''Yes, he can'': Welche Versprechen Obama gehalten hat

Er wurde von seinen Anhängern als politischer "Messias" verehrt. Umso größer fiel die Enttäuschung aus, als US-Präsident Barack Obama in zahlreichen Fällen Wort gebrochen hat. Und dennoch: 38 Prozent seiner Versprechen hat der US-Präsident bereits vollständig eingelöst, schreibt das Portal factcheck.org. Eine Auswahl.

DiePresse.com beleuchtete auch Obamas gebrochene Versprechen. Mehr dazu. http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1299657/Obamas-Negativbilanz_Versprochen-und-gebrochen?_vl_backlink=/home/index.do(c) REUTERS (LARRY DOWNING)

"Ich werde diesen Krieg (im Irak) beenden."(c) AP (Rick Bowmer)

Am 18. Dezember 2011 verlassen die letzten US-Soldaten den Irak. Es ist das Ende eines achtjährigen Kampfeinsatzes, den George W. Bush begonnen hat und der bis zu 126.000 Zivilisten und 4500 US-Soldaten das Leben gekostet haben soll. Der Irak ist heute zwar weder befriedet noch geeint. Aber Obama hat sein Versprechen gehalten.(c) AP (Mario Tama)

"Wir müssen stärker regulieren. Wir müssen ändern, was für das Finanzsystem des 20. Jahrhunderts funktioniert hat, aber für das Finanzsystem des 21. Jahrhunderts nicht mehr funktioniert." (c) AP (Rick Bowmer)

Es ist die umfassendste Finanzmarktreform seit mehr als 80 Jahren: Das 2010 abgesegnete, mehr als 2300 Seiten starke Reformgesetz unterwirft die US-Finanzbranche einer schärferen Regulierung und verlangt ihr größere Transparenz ab.. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählt ein Frühwarnsystem zur Vermeidung weiterer Finanzkrisen. Das Gesetzt schreibt zudem eine bessere Kontrolle des Derivate-Handels und eine größere Transparenz und Haftung für Hedgefonds und Hypothekenhändler vor.(c) REUTERS (LUCAS JACKSON)

"Wir werden Bin Laden töten."(c) AP (Carolyn Kaster)

Für Obama ist der 2. Mai 2011 der „wichtigste Tag“ seiner Präsidentschaft: Auf seinen Befehl hin töten Navy Seals in Pakistan den meist gesuchten Mann der Welt, Terrorpaten Osama bin Laden.(c) AP

"Bis zum Ende meiner ersten Amtszeit werde ich ein Gesetz für eine allgemeine Gesundheitsversorgung unterzeichnet haben."(c) AP (Nam Y. Huh)

Obama schafft, woran sich seine demokratischen Vorgänger die Zähne ausgebissen haben: Im März 2010 billigt der Kongress seine von den Republikanern als „Obamacare“ verteufelte Gesundheitsreform. Im Juni 2012 erklärt sie das US-Höchstgericht dann für verfassungskonform. Das größte Reformwerk des Präsidenten, wenn auch etwas abgespeckt, sieht eine Versicherungspflicht vor. 30 Millionen US-Amerikaner sollen davon profitieren.(c) AP (Harry Hamburg)

"Wir müssen die 'Don't ask, don't tell'-Politik beenden."(c) AP (Carolyn Kaster)

Obama hält Wort: Schwule US-Soldaten müssen ihre sexuelle Orientierung künftig nicht mehr verheimlichen, Obama lässt das „Don't ask, don't tell“-Dekret aufheben. Soldaten war zuvor verboten, gleichgeschlechtliche Beziehungen in der Öffentlichkeit zu führen, geschweige denn darüber zu sprechen.(c) AP (David Lewis)

"Ich werde mit Russland über eine Reduktion der Nuklearwaffen verhandeln." (c) AP (Andy King)

Der US-Präsident verhandelt nicht nur, er ist dabei auch erfolgreich: In Prag einigen sich er und der damalige russische Präsident Dimitrij Medwedjew auf eine Obergrenze von 1550 atomaren Sprengköpfen. Kurz vor Weihnachten, am 22. Dezember 2010, ratizifitert der US-Senat das neue START-Abkommen. Obama einigt sich zudem mit 45 Staatschefs auf schärfere Strafen für Atomschmuggel, die Sicherung von spaltbarem Material und weitere Überwachungsrechte für die Atomenergiebhörde IAEO.(c) AP (Alex Brandon)
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