Deutschland: Grüner Volker Beck stolpert über Drogenaffäre

Der bisherige deutsche Bundestagsabgeordnete trat Berichten zufolge von allen Fraktionsämtern zurück.

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Volker Beck – imago/Müller-Stauffenberg

Der deutsche Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck legt vor dem Hintergrund von Drogenvorwürfen seine politischen Ämter nieder. Er gibt sowohl den Posten des innen- und religionspolitischen Sprechers der Fraktion sowie den Vorsitz der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe ab, wie Beck am Mittwoch mitteilte.

Zuvor hatte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, laut "Bild.de" mitgeteilt: "Bei ihm wurden 0,6 Gramm einer betäubungsmittelsuspekten Substanz aufgefunden." Zunächst hieß es in Medienberichten, Beck sei festgenommen worden, später aber, er sei nach der sogenannten Personalienfeststellung wieder entlassen worden.

Beck selbst erklärte am Mittwoch: "Ich habe immer eine liberale Drogenpolitik vertreten." Zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen werde sein Anwalt zu gegebener Zeit eine Erklärung gegenüber der Staatsanwaltschaft abgeben. Er werde sich dazu öffentlich nicht einlassen. Sein Bundestagsmandat will Beck behalten. Er war als innenpolitischer Sprecher zuletzt als Kritiker der Asylpolitik der Großen Koalition in Erscheinung getreten.

Dem Bundestag gehört der 55-jährige Beck seit 1994 an. Von 2002 bis 2013 war er Parlamentsgeschäftsführer der Grünen im Bundestag. 2013 sah er sich Vorwürfen ausgesetzt, in den achtziger Jahren für eine Entkriminalisierung von sexuellen Kontakten eingetreten zu sein.

 

>>> Bericht auf "Bild.de"

(red.)

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