Macrons Mission in Mali

Französischer Präsident sichert Mali Unterstützung im Anti-Terror-Kampf zu, fordert aber auch deutsche Hilfe.

Emmanuel Macron in Mali
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Emmanuel Macron in Mali
Emmanuel Macron in Mali – APA/AFP/POOL/CHRISTOPHE PETIT TE

Gao. Auch Emmanuel Macrons zweite Auslandsreise als frisch gewählter französischer Präsident war ein deutliches politisches Statement: Am Freitag besuchte er französische Truppen im westafrikanischen Mali, die dort gegen islamistische Terrorgruppen kämpfen. „Frankreich hat euch von Anfang an im Anti-Terror-Kampf unterstützt und wird es auch weiterhin tun“, versicherte Macron Malis Präsidenten, Ibrahim Boubacar Keita. Später besuchte der Staatschef die Truppen und dankte ihnen für ihren Einsatz.

Vor allem die dünn besiedelten Weiten der Sahelzone im Norden Malis gelten als Rückzugsgebiet der Extremisten, darunter der Terrorgruppe al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI). Frankreich hat derzeit in Mali und anderen Ländern der Sahelzone im Rahmen des Anti-Terror-Einsatzes Barkhane rund 4000 Soldaten stationiert. Die Truppen gelten im Vergleich zu den Blauhelmen als mobiler und damit als effektiver bei der Bekämpfung von Extremisten. Die auch im Tschad und Niger aktive Truppe verfügt Paris zufolge über Drohnen, mehrere Kampfflugzeuge und 17 Hubschrauber.

Macron rief am Freitag andere europäische Länder – allen voran Deutschland – auf, sich stärker in Mali zu engagieren: Frankreich sorge in den afrikanischen Einsatzgebieten für „die Gewährleistung der europäischen Sicherheit“. Deutschland und andere EU-Länder könnten Mali durch eine „Partnerschaft der Ausrüstung“ unterstützen oder mit mehr Geld für Entwicklungshilfe. (ag.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.05.2017)

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