Deutsche Polizei fürchtet Gewalt beim AfD-Parteitag

Die Polizei warnt vor eine Eskalation der Gewalt aus dem linksextremen Spektrum, die den Parteitag der AfD in Köln verhindern wollen.

Sicherheitsvorkehrungen vor dem Parteitag.
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Sicherheitsvorkehrungen vor dem Parteitag.
Sicherheitsvorkehrungen vor dem Parteitag. – APA/dpa/Rolf Vennenbernd

Die deutsche Polizei hat vor dem AfD-Bundesparteitag in Köln vor einer Eskalation der Gewalt aus dem linksextremen Spektrum gewarnt. "Wir machen uns große Sorgen", sagte Polizeipräsident Jürgen Mathies am Donnerstag. Man habe die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern um Unterstützung gebeten. Sie sollten möglichst schon die Anreise von Gewalttätern unterbinden.

"Aktuelle Aufrufe der linksextremen Szene zur Verhinderung des AfD-Parteitages untermauern die uns vorliegenden Erkenntnisse, dass mehrere Tausend Linksextreme nach Köln kommen werden - und dass sich nach unseren Erkenntnissen auch mehrere Hundert gewaltbereite Personen darunter befinden", sagte er und zitierte entsprechende Aufrufe. Darin war von "Feuer statt Konfetti" und einer "Hölle von Köln" die Rede.

Die Polizei will rund um den Parteitag am Wochenende mehr als 4.000 Beamte in der viertgrößten deutschen Stadt aufbieten, um die friedlichen Gegendemos zu schützen und das Zusammentreffen der AfD zu ermöglichen. Dabei gehe es schlicht um die Rechte einer nicht verbotenen Partei, die in mehreren Länderparlamenten sitze, betonte Mathies.

Er kritisierte vor allem das Bündnis "Solidarität statt Hetze". Es hatte angekündigt, für Blockaden notfalls auch Absperrungen überwinden zu wollen. Das trage nicht zur Deeskalation bei, sagte Mathies.

(APA/dpa)

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