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Nasa: Erdbeben in Chile hat Erdachse verschoben

03.03.2010 | 17:49 |   (DiePresse.com)

Laut Nasa-Forschern hat das Beben die Erdachse verschoben und die Erdumdrehung beschleunigt. Damit verkürzt sich die Dauer der Tage. Indes schwindet die Hoffnung, Verschüttete lebend zu bergen.

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Das Erdbeben vor der Küste Chiles hat laut Experten der US-Raumfahrtbehörde Nasa zu einer Verschiebung der Erdachse geführt.

Nach dem Beben brach in weiten Teile des Landes Chaos aus, es kam zu Plünderungen und Gewaltausbrüchen. Laut UNO ist die Lage mittlerweile unter Kontrolle. Die Zahl der Todesopfer stieg laut Regierung auf fast 800.

Tage künftig um 1,26 Mikrosekunden kürzer
Durch das Beben der Stärke 8,8 habe sich die Erdachse nach Berechnungen des Wissenschaftlers Richard Gross um acht Zentimeter verschoben, erklärte die NASA am Dienstag. Sollte sich dies bestätigen, würde das laut Gross bedeuten, dass die Tage künftig um 1,26 Mikrosekunden kürzer sind.

Eine Mikrosekunde entspricht dem millionsten Teil einer Sekunde. Die Erde dreht sich in 24 Stunden einmal um ihre eigene Achse. Verändert sich deren Lage, verändert sich auch die Art der Rotation und entsprechend die Dauer der Tage. Durch das Erdbeben der Stärke 9,1 im Dezember 2004 im Indischen Ozean hatte sich nach Angaben der NASA die Erdachse um rund sieben Zentimeter verschoben. Dadurch seien die Tage um 6,8 Mikrosekunden kürzer geworden.


Durch das Beben der Stärke 8,8 habe sich die Achse nach Berechnungen des Wissenschaftlers Richard Gross um acht Zentimeter verschoben, erklärte die Nasa am Dienstag. Das Beben hat der Erde demnach zudem einen Drall verpasst - sie dreht sich jetzt etwas schneller. Die Dauer eines Tages habe sich dadurch um 1,26 Millionstel Sekunden verkürzt, berichten die Forscher.

Schwindende Hoffnung für Verschüttete

Knapp vier Tage nach dem verheerenden Erdbeben schwindet die Hoffnung der Rettungskräfte, noch Überlebende aus den Trümmern zu bergen. Allein in der zerstörten Stadt Concepcion wurden unter den eingestürzten Häusern fast 500 Menschen vermutet.

Nach bisherigem Stand kamen bei dem Beben der Stärke 8,8 mindestens 795 Menschen ums Leben. Die Behörden gingen aber davon aus, dass die Zahl noch steigen wird. Allerdings hofft der Katastrophenschutz, dass sich viele der Vermissten in Sicherheit bringen konnten. Wegen zerstörter Telefonleitungen und Straßen hätten sie womöglich noch keine Verbindung zu ihren Angehörigen aufnehmen können.

Viele Einwohner warfen der Regierung in Santiago vor, zu langsam auf die Katastrophe reagiert zu haben. Das Erdbeben hatte einen Tsunami ausgelöst, der erst nach einigen Stunden auf die Küste getroffen war und mehrere Menschen in den Tod riss.

Hilfe erreicht Opfer

Mittlerweile kommen immer mehr Hilfslieferungen zu den etwa zwei Millionen Opfern. Hubschrauber der Luftwaffe und Marineschiffe brachten den Menschen in den verwüsteten Regionen erstmals Lebensmittel und Medikamente. Dank starker Militärpräsenz und nächtlicher Ausgangssperren kam es kaum noch zu Plünderungen und Raubüberfällen.

"Ja, es hat Plünderungen und Schießereien gegeben, das waren aber Einzelfälle. Wir können die Situation, den Umständen entsprechend, als ruhig bezeichnen", sagte die stellvertretende UN-Nothilfekoordinatorin Catherine Bragg am Dienstag in New York. Die Regierung von Präsidentin Michelle Bachelet hatte vorsorglich weitere 7000 Soldaten in das Katastrophen-Gebiet südlich der Hauptstadt Santiago entsandt.

UN-Koordinatorin lobt Chile

Bragg lobte die chilenische Regierung und die Katastrophenvorsorge des Landes. "Chile ist vielleicht das Land Lateinamerikas, das am besten für eine solche Katastrophe vorbereitet ist. Es hat außerordentlich strenge Bauvorschriften. Welches andere Land würde schon ein Beben der Stärke 8,8 so überstehen?" Es gebe eine klare Führung, die sich auch in der Krise bewiesen habe. "Deshalb sind die Vereinten Nationen auch nur mit einem verhältnismäßig kleinen Team hier."

(Ag.)

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15 Kommentare
Gast: MS Deutschland
03.03.2010 14:18
4 0

Schlecht erklärt

Das ist hier etwas seltsam erklärt und dadurch unverständlich.

Man schaue sich mal Südamerika an. Die Südamerikanische Platte liegt schief. Im Osten taucht die Platte flach in den Atlantik ein, aber im Westen steht die Platte heraus und daher sind dort die Berge so hoch.

Nun bläht sich die Erde immer mehr auf und dabei wird eine andere Platte unter den Westen von Südamerika geschoben. Das ist wie wenn eine Eisscholle unter eine andere abtaucht.

Nun ist eben die hohe südamerikanische Platte etwas eingebrochen - das war das Beben - und dadurch wurde die Erde insgesamt etwas kleiner bei gleichem Gewicht und wenn man eben gleiches Gewicht näher am Schwerpunkt hat, dann dreht sich die Erde eben schneller.

Die Erde dreht sich auch im Winter schneller als im Sommer, da es auf der Nordhalbkugel mehr Wälder gibt, die im Winter die Blätter abwerfen als Bäume im Süden die zu unserer Winterzeit Blätter wachsen lassen.

Die Blätter fallen auf den Boden und dadurch steigt die Rotationsgeschwindigkeit sogar deutlicher als 1,26 Millisekunden gemessen am durchschnittlichen Tag. Würde also der Winter auf der Nordhalbkugel nicht so aussergewöhnlich lange dauern, würde allein der Austrieb von Blättern diese Beschleunigung ausgleichen.

Man muss sich also keine Sorgen machen, allgemein wird die Erde sogar immer langsamer und da schadet ein bisschen Beschleunigung gar nicht.

Antworten NiGa
03.03.2010 21:35
0 0

Re: Schlecht erklärt

Wie war das unlängst? Würden alle Chinesen zeitgleich aus einem Meter Höhe auf den Boden springen, würde sich die Erdachse auch verschieben.

Aber was passiert, wenn die Störche im Sommer in den Norden fliegen?
Und wenn die Lachse wandern?
Und die asiatischen Autohersteller alle ihre Autos zurückrufen?

Nicht auszudenken!

Antworten Zapflhuber
03.03.2010 17:47
0 0

Re: Schlecht erklärt

Erde wird stetig langsamer durch die Gezeitenreibung. Der Drehimpuls wird dabei auf den Mond übertragen (Gesamtdrehimpuls=konstant). Der Mond entfernt sich dabei ca. 3-4 cm/Jahr von der Erde. Irgendwann ist dann die Erde soweit abgebremst, dass sie auch dem Mond immer die gleiche Seite zeigt. Der Mond ist dann so ca.460.000km von der Erde entfernt (heute: 384.000km mittlere Entf.) Das dauert aber noch ein wenig... :-)

Antworten Gast: falkengräst
03.03.2010 15:07
1 0

Re: Schlecht erklärt

super erklärt,
toll

Gast: Querdenker
03.03.2010 13:32
0 2

"Walle walle manche Strecke,dass zum Zwecke Wasser fließe und zum Bade sich ergieße"und dann fällt dem Zauberlehrling der Spruch nicht mehr ein,wie er alles wieder stoppen kann! Wann kommt der Meister,der alles wieder im Griff hat ???Oder sollten wir sagen,sie wissen zwar nicht,was sie tun,doch das können sie ??

http://www.wahrheitssuche.org/haarp.html

Gast: porto5
03.03.2010 13:26
0 2

Auswirkungen

Vermutlich dürfte diese Verschiebung der Erdachse sehr viel gravierendere Auswirkungen auf das Weltklima haben als sämtliche CO2 Emissionen.

ulysses
03.03.2010 09:39
3 1

Da werden sich die blindgläubigen GPS-Benutzer freuen!



0 0

Re: Da werden sich die blindgläubigen GPS-Benutzer freuen!


Diese "Abweichungen" werden wohl nur im Bereich des Differnetial-GPS von Bedeutung sein.

Antworten Antworten ulysses
03.03.2010 16:38
0 0

Re: GPS Abweichungen


Habe noch nicht selbst nachgerechnet. Werde ich morgen weitergeben.

GPS beruht unter anderem darauf, daß die beteiligten Satelliten
1. ihren eigenen Standort relativ zur Erde sehr genau kennen
2. über einen sehr genauen Zeitstandard verfügen.

Jeder Satellit übermittelt in seinem Signal:
- die Zeit, wann das Signal übermittelt wurde
- die Ephemeridendaten (~seinen eigenen Standort relativ zur Erde)
- die zum Zeitpunkt erwartete Qualität des Systems und die grob geschätzten Bahnen der anderen Satelliten (das zur schnelleren möglichen Standortberechnung), den „Almanach“

Jetzt gilt:

- 1. Die Erdachse im Raum hat sich geändert, und damit die Satellitenbahn relativ zur Erde.
- 2. Das gesamte Raum-Zeitkalkül hat sich durch die geänderte Eigenrotationsgeschwindigkeit der Erde geändert!

Wir hatten ja ähnliche Probleme mit LORAN, wenn die sich die Ausbreitungsbedingungen für elektromagnetische Wellen änderten (ionosphärische Bedingungen, Tag-Nacht-Dämmerung-Wetter-Sonnenaktivität),
oder gar der relative Zeitstandard einem Fehler unterlag, und zwar in der Größenordnung von mehreren hundert Metern bis zu mehreren NM.

Antworten NiGa
03.03.2010 12:16
1 2

Re: Da werden sich die blindgläubigen GPS-Benutzer freuen!

Ja, die sind dann Millionstelsekunden schneller am Ziel (der Stand- bzw. Zielort ist ja noch dort, wo er war, oder?!) ..... das hat was!

Antworten Antworten ulysses
03.03.2010 15:09
0 0

Re: Re: Da werden sich die blindgläubigen GPS-Benutzer freuen!


Aber nicht der Satelitenort relativ zur Erde.

Gast: ...
03.03.2010 08:30
1 15

...

Wie man die völlig unwichtigen Nasa Berechnungen mit so einem Artikel verknüpfen kann bleibt mir ein Rätsel.

Antworten Gast: !!!
03.03.2010 11:48
15 0

Re: ...

Wie man eine derartige Ignoranz für wissenschaftliche Erkenntnisse an den Tag legen kann bleibt mir wiederum ein Rätsel.

Antworten Wildhaber
03.03.2010 11:34
2 0

So ist das Leben!

Während ich gemütlich zu Mittag esse, lese ich all die Dinge über Freud und Leid in der Welt.

Antworten Antworten NiGa
03.03.2010 12:08
3 1

Re: So ist das Leben!

Na dann Mahlzeit!
Hoffentlich verschlucken Sie sich nicht!


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