Kosovo droht Serbien mit Ende der Gespräche

Belgrad hat zuvor Autonomie für den mehrheitlich serbischen Nordkosovo gefordert. Serben aus dem Kosovo haben unterdessen erneute Grenzblockaden angekündigt.

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Ivica Dačić
Ivica Dačić – (c) EPA (FABIO CAMPANA)

Prishtina/Belgrad/Apa. Der Kosovo will sich aus dem von der EU vermittelten Dialog mit Belgrad zurückziehen, sollte Serbiens Premier Ivica Dačić auf einer weitgehenden Autonomie des Nordkosovo beharren. Dies kündigte der politische Koordinator des kosovarischen Verhandlerteams, Blerim Shala, am Freitag an, wie die Zeitung „Koha Ditore“ berichtete.

Serbien hat am Mittwoch ein Positionspapier vorgelegt, das eine breite Autonomie des mehrheitlich von Serben bewohnten Nordens des Kosovo und eine Demilitarisierung des jüngsten Staates Europas vorsieht. Serben aus dem Kosovo haben unterdessen erneute Grenzblockaden angekündigt. Sämtliche seit 10. Dezember von Serbien und dem Kosovo gemeinsam verwalteten Grenzübergänge sollen demnach am kommenden Montag, Mittwoch und Freitag für jeweils zwei Stunden blockiert werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.12.2012)

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