Tusk: "September 1939 darf sich nicht wiederholen"

Am 75. Jahrestag des Überfalls auf Polen fordert Premier Tusk eine Stärkung der Nato. Es sei keine Zeit für schöne Worte, sagt der künftige EU-Ratspräsident mit Blick auf die Ukraine-Krise.

140830 BRUSSELS Aug 30 2014 Polish Prime Minister Donald Tusk takes part in a photo sessi
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Tusk – imago/Xinhua

Der polnische Regierungschef und künftige EU-Ratspräsident Donald Tusk hat auf einer Gedenkfeier zum deutschen Angriff auf Polen vor 75 Jahren eine Stärkung der NATO gefordert. "Wenn wir heute auf die Tragödie der Ukrainer blicken, auf den Krieg im Osten unseres Kontinents, dann wissen wir, dass der September 1939 sich nicht wiederholen darf", sagte Tusk am Montag auf der Westerplatte bei Danzig (Gdansk).

"Heute ist noch Zeit, denen Einhalt zu gebieten, für die Gewalt zum Arsenal ihres Handelns gehört", sagte Tusk in Anspielung auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Wir Europäer müssen aus dem tragischen polnischen September und den Jahren des Zweiten Weltkriegs eine Lehre ziehen, die kein naiver Optimismus sein darf." Jetzt sei keine Zeit für schöne Worte, betonte er.

"Wir Polen haben daher das Recht, laut zu sagen, dass niemand das Recht hat, unsere Initiativen zu blockieren, deren Ziel ein effektives Handeln der Nato ist", betonte der künftige Präsident des EU-Rates an dem Ort, an dem die ersten Schüsse des Zweiten Weltkriegs gefallen waren. Das Schlagwort "nie wieder Krieg" dürfe kein Manifest der Schwachen sein.

Ebenfalls auf der Westerplatte nehmen am Nachmittag der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck und sein polnischer Amtskollege Bronislaw Komorowski an der Zentralen Gedenkfeier am 75. Jahrestag des Kriegsbeginns teil.

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