Anschlag in Nizza: ''Hatte wenige Sekunden, um auszuweichen''

Binnen weniger Sekunden wurde aus der "Promenade des Anglais" in Nizza ein Schauplatz des Grauens: Tausende Menschen hatten gerade das Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag bestaunt, als ein Lastwagen ungebremst über den Strandboulevard fuhr und 84 Menschen in den Tod riss.

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Laut Staatsanwaltschaft riss der Lastwagen auf einer Strecke von zwei Kilometern Menschen um. Der Angreifer wurde erschossen.

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"Wir müssen alles tun, um gegen die Geißel des Terrorismus kämpfen zu können", sagte Frankreichs Präsident Francois Hollande in einer ersten Reaktion im französischen Fernsehen.

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Der nach den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 verhängte Ausnahmezustand solle erneut um drei Monate verlängert werden, kündigte Hollande an.

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Der AFP-Journalist Robert Holloway war am 14. Juli als Tourist in Nizza und erlebte den Anschlag gegen 23 Uhr mit. Der Wagen sei "mit vollem Tempo auf die Leute zugerast", berichtete er. "Ich war ungefähr hundert Meter entfernt und hatte nur wenige Sekunden, um auszuweichen."

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"Wir sahen, wie Leute getroffen wurden und wie Gegenstände umherflogen", sagte Holloway. "Ich musste mein Gesicht vor den umherfliegenden Gegenständen schützen." Sofort breitete sich Panik aus.

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"Die Hölle ist ausgebrochen", berichtet Augenzeuge Roy Calley im britischen Rundfunksender BBC. "Davor war es eine feierliche Atmosphäre, es war lustig, die Leute hatten Spaß."

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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verurteilte die Tat als "barbarischen und feigen terroristischen Anschlag".

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Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve sagte in der Nacht auf Freitag: "Wir sind in einem Krieg mit Terroristen, die uns um jeden Preis wehtun wollen."

EU-Ratspräsident Donald Tusk zeigte sich erschüttert: „Wir stehen vereint mit den Menschen und der Regierung Frankreichs in ihrem Kampf gegen Gewalt und Terrorismus.“

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sprach von einem „Terror-Akt“.

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Der Asien-Europa-Gipfel (ASEM) begann am Freitagmorgen mit Trauer und Bestürzung über den verheerenden Anschlag. Zum Auftakt des zweitägigen Treffens in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator gedachten die 34 Staats- und Regierungschefs und anderen Repräsentanten aus 51 Ländern mit einer Schweigeminute der Opfer.

 

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