Irans Präsident erklärte Ende der Terrormiliz IS

Archivbild des iranischen Präsidenten Rohani in der Grenzregion zum Irak nach einem schweren Erdbeben letzte Woche.
Archivbild des iranischen Präsidenten Rohani in der Grenzregion zum Irak nach einem schweren Erdbeben letzte Woche.REUTERS
  • Drucken

Präsident Rohani hält den "Islamischen Staat" für besiegt und lobt die diplomatischen Bemühungen von Russland, Türkei und Iran.

Der iranische Präsident Hassan Rohani hält den "Islamischen Staat" (IS) für besiegt. In einer Ansprache im staatlichen Fernsehen erklärte er am Dienstag das Ende des IS. "Ich gratuliere allen, die am Kampf gegen diese Gruppe beteiligt waren, die außer Mord, Brutalität und Zerstörung nichts kannte", sagte Rohani.

Zuvor hatte sich bereits der Kommandant der Quds-Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden Qassem Soleimani ähnlich geäußert. Den Hauptanteil an diesem historischen Sieg hätten die Menschen im Irak und in Syrien, "aber auch der Iran hat mitgeholfen", sagte Rohani in seiner Ansprache. Daher sei dies auch für Teheran ein großer Erfolg, so der Präsident.

IS-Ende auch diplomatischer Erfolg

Nach den Worten Rohanis war der militärische Sieg auch das Ergebnis erfolgreicher Diplomatie. Die Verhandlungen der russischen, türkischen und iranischen Diplomaten über den Syrien-Konflikt in der kasachischen Hauptstadt Astana hätten diesbezüglich eine enorm wichtige und konstruktive Rolle gespielt. "Umso wichtiger wird daher auch das Gipfeltreffen dieser drei Länder morgen (Mittwoch) in Sotschi sein, wo es dann um die weitere Sicherheit Syriens geht", sagte der Kleriker. Danach werde dann das syrische Volk über die Zukunft seines Landes selbst entscheiden können, so Rohani.

Der Iran hat stets behauptet, dass die Revolutionsgarden im Irak und in Syrien nur als militärische Berater im Kampf gegen den IS tätig seien. Es war aber auch immer ein offenes Geheimnis, dass besonders die Al-Quds Eliteeinheit auch aktiv an den Kämpfen beteiligt war und auch viele ihrer Soldaten, besonders in Syrien, ums Leben gekommen sind. Mehr als 1000 Mitglieder der Revolutionsgarden sollen in Syrien und im Irak ums Leben gekommen sein.

Nach Angaben der internationalen Anti-IS-Koalition hat der IS in Syrien mehr als 95 Prozent seines früheren Gebietes verloren. Vertrieben wurden die Extremisten unter anderem aus ihren Hochburgen Mossul im Irak sowie Al-Raqqa und Deir ez-Zor in Syrien. Sie kontrollieren im Wesentlichen nur noch ein von Wüste geprägtes Gebiet an der Grenze zwischen beiden Ländern.

(APA/dpa/Reuters)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:

Mehr erfahren

Außenpolitik

Putin: Militäreinsatz in Syrien nähert sich dem Ende

Der russische Präsident Wladimir Putin geht von einem baldigen Ende des Militäreinsatzes in Syrien aus. Er traf Bashar al-Assad bei einem "Arbeitsbesuch" in Sotschi.

Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.