''Best dressed'': Faymann und sein Clooney-Augenzwinkern

Werner Faymann hat es wieder einmal in eine "Best-dressed"-Liste geschafft. Das Magazin "GQ" reiht den SP-Bundeskanzler auf Platz 8 der österreichischen Männer. "Er steht für eine graumelierte Eleganz und für die Kunst des Augenzwinkerns, die wir sonst nur von george Clooney kennen", zitiert "Österreich" den GQ-Modechef. Auch in die Top Ten der modischten Staatsoberhäupter des Magazins "Vanity Fair" hat es Faymann vor einem Jahr schon geschafft.

Andere heimische Politiker bereiten der Modewelt dagegen Kopfzerbrechen. Flügelschuhe und Knochenkette: Ein Überblick über Politiker im Modesumpf.(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

Ob ihn die Flügel auf den Turnschuhen bis zur "Sonne Kärntens" tragen können? Der frühere BZÖ-Mandatar Stefan Petzner sorgte 2013 für ungläubige Blicke im Nationalrat und Spott auf Twitter. "Voll trendy" findet das Schuhwerk (nur) er selbst.(c) APA ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

Normalerweise kennt man Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) elegant in Anzug und Krawatte gehüllt. Was er unter seinen weißen Hemden versteckt, zeigte er bei einem Empfang für den ehemaligen Radrennfahrer Bernhard Kohl im April 2008.(c) APA/Herbert Pfarrhofer

Willkommen auf der Jagd: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) trägt Leoparden-Look. Zumindest der stürmische Haarschwung passt zum "wilden Look".(c) REUTERS (� Lisi Niesner / Reuters)

Dass sie es aber auch schlichter angehen kann, bewies die Innenministerin mit dieser "dezenten" Kette. Beim schnellen Hinsehen könnte man fast meinen, die Kette würde aus Fingerknochen bestehen - beim genauen Hinsehen allerdings auch...(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

Einfach tierisch fühlte sich auch die ehemalige Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) an einem Morgen im Dezember 2011 und kleidete sich dementsprechend in einem weißen Leoparden-Geparden-Gemisch. Ob sie damit Tempo in die Debatte im Nationalrat bringen wollte? Immerhin ist der Gepard ja das schnellste Landtier der Welt...(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Vom Hut zur Hose. Die Grundregel dabei: Eine Hose darf nicht zwicken, nicht zu eng anliegen und vor allem - die Länge muss passen. Der frühere Grüne-Chef Alexander Van der Bellen nimmt diese drei Regeln nicht ernst, wie man bei diesem "Test" sieht. Das Ergebnis: Die nächste Hose darf ruhig fünf Zentimeter länger sein.(c) APA/Robert Jaeger

Weniger ist manchmal mehr, dürfte das Motto von Russlands Präsident Wladimir Putin sein. In regelmäßigen Abständen "beglückt" der starke Mann Russlands die Welt mit Oben-Ohne-Fotos: ob beim Reiten, Angeln, Wandern oder auf der Tiger-Jagd.

Ein kleines Plus: Das Halfter seines vierbeinigen Begleiters passt farblich zu Hose und Gürtel des Politikers.(c) EPA (ALEXEY DRUZHINYN)

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ist kein Kind von modischer Traurigkeit: Zu Beginn ihrer Karriere griff sie gern einmal zu tief in den Farb- und Mustertopf. Dank kundiger Stilberater lobt die Öffentlichkeit heutzutage aber ihren schlicht-eleganten Look.(c) Reuters/Juergen Schwarz

Dass Lob aber auch zu Kopf steigen kann, bewies die Kanzlerin im April 2008: Ihr tiefes Dekolleté bei der Eröffnung der Osloer Oper sorgte für hitzige Diskussionen, nicht nur in der Welt der Modefreunde.(c) Reuters/POOL

Kubas früherer Staatschef Fidel Castro zeigt, wie sich das Modebewusstsein mit zunehmenden Alter ändern kann. Trat er früher stets im schneidigen Tarnanzug auf....(c) EPA/Alejandro Ernesto

... ist nun der Addidas-Trainingsanzug seine Uniform.

(c) AP

Völkerverständigung verlangt nach dem einen oder anderen (modischen) Opfer. Der beste Beweis dafür sind Ex-Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Sie warfen sich im Jahr 2010 bei einer Indienreise in orange-weiße Schale und Turban.(c) APA/photonews.at/Georges Schneid (Photonews.at/Georges Schneider)

Andere Länder, andere Sitten, dachte sich auch der frühere US-Präsident George W. Bush und wählte bei dem APEC-Gipfel (Asiatisch-pazifische wirtschaftliche Zusammenarbeit) im Jahr 2008 einen traditionellen peruianischen Poncho. Sehr ans Herz gewachsen dürfte ihm der widerspenstige "Umhang" aber nicht sein.(c) AP (Arnulfo Franco)

Simbabwes Staatschef Robert Mugabe hat sich an den politisch Korrekten Anzug-Krawatten-Mix gewöhnt. Doch im Wahlkampf gilt ein anderes Gesetz: Mit patriotischer Halskrause und Bildchen von sich selbst auf dem Shirt kann man ja nur gewinnen.(c) AP

Wesentlich schlichter, aber dennoch schlagzeilenträchtig ist der Stil von Boliviens Präsident Evo Morales. Im rot-weiß-blau gestreiften Strick-Pulli ("Chompa") trat er auf seiner ersten Weltreise als Präsident seinen anzugtragenden Kollegen gegenüber.

Findige Geschäftsleute machten Morales' Look zu Geld und produzierten den Präsidenten-Pulli unter der Marke "Moda Evo" im großen Maßstab nach.(c) AP (THEMBA HADEBE)

Hemd beim Rasenmähnen – Stil kann man eben nicht kaufen, dachte sich Ex-ÖVP-Chef Wilhelm Molterer. Passende Gartenkleidung allerdings schon und die wäre bei so viel Engagement dringend nötig.(c) APA/Gottwald Meinrad

Irans früherer Präsident Mahmoud Ahmadinejad gibt sich - zumindest in Fragen der Mode - gerne als einfacher Mann des Volkes.

Sein Markenzeichen ist die beige Jacke im C&A-Stil, gerne kombiniert mit dem abgestimmten Polo-Shirt. Angeblich hat er die "Ahmadinejad-Jacke" um 30 Dollar auf einem Bazar in Teheran erstanden.(c) AP (VAHID SALEMI)

Wer braucht schon Hut, wenn er Haube tragen kann? José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, wollte seinen Ohrwärmer gar nicht mehr abnehmen - verständlich bei den aktuellen Temperaturen.(c) APA (Bernhard J. Holzner)

Im Regen eine gute Figur zu machen ist schwierig aber machbar. Im September 2007 ging dieser Versuch in Mariazell für Ex-Vizekanzler Wilhelm Molterer, Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer, Bundespräsident Heinz Fischer und seine Gattin Margit Fischer aber völlig in die Hose – oder besser ins Plastiksackerl.

Bleibt zu hoffen, dass sie sich das nächste mal für Schirm, Charme und Melone entscheiden.
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