Gerichtsurteil: Ultraorthodoxe Israelis müssen zum Militär

Das Gesetz, das ultraorthodoxe Juden vom Militärdienst befreit, müsse innerhalb eines Jahres aufgehoben werden, entschied der Oberste Gerichtshof Israels.

Archivbild eines israelischen Soldaten.
Schließen
Archivbild eines israelischen Soldaten.
Archivbild eines israelischen Soldaten. – REUTERS

Der Oberste Gerichtshof Israels hat am Dienstag gegen die Wehrpflichtbefreiung ultraorthodoxer Juden entschieden. Jenes Gesetz, das ultraorthodoxe Juden vom Dienst in der Armee befreit, solange sich diese dem Religionsstudium widmen, müsse innerhalb eines Jahres aufgehoben werden, entschied das Gericht, wie die Zeitung "Haaretz" am Dienstagabend in ihrer Onlineausgabe berichtete.

Die Entscheidung des neunköpfigen Gerichts unter Vorsitz der scheidenden Höchstrichterin Miriam Naor sei acht zu eins ausgefallen, so die Zeitung. Das Gericht folgte damit den Klägern der Nichtregierungsorganisation "Movement for Quality Government", die sich an das Höchstgericht gewandt und argumentiert hatten, das durch das Gesetz säkulare Israelis benachteiligt seien.

Extremisten aufseiten der Ultraorthodoxen protestieren seit Monaten in Israel auch gegen die Einberufung von strenggläubigen Juden zum Militärdienst, die vom bisher existierendem Gesetz nicht ausgenommen worden waren.

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen
    Kommentar zu Artikel:

    Gerichtsurteil: Ultraorthodoxe Israelis müssen zum Militär

    Schließen

    Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
    Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.