Iranische Opposition wirft Ahmadinejad Stimmenkauf vor

Die iranische Regierung vergibt Geldgeschenke an die Ärmsten des Landes. Die Opposition sieht darin den Versuch, die Menschen vor der Wahl zu beeinflussen.

Mahmoud Ahmadinejad
Schließen
Mahmoud Ahmadinejad
(c) AP (Hasan Sarbakhshian)

Die Herausforderer des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad haben ihm Stimmenkauf vor der Wahl vorgeworfen. Nur so könnten die jüngsten Geldgeschenke an Arme interpretiert werden, sagte der führende Kandidat des Reformlagers, Mir Hossein Moussavi, am Dienstag. Die Regierung verteilt zurzeit Schecks über 500.000 oder eine Million Rial (37 bis 74 Euro) an arme Familien in ländlichen Regionen sowie an Studenten und Lehrer. Nach amtlichen Angaben steht dies in keinem Zusammenhang zur Präsidentenwahl am 12. Juni.

Mussawi nannte die Zahlungen indessen eine Beleidigung für die Würde der Iraner. Der konservative Präsidentschaftskandidat Mohsen Resaei pflichtete ihm bei. Anstatt Geld zu verschenken, solle die Regierung lieber Arbeitsplätze für die Jugend schaffen. Die Beliebtheit Ahmadinejads ist in letzter Zeit wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten des Irans gesunken.

(Ag.)

Kommentar zu Artikel:

Iranische Opposition wirft Ahmadinejad Stimmenkauf vor

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen