G-20-Gipfel: Erdogan kündigt Signal gegen Terror an

Zahlreiche Anschläge zeigten, dass es eine gemeinsame Bedrohung gebe, sagt der türkische Premier zum Auftakt des Treffens.

Obama trifft Erdogan - Archivbild aus dem Jahr 2009
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Obama trifft Erdogan - Archivbild aus dem Jahr 2009
Obama trifft Erdogan - Archivbild aus dem Jahr 2009 – REUTERS

Die Staats- und Regierungschefs der großen Industrie- und Schwellenländer (G-20) haben am Sonntag ihr Gipfeltreffen in der Türkei mit bilateralen Beratungen begonnen. Nach den Worten des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan habe man vor, eine klare Botschaft gegen den Terrorismus auszusenden. Die Anschläge in Paris, in Ankara und anderswo zeigten, dass es eine gemeinsame Bedrohung gebe, sagte Erdogan, der Gastgeber des Treffens ist.

Er habe mit US-Präsident Barack Obama über Maßnahmen beraten, die innerhalb der Anti-Terror-Koalition nötig seien. Obama bezeichnete die Anschläge von Paris als "Angriff auf die zivilisierte Welt". Die USA würden mit Frankreich zusammenarbeiten, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Der französische Präsident Francois Hollande hat wegen der Pariser Attentate seine Teilnahme an dem bis Montag dauernden Treffen abgesagt. Er wird durch Außenminister Laurent Fabius und Finanzminister Michel Sapin vertreten.

Unterstützung für Flüchtlinge ausweiten

Laut der Deutschen Presse-Agentur wollen die G-20 aber nicht nur über Terrorismus sprechen, sondern auch ihre Anstrengungen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise verstärken. "Eine koordinierte und umfassende Antwort ist nötig, um diese Krise und die langfristigen Konsequenzen anzugehen", heißt es in dem Entwurf des Abschlusskommuniques, das der Agentur vorliegt.

"Das Ausmaß der anhaltenden Flüchtlingskrise ist von weltweiter Besorgnis mit großen humanitären, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen." Die G-20 wollten die Bemühungen zum Schutz und zur Unterstützung der Flüchtlinge verstärken. Es müssten "dauerhafte Lösungen" gefunden werden. Auch müssten die politischen Konflikte hinter den Flüchtlingsströmen angepackt werden.

Alle Staaten werden aufgerufen, zur Bewältigung der Krise beizutragen und "die damit verbundene Verantwortung zu teilen". Genannt werden die Ansiedlung von Flüchtlingen, humanitäre Hilfe und Bemühungen, den Flüchtlingen auch Zugang zu Dienstleistungen, Bildung und anderen Möglichkeiten zu gewähren, um sich eine Lebensgrundlage zu schaffen.

(APA/dpa)

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