Wilders plant internationale Anti-Islam-Allianz

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders mobilisiert Islam-Gegner in Westeuropa sowie Nordamerika und will sie in einer "Allianz der Freiheit" vereinen. Diese Allianz soll Ende des Jahres gegründet werden.

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Wilders plant internationale Anti-Islam-Allianz – Rechtspopulist Geert Wilders (c) AP (Cynthia Boll)

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders, dessen "Freiheitspartei" (PVV) bei der Parlamentswahl im Juni drittstärkste Kraft geworden ist, will seine radikale Islam-Gegnerschaft über eine internationale Bewegung in der gesamten westlichen Welt verbreiten. Für Ende des Jahres plane er die Gründung einer "Allianz der Freiheit", sagte Wilders am Donnerstag in einem Interview. Die Bewegung solle sich zunächst in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den USA und Kanada ausbreiten.

"Breite Unterstützung in den Niederlanden"

In den Niederlanden sei die Unterstützung für ihn in den vergangenen Jahren in die Höhe geschnellt, erklärte der Politiker, der sich im Oktober wegen Volksverhetzung vor Gericht verantworten muss. Wilders, der den Islam als minderwertige Religion und Kultur betrachtet, hat unter anderem den Koran mit Hitlers "Mein Kampf" verglichen und erklärt, die Kopftücher muslimischer Frauen "verschmutzten" das Landschaftsbild.

Die Mitte-Rechts-Parteien haben allerdings bereits viele Forderungen von Wilders PVV übernommen. Nur linke Parteien haben gegen Diskriminierung von Muslimen Stellung bezogen. Auch die Kirchen in den Niederlanden halten sich nach Ansicht von Kritikern auffallend zurück. Unter den konservativen Protestanten gibt es viele Wilders-Sympathisanten. Zu seiner Anhängerschaft gehören auch einige fanatisch islamfeindliche Juden. Wilders versucht ein Bild des Islam zu suggerieren, der nur Gewalt, Fanatismus, Terror und Unterdrückung kennt.

( APA/AP/AFP)

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