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Studie: Riesensaurier liebten "Fast Food"

11.05.2010 | 12:25 |   (DiePresse.com)

Die bis zu 100 Tonnen schweren Sauropoden schlangen ihre Nahrung einfach herunter, ohne sie zu kauen. Ihre riesigen Mägen verdauten Pflanzen mehrere Tage lang.

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Die riesigen Langhalssaurier der Urzeit liebten "Fast Food": Sie konnten nur deshalb so groß werden, weil sie ihre Nahrung nicht kauten, sondern einfach hinunterschlangen. Das ist das Ergebnis einer Forschergruppe der Universität Bonn, die seit mehreren Jahren dem Geheimnis des Riesenwuchses auf der Spur ist. Die Wissenschafter veröffentlichten ihren Bericht in der Fachzeitschrift "Biological Reviews".

Elefant frisst 18 Stunden täglich

Die teilweise über 35 Meter langen und bis zu 100 Tonnen schweren Pflanzenfresser stellten die Wissenschaft bisher vor ein Rätsel. In der Tierwelt gilt heute eine einfache Faustregel: Je größer ein Tier ist, desto mehr Zeit verbringt es mit Fressen. Der Elefant komme darüber kaum noch zum Schlafen - rund 18 Stunden täglich sei er damit beschäftigt, seinen gewaltigen Appetit zu stillen, so die Forscher.

Für die Langhalssaurier scheint diese Regel aber nicht zu gelten. "Die waren nämlich so groß, dass der Tag 30 Stunden hätte haben müssen, damit sie ihren Kalorienbedarf decken konnten", berichtete Martin Sander am Dienstag in Bonn. Sander ist Sprecher einer internationalen Forschergruppe, die nach Erklärungen für dieses und andere Paradoxa sucht.

Verdauung über mehrere Tage hinweg

Kauen hilft, die Nahrung schneller zu verdauen: Durch den Mahlvorgang wird sie zerkleinert und gleichzeitig ihre Oberfläche vergrößert. Dadurch können die Verdauungsenzyme besser angreifen. Doch die Dinosaurier gingen offenbar einen anderen Weg. Sie rupften die Pflanzen aus und schlangen das Grünzeug unzerkaut hinunter, berichteten die Forscher. Der Verdauungsvorgang selbst dürfte bei den Riesendinos aufgrund der fehlenden Mahlzähne einige Tage gedauert haben. Ihre Mägen waren aber so groß, dass sie dennoch rund um die Uhr genügend Energie lieferten.

Der Vorteil: Die Dinosaurier benötigten keine ausgeprägten Kaumuskeln und kamen mit relativ kleinen und leichten Schädeln aus. Erst diese Tatsache ermöglichte ihnen die Ausbildung extrem langer Hälse. Diese halfen ihnen wiederum, die Nahrungsaufnahme möglichst effizient zu gestalten. So mussten sie nämlich nicht permanent ihre Körpermassen auf der Suche nach Grünzeug über die jurassische Savanne wuchten: Sie blieben einfach stehen und nutzten ihren beweglichen Hals, um die Umgebung abzugrasen.

Hauptnahrung schlecht für die Zähne

Als Nahrung dürften den Sauropoden unter anderem Schachtelhalme gedient haben. Denn diese sind nach Untersuchungen der Forschergruppe ausgesprochen energiereich. Dennoch ernähren sich heute nur wenige Tiere von ihnen. Ein Grund dafür ist vermutlich, dass Schachtelhalme schlecht für die Zähne sind: Sie enthalten sehr viel Silikat, das wie Schmirgelpapier wirkt. Solange man sie nicht kaut, sondern nur ausrupft und einfach hinunterschlingt, ist das aber kein großes Problem. US-Forscher stellten außerdem erst kürzlich fest, dass Sauropoden ihre Zähne ausgesprochen oft erneuert haben - einige gar im Monatsrhythmus.

(Ag.)

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3 Kommentare
Gast: Sepp vom Berg
12.05.2010 16:52
0 3

Mir scheint, die haben schon frühzeitig auf Biogasantrieb umgestellt - quasi die Vorgänger unserer Grünen


0 0

WZF?

Soll das etwa lustig sein? Ich verlange eine Erklärung!

Gast: Leser
11.05.2010 15:04
0 5

So etwas..

ist tatsächlich Ihr Ernst, nicht?

Ein hervorragender Artikel, nicht im besten Sinne.


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