameneis Machtwort

Doch sie haben schlechte Karten. Denn der Oberste geistliche Führer Ayatollah Ali Khamenei hat Ahmadinejad kurz nach der Verkündung des amtlichen Endergebnisses bereits in einer Fernsehansprache gratuliert. Er verklärte das Wahlergebnis zu einer „göttlichen Beurteilung“ und rief alle Kandidaten auf, den Präsidenten zu unterstützen. Revolutionsführer Khamenei hat in allen wichtigen innen- und außenpolitischen Fragen im Iran das letzte Wort.

Hatte Ahmadinejads Gegenkandidat Mir-Hossein Moussavi sich noch am Vorabend kurz nach Schließung der Wahllokale in einer Art Präventivschlag in einer Pressekonferenz zum „definitiven Sieger“ erklärt, hüllte er sich am nächsten Tag zunächst in Schweigen. Eine Pressekonferenz am Morgen und eine weitere am Mittag wurden kurzfristig abgesagt.

Er meldete sich lediglich auf seiner Webseite zu Wort. „Ich werde nicht vor dieser gefährlichen Manipulation kapitulieren“, schrien er und rief seine Unterstützer auf,

„dem Regime der Lügen und der Diktatur zu widerstehen.“ Die Menschen würden niemals jene respektieren, die an diesem Betrug teilgenommen haben. „Die Verkündung von Ahmadinejad als Sieger ist ein Verrat an den Stimmen der Menschen“, heißt es in der Erklärung weiter.

Moussavi steht vor der schwierigen Entscheidung, wie viel Ärger er machen möchte. Ruft er seine Anhänger auf die Straße, um gegen das Wahlergebnis zu protestieren, riskiert er einen Zusammenstoß mit der Staatsmacht.

Es ist eine Sache, wenn die „grüne Bewegung“ vor den Wahlen mehrere Tage für ihren Kandidaten auf den Straßen tanzt. Es ist eine andere, nach den Wahlen auf die Straße zu gehen und das offizielle Wahlergebnis anzuzweifeln und eine Konfrontation mit den Revolutionswächtern zu wagen. Iraner erinnern sich an ähnliche Zeiten in der Geschichte der 30-jährigen Islamischen Republik, bei denen im Verlauf solcher Konfrontationen tausende Menschen festgenommen wurden. Ihr Zögern, auf die Straße zu gehen, ist allzu verständlich.

An deutlichen Warnungen gegen diesen Schritt mangelt es nicht, allen voran vom geistlichen Führer Ayatollah Khamenei selbst, der die Opposition warnt, „provokatives Verhalten zu vermeiden“. In einer Fernsehansprache erklärte er: „Ich gehe davon aus, dass unsere Feinde versuchen, die Süße dieser Wahl durch provokative Taten zu zerstören.“

Der politische Chef der Revolutionsgarden, Yadollah Javani, hatte bereits im Vorfeld die Moussavi-Anhänger gewarnt, eine Art Samtrevolution wie in Osteuropa zu versuchen und hatte angekündigt, einem solchen Versuch „in den Hintern zu treten“.

Sieg Moussavis in Teheran

Die große politische Frage wird also sein, ob die Iraner das Wahlergebnis anerkennen werden, und welche Möglichkeiten sie haben, Widerspruch einzulegen. Deutlich wurde in den Wahlen aber auch, wie polarisiert die iranische Gesellschaft ist.

Wird Ahmadinejad als der Held der kleinen Leute gefeiert mit einer Machtbasis auf dem Land und in den Kleinstädten, haben die Reformer die Unterstützung vor allem Jugendlicher, Frauen und der Bildungselite in den Städten. Sogar laut des amtlichen Endergebnisses hat Moussavi die Wahlen in Teheran gewonnen.

Manche westlichen Beobachter hatten in der Hauptstadt vielleicht den falschen Eindruck gewonnen. Auf dem Land und auch in den ärmeren Bezirken Teherans ist die Popularität Ahmadinejads ungebrochen. Während seiner Amtszeit hat der Präsident fast ununterbrochen Wahlkampf in den Provinzen geführt und Wohltaten verteilt.

Zuletzt war es seiner Regierung auch gelungen, die Inflation von 30 Prozent auf 15 Prozent zu senken. Die Arbeitslosigkeit blieb hoch. Doch das revolutionäre Versprechen des ultra-konservativen Präsidenten, die Korruption und die Ungleichheit zu bekämpfen, fällt immer noch auf fruchtbaren Boden. Den einfachen Bürgern gefällt es auch, dass der Sohn eines Schmieds sich so unverhohlen mit dem Westen und mit Israel anlegt. Dass er den Iran damit in die Isolation führt, stört nur die Intellektuellen in der Stadt. Das Atomprogramm steht im Iran ohnedies außer Streit. Es war auch kein großes Thema im Wahlkampf.

Nicht abzuschätzen war jedoch am Samstag, wann und ob sich der Zorn der Anhänger Moussavis über das Wahlergebnis legt. Teheran könnten noch heiße Tage bevorstehen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.06.2009)

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189 Kommentare
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Was It A Military Coup?

That is what this Tehran Bureau report suggests. ... this makes sense:
A coup that originated with the military rather than the clerical...

It also dovetails well with Interior Ministry employees' warnings that Ayatollah Mesbah-Yazdi, who is influential in the military, issued a fatwa authorizing manipulation of the elections.

A coup led by the military is also easier to explain than one ordered by Ayatollah Khamene'i.


Gast: Kommentator der Kommentare
14.06.2009 22:36
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Links ?

Der Geisteskranke hat also angeblich gewonnen.
Na fein, es geht weiter wie bisher
Links soll er sein, dieser Islamist ? Islamisten sind nicht links, sondern leben in der geistigen Steinzeit. Außerdem ist er ein Holocaustleugner wie unsere Nazis.
Und bei uns ist er ein Held der Rechtsradikalen.

MiNeum71
14.06.2009 20:54
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Zum besseren Verständnis


Auch wenn Ahmadinejad für unsere Verhältnisse als ein Ultrakonservativer bezeichnet werden kann, er steht wesentlich weiter links als das konservative Establishment.

Das wahre Übel Irans sind die konservativen Kleriker rund um Khamenei, Mesbah Yazdi und Dschannati, die nicht einmal davor zurückschrecken, die eigenen Mullahs (Borudscherdi, Taleghani, Schariatmadari, Montazeri) zu foltern bzw. umzubringen.

Gast: Gast
14.06.2009 15:26
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Mein Gott

Tage des Zorns gibt es immer, wenn einer politschen Gruppierung ein Wahlergebnis nicht passt. Man erinnere sich an Österreich, als die vom Wahlergebnis betroppezte Linke auf den Straßen "Widerstand, Widerstand, Schüssel, Haider an die Wand" skandierte.

Wenn ein Oppositionskandidat sich schon vor Ende der Wahl zum Sieger erklärt und im Falle seiner Niederlage das Wahlergebnis nicht anerkennen will, ist er wahrscheinlich koscher und hochfinanziell vorfinanziert.

Antworten Gast: Aber bei uns in Bagdad ...
15.06.2009 07:31
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Re: Mein Gott

Wozu in die Ferne schweifen? Wozu nach Teheran gehen? Erinnern wir uns der Wahl in Klagenfurt, die unser Genosse Wiedenbauer nach eigener geheimer Auszählung haushoch gewonnen hatte. Daß die Stimmzettel danach verschwunden waren, dürfte auf ein Mißverständnis des Begriffes "Wahlgeheimnis" zurückzuführen sein. Unser Genosse Hans Modrow, letzter Staatsratsvorsitzender der ruhmreichen DDR bekam nach dem Mauerfall wegen erwiesener Wahlfälschung zwei Jahre und sitzt jetzt für die SED/PDS im Europa-Parlament. Venceremos! Freundschaft! Prost!

LIFE DABEI
14.06.2009 16:27
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Re: Mein Gott

Mein Gott wie schön lässt sich doch alles banalisieren .

Tumulte eben, einfach wie in Österreich...
Das ist die Formel dieser Werbeanzeige

Wie lächerlich macht sich ein Mullah-Regime nach Tumulten angeblch vergleichbar denen nach einem Fussballspiel

- alle Kommunikationsmittel lahm zu legen
- die Presse auszuweisen
- auf die eigenen Leute zu schiessen
- das Leben der Opposition nicht mehr zu garantieren

Die zynische Fratze eines Gewaltregimes
das nervös um sich schlägt.
Zur Nervosität haben die allen Grund denn die Zeiten der Bush-Ära die ihnen in die Hände spielte ist vorbei.
Und das ist auch gut so.

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Re: Re: Mein Gott

"alle Kommunikationsmittel lahm zu legen
- die Presse auszuweisen
- auf die eigenen Leute zu schiessen
- das Leben der Opposition nicht mehr zu garantieren"

Ich kann mich an Oesterreichs "demokratische" Sanktionszeit erinnern:

- die oesterr. Presse wurde auslaendischen Interessen unterstellt
- Oesterreicher wurden weltweit denunziert
- die politischen Karrieren oesterr. Politiker in EU, UNO, etc. vernichtet

Das Fazit dazu ueberlasse ich den Lesern.

MiNeum71
14.06.2009 17:53
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Re: Re: Re: Mein Gott


Ihnen wünsche ich vom ganzen Herzen ein Leben in einem solchen Staat wie dem Iran, dann würden Sie nach spätestens einem Jahr nach Österreich zurückkommen und den Boden jeden Tag küssen, auf dem Sie dann gehen ... Sie undankbares Nichts.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Beobachter
14.06.2009 20:30
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Re: Re: Re: Re: Mein Gott

Nun, ich kenne da ein paar, die gar nicht so freiwillig zum Boden-Kuessen nach Oe-Stan zureuckgeschafft wurden, und hier langjaehrige Haftstrafen wegen eines falschen Wortes oder einer falschen Schrift verbuessen. Das Mullah-Regime ist oft milder mit seinen Dissidenten.

MiNeum71
14.06.2009 21:02
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Re: Re: Re: Re: Re: Mein Gott


Stimmt: Es erspart ihnen das ganze Drum-Herum und bringt sie gleich via Evin um.

LIFE DABEI
14.06.2009 17:35
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Re: Re: Re: Mein Gott

Diese beiden Situationen in einen Zusammenhang zu bringen ist echt verwegen. Es gab damals weder Verhaftungen, Bedrohung des Lebens oder gar Tote.
Auf diesem Niveau diskutiere ich nicht.

Übrigens bekommen Sie Zeilenhonorar ? Das ist ihr 64..Beitrag zum Thema. Oder waren es erst 63... genau gezählt habe ich das nicht. Dazu ist mir meine Zeit zu schade.

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Re: Re: Re: Re: Mein Gott

"Übrigens bekommen Sie Zeilenhonorar ? Das ist ihr 64..Beitrag zum Thema. Oder waren es erst 63... genau gezählt habe ich das nicht. Dazu ist mir meine Zeit zu schade."

Beschweren Sie sich beri der Presse-Admin darueber, wegen Diskriminierung!

Mir tun eh schon die Finger weh: Ich kann schreiben was ich will, die da oben loeschen mich einfach nicht.
Wie wuerden Sie das auffassen? ;-)

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Ob mit oder ohne Ahmadinejad, das intelligente Volk der Iraner sehnt sich nach Freiheit!

Ich glaube, die Wahrheit über die 65%ige Zustimmung für Ahmadinejad bei der Präsidentschaftswahl liegt darin, wie eine Iranierin es gestern im TV erklärte, dass nicht 85% der Iraner an der Wahl teilnahmen, sondern nur 7.5 Millionen, also 15%.

Ihrer Meinung nach hätten nur die moslemischen Fanatiker und die westliche Jugend an der Wahl teilgenommen, die apathische Bevölkerung aber nicht.

Die 85%ige Wahlbeteiligung war nur eine Propaganda-Aussage der iranischen Regierung für die westlichen Medien, um eine große Einheit unter der iranischen Bevölkerung vorzugaukeln.

Ein iranischer Arzt in Sharjah, in den arabischen Emiraten, der in den Iran ein und aus reisen darf, sagte mir, dass der überwiegende Teil der iranischen Bevölkerung nicht hinter den Mullahs steht. Dieselbe Aussage erhielt ich von einem Iraner auf der iranischen Golf-Insel Kish.

Es war während des Kalten Krieges falsch die überaus friedliebende, weil geschundene russische Bevölkerung, mit ihrer Regierung zu identifizieren und es ist heute falsch, dasselbe mit der iranischen Bevölkerung zu tun. Die heutige iranische Bevölkerung ist sehr informiert; die russische war es damals nicht.

Antworten Gast: fumaz
15.06.2009 00:36
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Re: Ob mit oder ohne Ahmadinejad, das intelligente Volk der Iraner sehnt sich nach Freiheit!

Ist doch alles eine Farce.
Für das gemeine Volk wird sich auch weiterhin nichts oder kaum ewas posives ändern. leider.
wäre nur bei absoluten freien wahlen möglich.

Antworten Gast: gast
14.06.2009 20:58
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Re: Ob mit oder ohne Ahmadinejad, das intelligente Volk der Iraner sehnt sich nach Freiheit!

genau, 2 iraner (darunter eine exil-iraner) sagen ihnen, dass das iranische volk hinter dem mullah regime steht und sie verallgemeinern.
in meinen iran-reisen, erlebe ich großteils menschen die die mullahs und allen voran ahmadinhejad satt haben. sie brauchen im iran nur in eine taxi zu steigen und schon beschweren sich schon die leute.
dass gegen ahmadinejad betrugsvorwürfe laut werden, passiert ja auch nicht zum ersten mal, es wiederholt sich lediglich die geschichte.

Antworten Gast: gast
14.06.2009 20:57
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Re: Ob mit oder ohne Ahmadinejad, das intelligente Volk der Iraner sehnt sich nach Freiheit!

genau, 2 iraner (darunter eine exil-iraner) sagen ihnen, dass das iranische volk hinter dem mullah regime steht und sie verallgemeinern.
in meinen iran-reisen, erlebe ich großteils menschen die die mullahs und allen voran ahmadinhejad satt haben. sie brauchen im iran nur in eine taxi zu steigen und schon beschweren sich schon die leute.
dass gegen ahmadinejad betrugsvorwürfe laut werden, passiert ja auch nicht zum ersten mal, es wiederholt sich lediglich die geschichte.

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Re: Ob mit oder ohne Ahmadinejad, das intelligente Volk der Iraner sehnt sich nach Freiheit!

Zu dem ugf. 44-jaehrigen Iraner auf der iranischen Golf-Insel Kish waere noch zu sagen, dass er, ein ehemaliger Khomeiny-Juenger, wegen der Versprechen Khomeiny und dessen Nachfolger, sein Chemie-Studium aufgegeben hatte und jahrelang auf die nicht eintreffen wollenden wirtschaftlichen Wunder gewartet hatte.

Schliesslich zog er enttaeuscht und verbittert mit seiner Gattin auf die iranische Golf-Insel Kish, wo er sich westlichen Kunden als Chauffeur verdingt und ueber seine betgrogene Jugend klagt.

Ich meinerseits klagte ihm ueber die "dekadente und selbstsuechtige USA und den Westen ueberhaupt". Er glaubte mir kein Wort. Ihm war das unwichtigi. Er wollte nur weit, weit fort vom Iran, um wenigstens seinen Kindern eine bessere Zukunft zu bieten als er sie hatte.

Fuer jene Leser die wenig oder nichts mit Iranern zu tun haben: Jene Iraner, mit denen ich mich, ohne zu wissen, dass sie Iraner sind, gelegentlich in Gespraeche verwickle, sind ihrem aussehen nach von Mitteleuropaeern nicht zu unterszcheiden. Den iranischen Arzt hielt ich zuerst, wegen seiner Aussprache und aussehen, fuer einen Tschechen.

Antworten Antworten Gast: Gast
14.06.2009 16:07
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Re: Re: Ob mit oder ohne Ahmadinejad, das intelligente Volk der Iraner sehnt sich nach Freiheit!

Was genau möchtest Du uns sagen, Eberndorfer?

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Re: Re: Re: Ob mit oder ohne Ahmadinejad, das intelligente Volk der Iraner sehnt sich nach Freiheit!

Irre machen, durch Aufzeigen beider Seiten derselben Medaille.

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Der Westen hat in Georgien und in der Ukraine die Wahlen so lange wiederholen lassen bis

ihr Kandidat sich durchgesetzt hat...

Jetzt versuchen sie das gleiche im Iran...

Ob sie Erfolg haben werden?

roooster16
15.06.2009 08:10
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Re: Der Westen hat in Georgien und in der Ukraine die Wahlen so lange wiederholen lassen bis

Da kann ich dir nur beipflichten,die Iraner haben sich bei ihrer Wahl nicht an "Die Presse" Wahlvorschläge gehalten.

ichmeine
14.06.2009 10:11
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Ahmadinejad als konservativ

oder auch als ultrakonservativ zu bezeichnen finde ich lustig.

Ohne Polemik: Was wäre ein "Strache" auf dieser Skala?

MiNeum71
14.06.2009 18:01
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Re: Ahmadinejad als konservativ


Ich bin erstaunt, wie Menschen mit solch geringem Wissen sich bemüßigt fühlen, hier ihren Senf dazu zu geben.

Im Vergleich zu einem Ahmadinejad ist Strache ein "Ultraliberaler": Mir ist nicht bekannt, daß Strache die Rechte der Frauen halbieren, die politische Freiheit abschaffen oder religiöse Minderheiten exekutieren möchte.

Strache ist im Rahmen einer offenen, zivilisierten Gesellschaft untragbar, aber im Iran wäre er ein Heiliger.

ichmeine
14.06.2009 19:17
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Re: Re: Ahmadinejad als konservativ

falsch verstanden: ähnliches meinte auch ich.

MiNeum71
14.06.2009 20:43
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Re: Re: Re: Ahmadinejad als konservativ


Sorry ;)

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