Stempeln gehen für Erdogan

Er hat sein Ziel vorläufig erreicht. Die AKP feiert sich als Sieger des Verfassungsreferendums. Staatliche Medien sagen, etwa 51,4 Prozent der Türken haben dafür gestimmt, Präsident Recep Tayyip Erdogan mit noch mehr Macht auszustatten.

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Die Türken hatten die Wahl zwischen "Evet" (Ja) und "Hayir" (Nein).

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Bis 16 Uhr Ortszeit waren die Wahllokale geöffnet. Die Wahlbeteiligung war hoch.

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Die Stimmabgabe von Präsident Erdogan wurde von zahlreichen Medienvertretern und Anhängern beobachtet.

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Erdogan will künftig Ministerpräsident und Präsident in Personalunion sein - ohne allzu scharfe Kontrollorgane.

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In der kurdischen Metropole Diyarbakir war das Nein-Lager deutlich vorne. Eine Referendums-Mitarbeiterin trägt eine Wahlurne und wird von einem Soldaten begleitet.

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Hochrechnungen gab es keine. Lediglich der aktuelle Stand der Auszählung wurde von staatlichen Agenturen veröffentlicht. Der anfänglich große Vorsprung des Ja-Lagers schmolz im Laufe des Abends. Die Siegessicherheit verschwand.

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Doch es ging sich schließlich aus. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat schließlich als erstes den Sieg bei dem Referendum beansprucht. "Das Präsidialsystem ist nach nicht-offiziellen Ergebnissen mit einem Ja-Votum bestätigt worden", sagte Yildirim am Sonntagabend vor Anhängern in Ankara. Später kam dann auch die offizielle Bestätigung der Wahlkommission.

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Die beiden größten Oppositionsparteien der Türkei kritisierten eine "Manipulation" des Referendums und kündigten die Anfechtung des Ergebnisses an. Die prokurdische HDP erklärte am Sonntagabend auf Twitter, sie werde eine Neuauszählung von zwei Dritteln der Urnen verlangen. Es gebe Hinweise auf eine "Manipulation der Abstimmung in Höhe von drei bis vier Prozentpunkte". Hier ein Bild von Erdogan-Gegnern aus Berlin.

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Der Vizechef der Oppositionspartei CHP, Bülent Tezcan, warf im Sender CNN-Türk der Hohen Wahlkommission (YSK) vor, gegen die Regeln verstoßen zu haben, als sie nicht offiziell zugelassene Stimmzettel als gültig akzeptierte. Ein anderer CHP-Vize Erdal Aksunger erklärte seinerseits, die Partei erwäge bis zu 60 Prozent der Stimmzettel anzufechten.

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Die AKP-Anhänger feierten landesweit.

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Mit Topfklappern wurde aber auch gegen Präsident Erdogan demonstriert.

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Das Referendum zeigte die Spaltung des Landes: Während der Westen und der kurdische Südosten überwiegend Nein stimmte, stellten sich das anatolische Kernland und die Schwarzmeerküste hinter die umstrittene Verfassungsreform.

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Die Mehrheit in den großen Metropolen Istanbul, Ankara und Izmir stimmten mit Nein.

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