26.05.2013 09:24 Merkliste 0

Bratislava ist bereits die fünftreichste EU-Region

13.03.2012 | 18:21 |   (Die Presse)

Prag und Ostslowakei boomen. Die wirtschaftliche Situation in Bulgarien und Rumänien bleibt hingegen prekär. Innerhalb Österreichs ist Wien klar an der Spitze.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Brüssel/Wb. Die wirtschaftliche Aufholjagd von Prag und Bratislava ist abgeschlossen. Laut am Dienstag veröffentlichten Eurostat-Zahlen zählen beide Städte mittlerweile zu den reichsten der gesamten EU und haben mit ihrem BIP pro Kopf (kaufkraftbereinigt) bereits Wien oder Stockholm überholt.

Die statistisch reichste Region bleibt Inner-London. Sie hat eine dreifach (332%) so hohe Wirtschaftsleistung pro Kopf wie der EU-Durchschnitt (100%). Dahinter rangieren Luxemburg (266%), Brüssel (223%), Hamburg (188%), Bratislava (178%), Île de France (177%) und Prag (175%). Wien, das nach wie vor im Spitzenfeld liegt, kommt mit 161Prozent nur noch an die elfte Stelle und liegt damit klar hinter Prag und Bratislava. Wobei die Statistik durch die Pendlerströme beeinflusst wird.

Insgesamt haben die 2004 beigetretenen EU-Länder noch nicht das Niveau von zentraleuropäischen Regionen erreicht. Von den 39 Regionen, in denen das BIP pro Kopf zumindest um ein Viertel höher als der EU-Schnitt ist, liegen acht in Deutschland, fünf in den Niederlanden, je vier in Italien und Österreich, je drei in Belgien, Spanien und Großbritannien, zwei in Finnland, je eine in der Tschechischen Republik, Dänemark, Irland, Frankreich, der Slowakei und Schweden.

 

Burgenland bleibt abgeschlagen

Die ärmsten Regionen der EU befanden sich im Untersuchungsjahr 2009 alle in Bulgarien und Rumänien. So kam Severozapaden in Bulgarien lediglich auf 27Prozent des EU-Schnitts. Auch in Polen gibt es nach wie vor 15 Regionen, die unter 75% des BIPs pro Kopf des EU-Durchschnitts liegen.

Innerhalb Österreichs ist Wien klar an der Spitze, gefolgt von den drei westlichen Bundesländern Salzburg, Vorarlberg und Tirol. Ärmste österreichische Region ist nach wie vor das Burgenland. Es liegt bei 82,8Prozent des EU-Durchschnitts.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.03.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

5 Kommentare
Gast: waldi
14.03.2012 01:36
1 0

Geographie ist schwer

Die Ostslowakei boomt nicht im Geringsten, Preßburg schon - aber das liegt ja auch ganz im Westen der Slowakei.

Gast: franz friedl
14.03.2012 01:00
4 2

Bratislava

Vielleicht kann mir das jemand erklären, warum mann zu Bratislava nicht Pressburg sagt, aber zu Praha, Prag. Wunder mich nämlich seit einiger Zeit darüber. Es sagt ja niemand Roma, Milano, Lisboa, Athina.....

Re: Bratislava

Genau mein Gedanke. Prag, Rom Bukarest und Mailand ist okay, aber Breslau, Posen oder Pressburg ist böse/politisch nicht korrekt. Das verstehe, wer will.

Gast: Pressburger
14.03.2012 00:59
3 0

Schon mal in der Ostslowakei gewesen?

Die Ostslowakei boomt? Ich lache mich kaputt. Schon mal dort gewesen? Man schreibt in dem Artikel ueber Bratislava. Das liegt bekanntlich in der Westslowakei. Liegt hier ein Schreibfehler vor?

Antworten Gast: biersauer
14.03.2012 05:18
0 0

Re: Schon mal in der Ostslowakei gewesen?

Das ist Profilierungssucht der Journaillie, kein unbekannter Begriff in der Presse1


Politiker: So schlecht sind sie dann auch wieder nicht

Die Politik fühlte sich in den vergangenen Jahren von den Medien oft ungerecht behandelt. Eine Betrachtung über die Politik(er)verdrossenheit.

  • Leitartikel von RAINER NOWAK Werner Faymann hätte da einen Vorschlag

    Man muss die Forderungen feiern, wie sie fallen. Die SPÖ zieht mit der Bankensteuer in den Wahlkampf. Dabei zeigt sich die schwierige Unterscheidung zwischen parteipolitisch gut - und politisch gut.
    von Leitartikel von RAINER NOWAK

  • AWA
    1001 Nacht ohne Finalaba

    Da spielte erstmals seit Bestehen der Champions League mit David Alaba auch ein Österreicher im Finale mit (was manchen schon genügte, um die Zeile „Wir sind Finale“ zu schreiben) – und der ORF konnte das nicht zeigen.
    von AWA



Hypo-Schulden: Faymann bittet die Banken zur Kassa

Der Kanzler will die Bankenabgabe verlängern und mit den Einnahmen Haftungen in Milliardenhöhe tilgen. Die ÖVP ist irritiert.



"Dancing Stars"-Finale beschert ORF Rekord-Quoten

Nicht nur für Skirennläufer Rainer Schönfelder war "Dancing Star 2013" ein voller Erfolg. Der ORF freut sich über Rekord-Quoten.



45-jährige Kärntnerin Opfer versuchter Vergewaltigung

Die versuchte Vergewaltigung ereignete sich in der Gemeinde Arnoldstein. Die Polizei fahndet nach einem korpulenten etwa 1,75 Meter großen Mann.



Bunte Würfel helfen dem Gehirn

Wiener Schüler haben mit »Neurocubes 3D« eine Software entwickelt, die spielerisch das räumliche Vorstellungsvermögen verbessert.



Roberto Cavalli: Der Modemacher als Therapeut

Das Ehepaar Roberto und Eva Cavalli erklärt im Interview das Konzept der Mode-Positività und warnt vor der Mühsal harter Dschungelkämpfe.



Werde alt, werde glücklich

Wer zwischen 50 und 60 noch einmal durchstartet, hat gute Chancen, ein „zufriedener Alter“ zu werden. Das mag anstrengend sein. Aber es lohnt sich.