Forschung: Drittmittel werden immer wichtiger

Transparency International startet Plattform über Kooperationen.

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(c) Bloomberg (Andrey Rudakov)

Alpbach. Drittmittel für Forschung und Entwicklung – also Gelder, die nicht aus dem jeweiligen Budget der Institution finanziert werden, sondern etwa über Forschungsförderer, die Europäische Union oder die Wirtschaft – sind von zunehmender Bedeutung für die Hochschulen. An den Unis kommt bereits ein Sechstel der Umsatzerlöse aus Drittmitteln. Die Drittmittelerlöse sind laut dem aktuellen Forschungs- und Technologiebericht zwischen 2007 und 2013 um 47,1Prozent auf 597,5 Millionen Euro gestiegen. Jeder fünfte Uni-Beschäftigte ist über Drittmittel angestellt. Auch die Fachhochschulen verweisen auf steigende Drittmitteleinnahmen, sie messen den Anteil an ihren Gesamtausgaben für Forschung. 25 Prozent dieser Ausgaben stammten demnach aus solchen Quellen.

Der Großteil der Drittmittel der Unis kommt von der öffentlichen Hand – etwa dem FWF, dem Bund oder der EU. Der Anteil der Wirtschaft beträgt rund ein Viertel. An den Fachhochschulen kommen 13Prozent der Forschungsausgaben von der Wirtschaft.

Über die Gefahren der zunehmenden Finanzierung der Forschung durch die Wirtschaft diskutierten Experten gestern beim Forum Alpbach. Bald sollen zu diesem Thema mehr Informationen zugänglich sein: Transparency International will in Österreich eine Online-Plattform starten, die analog zu Hochschulwatch.de auflistet, welche Hochschulen von welchen Unternehmen wie viel Geld bekommen. (APA/beba)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.08.2015)

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