"Sieht nicht gut aus": Venezuela bangt um Chavez

Nach seiner Krebsoperation vor einer Woche ist der venezolanische Präsident Hugo Chavez nun zusätzlich an einer Infektion der Atemwege erkrankt.

Prognose sieht nicht Venezuela
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Prognose sieht nicht Venezuela
(c) Reuters (Jorge Silva)

Um die Gesundheit des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez ist es offenbar schlechter bestellt als angenommen. Informationsminister Ernesto Villegas bezeichnet am Dienstag den Zustand von Chavez nach dessen Krebsoperation in Kuba zwar als stabil. Allerdings sei der Präsident zusätzlich an einer Infektion der Atemwege erkrankt.

Ein Regierungsmitglied eines anderen südamerikanischen Landes, das über den Gesundheitszustand von Chavez gut informiert ist, sagte zu Reuters: "Die Prognose sieht nicht gut aus." Es sei eher unwahrscheinlich, dass Chavez am 10. Jänner den Eid für seine nächste Amtszeit ablegen werde. Die Vorbereitungen für einen Rückzug von Chavez seien bereits im Gange.

"Lula macht sich große Sorgen"

Ein Vertrauter des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva erklärte, die Situation sei äußerst ernst. "Lula macht sich große Sorgen über die Gesundheit von Chavez", sagte der Vertraute. Lula wolle möglichst rasch nach Havanna reisen, um Chavez persönlich zu sehen.

Chavez hatte sich in der vergangenen Woche auf Kuba erneut wegen seiner Krebserkrankung operieren lassen. Vor seiner Abreise nach Havanna hatte Chavez mit Vizepräsident Nicolas Maduro erstmals einen Wunsch-Nachfolger benannt und damit Spekulationen über einen Rückzug aus der Politik angeheizt. Über die genaue Art des Krebsleidens gibt es kaum offizielle Informationen. So hatte das Präsidialamt in Caracas nach der ersten Erkrankung im vergangenen Jahr erklärt, dass der Beckenbereich betroffen sei.

Chavez wurde im Oktober wiedergewählt

Chavez war nach einem leidenschaftlich geführten Wahlkampf im Oktober erneut im Amt bestätigt worden, womit er seinen Status als einer der weltweit bekanntesten Linkspolitiker und zugleich schärfsten Kritiker der USA festigen konnte. Sollte Chavez das Amt wegen seiner Krebserkrankung niederlegen oder sterben, müssten innerhalb von 30 Tagen Neuwahlen stattfinden.

(APA/Reuters)

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