Inlandsvertriebene Syrer kehren in Heimatstädte zurück

Die Internationale Migrations-Organisation IOM meldet die bisher größte Rückkehrwelle von im Land befindlichen Flüchtlingen. Im ersten Halbjahr 2017 kehrten 600.000 Menschen in ihre Heimatregionen zurück. Die Sicherheitslage in mehreren Regionen des Landes hat sich verbessert.

Viele vertriebene Syrer kehren unter anderem angesichts regional verbesserter Sicherheitslagen in ihre Heimat zurück. Zwischen Jänner und Juli seien fast 603.000 geflüchtete Syrer wieder in ihre Städte und Dörfer aufgebrochen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf mit. "Dies ist die bisher größte Rückkehrwelle", sagte eine IOM-Sprecherin.

Die meisten dieser Menschen seien innerhalb Syriens auf der Flucht gewesen, einige Rückkehrer kämen auch aus der Türkei, dem Libanon, Jordanien und dem Irak. Hauptmotive seien der Versuch, Heim und Gut zu schützen, sowie die verbesserte Wirtschafts- und Sicherheitslage. Obendrein zählten Probleme bei der Integration in den Gastländern laut IOM zu den Gründen für eine Rückkehr.

Hunderttausende noch auf der Flucht

Allerdings seien immer noch 800.000 Menschen innerhalb Syriens auf der Flucht. Viele von ihnen hätten ihre Heimat bereits zum zweiten oder gar dritten Mal verlassen müssen, so die IOM.

Zuletzt hatten syrische Regierungstruppen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) auch aus ihrer letzten Bastion in der zentralen Provinz Homs vertrieben. Im Bürgerkrieg in Syrien sind in den vergangenen sechs Jahren rund 400.000 Menschen gestorben. Millionen wurden vertrieben.

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