22.05.2012 15:30 | Meine Presse Merkliste 0

Miliz will Protesten "in revolutionärer Weise" begegnen

22.06.2009 | 17:00 |   (DiePresse.com)

Die systemtreuen Revolutionsgarden drohen den oppositionellen Demonstranten offen mit Gewalt. Der Wächterrat räumt unterdessen Unregelmäßigkeiten bei der Wahl ein. Das heizt die Stimmung weiter an.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

"In der gegenwärtig angespannten Lage werden die Garden Randalierern und Gesetzesbrechern entschlossen in revolutionärer Weise entgegentreten." Mit diesen Worten kündigten die systemtreuen Revolutionsgarden am Montag auf ihrer Webiste eine noch härtere Gangart gegenüber den oppositionellen Demonstranten an. Man werde nicht zögern, sich unerlaubten Demonstrationen von geschlagenen Präsidentschaftskandidaten entgegenzustellen.

Die Opposition solle "die Sabotage und die aufrührerischen Aktivitäten" einstellen. Der Widerstand sei eine "Verschwörung" gegen den Iran. Dessen ungeachtet gehen die Massenproteste in Teheran unvermindert weiter. Auch am Sonntagabend berichteten Augenzeugen wieder von Schüssen, die aus mehreren Teilen der iranischen Hauptstadt zu hören gewesen seien. In Sprechchören sollen Gegner des Präsidenten immer wieder "Allah ist groß" und Moussavis Namen gerufen haben, eine Protestform, die auf den Aufstand gegen den Schah 1979 zurückgeht. Auch "Tod dem Diktator" sei immer wieder zu hören gewesen.

Iranische Polizei verhaftet zwei Männer


Gemeldet wurde zudem die vorübergehende Verhaftung der Tochter des früheren Präsidenten Hashemi Rafsanjani, Faezeh Hashemi. Rafsanjani ist nach wie vor einer der einflussreichsten Männer in der Führung der Islamischen Republik, gilt aber als Reformer und ist ein Gegner Ahmadinejads.

Oppositionskandidat Mir-Hossein Moussavi rief am Sonntagabend seine Anhänger zur Fortsetzung der Proteste auf. "Es ist euer Recht, gegen Lügen und Betrug zu protestieren", heißt es auf einer auf Mussawis Internetseite verbreiteten Erklärung. Dass es Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen am 12. Juni gegen hat, hat nun der Wächterrat festgestellt. Wie der iranische Fernsehsender Press TV am Sonntag auf seiner Internetseite berichtete, habe es in 50 Städten mehr Wähler als Wahlberechtigte gegeben.

Unregelmäßigkeiten bei drei Millionen Stimmen

Der Sprecher des Wächterrats sagte im Fernsehsender IRIB, die Unregelmäßigkeiten beträfen mehr als drei Millionen Stimmen. Es müsse jedoch noch geprüft werden, ob diese Stimmen für den umstrittenen Wahlausgang entscheidend gewesen seien, betonte der Sprecher. An dem Urnengang hatten sich 85 Prozent der rund 46 Millionen Wahlberechtigten beteiligt, Präsident Mahmoud Ahmadinejad erhielt fast 63 Prozent der Stimmen.

"Starke Unglaubwürdigkeiten" förderte auch eine britische Analyse der offiziellen Wahlergebnisse im Iran zutage. Die vom iranischen Innenministerium herausgegebenen Daten setzten einen radikalen Wandel in den Wählerstrukturen voraus, erklärte der britische Think Tank "Chatham House" am Sonntag. In den konservativen Provinzen Mazandaran und Yazd hätten laut offiziellen Wahlergebnissen gar mehr als 100 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben.

Angst vor Kriegsrecht

Der als Reformer geltende Ex-Präsident Mohammed Khatami warnte am Sonntag, dass Sicherheitskräfte und Militär durch Verhängung des Kriegsrecht die Macht im Land übernehmen könnten. Er sprach dem Wächterrat ab, die Wahlvorwürfe unparteiisch prüfen zu können. "Ein faires, professionelles, unparteiisches und mutiges Team, dem auch die Demonstranten vertrauen, und deren Urteil akzeptiert werden kann, wird die Lösung der gegenwärtigen Unruhen sein", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur IRNA den als gemäßigt geltenden früheren Präsidenten am Sonntag laut Press TV. 

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

274 Kommentare
 
1 2 3 4 5 6
0 0

Umsturzerwartungen!

Trotz ausdrücklicher Warnungen heizen deutsche Organisationen die gegenwärtigen inneriranischen Machtkämpfe an.

Die staatsfinanzierte Deutsche Welle gehört zu den Auslandssendern, deren Farsi-Programme die iranischen Protestdemonstranten mit ihren Berichten über westliche Reaktionen stündlich befeuern.

Auch parteinahe Stiftungen, darunter die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung, bieten sich Gegnern der zentralstaatlichen Strukturen im Iran als Partner an.

Nach anfänglicher Zurückhaltung ist das Auswärtige Amt (AA) dazu übergegangen, in die inneren Angelegenheiten des UN-Mitglieds offen einzugreifen und an die Regierung des souveränen Landes "Forderungen" zu stellen.

Diese Linie einer herausfordernden Teilhabe an den inneriranischen Machtkämpfen wurde am Wochenende ebenso vom Bundeskanzleramt eingeschlagen. Deutsche Presseorgane ergehen sich in blutslüsternen Erwartungen über "Chaos in Teheran".

Jede Einmischung in die aktuellen Machtkämpfe sei "äußerst schädlich", urteilt der Iran-Experte Bahman Nirumand:

Sie bewirke, dass die Protestdemonstranten "als westlich gesteuert und ihre Führer als Kollaborateure gebrandmarkt werden".

Tatsächlich ist die derzeitige Unterstützung für die iranische Opposition maßgeblich außenpolitisch motiviert:

Solange in Teheran das dem Westen treue Schah-Regime die Macht innehatte, wurde die iranische Demokratiebewegung mit westlicher Unterstützung blutig nieder geschlagen. mehr:

http://www.german-foreign-policy

Papst Pius XII wird heute noch vorgeworfen,

daß er seine Stimme nicht lauter gegen die Na.iverbrechen erhoben hat.....

Also, was ist jetzt richtig?

0 0

Re: Papst Pius XII wird heute noch vorgeworfen,

Es haengt alles davon ab, wer seine Stimme gegen wen oder was erhebt.

Und 'Stimme erheben' ist nicht gleich 'Hetzen'.

Profitierer und I.sraelis haben kein moralisches Recht, gegen die iranische Regierung zu hetzen.

Aha und Sie sind die selbsternannte moralische Instanz,

die festsetzt, was gut und böse ist!

0 0

Re: Aha und Sie sind die selbsternannte moralische Instanz,

Ja, selbstverstaendlich. Das muss jeder fuer sich allein tun, aufgrund seines Wissens und seiner Erfahrung.

Es soll aber Akademiker geben, die nur das verkuenden, was sie lesen oder hoeren. Ich kenne solche, denn ich war an drei Unis. Sie vermutlich nur an einer. Vielleicht ist das der Unterschied, dass ich selbst denken kann und sie scheinbart nicht? Oder der, dass ich in ueber 25 Laendern gearbeitet habe und mindestens drei Sprachen perfekt lesen und schreiben kann, darunter natuerlich English und Franzoesisch.

Von wem soll ich noch irgendwelche Lehren erhalten? Etwa von Ihnen? Waren Sie schon jemals fuer laengere Zeit aus Oesterreich heraus und nicht nur auf Urlaub? Meine Arbeitsgebiete sind Kontinente. Was sind Ihre, Doerfer? ;-)

Gehen Sie schleunigst zum Psychiater!

Das sagt mir meine langjährige Berufserfahrung!

0 0

Re: Gehen Sie schleunigst zum Psychiater!

Ich mag zwar Leute nicht, die schon mit Ihrem Nick protzen muessen, dass sie Akademiker sind, denn es gibt andere Poster die dies auch sind, es aber nicht noetig haben ihre Kommentare mit einem Titel zu legitimieren; aber ich lasse sie normalerweise in Ruhe, bis sie sich selbst entbloessen.

Sie taten dies dadurch, dass Sie so gut wie nichts zum Thema sagen und nur Poster bekritteln, obwohl gerade einem Akademiker der Unterschied zwischen einem Thema und einem Poster bekannt sein muesste.

Andererseits, welcher "Psychologe" im Westen - hier wieder, dieser Herr musste seinen Beruf betonen!!! - gehoert nicht der beruehmten Schar von 'Auserwaehlten', welche PR-Person in allen westlichen Firmen nicht diesen 'Auserwaehlten' an?

Und welcher Auserwaehlte faellt in der Regel nixcht ueber einen Poster her der seiner Meinung widerspricht, vor allem dann, wenn diese Meinung der offiziellen i.sraelischen widerspricht?

Sie sind aufgeflogen!!!

Re: Re: Gehen Sie schleunigst zum Psychiater!

Regen Sie Sich ab und befolgen Sie meinem Rat! Sie leiden offensichtlich an einem Napoleonsyndrom!

0 0

Re: Re: Re: Gehen Sie schleunigst zum Psychiater!

"Regen Sie Sich ab und befolgen Sie meinem Rat! Sie leiden offensichtlich an einem Napoleonsyndrom!"

Es heisst, meineN Rat. Gerade ein Psychologe muesste das eigentlich wissen. Und Sich schreibt man 'sich'.

Wer also von uns beiden braucht "Abregung"? ;-)

Ich wage zu bezweifeln, dass sie ein "Dr. Gernot Stoeckl" sind?

0 0

Re: Re: Re: Gehen Sie schleunigst zum Psychiater!

Ich nehme keine ungefragten Ratschlaege an.

Ich bin nie der erste der einen Poster, anstatt sein Thema, anspricht.

Ausserdem BIN ich Napoleon.

Es gibt in jedem Forum Duemmere als mich, die sich ebenso gebaerden. Damit meine ich nicht Sie.

Mein lieber Herr, im virtuellen Lebern gibt es keine automatischen Autoritaeten.

Wenn Sie den Wunsch haben, mir eine herunter zu hauen. Troesten Sie sich, mir geht es manchmal auch so. Damit meine ich wieder nicht Sie.

Ich habe im allgemeinen nichts dagegen auch in einem Forum mit jemanden zu diskutieren, obwohl es nicht dazu geeignet ist, aber nicht mit Heckenschuetzen. Und da gibt es noch eine andere Ausnahme, die koennen sie sich aber denken. ;-)

Antworten Gast: Zorniger Perser
23.06.2009 21:29
0 0

Ebendorfer Schwachsinn zum Quadrat

Ebendorfer Du bist ein TR......

Wir Perser haben jetzt wohl anderes zu tun als die Deutsche Welle zu hören, außerdem wird sie gestört.
Ein klerikal-faschistisches Regime will den Ruf nach wahrer Demokratie auslöschen, der sicher aus die Herzen von sicher 80 % der jungen Perser kommt. Das ist es und nicht Deutsche Welle, USA oder anderes.-

0 0

Re: Ebendorfer Schwachsinn zum Quadrat

Beides ist es.

birgit
22.06.2009 20:59
0 0

USA-Weltdiktatur

Vor einigen Wochen hat die EU, an der Regierung in Bagdad vorbei, Lieferverträge mit der kurdischen Autonomieregion im Nord-Irak für Nabucco vereinbart – ein Schritt zur Herauslösung Kurdistans aus Irak, zur Zerstückelung des Irak. Aber kurdisches Gas reicht nicht. Iranisches muss dazukommen. Dafür muss Ahmadinedschad gestürzt werden. BP wird dann sämtliche Gasrechte im Iran übernehmen. Das Volk wird ausgebeutet und Rafsandschani füllt seine Taschen. Zustände wie in Saudiarabien werden Einzug halten. Moussavi versucht mit Hilfe des Westens und Rafsandschani an die Macht zu kommen. Pressezensur in Europa gang und gebe. Wahlbetrug Bush USA, Meinungsterror Berlöusconi, Murdock etc.,Regierungswillkür weltweit, Polizeimorde Griechenland, Deutschland usw......

0 0

Der "Gottesstaat" zeigt sein teuflisches Gesicht


Auch das Experiment "Gottesstaat" kann als gescheitert betrachtet werden.

*) Pressezensur
*) Wahlbetrug
*) Meinungster ror
*) Religionszwänge
*) Regierungswillkür
*) Polizeimorde
*) ...

ist es das was dieser verstaatlichte Gott will?

Na dann Prost!

Antworten birgit
22.06.2009 20:58
0 0

Wahlbetrug durch Moussavi!

Vor einigen Wochen hat die EU, an der Regierung in Bagdad vorbei, Lieferverträge mit der kurdischen Autonomieregion im Nord-Irak für Nabucco vereinbart – ein Schritt zur Herauslösung Kurdistans aus Irak, zur Zerstückelung des Irak. Aber kurdisches Gas reicht nicht. Iranisches muss dazukommen. Dafür muss Ahmadinedschad gestürzt werden. BP wird dann sämtliche Gasrechte im Iran übernehmen. Das Volk wird ausgebeutet und Rafsandschani füllt seine Taschen. Zustände wie in Saudiarabien werden Einzug halten. Moussavi versucht mit Hilfe des Westens und Rafsandschani an die Macht zu kommen. Pressezensur in Europa gang und gebe. Wahlbetrug Bush USA, Meinungsterror Berlöusconi, Murdock etc.,Regierungswillkür weltweit, Polizeimorde Griechenland, Deutschland usw......

Antworten Antworten MiNeum71
23.06.2009 02:25
0 0

Re: Wahlbetrug durch Moussavi!



Sie geben sich nicht in Behandlung, weil?

Antworten Antworten Antworten DFAvJ
23.06.2009 03:18
0 0

Re: Re: Wahlbetrug durch Moussavi!

Nein, so eine Verklommene wie die Birgit scheint sich geistig nicht weiterentwickeln zu können. Für sie gelten nur ihre ewig gestrigen Auffassungen, daher wird jeder Versuch scheitern, bei ihr mit Logik anzukommen.

0 0

Re: Der

Auf dieser Erde gab es leider nur Satansstaaten, die sich nur zur Tarnung Gottesstaaten schimpften !!!
Niemand darf eigentlich Gott für sich vereinnahmen, denn alles Andere ist Humbug und Täuschung !!!

0 0

Re: Re: Der

Auch Gott ist nur "Humbug" und "Taeuschung".

Gegenbeweis erwuenscht.

Antworten Antworten Antworten Gerald
23.06.2009 12:21
0 0

Re: Re: Re: Der

Bevor Sie einen Gegenbeweis verlangen, sollten Sie erst einmal einen Beweis für Ihre Behauptung erbringen.

0 0

Re: Re: Re: Re: Der

Meine Behauptung:

Es gibt keinen persoenlichen Gott, weil es dafuer keine Beweise, sondern nur Vermutungen, Aengste , Wuensche, Hoffnungen, alles Ausreden, gibt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gerald
23.06.2009 13:31
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Der

Richtig: Sie haben eine Behauptung aufgestellt, aber keinen Beweis geliefert. Nur zu einem Beweis kann man aber einen Gegenbeweis verlangen.

0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Der

Richtig.
Aber ich habe keinen „Gegenbeweis“ verlangt, nur einen einfachen - Beweis.;-)

0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Der

Richtig, ich habe nur Behauptungen, aber Sie und niemand hat Beweise. ;-)

0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Der

... und Hilflosigkeiten!

0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Der

Wenn es Gott geben wuerde, gaebe es, beispielsweise, keine Mullahs.

Jenen Gott oder jene Goetter die es gibt, sind alle nur 'vermenschlichte', d.h. von Menschenhand erschaffene Goetzen-Goetter.

 
1 2 3 4 5 6

Meischberger ist "im richtigen Biotop geschwommen"

Informationsaufnahme sei eine große Leistung, rechtfertigt Lobbyist Meischberger seine 500.000-Euro-Provision für einen Tipp an Makler Plech.



"Keine erhöhte Krankenstandsrate bei AUA-Piloten"

AUA-Bordbetriebsrat Minhard bestreitet vermehrte "unfit-to-fly"-Meldungen. Es gebe zu wenig Piloten - die AUA-Spitze habe schlecht geplant.



Song Contest: Österreich kämpft um Einzug ins Finale

Am Dienstagabend nehmen es die Trackshittaz mit 17 Konkurrenten auf, um eines der zehn Finaltickets zu lösen. Gewalt überschattet den Wettbewerb.



Italien-Nachbeben bis nach Innsbruck zu spüren

Allein in der Nacht auf Dienstag hat es in Noprditalien wieder 22 Nachbeben gegeben. Heute soll der Notstand ausgerufen werden.



Wettbewerbshüter: Ende Juni Klarheit zu Orange-3-Deal

Der Chef der Bundeswettbewerbsbehörde hat zwar Bedenken gegen den Handy-Deal in seiner jetzigen Form, aber bald soll Klarheit herrschen.



Filmfestspiele Cannes: Brad Pitt kam ohne Angelina

Die bessere Hälfte von Angelina Jolie kam allein an die Croisette. Über die anstehende Hochzeit verlor Brad Pitt kein Wort.