Warum das Saarland noch keinen Merkel-Sieg im Herbst macht

Die SPD leckt ihre Wunden, die CDU versucht den Sieg auf Merkel umzulenken. Das ist überzogen. Wie der Schulz-Hype zuvor. Fünf Lehren aus der Wahl an der Saar.

Merkel und Kramp-Karrenbauer
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Merkel und Kramp-Karrenbauer
Merkel und Kramp-Karrenbauer – APA/AFP/JOHN MACDOUGALL

Berlin. „Er ist hier“: Wie die Ankunft eines Messias feierten die Genossen auf dem Parteitag ihren neuen Chef Martin Schulz. Acht Tage später im Willy-Brandt-Haus: Der Applaus ist mittelmäßig, Schulz Gesichtsausdruck nachdenklich, die SPD nach Wochen wie im Rausch ernüchtert. Es gibt Blumen für Saarlands Spitzenkandidaten Anke Rehlinger – und Fragen zu Rot-Rot. Schulz weicht aus. Rehlinger erklärt sich die Pleite mit dem „Amtsinhaberbonus“ in den Ländern, auf den sie nun auch in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen hofft. Dort ist die SPD am Ruder. Schulz sagt, ein Wahlkampf sei ein Dauerlauf, kein Sprint.
Im Saarland schnitt die SPD besser ab als in den Umfragen vor Schulz' Kandidatur. Damals, Anfang Jänner, lag sie bei 24 und 26 Prozent, nun wurden es 29. Wohlwollend lässt sich ein Schulz-Effektchen ausmachen. Aber die SPD verlor im Vergleich zur letzten Wahl.

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