Liechtenstein: Parlamentswahl bringt Machtwechsel

Die Partei von Premier Tschütscher stürzt von 47,6 auf 33,5 Prozent ab. Neuer Regierungschef wird Polizeichef Hasler von der Vaterländischen Union.

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Noch-Regierungschef Tschütscher –

Die Parlamentswahl in Liechtenstein brachte am Sonntag einen Machtwechsel: Die "Fortschrittliche Bürgerpartei" (FBP) löste die "Vaterländische Union" (VU) von Regierungschef Klaus Tschütscher als stärkste Kraft ab. Während die FBP auf 40 Prozent (2009: 43,5 Prozent) Stimmenanteil kam, musste die VU einen Verlust von 14,1 Prozentpunkten hinnehmen und erreichte noch 33,5 Prozent. Damit wird der amtierende Polizeichef Adrian Hasler (48) neuer Regierungschef. Erstmals in der Geschichte Liechtensteins werden in den nächsten Jahren vier Parteien im Landesparlament vertreten sein.

Die Liste "Die Unabhängigen" rund um den ehemaligen VU-Abgeordneten Harry Quaderer schaffte bei ihrem erstmaligen Antreten 15,3 Prozent Stimmenanteil und überflügelte damit sogar die grün-nahe "Freie Liste" (FL). Die FL - seit 1993 im Parlament vertreten - verbesserte sich gegenüber 2009 um 2,2 Prozentpunkte auf 11,1 Prozent.

Die FBP wird im 25-köpfigen Landtag künftig zehn Sitze innehaben (2009: elf), die VU noch mit acht (2009: 13). Die FL verbesserte sich um zwei Mandate und wird nun drei Abgeordnete stellen, einen weniger als DU mit vier Sitzen. Trotz des überraschenden Wahlausgangs ist davon auszugehen, dass die beiden Großparteien - wie in der Vergangenheit üblich - weiter miteinander regieren werden. Regierungschef Klaus Tschütscher hatte bereits im Vorfeld der Wahl bekannt gegeben, aus der Regierung auszuscheiden.

(APA)

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