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War es wirklich Wahlbetrug? Viele Indizien, aber kein Beweis

19.06.2009 | 18:31 |  Von unserem Korrespondenten JAN KEETMAN (Die Presse)

Eine Auflistung der Merkwürdigkeiten bei der iranischen Präsidentenwahl.

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Alle drei unterlegenen Kandidaten, auch der Konservative Mohsen Rezai, gehen von Wahlbetrug aus und fordern eine Wiederholung der iranischen Präsidentschaftswahl. Sie brachten beim Wächterrat eine Beschwerde gegen 646 Unregelmäßigkeiten ein. Rezai sprach von 170 Wahlbezirken, in denen nach den offiziellen Auswertungen zwischen 95 und 140 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hätten. Beweise für den Betrug gibt es bisher nicht, doch einige Indizien.

• Offiziell kam Amtsinhaber Mahmoud Ahmadinejad schon im ersten Durchgang auf 62,6 Prozent der Stimmen. Es ist wenig plausibel, dass er im Vergleich zur Stichwahl 2005 sieben Millionen Stimmen gewonnen haben soll. Und das trotz der hohen Inflation und obwohl er gegen drei Kandidaten angetreten ist, die ein weites Spektrum inklusive eines Teiles der Konservativen vertreten.
• Merkwürdig ist auch, dass die hohe Wahlbeteiligung von 80 Prozent diesmal nicht den Reformern zugute gekommen sein soll.
• Verwundert hat zudem das Abschneiden von Mehdi Karroubi. Vor vier Jahren hatte er noch 17Prozent der Stimmen, diesmal laut amtlichem Endergebnis nur 1,7Prozent. Sein Wahlkampfmanager Mohammed Ali Abtahi hat erklärt, Karrubi habe weniger Stimmen bekommen, als er offiziell registrierte Wahlhelfer gehabt habe. Abtahi wurde zwei Tage nach der Wahl verhaftet.
• Ein weiteres Indiz für einen möglichen Betrug ist das schlechte Abschneiden Karroubis in seiner Heimatprovinz Lorestan. Dort soll er nur 20.000 Stimmen bekommen haben, während er bei der letzten Wahl in Lorestan Sieger war.
• Ahmadinejad erhielt auch in Täbriz, der Heimatstadt seines Hauptkonkurrenten Moussavi, 57Prozent der Stimmen. Dass ein aus dem iranischen Aserbaidschan stammender Kandidat in der Provinzhauptstadt derart deutlich verliert, gilt als unwahrscheinlich.
• Der deutsche Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler, hat darauf aufmerksam gemacht, dass das Endergebnis für eine Auszählung zu früh gekommen sei. Außerdem hätten die Prozentzahlen bei Zwischenergebnissen einmal die Summe von 108 Prozent und einmal 94 Prozent ergeben.
• Stutzig macht, dass es keine stärkeren Schwankungen nach den ersten Auszählungen gab. Ahmadinejad hielt seinen Vorsprung und legte gleichmäßig zu, auch nach der Auszählung Teherans, obwohl dort letztlich sogar laut amtlichem Ergebnis sein Herausforderer Moussavi gesiegt hat.
• Ein weiteres Indiz ist, dass Moussavi schon während der Wahl und unwidersprochen behauptet hat, dass seinen Vertretern eine Kontrolle der Wahl verweigert werde.
• Ayatollah Rafsanjani, ein Unterstützer Moussavis, warnte schon vor der Wahl eindringlich vor Manipulationen. Betrug lag in der Luft, sonst wäre Moussavis Lager nicht noch in der Wahlnacht vorgeprescht, um seinen Sieger zu verkünden. Nur wenige Minuten später konterte die Wahlkommission, um Ahmadinejad zum Sieger zu erklären. Eigentlich war die Verlautbarung der Ergebnisse erst für Samstag angesetzt worden.

Laut Opposition fuhr Ahmadinejad in Wirklichkeit nur 11,6 Prozent ein. Auch das erscheint wenig glaubwürdig. In westlichen Staatskanzleien sind viele überzeugt, dass Ahmadinejad die Wahl gewonnen hat – wenngleich nicht mit dem ausgewiesenen Vorsprung.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.06.2009)

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25 Kommentare
 
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Jetzt ist die Katze aus dem Sack!

Ari Fleischer, der erste amerikanische Lügen-Verbreiter Bushs hinsichtlich des Kriegsverlaufs im Irak, hat eine typische neokonservative Hypothese über das Warum des jüngsten iranischen Massenaufstands - mit oder ohne Wahlbetrug, mit oder ohne Moussavi und, natürlich, mit oder ohne Obama - aufgestellt.

Ari Fleischer behauptet klipp und klar dass die Einführung und Ausstrahlung in den Iran der amerikanischen Bomben-Demokratie im Irak, durch Bush und Cheney, die iranischen Geschäftsleute, die zum Einkauf in den Irak kommen, so stark beeinflusst hätte, dass sie sich seither nichts sehnlicher wünschten, als eine Demokratie nach irakischem Vorbild.

http://opinionator.blogs.nytimes.com/tag/barack-obama/

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Obama, der Fruehlingsbote des Irans!

Obamas Rede des Jahrhunderts in Kairo war der Grund des Wahlverlustes der Hisbollah im Libanon und des Wahlverlustes Ahmadinejads im Iran.

Die Wahl Ahmadinejads(2005) war Irans Antwort auf Bush und dessen "Axe des Boesen".

Mit Obama begann ein neues Tauwetter und ein neuer Fruehling im Iran.

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Der Unterschied !

Bush brauchte das Gaza-Massaker nicht zu kommentieren, weil niemand in I.srael ihn zugehört hätte..

Obama kritisiert das iranische Regime nicht, weil er mit ihm verhandeln will. Würde er es jetzt kritisieren, würde er sich damit selbst ausladen.

Das einzige Regime das an einer Destabilisierung des Iran interessiert ist, ist I.srael. Denn dann hätte es wieder einen Grund, wie damals vor der Irak-Krise, mit den Palästinensern nicht verhandeln zu müssen.

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Re: Der Unterschied !

Flüchten¿s noch schnell nach Gaza oder nach Damascus zum Alois Brunner,bevor Sie die Polizei wegen Ihrer Kriegsverbrechen am Balkan in Kärnten/Koroska noch erwischt!

Noah von der Arche am Berg der Freude

Gast: Shia
20.06.2009 12:23
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Twitter

Jetzt verstehe ich, warum die Mainstream-Medien in den letzten Tagen das Kommunikationsnetzwerk Twitter so hochgelobt haben.

Von Nachrichtensperre war da die Rede. Und Twitter wäre der einzigste Weg, um an Informationen aus dem Iran zu kommen, hieß es.

Einige Blogger, die sich als Iraner ausgaben aber vermutlich Israelis waren, haben das Netzwerk benutzt, um Stimmung gegen die Wahl im Iran zu machen.

Das Interessante ist, dass die Jerusalem Post sie tatkräftig unterstützte. Weil dieses einigen Lesern aufgefallen ist, haben sie die Namen der Blogger auf der Seite der Jerusalem Post entfernt. Es gibt aber noch Screenshots der Seite.

http://www.chartingstocks.net/2009/06/proof-israeli-effort-to-destabilize-iran-via-twitter/


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Re: Twitter

Arbeiten Sie für den Iranischen Geheimdienst?

Haben Sie auch Kurden ermordet,wie Ihr Präsident?

Noah von der Arche am Berg der Freude

Antworten Antworten Gast: Shia
20.06.2009 16:27
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Re: Re: Twitter

Da wird behauptet, dass es “Unregelmäßigkeiten“ bei der Auszählung gegeben hätte, ohne auch nur einen einzigen handfesten Beweis zu haben.

Dazu muss man wissen, dass im Iran die Auszählung stets vor einer großen Menschengruppe erfolgt, und jeder angemeldete Zuschauer auch zusehen darf. Jedes Ergebnis eines jeden einzelnen Wahllokals wird veröffentlicht.

Und so gab es z.B. in Teheran tatsächlich einige Wahlkreise im Norden, in denen Mousawi gewonnen hat; bei den Reichen und Hübschen.

Antworten Antworten Gast: Shia
20.06.2009 15:12
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Re: Re: Twitter

Nein, aber ich freue ich auf jede Art von Vergeltung über die Morde von MOSSAD-Agenten!

Antworten Antworten Gast: Shia
20.06.2009 14:39
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Re: Re: Twitter

Nei, aber ich weiß wen alles die MOSSAD ermordet hat!!

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Re: Re: Re: Twitter

Nur tote Pali-Terroristen sind gute Terroristen!

Noah von der Arche am Berg der Freude

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Shia
20.06.2009 20:44
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Re: Re: Re: Re: Twitter

Und ich sage: Nur tote Zionisten, sind gute Zionisten!

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Re: Re: Re: Re: Re: Twitter

Wird Euch aber nicht gelingen,denn Ihr habt bisher alle Kriege jämmerlich verloren und auch den nächsten Krieg werdet Ihr total verlieren!

Macht deshalb besser Ackerbau und Viehzucht in Euren arabischen Heimatländern,statt Kriege zu führen!

Ihr habt im Heiligen Land NICHTS verloren!

Noah von der Arche am Berg der Freude

Gast: Shia
20.06.2009 12:17
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Für alle Zweifler

Guardian- Studie prognostizierte bereits 3 Wochen vor den Wahlen das amtliche Wahlergebnis!

Die Telefonstudie des Guardian belegt, dass Ahmadinejad in der Wählergunst gegenüber Mussawi landesweit mit 2:1 vorne lag. Eine aus Furcht vor Telefonabhörung abgegebene gelogene Antwort kann deshalb nicht gegeben sein, weil bei der Mehrheit Positionen zu erkennen waren, die im Konflikt mit der offiziellen Linie der Regierung stehen.

Ken Ballen and Patrick Doherty
guardian.co.uk, Monday 15 June 2009 20.00 BST

http://www.guardian.co.uk/commentisfree/cifamerica/2009/jun/15/iran-election-polling

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Re: Für alle Zweifler

Posten Sie in diesem Forum für den SAVAK?

Noah von der Arche am Berg der Freude

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Re: Re: Für alle Zweifler

Noch eine Frage Mister Shia!

Glauben Sie nicht,

dass die Basij-Prügelbanden

eine gewisse Ähnlichkeit mit der SA

des untergegangenen Deutschen Reiches

haben?

Noah von der Arche am Berg der Freude

Gast: Messalina
20.06.2009 11:16
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der Oppositionelle hat sich halt verschätzt,

klar, daß er dachte, er hätte die Mehrheit hinter sich, so war es halt nicht

Antworten Gast: Rocco
20.06.2009 16:17
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Re: der Oppositionelle hat sich halt verschätzt,

Signorina Messalina!

Können wir uns bald kennenlernen?

Wir können alles gerne bei mir weiterdiskutieren.

Danach zeige ich Ihnen meine Briefmarkensammlung, und...

Ciao, Amore mio...

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Re: der Oppositionelle hat sich halt verschätzt,

War Messalina nicht eine bekannte Hure im alten Rom?

Noah von der Arche am Berg der Freude

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Re: der Oppositionelle hat sich halt verschätzt,

"Römische Hure"Messalina!

Die OPPOSITION hat die Mehrheit im Iran,aber leider keine Waffen!

Noah von der Arche am Berg der Freude

Antworten Antworten Gast: Messalina
20.06.2009 12:20
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Re: Re: der Oppositionelle hat sich halt verschätzt,

Jahrzehntelang hüteten die "Judeus" Brasiliens einen dunklen, wunden Punkt ihrer Vergangenheit wie ein Geheimnis, die junge Generation der Gemeinden erfuhr in den Kursen über die Geschichte des Judentums nicht ein einziges Wort darüber.

Sao Paulos Rabbiner Henry Sobel, führender Repräsentant der brasilianischen Juden, machte damit Schluß, berichtete auch den Jugendlichen beschämende Wahrheiten, räumte auf mit den letzten Tabus:Sogar in den Edelbordellen der lateinamerikanischen Wirtschaftsmetropole, wo heute weit über einhunderttausend Juden leben, dominierten einst jüdische Prostituierte aus Europa, viele davon tiefreligiös.

Den Freiern gaben sie sich wider Willen hin - gewzungen von jüdischen Zuhältern...

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Re: Re: Re: der Oppositionelle hat sich halt verschätzt,

Der Vatican betrieb auch jahrhundertelang Bordelle in Roma!

Vermutlich auch heute noch?

Zuhälter gibt es in jedem Volk,besonders bei den Teitshen.

Noah von der Arche am Berg der Freude

widder
20.06.2009 10:50
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Lug und Trug gehört seit Mohammeds Zeiten zu Islam

Lügen und Täuschung gehörte schon immer zur ilsamischen Geisteshaltung. Für das westliche Denken kann es schwierig sein, diese Tatsache zu akzeptieren.
Eine weitere Vorstellung, mit der das westliche Denken seine Schwierigkeit hat, ist die weitere Tatsache, dass eine Moschee nicht nur für religiöse Aktivitäten dient. Moscheen werden benutzt, um den Djihad gegen uns Ungläubige zu unterstützen.

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Re: Lug und Trug gehört seit Mohammeds Zeiten zu Islam

Andere Laender, andere Sitten!

Lange vor der Erfindung von Moscheen, feilschten die J.uden im T.empel von J.erusalem um Waren, Preise und Profite (vielleicht auch um Huren?) ;-)

J.esus 'entheiligte' dieses
Benehmen damit, dass er in diesem T.empel den ersten Hausfriedensbruch beging, d.h. einige 'Moebel' umstuerzte und die Haendler aus dem T.empel warf.

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In einer islamistischen Diktatur

sind demokratische Wahlen quasi unmöglich!

Noah von der Arche am Berg der Freude


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Re: In einer islamistischen Diktatur

In 'Gross-I.srael' sind demokratische Wahlen zwar moeglich, doch halten sich J.uden nicht daran (siehe Hamas-Wahlsieg).

 
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