USA: Pastor deutet Absage der Koranverbrennung an

Terry Jones könnte seinen für weltweite Proteste sorgenden Plan doch noch verwerfen. Allerdings nur, wenn ihn die US-Regierung direkt darum bittet. Diese deutet die Bereitschaft zu Gesprächen an.

Rev. Terry Jones tells members of the media he plans to go forward with plans to burn Qurans at the D
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Rev. Terry Jones tells members of the media he plans to go forward with plans to burn Qurans at the D
(c) AP (Stephen M. Dowell)

Terry Jones, der US-Pastor im Zentrum der Kontroverse um die geplante Koranverbrennung, hat Bereitschaft zum Einlenken signalisiert. Falls ihn das Weiße Haus direkt um eine Absage der für Samstag angekündigten Aktion bitten sollte, würde er den Plan "definitiv überdenken", sagte Jones in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "USA Today".

Die Regierung in Washington hat daraufhin direkte Gespräche mit dem Pastor angedeutet. Die Möglichkeit eines direkten Appells werde derzeit in der Regierung diskutiert, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Geoff Morrell, am Donnerstag in Washington.

Reisewarnung für US-Bürger

US-Präsident Barack Obama und Nahost-Vermittler Tony Blair hatten sich zuvor öffentlich gegen die geplante Koran-Verbrennung ausgesprochen und Sorgen angesichts der erwarteten Reaktionen in muslimischen Ländern geäußert. Das US-Außenministerium wies seine Botschaften im Ausland nach Informationen vom Donnerstag an, die möglichen Folgen der Koranverbrennung in ihren jeweiligen Gastländern zu erörtern.

Das Ministerium gab zudem eine allgemeine Reisewarnung an US-Bürger heraus. Es bestehe die Gefahr gewaltsamer Gegenproteste in muslimischen Ländern, erklärte das State Department. Reisende in den betreffenden Staaten sollten aufmerksam die Lage beobachten und die Teilnahme an Kundgebungen vermeiden.

 

(Ag.)

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