Nigeria: Dutzende Tote nach Explosion in Einkaufszentrum

Der Sprengsatz dürfte sich in einem Fahrzeug befunden haben. Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram wird als Urheber verdächtigt.

Ein Einkaufszentrum in Abuja wurde Ziel eines Anschlags.
Schließen
Ein Einkaufszentrum in Abuja wurde Ziel eines Anschlags.
Ein Einkaufszentrum in Abuja wurde Ziel eines Anschlags. – (c) APA/EPA/STR

Bei einer schweren Explosion in einem Einkaufszentrum in der nigerianischen Hauptstadt Abuja sind am Mittwoch über 20 Menschen ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben starben 21 Menschen, mindestens 17 wurden verletzt. Laut Medien soll die Zahl der Opfer weitaus höher liegen. Zuvor war bereits von mindestens 30 Todesopfern die Rede gewesen, einige waren bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt.

Die Bombe ging nach einem Bericht der Zeitung "Premium Times" im Eingangsbereich hoch. In ersten Berichten hieß es, eine Autobombe sei explodiert. Später berichteten örtliche Medien, darunter die "Premium Times", dass mehrere maskierte Männer auf Motorrädern zum Einkaufszentrum gefahren waren und einen Sprengsatz in den Eingang geworfen hatten.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden kurz danach einer der Attentäter erschossen und ein weiterer festgenommen.

Panik bei Besuchern

Viele Autos rund um das Einkaufszentrum standen am Abend noch in Flammen. Notfallhelfer waren im Einsatz, unter den Besuchern des Emmab Plaza herrschte Panik. "Ich kann abgerissen Körperteile und einige Leichen auf dem Boden sehen, aber niemand traut sich näher heran, aus Angst vor einer weiteren Bombe", berichtete ein Reporter vom Unglücksort.

Obwohl sich zunächst niemand zu der Tat bekannte, wird vermutet, dass die islamistische Terrorgruppe Boko Haram verantwortlich ist. Sie verübt seit fünf Jahren immmer wieder schwere Anschläge, jedoch hauptsächlich im Norden des Landes. Die Extremisten wollen dort einen Gottesstaat auf Grundlage der Scharia einrichten.

(APA/dpa)

Kommentar zu Artikel:

Nigeria: Dutzende Tote nach Explosion in Einkaufszentrum

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen